Im Atelier: Entwürfe präservieren.

Erstmal reicht es mir mit dem Ausstellen früherer Bilder. Ich möchte wieder an das anknüpfen, mit dem ich mich beschäftigte, bevor ich, vor nun einem Jahr, mit der Bestandsaufnahme meiner Bilder und dem Projekt „Kunst hilft“ begann.  Das Projekt darf jetzt mal eine Weile ruhen – bis zum nächsten Frühjahr, wenn ich womöglich zwei Ausstellungen mache.

Heute sah ich große Arbeiten auf Papier durch (70×50 cm) und brachte 5 davon zwischen neu erworbene Kunststoff-Folie und Pappe, um sie vor weiterem Verfall zu bewahren. Sie sind mit Kohle, Pigmenten, Kleister, Wellpappe und Klebebändern gemacht und eine Art Entwürfe für Arbeiten auf Leinwand, stehen für mich aber auch so. Ich hätte die weißen Flächen reinigen müssen, denn die Kohle hat sich etwas verwischt, aber ich hatte keine Lust dazu und ließ sie, wie sie waren. 

In der Mappe gibt es noch etliche Bilder dieser Art. Die werde ich wohl auch vor dem Verfall retten, denn ich mag sie in ihrer Brüchigkeit und verhaltenen Farbigkeit.  

Die meisten sind mit Booten und Häfen assoziiert…

einige mit Straßenfassaden…

und manche sind ganz gegenstandslos.

 

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Lichtbahnen in der Küche (kleine Beobachtungen)

Durchs Küchenfenster kamen heute Mittag so hübsche Lichtbahnen, dass ich zum Handy griff und sie fotografierte.

Da bemerkte ich, dass die Deckenlampe brannte, schaltete sie aus und fotografierte erneut.

Als ich die Fotos betrachtete, stellte ich verwundert fest, dass die Lichtbahnen bei Kunstlicht blau wirken, ohne aber weiß. Wie kommt das wohl?

 

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Oktober Adieu! Sei mir willkommen, November!

Vorbei – verjährt –
Doch nimmer vergessen.
Ich reise.
Alles, was lange währt,
Ist leise.

… möchte ich mit Joachim Ringelnatz sagen. Vorbei der Oktober. Still und sonnenreich war er, die Stürme blieben aus, der Regen auch.

Nun sei mir willkommen, November! Wirst du grau sein und dem Land Regen bringen, so dass wir die köstlichen Oliven ernten können, die jetzt am Baum zu verschrumpeln drohen?

Ich weiß: Manche wollen die Sonne niemals verabschieden. Auch mir ging es heute so, als ich noch einmal im dünnen Hemd am Hafen saß und ins Glitzern des Wassers blinzelte. Nun aber darf sie gern ein Päuschen einlegen, bitte! Und was Spanien grad zu viel hat, würde uns durchaus Nutzen bringen.

So sei es mit allem: alle Dinge mit Maß! Sonne und Regen, Reichtum und Bedarf, Geben und Nehmen im Ausgleich.

Manchmal ziehe ich eine Tarotkarte, um mir ein Thema zum besonderen Bedenken zu stellen. Und welche zog ich heute? Na klar: die Mäßigkeit.

Meine Auslegung dieser Karte als Collage von Foto und Legebild, digital bearbeitet:

 

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Kunst hilft: Susanne Hauns Blume als neuer Hintergrund

Immer noch bin ich mit der Dankeschönkarte beschäftigt, wenngleich die von Nena gestaltete längst mein ok hat und in Umlauf ist.

Das waren die beiden Entwürfe: links Nena, rechts ich.

Mir gefiel meine Idee weiterhin gut, und so suchte ich nach einem neuen Hintergrund, der die Idee besser tragen würde als das Meer.

Da erinnerte ich mich an das schöne Blumenbild, das Susanne Haun mir mal schickte – in Form von Schnipseln, als Spende für meine Legebilder. Sie fand dann auch noch ein Foto des heilen Bildes, und dieses ist es, das nun als Hintergrund der Kunst-gegen-Spende-Aktion Wiederauferstehung feiert. Susanne ist einverstanden: Danke, liebe Susanne! Ich finde, das Ergebnis bringt das Konzept der „Blume des Lebens“ (unsere Gruppe hat sich dieses Symbol ausgewählt) gut zum Ausdruck, und bin nun zufrieden.

Oben rechts das Symbol des Yogastudios, in dem die Aktion stattfand, unten rechts das Symbol des Vereins der Eltern und Erziehungsberechtigten AmeA Messinien (Behinderte) und rechts senkrecht „Kunst hilft“.

 

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Dienstag-Drabble: das Problem der Anonymität seit Odysseus

Zum heutigen Drabble-Dienstag heißt es, einen Text von 100 Wörtern zu erstellen, in dem die Wörter Wissen – anonym – bewahren vorkommen. Heide von der Puzzleblume hat diese Wörter ausgewählt und uns zur Verfügung gestellt.

Ulisses and the Cyclop

Odysseus sticht Polyphem das Auge aus (Legebild)

 

Anonym ist ein griechisches Wort, das meines Wissens „namenlos“ bedeutet. Was irreführend ist, denn einen Namen hat der Anonyme durchaus, und er selbst kennt ihn auch, doch anderen ist er unbekannt.

Im Zeitalter des internets ist das Thema brisant geworden, denn so mancher möchte seine Anonymität bewahren, um aus sicherem Hinterhalt seine Pfeile zu verschießen. Legt er sich mit Hochgestellten an, nützt ihm das freilich wenig. Jeder Klick hinterlässt Spuren.

Dem geblendeten Zyklopen Polyphem rief Odysseus frech zu, er heiße Niemand! Später klagte Polyphem dem Poseidon, „Niemand“ habe ihm sein Auge ausgestochen. Poseidon wusste trotzdem, wer dieser Herr Niemand war.

 

 

 

 

 

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Kunst hilft: Zwei Dankeschön-Karten zum Vergleich

Für die Karte, mit der wir den Spendern unserer „Kunst-Hilft“-Aktion ein kleines Dankeschön ausdrücken möchten, liegen nun zwei Entwürfe vor. Den einen machte Freundin Nena zusammen mit ihrem Mann Jannis, den anderen ich.

Der Entwurf von Nena ist übersichtlich, und die Symbole für unsere Gruppe, das Yoga-Studio und den Verein der Eltern und Erziehungsberechtigen von Menschen mit Behinderungen, an den die Spendengelder gingen, sind klar zu erkennen. Ich denke, er ist für den Zweck sehr gut geeignet.

Den zweiten habe ich angefertigt. Ich baute eine Spirale, beginnend vom Zentrum (Symbol unserer Gruppe) und der jüngsten Kunstadeptin. Es folgen die Spender und Spenderinnen mit den ausgewählten Bildern. Angeschlossen habe ich dann noch Fotos vom Workshop, von unseren Treffen als Gruppe und mit den Frauen des Behindertenvereins, und hinführend zum Symbol des Vereins selbst. Auf der senkrechten Leiste steht die Devise der Aktion: „Kunst hilft“.

Welchen soll ich nun nehmen?

Nenas Entwurf:

mein Entwurf

 

 

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Zweite abc-etüde über den Schokoladenpudding (ein Sachtext)

Soll ich wirklich noch einen Text über Schokoladen-pudding verfassen, obgleich ich keinen esse? Und auch niemanden kenne, der welchen isst? Nicht, dass ich ihn eklig fände und ich mich verbiegen müsste, um welchen zu essen, nein, das nicht. Aber er gehört einfach nicht in meine Küche und Vorstellungswelt. 

Ich erinnere mich auch nicht, dass es bei uns Zuhause Schokoladen-pudding gab. An Griesbrei erinnere ich mich, der wurde mit gekochtem Obst, vorzugsweise Zwetschgen von unserem Baum, übergossen und schmeckte köstlich. Auch Vanillepudding kommt in meiner Erinnerung vor. Die Portionen schnitt man aus dem halbfesten, glänzenden Corpus heraus, und war das glibberige Stück glücklich auf dem Teller gelandet, übergoss man es mit Himbeersoße. Die Himbeeren stammten aus unserem Garten, ich hatte sie vielleicht selbst geerntet und jede einzelne untersucht, ob nicht eine Made drinsteckte.

Pudding ist das, was als Schokoladenpudding in den Supermärkten verkauft wird, wohl kaum zu nennen. Es ist eine industriell zusammengemixte Süßspeise ohne jeden Nährwert. Ist da überhaupt Schokolade drin?

Das internet weiß Antwort. Gibt man „Schokoladenpudding“ ein, kann man etliche hausgemachte Rezepte finden, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Ich gebe daher „industriell hergestellter Schokoladenpudding“ ein und werde fündig. Der „Stern“ hat eine Reportage mit dem Titel

Hiernach kaufen Sie nie wieder Schokopudding aus dem Discounter

Ich zitiere: „Schokopudding aus dem Discounter kostet beispielsweise nur 19 Cent – und das mit Sahnehäubchen! Wie kann das gehen?“

Ja, wie?

„Das erste, was schon einmal nicht im Schokopudding verwendet wird, ist Schokolade.“

Aha, bingo!

„Wassermilch… und Zucker. Pro Becher …30 g, das entspricht …10 Stück Würfelzucker.“

Na, besten Dank!

„Pflanzenfett und Monoglyceride“ für den Glanz, „Gelatine…aus Schweineknochen“, „eine Messerspitze Kakao“, „Der Geschmack nach Schokolade entsteht durch Aromen“. „Und das Sahnehäubchen? Sahne und Stabilisator, die mit Gas versetzt werden.“

Der „Stern“ bezieht sich auf die ZDF-Mediathek. Witzige Info findest du auch hier.


Dies ist ein Beitrag zu Christianes abc-etüden, mit einer Wortspende der „Entengruppe“.  Die in den Text einzubauenden Wörter sind: Schokoladenpudding – eklig – verbiegen. 300 Wörter darf der Text umfassen (dieser hat 299).

So bereiten Sie einen ausgezeichneten Schokoladenpudding!

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Besuch in der „Eule“

Das „Kουκουβαγιάκι“ (Koukouvagiaκι, dt „kleine Eule“) entdeckte ich im Februar, ich erwähnte es als „hübsches Lädchen“ mit einer reizenden Besitzerin namens Maria. Erst gestern kam ich wieder vorbei, denn Maria ist bei dem Tierfreunde-Event „Party des Südens“ involviert. Dies ist der Eingang zu ihrem Laden (Plakat unten). Auf dem Schild gleich unter der Eule liest du Marias Geschäftsidee: Grandma had it, Mama threw it, I bought it back,  auf deutsch: Großmama besaß es, Mama warf es weg, ich kaufte es zurück.

Die wunderlichsten Dinge findest du in dem Laden, der aus einem Erdgeschoss und einer Empore besteht. Von oben schaut man auf den Kronleuchter und die Auslagen darunter.

Natürlich gibt es eine Menge Kleider, Blusen, Stickereien, die einst modern, dann aus der Mode gefallen und heute wieder sehr gefragt sind. Und Spiegel gibt es.

Wieviele Spiegel es sind, bemerkte ich erst bei der Durchsicht der Fotos, als ich mal meine Beine, dann wieder meinen Oberkörper oder mich in voller Größe abgebildet fand.

Was noch?

Werkzeuge aus alten Zeiten,

Figuren aus anderen Breiten

Bilder und Bücher,

Schmucksachen und Tücher

Puppen, Gitarren

Wiegen, Schubkarren

Statuetten und Säulen

und verdammt viele Eulen.

 

Ich widerstand der Versuchung, eine weitere Eule unserer Sammlung hinzuzufügen. Aber eine Eulentasche will mir Maria bringen – sie habe eine ganz besondere. Na, da bin ich aber gespannt. Mein Eulenbeutel ist nämlich ziemlich hin, und eine Neuerwerbung wäre angebracht.

Zum Schluss noch ein kleines Rätsel: Was ist das?

Die Auflösung findest du weiter oben. 🙂

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Johanna war bei uns zu Besuch.

Ihr meditativ-fotografischer Rückblick bringt mir noch einmal einige der schönsten Momente des Oktober in Erinnerung.

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„Kunst hilft“ … auch dem Tierschutzverein

Der Tierschutzverein von Kalamata macht gute Arbeit, aber das Geld reicht vorne und hinten nicht, um all die heimatlosen Katzen und Hunde zu sterilisieren, zu entwurmen, zu ernähren, zu behausen, zu operieren, zu impfen … oder was sonst noch so anfällt. Um die Kasse ein wenig aufzubessern und die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Probleme der Tiere zu lenken, findet unter dem Titel „Party des Südens“ gerade mal wieder ein Basar statt. Freunde des Vereins helfen mit Sachspenden, die für geringes Geld angeboten werden: Kleidung, Bücher, Krimskrams, Schuhe … und veganes Essen, gekocht von Dimitra, mit anderen lokalen Leckereien angeboten von Freundin Nena.

Zu meiner Freude entdeckte ich ein neues Bild des sehr geschätzten Spray-Maler Skitsofrenis, von dem ich schon oft berichtet habe.

Der Text auf seinem Bild trifft es genau: „Wenn wir uns gegenseitig helfen, wird sich vieles ändern. Steh mir zur Seite, und wir werden fliegen.“

Ich spendierte 5 Bilder. Das Aquarell mit der Katzenbegegnung fand schon einen Abnehmer.

Die anderen warten im Abendlicht auf Käufer. Ob sie im Gewühl der Auslagen überhaupt gesehen werden?

Heute brachte ich noch zwei Katzenzeichnungen (Feder, Tinte) vorbei.

Morgen ist ein weiterer Tag Basar, ein Montag zwar, aber Nationalfeiertag, und so ist viel Volk nach Kalamata gekommen. Vielleicht macht der eine und die andere ja einen Bummel durch die Gasse unterhalb der Kathedrale und lässt etwas Geld da, im Tausch gegen ein Bild … oder etwas anderes, was immer sein/ihr Interesse erweckt.

 

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