So fühlt sich das also an.

Heute brauchte ich selbst eine Therapie, denn mir war schlecht vor Zorn und Kummer. Morgens schon sah ich leider ein Werbefilmchen von Pfizer („Superhero“), durch den 5-11 Jährige animiert werden sollen, die Welt zu retten, indem sie sich impfen lassen. Danach ging es mir nicht gut. Dabei war es ein herrlicher Tag: ich ging schwimmen und anschließend in meiner Haus-Taverne essen. Es war meine Henkersmahlzeit, denn auch im vollkommen leeren Tavernenhof darf ab morgen an „Nicht-Getestete, Nicht-Geimpfte, Nicht-Genesene“ kein Essen mehr ausgegeben werden. Ich fotografierte den fast leeren Hof und weinte.

 

„Ich kann nichts dafür“, sagt der Wirt. „Lass dich endlich impfen“, sagt mein Mann. „Natürlich seid ihr schuld“, sage ich.  „Ihr alle!“ Und fotografiere all das, was mir in den 20 Jahren unseres dortigen Besuchs lieb geworden ist und was ich immer wieder gezeichnet habe. Und weine. Waum soll mir das genommen werden?

 

Nein, wir brauchen keinen gelben Stern zu tragen. Nein, wir werden nicht beschimpft, zusammengeschlagen, von Haus und Hof und Heimat vertrieben. Nein, wir müssen nicht die Straßenseite wechseln, wenn ein Rechtschaffener uns entgegenkommt. Ein jeder solcher Vergleich ist unzulässig. Die Tavernen und Cafes, die Kaufhäuser und Krankenhäuser, die Amtsstuben und Museen  – wir dürfen sie ja noch betreten, wenn wir den Negativ-Test vorweisen. Niemand zwingt uns, uns spritzen zu lassen. Es ist ganz freiwillig, jedermann darf sich weigern, dass ihm ein experimenteller Stoff gespritzt wird, dem er nicht vertraut. Und doch: Die Sonderbehandlung der „Ungeimpften“ fühlt sich an wie „nicht für Juden“, „nur für Weiße“, „Ausländer nicht erwünscht“. In jeder Freundesgruppe und Familie gibt es auch Ungeimpfte, sie werden zu Parias, sie werden ausgeschlossen, es sei denn, sie lassen sich „taufen“.

Ich werde nicht beitragen zu diesem System. Ich sage Nein. Aber es tut weh.

Wäre nicht mein kleiner Freund Demosthenes zur Kunsttherapiestunde gekommen, ich würde hier immer noch sitzen und weinen. Nun aber halte ich stand und werde gleich auch von der Sitzung erzählen.

Veröffentlicht unter Leben, Politik, Psyche | Verschlagwortet mit , , , , | 60 Kommentare

abc-etüde in gebundener Rede: „Tägliches Zeichnen“

https://365tageasatzaday.wordpress.com/2021/10/31/schreibeinladung-fuer-die-textwochen-44-45-21-wortspende-von-wortverdreher/

Sitze auf der Turmterrasse

Vor mir dehnt sich weit die Erde

Sonne scheint mir auf den Scheitel

Kitzelt freundlich mir den Nacken,

Wär ich kitzlig – doch ich bins nicht –

Würde gleich den Platz ich räumen.

Kaffee steht schon griffbereit.

Auch ein Hefter ist vorhanden

Mit sehr vielen weißen Seiten

Will ein wenig kritzeln, krakeln

Alles geht auf eine Seite

Ganz egal ob groß ob klein.

Hier die Tasse, dort die Flasche,

Hier der Berg und dort der Zaun.

Und so huscht der Kugelschreiber

Übers weiße Blatt Papier

Hinterlässt auf der Passage

Linien, Wellen und auch Flecken

Um all das was meine Augen

Wohlgefällig draußen sehen

Gleich noch mal durch mich verdauet

Auf die Fläche hinzubannen.

Schön ists nicht, was ich vollbringe?

Sollte mich ins Haus begeben

Und mit Sorgfalt, mit Bemühen

Mich exakter Kunst befleißgen?

Lass man, lass, es kommen Tage

Wo der Himmel kalt und trübe

Über diesen Berg sich breitet

Dann, ihr Lieben, herzlich gerne

Werd ich wie in alten Tagen

Der Frau Kürbis und den andern

Früchten ihre Form ablauschen,

Werde häuslich am Kamine

Sitzen und Olivenscheite

Oder auch das Holz der Pinie

Über Nadeln und Papieren

Sorgsam schichten und entzünden

Denn was jetzt die Sonne bietet

Muss alsdann das Flackerwesen

Und die Glut des Feuers leisten.

*Kolokythi ist der Kürbis auf Griechisch. Bei Mme Kolokytha handelt es sich um einen Flaschenkürbis, genauso wie auch auf Dürers Gravour vom Hl Hieronymus /meine Kopie)

 

Veröffentlicht unter abc etüden, Dichtung, Leben, Meine Kunst, Natur, Zeichnung | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 16 Kommentare

Impulswerkstatt Fortstetzung

Impulswerkstatt: Überblendungen

Dies Foto habe ich in Herkulanum (Ercolano), der Schwesterstadt von Pompeji, aufgenommen, die ebenfalls durch den Vesuvausbruch im Jahre 79 n.Chr. unterging.

Was sieht der Mann? Sieht er das Unheil kommen? Es ist ein Wandgemälde, das zu Zeiten gemalt wurde, als die Stadt noch von Leben vibrierte. Und doch scheint mir, als ahne er bereits, was auf sie zukommt. Es ist, als schrecke er von einem Ton auf…

… Er lauscht erschrocken, späht in alle Richtungen, aber er versteht die Zeichen nicht. Die Lava des Vesuvs wird sein Haus und sein Leben nehmen wie das aller anderen.

Auch dies ist ein Beitrag zu Myriades Impulswerkstatt und betrifft das Doppelgesicht.

Veröffentlicht unter alte Kulturen, elektronische Spielereien, Fotografie, Geschichte, Impulswerkstatt, Katastrophe, Meine Kunst | Verschlagwortet mit , , , , , | 9 Kommentare

Impulswerkstatt: Überblendungen

 

Einladung zur Impulswerkstatt November, Dezember 2021

Das Doppelgesicht, liebe Myriade, hat es mir sogleich angetan. „Kubismus“, der verschiedene Ansichten in einem Bild zu vereinigen sucht, faszinierte mich als Versuch, das Bewegte im Unbewegten festzuhalten. Malerei zwingt ja nicht nur das Dreidimensionale in die Zweidimensionalität, sondern lässt auch die Bewegung in einer einzigen Pose erstarren.

Mit dem Aufkommen der ersten „bewegten Bilder“ der Kamera begannen auch die Maler, ihren Bildern eine Pseudo-Bewegung einzuhauchen. Es entstand der Kubismus. Mit dem Fortschreiten der filmischen Möglichkeiten und als Reaktion darauf  wurde der „Futurismus“ in der Malerei geboren. Seither haben die Maler nicht aufgehört, mit dem Bewegungs-Problem zu kämpfen und Lösungen zu suchen (vergl hier  oder auch hier)

Auch ich habe mich ein wenig in „kubistischer“  Malerei versucht, zB hier. Und meine neuesten Experimente mit „Überblendungen“ gehen in eben diese Richtung.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit | 9 Kommentare

Kürbis und Totenkopf, W = Wohnzimmermöbel (abc-etüde, Zimmerreise)

2021-10-15 Einladung f. Zimmerreisen 11-2021 mit V+Wabc.etüden 2021 44+45 | 365tageasatzaday

2021-10-15 Einladung f. Zimmerreisen 11-2021 mit V+W

Eine Melange aus Zimmerreise und abc-etüde? Ja, warum eigentlich nicht, liebe Heide, liebe Christiane, lieber Wortverdreher. Puzzleblume hat es vorgemacht, ich eile hinterher mit einer zweiten Etüde und einer zweiten etwas ungewöhnlichen Zimmerreise.

Schreibeinladung für die Textwochen 44.45.21 | Wortspende von wortverdreher

abc-etüde als Zimmerreise

Der Kürbis und der Totenkopf

„Am Ende wird es ja auch bei uns auf einen hohlen Kopf hinauslaufen, dessen Anblick andere erschreckt“ – das schrieb ich als Antwort auf Puzzleblumes Kommentar zu meiner gestrigen abc-etüde.  Zur Illustration zog ich einen Totenkopf aus dem Archiv, den ich von einem Kupferstich Dürers abgezeichnet hatte.  Sehr sorgfältig übrigens, ohne in gewohnter Weise zu krakeln.

Totenkopf in Dürers „Hieronymus“, Tintenstift-Kopie

Plötzlich verstand ich: Auch Dürer dachte Totenkopf und Kürbis zusammen. Der hohle Kürbis spielt auf den menschlichen Totenkopf an, vor dem die Kinder schreiend davonlaufen.

Kürbis in Dürers „Hieronymus“, Tintenstift-Kopie

Wie hatte ich das übersehen können? Und wieso vergaß ich, dass ich Kürbis und Totenkopf mit unserem W = Wohnzimmer in Athen zu einem neuen Ensemble vereint hatte? Das war, als Tito noch lebte und kurz vor Corona. Keine Sorge, ich werde dies kitzlige C-Thema nicht weiter verfolgen.

Im Wohnzimmer sind alle friedlich vereint: Löwe und Hund, Totenkopf und Kürbis. Ein Großteil des Mobiliars ist aus Hieronymus‘ Gehäus entlehnt. Nur das Gemälde mit den Zypressen, Hängelampe, Tischtuch, Eule und Musikregal sowie der Bewohner sind aktuell vorhanden.

Ein merkwürdiges Ambiente. das mich zu weiteren Experimenten anregte. Ich zeichnete den Raum neu, stellte alles Kopf. Der Kürbis entwächst nun dem Boden, der eigentlich die Zimmerdecke ist.

Montage aus Zeichnungen und Fotoelementen

Das aber lässt mich schwindeln. Möge der Kürbis weiterhin friedlich von der Decke hängen und uns nicht eines Tages auf den Kopf fallen.  Der Löwe mag bleiben.

Das wars für heute. Weitere Wohnraum-Gestaltungen findest du unter dem Stichwort Hieronymus, zB hier.

Veröffentlicht unter abc etüden, alte Kulturen, Architektur, Autobiografisches, Collage, die schöne Welt des Scheins, elektronische Spielereien, Meine Kunst, Raum-Zeit-Collagen, Tiere, Trnsformation, Zeichnung, Zimmerreise | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | 17 Kommentare

Kürbis: Woher-Wohn? Bildnachtrag

Wenn ich meine abc-etüden bebildere, mache ich viele Anläufe. Und es sind nicht immer die interessantesten Biler, die ich dann auswähle, sondern die, die vielleicht am ehesten verständlich sind und zum Text passen.

Die folgende Variante möchte ich gern noch zeigen. Sie stellt die Frage nach dem Woher und Wohin des Kürbis auf radikalere Weise als das Bild, das ich schließlich auswählte.

 

 

Veröffentlicht unter abc etüden, Collage, elektronische Spielereien, Fotocollage, Kunst, Leben, Legearbeiten, Meine Kunst, Natur | Verschlagwortet mit , , , , , | 9 Kommentare

abc-etüde: Der Kürbis – eine Hommage

abc.etüden 2021 44+45 | 365tageasatzadayhttps://365tageasatzaday.wordpress.com/2021/10/31/schreibeinladung-fuer-die-textwochen-44-45-21-wortspende-von-wortverdreher/

Der Kürbis – eine Hommage

„Ich bin ein alter Kürbiskopf

Der auf dem Feld gelegen

Nun lieg ich bei dem  Suppentopf

Den Hungrigen zum Segen.

 

Vernehmt mein letztes Reimgedicht

Bevor ihr mich zerschneidet

Und unterbrecht mich bitte nicht

Wenn ihr mich gleich ausweidet

 

Was  du als Kürbis vor dir hast

Das war vorerst ein Samen

Den hinterließ bei einer Rast

Ein Vogel, meine Damen!

 

Der Samen und mein Kürbis-Ich

Wir sind ein- und dasselbe

Erkennen tut ihrs sicherlich

Denn beide sind wir gelbe.

 

Und sonnengelb ich dann auch blieb

Als mir die Blüten sprossten

Insekten hatten Hochbetrieb

sie wollten alle kosten

 

Sie kraxelten und summten in

Der köstlich gelben Blüte

Sehr kitzlig war ich innen drin

Welch Wollust, meine Güte!

 

Die Blüte wurde schrecklich matt

Verrostet ihre Farbe

Die Bienen freilich waren satt

Was mir blieb, war die Narbe.

 

Aus der trieb ich als Frucht hervor

Erst klein, dann immer runder

Die Narbe blieb mir als Decors

bis jetzt als Fünfzigpfunder.

 

Genug, ihr Damen, kommt geschwind

Mit eurem scharfen Messer

Was sein muss, wird, wer wagt gewinnt

Vom Warten wird nix besser.

 

So höhlt mich aus, das Kind krakeelt

Es will den Kürbiskopf jetzt haben

Passt auf, dass ihr mich nicht sehr quält

Bald wird euch heiße Suppe laben.

 

Mein Außen wird zum Kürbiskopf

Mit Augen Mund und wenn ihr wollt

Setzt oben auf den Kopf den Topf

Passt auf, dass er nicht runterrollt!“

 

So krakelt und so makelt noch

Ein wenig unser gelber Freund

Doch hm, was ich da eben roch

Ist Kürbissuppe – wie mir scheint.

 

Sie duftet gelb, wie Sonnenschein

Wie Bienenlust und warme Erde

Ich mein, ich hör schon Vögel schrein

Auf dass der Kern zum Kürbis werde  

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , | 26 Kommentare

Montag ist Fototermin: Vom Dokument zur Bildgalerie

Heute habe ich zwei kleine Werkstätten aufgesucht, die von befreundeten Frauen betrieben werden, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Ich fotografierte nicht, um etwas besonders Schönes besonders schön abzulichten, sondern einfach, um es „festzuhalten“: Arbeitsräume, Maschinen, Produkte. Auch Menschen fotografierte ich: Hände beim Ausrollen des zuvor gekneteten Teigs für die Kekse, um ein Beispiel zu zeigen.

Mein „Dokumentieren“ verfolgt keinen professionellen Zweck. Ich mache mir einfach nur gern „ein Bild“ davon, wie Menschen leben und arbeiten. Die Fotos sind insofern privat, und ich möchte sie nicht ohne Einwilligung veröffentlichen.

Eines der Fotos aber nehme ich zum Anlass, um die Verwandlung eines Foto-Dokuments in Bilder mit künstlerischem Anspruch zu zeigen. Als Mittel benutzte ich ein paar Filter von Fotoshop. Selbstverständlich ist das ein oberflächliches Vorgehen. Anspruchsvoller wäre es, das Foto tatsächlich in Gemälde, Kohlezeichnung, Gravour umzusetzen. Aber dazu fehlt mir die Zeit, und bei der Gravour auch das technische Können. Der moderne Mensch und Künstler hat es halt eilig und bedient sich gern vorgefertigter Formate.

Das Fotodokument: eine Maschine in einem Raum.

Kunstgalerie: Hier kannst du von Bild zu Bild spazieren und den Ausdruck der Maschine (1) als Farbfoto, (2) als farbiges Gemäde, (3) als Kohlezeichnung und (4) als Drucktafel vergleichend auf dich wirken lassen (zum Vergrößern anklicken).

Veröffentlicht unter Ökonomie, die schöne Welt des Scheins, elektronische Spielereien, Fotografie, Kunst, Leben, Meine Kunst, Serie "Mensch und Umwelt" | Verschlagwortet mit , , , , , | 5 Kommentare

Schwarz-weiß, bunt und unbunt (eine Legebild-Demonstration)

„Bunt“ ist das Wort der Woche: Foto-Challenge-Administrator Roland hat mir vergeben, dass ich in meinem Beitrag dazu mehr als ein Foto gezeigt habe.

Dankeschön, Roland! Aber was soll ich tun, das Thema ist für einen Maler zu wichtig, um es mit einem Foto abzuhaken. Und nun fragt Bruni (Wortbehagen) auch noch, ob es das Wort „unbunt“, das ich dort verwende, tatsächlich gibt.

„Die etwas fragen, die verdienen Antwort.“ (Bert Brecht, Legende von der Entstehung des Buches Taoteking…)

Ja, sage ich also, und versuche zu erklären:  „Das Wort „unbunt“ gibt es. Das sind die Farben weiß, grau und schwarz, die man erhält, wenn man die Farbschwingung abzieht und nur den Helligkeitswert behält. Wenn du ein farbiges Bild in Schwarzweiß umwandelst, siehst du, dass zB ein kräftiges Rot ein ziemlich dunkles Grau ergibt, während Gelb Hellgrau erscheint. Gelb hat einen höheren Lichtwert als Rot. Bei Mondschein erscheint die Welt in unbunten Farben….“ und schon gerate ich an den Rand meines physikalischen Wissens und würde gern Joachim (Schlichting)  fragen, ob die Erklärung so weit stimmt und warum die Farben bei Mondschein schwinden und eine unbunte Welt aufscheint.

Nun also ein zweiter Anlauf. Ich lege mit Maries Schnipseln, die weiß sind, auf schwarzem Grund ein Bild. Das Bild ist – theoretisch jedenfalls – SCHWARZ-WEISS. Die Grautöne sind ungewollt und dem ungleichmäßigen Lichteinfall beim Fotografieren geschuldet. Ich bereinige das Foto ein wenig und habe nun einen klaren Schwarz-Weiß-Kontrast.

Nun drehe ich die Schnipsel um, da wird das Bild ….  BUNT.

eine bunte Gesellschaft

Jetzt entziehe ich dem fotografierten Bild die Farbschwingungen. Wird es schwarz-weiß? O nein! Es bleibt farbig, aber es ist jetzt UNBUNT. Die Helligkeitswerte der Farben sind ja erhalten geblieben.

eine unbunte Gesellschaft

Schwarz-weiß-Fotografie gibt es genau genommen nicht. Es ist unbunte Fotografie – Fotografie, die mit vielen Grautönen eine besondere Farbigkeit schafft. Wenn jemand Dinge, Situationen oder menschliches Handeln schwarz-weiß darstellt, bewegt er sich außerhalb der Wirklichkeit.

 

 

Veröffentlicht unter Bebildertes Wort zum Sonntag, Fotografie, Kunst zum Sonntag, Leben, Legearbeiten, Meine Kunst, Natur, Philosophie | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 11 Kommentare

Am Strand/im Dorf : zwei Skizzen mit Photo-Überblendung

Am Morgen ging ich schwimmen und saß dann noch ein bisschen in der Sonne, um mich zu trocknen … und den Stumpf der Tamariske zu zeichnen, der dort vor sich hin bleicht.

Die Zeichnung überblendete ich mit einem Foto…

und so sieht das hybride Ergebnis aus.

Am Mittag waren wir im Zentraldorf Kampos zum Essen. Die Männer an anderen Tischen waren weit weg, so dass ich nicht sehr viel erkennen konnte (etwas herangezoomt).

Eine Skizze musste dennoch sein. Das Foto überblendete ich mit der Skizze, die ich zu dem Zweck auseinander schnitt.

An diesen Beispielen zeigt sich mal wieder, dass das Überblenden des einen mit dem anderen ein neuartiges Ausdrucksmittel darstellt. Ob sich die hybride Art (Kunst) wohl etablieren wird? Man bastelt ja schon eifrig an hybriden Mensch-Maschinen und Meta-Welten, da wird es Zeit, sich in deren Wesen schon mal ein wenig einzufühlen. Dafür ist Kunst des geeignete Mittel.

 

 

 

Veröffentlicht unter elektronische Spielereien, Fotografie, Kunst, Leben, Meine Kunst, Natur, Zeichnung | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 14 Kommentare