Impulswerkstatt Fortstetzung

Impulswerkstatt: Überblendungen

Dies Foto habe ich in Herkulanum (Ercolano), der Schwesterstadt von Pompeji, aufgenommen, die ebenfalls durch den Vesuvausbruch im Jahre 79 n.Chr. unterging.

Was sieht der Mann? Sieht er das Unheil kommen? Es ist ein Wandgemälde, das zu Zeiten gemalt wurde, als die Stadt noch von Leben vibrierte. Und doch scheint mir, als ahne er bereits, was auf sie zukommt. Es ist, als schrecke er von einem Ton auf…

… Er lauscht erschrocken, späht in alle Richtungen, aber er versteht die Zeichen nicht. Die Lava des Vesuvs wird sein Haus und sein Leben nehmen wie das aller anderen.

Auch dies ist ein Beitrag zu Myriades Impulswerkstatt und betrifft das Doppelgesicht.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
Dieser Beitrag wurde unter alte Kulturen, elektronische Spielereien, Fotografie, Geschichte, Impulswerkstatt, Katastrophe, Meine Kunst abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu Impulswerkstatt Fortstetzung

  1. Myriade schreibt:

    Oh, das finde ich ganz toll, wie du es geschafft hast, ein und dasselbe Gesicht durch Überblendungen so aussehen zu lassen als schaute es in verschiedene Richtungen. Das Gesicht selbst ist ja auch fantastisch, fast 2000 Jahre alt und so ein intensiver Ausdruck !! Es sieht nicht aus, als wäre es restauriert worden. Die Asche hat es wohl so perfekt konserviert. Vielen Dank auch für die Fortsetzung des Beitrags.

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  2. Peter Klopp schreibt:

    Ein beeindruckender Blick auf die Portrait-Kunst aus der untergegangenen Stadt Herkulanum!

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  3. Gisela Benseler schreibt:

    Oh Gerda, dies Gemälde sagt viel aus, und Du hast es wohl richtig empfunden und beschrieben.

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  4. Gisela Benseler schreibt:

    Er hat das Gesicht eines Propheten.

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  5. Dieses Gesicht; Du beschreibst seinen Ausdruck so gut:
    Es ist, als schrecke er von einem Ton auf…
    So könnte es sein und er ahnt – weiß aber nicht, was ihn so ängstigt…

    Deine Überblendung hätte mir mit nur zwei Gesichtern auch schon gereicht, liebe Gerda.

    Gefällt 1 Person

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