Verflochtenes. Hexenzauber. (Bleistiftzeichnung und elektronische Bearbeitung)

Heute habe ich erneut das Geflecht aus Baum und Efeu gezeichnet. Zwei Fassungen kennt ihr bereits.

Das zweite Blatt hatte noch viel Platz nach rechts und oben, den ich für meine heutige Studie benutzte. Diesmal habe ich einen anderen Teil des Geflechts ins Auge gefaßt, dazu auch meine Hand, die es hält. Links unten die vorige Zeichnung, die ihr bereits kennt.

Geflecht und Hand, Studienblatt, Bleistiftzeichnung (c) gerda kazakou

Während ich zeichne, bin ich auf das Objekt konzentriert. Aber wenn ich die Zeichnung anschließend betrachte, überlege ich hin und her. Erinnerungen kommen mir, manche bleiben unscharf, andere kann ich verifizieren. Zum Beispiel fällt mir die Badende von Picasso ein oder ein Bild aus Goyas schwarzer Serie. 

Beide, Picasso und Goya, haben Mischwesen aus Menschen, Tieren und manchmal auch Bäumen gezeichnet.  Und wenngleich meine Studien möglichst genau dem folgen sollen, was ich sehe, fallen mir doch auch merkwürdige Gestalten, Giedmaßen, Tierköpfe auf. Elektronisch bearbeitet, verwandelt sich die schlichte Bleistiftzeichnung in eine dramatische Szenerie –  Osterfeuer, Hexenzauber, Nachtzirkus. Aber schaut selbst.

 

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„Am farbigen Abglanz haben wir das Leben“ – Fortsetzung

Lieber Gerhard von KopfundGestalt, du verlangtest „mehr Glanz“. Dir waren Sonnenuntergang und Mondaufgang wohl nicht genug an Glanz. Hier also noch ein bisschen mehr fürs Auge: heute nachmittag zwischen 5 und 6 Uhr auf einem Feldweg Eingesammeltes: Ginster, Anemone und Margerite, Wolfsmilch, Mohn und Pusteblume und schließlich: nahe am Wasser sind die Mittagblumen aufgegangen. Zum Vergrößern draufklicken, bitte.

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Montag ist Fototermin: „Am farbigen Abglanz haben wir das Leben“ (Goethe).

Die Ostersonne versinkt im Meer – der Ostermond steigt hinter den Bäumen auf. Am Montag Morgen ist es dann umgekehrt. Aber das verschlafe ich.

Ich weiß, es ist nur Schein, doch: „Am farbigen Abglanz haben wir das Leben.“ (Goethe, Faust II)

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Storia illustrata

Dorus geniale Menschenfotos. Unbedingt in Vergrößerung anschauen!

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Rückblende Malerei (7), Am Segelhafen (5, „Blaue Stunde“)

Vier Varianten desselben Motivs mit demselben Bildaufbau, aber mit unterschiedlichen Formaten, habe ich schon gezeigt.

Hier nun das fünfte von insgesamt sieben (ja, ich habe mich verzählt, ich habe nicht sechs, sondern sieben Bilder desselben Aufbaus gemalt!)….

ein Frohes Osterfest allen Feiernden! Und auch den Nicht-Feiernden wünsche ich einen schönen Abend!

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Rückblende Malerei (7): Am Segelhafen (4, Nächtliches)

Drei der insgesamt sechs Varianten des Segelhafens habe ich euch schon präsentiert.

Heute also das vierte: wieder habe ich dieselben Bildelemente verwendet: Form und Anordnung der Segel, Rund der Lampe, rechteckiger Sockel, zwei Gestalten etc pp.  Akryllpigmente und Kleister auf Leinwand, 60 x 80 cm

Am Segelhafen: Nächtliches, 2008 (c) gerda kazakou

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Umklammern, Losreißen, Zusammenwachsen (Bleistiftzeichnung)

In dem Geflecht, das ich seit gestern zu zeichnen versuche, sind zwei verschiedene Pflanzen zusammengewachsen – ein Gehölz und ein Efeu – und haben sich unauflöslich umklammert. Enorm starke Kräfte sind darin zu spüren. Heute habe ich mich erneut drangesetzt, beschränkte mich auf einen Ausschnitt, um zu beobachten, welche Deformationen durch die klammernden und die um Befreiung ringenden Kräfte an dem Geäst erzeugt werden.

Hier drei Bild-Ausschnitte, vom engen zum erweiterterten:

 

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12-Monats-Bilder zwölf Monate danach.

Der monatliche Fototermin: Atelier und was  drum rum wächst – hat mich zwölf Monate lang begleitet, dank sei Zeilenende und dem von ihm initiiierten Projekt.

Heute fotografierte ich wieder das Atelier und wanderte wieder durch den Garten – wie vor einem Jahr (3. April 2017). Hat sich etwas verändert?

Montags ist Fototermin: Mein Atelier und was davor ist.

Die meisten Bilder wiederholen sich: wieder blühen die Fresien und andere Hübschlinge, die sich nicht um meine fehlenden Gartenkünste kümmern. Es blüht der Quittenbaum und die Feige bildet Blätter, auf dass wir unsere Nacktheit verbergen. Die Skulptur des Feigenkaktus ist ein bisschen höher gewachsen, und die Aloe bildet im zweiten Jahr einen Blütenstand. Zwischen Zypresse und Olive schimmert das Weiß eines Schneegipfels des Taygetos. Der Saharasand ist als Dünger in den vom Regen gut durchweichten Boden eingesunken bzw liegt noch auf den Glasscherben, die Ulli und mir vor einem Monat als Motiv dienten. Das Meer ist auch noch da.

Im Atelier gibt es geringfügige Veränderungen. Vor allem häufen sich auf meinem Arbeitstisch die Fundsachen, die ich gegenwärtig zeichne, während im vorigen Jahr die Tui-Tiu-Geschichte am Entstehen war, die in diesem April im Eichhörnchenverlag erscheinen soll.

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Sacre du Printemps oder Hexensabbat? (Bleistiftzeichnung)

Heute habe ich mir für die tägliche Zeichnung ein merkwürdiges Geflecht vorgenommen. Was es genau ist, weiß ich nicht. Es scheint, dass Efeu sich mit einem Gehölz unentwirrbarr verbunden hatte. Wir fanden am Strand mehrere solcher auseinander gesägten Stücke.

Während ich mich zeichnend durch die bizarren verschlungenen Formen und deren Schatten tastete, kam es mir so vor, als sei hier ein Hexensabbat zum Stillstand gekommen. Aber vielleicht war es auch ein Frühlingsopfer – passend zur Osterzeit.

Ich habe das schlecht ausgeleuchtete Foto dann partiell aufgehellt und dadurch der genauen Naturstudie eine expressive Note gegeben.

Weitere Fotos (bei Lampenlicht) und Bearbeitungen:

 

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Palmstammschuppe, Schilfwurzelmännchen, Holz (Bleistiftszeichnung)

Die Protagonisten meiner heutigen Zeichnung:  eine offenbar mühsam gesägte Holzscheibe, eine Palmstammschuppe, ein Stück Schwemmholz und zwei kleine Schilfwurzelwesen.  Werden sie sich auf der engen Bühne des Zeichenblattes vertragen? Welches Drama führen sie auf?

Und hier noch mal einige der früheren Zeichnungen von Wurzelmännchen und -weiblein sowie von Mme Kolokytha. Ich habe sie neu fotografiert. Die vier ersten sind Bleistiftzeichnungen, die fünfte eine Kohlezeichnung auf weißem Zeichenkarton 50 x 70 cm, die beiden farbigen (Ölkreide) und das letzte (Kohle und Ölkreide) habe ich auf hellgrauer Pappe 70 x 100 cm gezeichnet.

 

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