Heute war ich endlich mal wieder in der Zeichenschule und habe mich mit dem Gipskopf eines Kouros abgemüht. Diesen Kopf habe ich schon einmal im Profil gezeichnet – zur großen Zufriedenheit des jungen Zeichenlehrers, aber nicht zu meiner. Denn die Zeichnung kam zwar ziemlich „korrekt“ heraus, doch fand ich sie steril.
Heute sah ich den Kopf en face. Das Licht streute, denn es gab sowohl Tages- als auch Lampenlicht. Erst als es dunkelte, traten die Züge allmählich klarer hervor.
So eindeutig wie auf dem Foto ist der Eindruck dennoch nie. Der Kopf schwebt im ungewissen Licht, er scheint lebendig zu sein. Die Augen quälen sich, Licht vom Schatten zu trennen oder zu verstehen, wo Hals und Kopf ineinander übergehen. Meine Zeichnung ist zwar nicht korrekt, gibt aber etwas von diesem träumerischen Scheinleben wieder.
Um die Fehler zu korrigieren, fehlte die Zeit. Aber immerhin konnte ich die Zeichnung auswischen und neue Linien eintragen. Vielleicht gelingt es auf dieser Basis nächstes Mal besser.















































