kata-strophen No 12. abc-etüden. Vom Sternenwandern.

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Fliedersternbruchstück, dein Wandern – dauert sehr lange wohl schon,

mit blutigen Malen von andern – wandernden Sternen als Lohn.

Wirst du die Heimat erreichen – den Stern, der einst dich gebar?

Oder wirst du erbleichen – ein Fliederstern dunkel im War?

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Und wieder danke ich von Herzen https://textstaub.wordpress.com/2017/03/05/schreibeinladung-abc-etueden-die-10te/ und der edlen Wortspenderin von http://www.http//westendstorie.com.

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Kata-strophen. für die abc-etüden von textstaub

https://textstaub.wordpress.com/2017/03/05/schreibeinladung-abc-etueden-die-10te/ danke lz, danke der edlen Wortspenderin von westendstorie.com.

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Es ist einmal ein Stern zerbrochen – ein Bruchstück landete vor mir – hab mich am Flieder satt gerochen – und träume seither nur von dir – im Traume wandre ich zu den Sternen – das Bruchstück dient als Kompass mir – denn in den fliederfarbenen Fernen – verlör ich wohl den Weg zu dir.

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Nun blühen sie wieder (rote Anemonen, weiße Margariten)

Nun blühen sie wieder, die roten Anemonen. Im Mythos nennt man sie das Blut des Adonis. Denn als der wilde Eber Adonis, den Schönsten der Schönen, zerriss, war Aphrodite sehr betrübt. Adonis war ihr Herzallerliebster. Und so verwandelte sie jeden seiner Blutstropfen in eine rote Anemone.

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Ich liebe freilich auch die Margariten-Wiesen, die ich heute sah, auf der Suche nach Schnee.

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Der Schnee winkte von Ferne. Unerreichbar fern auf den Gipfeln des Taygetos.

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Zeichnung: liegend oder aufgerichtet?

Bei Menschen weiß ich ziemlich gut zu deuten, was die eine und die andere Haltung bedeutet. Aber bei Zeichnungen? Hier meine neueste Produktion, wieder mit Kohle auf großem Zeichenblatt (50×70).

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Liegend. Oder doch lieber aufgerichtet, wie ich es ursprünglich zeichnete?

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Was ändert sich bei mir, als Betrachter, wenn ich das eine oder das andere Bild ansehe? Und was heißt dann: „es gefällt mir so“, „es gefällt mir anders“?  Das sind halt so Fragen einer Zeichnerin, die das Blatt hin und her wendet.

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Die Zeichnung: Träger für Projektion und Suggestion im Gruppenprozess

Es kommt oft vor, dass die Gegenstände, die sich in meinem Atelier herumtreiben, bei meiner therapeutischen Arbeit eine Rolle spielen. Dann wirken die beiden Funktionen, die der Raum erfüllt (Ulli nannte es „Spagat“), auf erfreuliche Weise zusammen. Ich möchte das heute mal dokumentieren.

Folgendes geschah gestern:

img_9900 Ich hatte eine kleine Gruppe zu Besuch, um „Satz-Aufstellungen“ zu machen. Ich werde jetzt nicht erklären, was das ist, aber den Satz nennen, um den es ging: „Ich schiebe es ständig auf, meine Sachen und Themen in Ordnung zu bringen„. Eine Teilnehmerin, die das Wort Themen „darstellte“, schritt auf die halb verdeckte Zeichung auf meiner Staffelei (oben) zu. Sie zog sie hervor, betrachtete sie, stellte sie auf den Kopf, drehte sie um und zeigte sie uns: „Ein Kabelsalat in meinem Kopf, ich möchte die Kabel gerade ziehen und nebeneinander anordnen“.
Schau mal, was du auf der Zeichnung siehst, und lies erst dann weiter.

img_9974Hier als Kabelsalat:

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Und welche Themen assoziierte die Klientin? Die schwarzen Linien – selbstironisch lachend – als ihr finanzielles Chaos, die grauen Linien im Hintergrund – grimmassierend – als das schon etwas verblichene Beziehungsmuster der Herkunftsfamilie, und die roten Linien – zögernd, dann aber insistierend, als Sexualität und Kinderwunsch. Immer deutlicher, immer konkreter wurden die Projektionen, die sich allmählich über die tatsächliche Linienführung zu legen schienen – und es war, als verändere sich das Bild und wir sähen schließlich alle dasselbe … Die Projektionen füllten die Lücken, schufen Gegenstände, agierten.

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Wir wissen alle, dass jemand, der ein Geklekse betrachtet, durch Projektion Bilder schafft.  Der eine sieht einen Hahnenkampf, der zweite einen Sonnenuntergang an der Adria. Der Rohrschach-Test beruht zB darauf. Jeder schafft das Seine. Doch hättet ihr für möglich gehalten, dass in einer Gruppe, über einen halb bewussten Prozess des Austausches, die Projektionen des Einen gültig werden können auch die alle Anderen? Dann wird die Projektion zur Suggestion. Ein auch im politischen Kontext interessantes, manchmal gefährliches Phänomen.

Das innere Ordnungsbild der Klientin setzte sich schließlich auch in der Anordnung der Stühle durch, die zuvor wild durcheinander gestanden hatten. Auf dem Drehstuhl würde sie selbst als Matrone sitzen, auf dem Hocker der Partner, auf den anderen Stühlen ihre Lieben – die (noch ungeborenen, aber erwünschten) Kinder und Kindeskinder. Nicht sie selbst, sondern eine andere Teilnehmerin schaffte diese Ordnung, einem inneren Bild folgend, das nicht ihr eigenes war.

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„Der Krieg ist endlich vorbei“, sagte die Klientin aufatmend, als sie auf dem Drehstuhl Platz nahm. Endlich waren die Dinge so, wie sie sie sich erträumte.

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Zeichnen mit Kohle: Land und See

Auch heute habe ich große Bögen Papier (Format 50×70) genommen und mit Kohle gezeichnet. Es macht mir viel Spaß, dem Wirken der Kohle auf dem Papier zuzuschauen . Es ist ein wenig so, als lauschte ich auf eine ferne Musik. Mit der Spitze gezeichnet ist es ein einzelner Ton, längsseits genommen ist es ein Akkord. Hier ein Beispiel: Land und See.

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In Abschnitten fotografiert (bitte draufklicken, um zu vergrößern):

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und schließlich dasselbe mit Doppellinie:img_9970

 

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Zeichnen als unendlicher Prozess

Lange schon habe ich nichts mehr übers Zeichnen geschrieben. Jetzt habe ich wieder mein Atelier und den festen Vorsatz, es weidlich zu nutzen. Erste zeichnerische Übungen mit Kohle auf einem großen Blatt kann ich bereits präsentieren. Ich habe jede Phase fotografiert. Wann hätte ich aufhören sollen? Das Urteilen überlasse ich dir. Mir gefiel es halt, das Stück Kohle über das weiße Papier gleiten zu lassen, bis nichts mehr ging. ….Dann übermalte ich alles, machte auf ein anderes gleichgroßes Blatt einen Farb-Abklatsch, und auf gings zu neuen Taten.

img_9945 Beginn img_9946 Zufügung einer Kreisform  img_9948 Zufügung einer Blockform  img_9949 Zufügung einer Sichelform   img_9951 Zufügung von Begleitlinien und Schatten. Halt! Zu viel.

Drehung des Blattes  img_9952 Füllung  img_9953 offenes Auge

img_9954 dunkles Profil

Genug!   img_9955  Verwischen, Überzeichnen img_9956 Übermalen

Abklatsch auf neuem Papier  img_9957 neuer Beginn mit Kohle.

(Die Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern.)

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Schwanenwege. Harald scheut Kosten. Ein Beitrag zum Thema „Plauderstündchen“ des Mitmachblogs.

Ich wollte gern meine Gewohnheit beibehalten, zu den Themen des Mitmachsblogs etwas zu veröffentlichen. Doch Neues mag ich grad nicht schreiben. Also suchte ich einen passenden Abschnitt in meinem uferlosen, aber hoffentlich nicht langatmigen Romanfragment (hallo, dies sind die Wörter vom Textstaub-Projekt abc-etüden!) und entschloss mich zum folgenden.

Wir befinden uns in Genua, denn da liegt der jüngste Bruder Swen schwer verletzt und unansprechbar im Krankenhaus – abgestürzt mit einem Privatflugzeug. Harald, den ihr schon kennt, und seine Schwester Gise sind gekommen, um Swen beizustehen. Abgestiegen sind sie in einer Pension, in die sie ein Herr Mercurio C Pontevecchio  zu nächtlicher Stunde geführt hat. (Mercurio ist eine aktualisierte Fassung des Gottes Merkur oder Hermes, der als Händler, Dieb und Seelenführer bekannt ist, aber psst! Den Protagonisten des Romans schwant noch nichts!). Die Pension wird von einer Dame namens Proserpina geführt –  Unterwelt vom Besten, sozusagen.

Ich möchte noch betonen, dass dies kein Reiseführer ist. Versucht nicht, mit Google Earth Haralds Wege zu rekonstruieren.  Ihr würdet an meiner Glauwürdigkeit irre werden.  „Genua“ ist ein Ort meiner Fantasie, genauso wie die Personen dieses Romans der Fantasie entsprungen sind.

 

Harald scheut Kosten

Harald fand mühelos den Verwaltungstrakt der Klinik und stand Punkt sieben im Büro der Rechnungsabteilung. Man händigte ihm einen Computerausdruck mit den bisher aufgelaufenen Kosten aus und verlangte einen Vorschuss für die Operation und die Extrakosten, die durch Swens Verlegung in die erste Klasse samt Einzelpflege anfallen würden. Harald überflog die Rechnung und starrte schließlich auf die vorläufige Endsumme. Vorläufige! Das war ja – ihm wurde beinahe schlecht. Wer hatte überhaupt die erste Klasse und den Pflegedienst angeordnet? Gise natürlich, wer sonst! War sie denn total übergeschnappt? Wer sollte das bezahlen? Er jedenfalls nicht. Sein Gehalt reichte gerade für die Miete, für das Auto und die laufenden Ausgaben, sowie für zweimal Urlaub im Jahr. Die paar Ersparnisse brauchte er für eigene Notlagen. ‘Wenn Swen nicht irgendwo versichert ist oder Geld zurückgelegt hat, müssen wir Haus und Hof verkaufen’, dachte er empört und begann, über den Vorschuss zu verhandeln. Als sie sich schließlich einigten und er seine Kreditkarte zückte, fiel sein Blick auf den Siegelring mit dem Schwanenwappen, und sein Magen zog sich ängstlich zusammen.
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Harald sah auf die Uhr. Bis zehn hatte er eine Menge Zeit. Ein Bummel zum Hafen? Vielleicht servierten sie Frühstück auf einem der Boote? Er kannte das aus Hamburg, es gefiel ihm, seinen Kaffee an der Binnenalster zu trinken und den Schwänen, Enten und anderen Wasservögeln Brocken zuzuwerfen. Es würde seine strapazierten Nerven beruhigen.
Was von oben so einladend ausgesehen hatte, war bei näherem Hinsehen dann doch etwas enttäuschend. Die Straßen waren ziemlich heruntergekommen. Es wimmelte von Menschen aus aller Herren Länder, die irgendwelche Dinge verkaufen wollten oder einfach nur herumstanden. Manchmal wurde es richtig eng. Schließlich fand er einen Durchgang zum alten Hafen, aber die wenigen Schiffe mit Restaurationsbetrieb waren an diesem frühen Morgen geschlossen. …
Er verließ den Hafen und bog in eine Fußgängerzone ein. Hier drängten sich kleine Geschäfte, Souvenirläden vor allem und Cafés mit hochglanzpolierten Regalen, Spiegeln, Gläsern und Espressomaschinen. Nicht übel. In einem Café fand er einen Tisch, von dem aus er das Treiben auf der Straße bequem überblicken konnte. Bei der hübschen Bedienung bestellte er einen Milchkaffee und ein Croissant. In einer verspiegelten Säule sah er sich selbst: hager, mit elegantem Raubvogelprofil, das eine Bein über das andere geschlagen. Er war zufrieden mit sich und lächelte der jungen Frau zu, die ihm das Bestellte brachte. Sie lächelte zurück und eilte, ihren hübschen Po unter dem knappen schwarzen Rock schwenkend, zur Theke zurück. ‘Nicht übel’, dachte Harald zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Minuten und tauchte das Croissant genüsslich in den Kaffee.

Viel gab es zu sehen auf dem Stück Straße: Junge Mütter zogen ihre frisch gewaschenen Kinder hinter sich her; Ladenbesitzer schoben schwere eiserne Rouleaus hoch und öffneten die dunklen Schluchten ihrer Geschäfte; ein dunkelhäutiger Händler gegenüber hängte zwei Käfige mit Papageien heraus und begann, seine bunte Ware auf hölzernen Bänken auszulegen. ‘Nicht übel’, befand Harald nun zum dritten Mal an diesem Morgen.

Ganz nebenbei und wie zur Bestätigung warf er noch einen Blick auf sein Profil im Spiegel – und schrak zusammen. Genau hinter ihm stand Herr Mercurio D. Pontevecchio und grinste ihm zu. Und schon begann sein unaufhaltsames Geschwätz über ihn hereinzubrechen: „Guten Morgen, verehrtester Harald! Welch glücklicher Zufall! Gestatten Sie, dass ich mich zu Ihnen setze? Sie trinken Milchkaffee? Eine gesunde Gewohnheit, fürwahr. Ich für meinen Teil ziehe etwas Stärkenderes vor. Ein doppelter Espresso für mich, liebste Marilena!“. Und Marilena, die aparte Serviererin, brachte ihm seinen Espresso samt Wasser und einen Teller mit glasiertem Süßgebäck, denn sie kannte offenbar Herrn Mercurios Geschmack. „Hat sie nicht einen reizenden Po, die kleine Marilena? Und wie nett die weißen Schleifen sich auf dem schwarzen Röckchen machen! Ohne das Röckchen wär der Anblick freilich noch erfreulicher, nicht wahr, Verehrtester? Sie stimmen mir zu, sehe ich? Wie recht Sie haben, es geht doch nichts über zwei süße Bäckchen in zarter Spitzen-Umkleidung.“ Und er ergriff mit seinen dicklichen Fingern ein rosa glasiertes Küchelchen, das appetitlich in weißem Spitzenpapier ruhte, und biss andächtig hinein. Es knackte leise zwischen seinen Zähnen, sprang auf und zeigte sein weißes schaumiges Inneres, das nun mit spitzer Zunge und genussvollem Schmatzen verzehrt wurde.
Harald schaute angestrengt in Richtung Straße. Woher wusste dieser windige Typ, was ihm durch den Kopf gegangen war? Harald schielte wieder hinüber, erbost und angewidert. Wie der Kerl seinen Mund spitzte, wie er seinen kleinen Finger abspreizte und den schweren Ring funkeln ließ, es war lächerlich, es war direkt zum Ekeln.
Als ob Herr Mercurio auch diese Gedanken aufgefangen hätte, flötete er gutgelaunt: „Ich sehe, ich bin Ihnen lästig, Verehrtester. Ich gehe schon, ich bin schon fort. Lassen Sie mich nur gerade noch dieses süße Sächelchen hier verspeisen und diese Tasse leeren, und Sie können sich wieder ungestört Ihren Gedanken hingeben! Mich rufen ohnehin andere Geschäfte. So seien Sie gegrüßt und grüßen Sie ihre liebreizende Schwester von mir“, und weg war er, untergetaucht im Gewühl der Straße.
Die vorige zufriedene Stimmung wollte sich nicht wieder einstellen, und Harald rief die Bedienung, diesmal ohne Lächeln, und verlangte zu zahlen. „Un café au lait un espresso un croissant des biscuits fait huit euro soissante”, sagte sie in recht flüssigem Französisch. Aha, auch den Kaffee und Kuchen des sauberen Herrn sollte er bezahlen! und er griff nach seiner Brieftasche. Doch da war nichts. Keine Brieftasche. Sie war weg. Futsch. Geklaut. Was war er doch für ein blöder Idiot. In Italien, in Genua in engen Hafengassen herumzulaufen und sich nichts dabei zu denken. Seine Kreditkarten, sein Pass, sein Führerschein – weg. Es war die perfekte Katastrophe. …

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„Reiner Montag“ in der Artfarm – ein Nachtrag

img_9919 Gestern schrieb ich vom Karneval, aber der hatte uns schon den Rücken zugekehrt, denn es war bereits „reiner Montag“ und carne (Fleisch) adee angesagt. Da kein Wind ging und das Drachensteigen daher ausfallen musste (ich erzähle davon hier und hier), machten wir uns mit Freunden auf zur Artfarm – einer schönen Initiative eines Freundes und Theatermannes gleich oberhalb unseres Dorfes, wo der Abschied vom Karneval mit traditionellen Speisen und Volksmusik life gefeiert wurde. Ein bisschen habe ich über diese Artfarm mit ihrem großen Freilichttheater, ihren Baumhäusern, ihrem Esel, der Destillieranlage für ätherische Öle und ihren liebenswürdigen oft freiwilligen, d.h. unbezahlten MitarbeiterInnen schon mal berichtet. (zB hier).

Unsere „parea“ (Freundesgruppe) nahm an einem langen Holztisch Platz, das große Veranstaltungshaus im Rücken, das sich zum Meer hinabsenkende Land, ein wenig grau und dunstig, vor uns. Später regnete es ein wenig, doch bald heiterte es wieder auf, und die Kinder klappten ihre bunten Regenschirme zu. Die ganze Palette der Delikatessen, mit denen die Fastenzeit eingeläutet wird, wurde gereicht – wegen des unerwartet großen Besucher-Ansturms teilweise auf Papptellern: überbackene Oktapus und Muscheln und dicke Bohnen in roter Soße und gekochter Löwenzahn und Volvous (eine eingelegte Zwiebelart) und Fava (Kichererbsenbrei) und Skordalia (Knoblauchbrei) und rote Beete und Oliven und Pommes frites und das spezielle fladenartige Fastenbrot Lagana in dünnen Scheiben und Landwein, rot und weiß, in Glaskrügen. Im großen Saal spielten die Musiker auf, es wurde getafelt und später getanzt – also alles, wie es sich gehört.

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der Brunnen der Artfarm, Megali Mantineia

Fotografiert habe ich nur wenig, vor allem möchte ich euch den Brunnen zeigen, der mit seinem inzwischen wieder gut funktionierenden Schöpfwerk frisches Wasser aus den Tiefen heraufholt, wenn man sich an den langen Balken hängt (du siehst ihn auf dem oberen Foto) und ihn im Kreis dreht. Was ich tat, denn die Eselin Marigo streikte (siehe Schild). img_9931              img_9930  img_9932img_9933 Auch die Küche zeige ich euch, jedenfalls den Teil, der sich im Freien befindet und wo die leckeren Pommes geschnippelt und gebraten werden.

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Zur Abrundung noch ein Blick auf die Terrasse mit unserem Tisch, ein Blick hinein zu den Musikanten und ein dritter hinweg übers Theater und Land und hinunter zum Meer.

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(zum Vergrößern einfach anklicken).

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Montag ist Fototermin: Karnavali und Graffiti in Kalamata

img_9913a…… war gestern. Heute ist schon der „reine Montag“ und alles vorbei. Der Faschingszug mit seinen bunten Menschen, die für sich und ihre Kinder mit viel Liebe Kostüme und Masken geschaffen hatten, die vorbeigetobt und vorbeigetanzt waren – er ist nun schon wieder Vergangenheit. Nur ein paar versprengte Prinzessinnen belebten heute das Fest, das ich besuchte, um den Beginn der Fastenzeit zu feiern – oben in den Bergen, wo Sotiris seine Artfarm geschaffen hat. Davon später.
Die Fotos vom Maskenzug haben Vortritt. Ich war etwas spät dran, sah den Anfang mit den Kuhgocken-behängten Springern nicht, und viele andere Gruppen waren schon vorbei, als ich einen Platz am Rande einer Straße mit ausreichend Blick auf den Zug ergattern konnte. (Man kann die Fotos durch Anklicken vergrößern)

img_9906 img_9904 img_9905  img_9908 img_9907 img_9909 img_9910 img_9912 img_9903    img_9917   img_9914 img_9915 img_9924 img_9927

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Auf dem Rückweg zum Auto sah ich dann noch zwei Graffitis, die ich dir nicht vorenthalten möchte: „Rettet den Planeten“ ruft das eine und

img_9928das andere zeigt das Schreckenswort Monsanto. Den „Kleinen Prinzen“ kennst du natürlich.

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