Tägliche Zeichnung: Feuerwanze auf Aster (nach Foto von Almuth, Pflanzwas)

Feuerwanze auf kleiner Aster. Nach Foto von Almuth, „Pflanzwas“. Nachts bei Lampenlicht fotografierte Zeichnung

Heute nacht: Die Feuerwanze mit ihrem rotschwarzen Design, die Almuth fotografisch festgehalten hat, hat es mir angetan. Sie stolziert auf den Blüten einher, ohne sich um mögliche Fressfeinde zu kümmern. Wie macht sie das bloß? Soviel Selbstbewusstsein!

Bildausschnitt

Um recht zu verstehen, was es mit diesem Tierchen auf sich hat, musste ich es rot einfärben. Ein roter dünner Filzstift war zur Hand.

Feuerwanze mit rotem Kuli coloriert. Nachts bei Lampenlicht fotografiert

Ich habe die Schatten dann noch ein wenig nachgearbeitet.  Die Farben, die durchs Fotografieren der schwarz-weißen Zeichnung bei Lampenlicht entstanden, habe ich digital verstärkt und auch Filter benutzt. Nun wirkt das Tierchen besser eingebettet, weniger ausgesetzt.

Feuerwanze auf Aster, farbverstärkt und bearbeitet.

Am Morgen, bei trübem Tageslicht, habe ich die ganze Zeichnung erneut fotografiert. Da krabbelt sie nun, die Feuerwanze….

Feuerwanze auf kleiner Aster, schwarzer Kuli-roter Filzstift-Zeichnung, bei grauem Tageslicht fotografiert

 

 

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Abschied von der Mani mit Lichtspielen. Unterwegs Stop am Isthmos. (Fotos, Video)

Mal wieder hieß es, von der Mani Abschied zu nehmen.

Das war gestern. Lichtspiele durch Gläser auf der Tavernen-Tischdecke.

Wenn du das Wasserglas drehst, wird es zum Kaleidoskop.

Fehler
Dieses Video existiert nicht

 

Heute dann Abfahrt nach Athen. Kurz nach dem Kanal von Isthmos ein Päuschen. In der Meerenge von Salamina liegt wie immer eine Armada von Tankern.

Das dunkle Meer schwappt bis an die Mauern der Ferienhäuser. Eine armselige Gegend, die ich aber sehr mag. So viele Erinnerungen! Hier war es, wo ich Griechenland zuerst kennenlernte. Wenig später beginnt die Industriezone mit Silos fürs importierte Soja und dann die gewaltig große und gewaltig stinkende Raffinerie-Anlage von Motor-Oil.

Tito will bleiben.  Hat genug vom Autofahren.

 

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Tägliche Zeichnung: 3 x die Salzfliege (nach Fotos von KopfundGestalt)

Diesmal habe ich den Rotstift angesetzt. Die winzige Salzfliege, die ich durch Gerhard kennen- und als Hydrellia albilabris zu benennen lernte, hat es in sich. Bei all den bemerkenswerten Einzelheiten, die ich auf den Fotos entdeckte, ging die Gesamtform immer wieder flöten. Dabei habe ich wieder einiges dazugelernt, und mein Respekt vor den schaffenden Geistern, die diese Lebensformen ausgedacht und hervorgebracht haben, ist erneut gewachsen. Und natürlich auch mein Respekt vor dem Fotografen, der uns den Einblick in diese Welt der Kleinlebewesen mit künstlerischem Auge und in geduldiger Arbeit ermöglicht hat. So ein Tierchen ist nämlich nur 1-1.5 mm groß!

Hier noch je zwei Bearbeitungen:

 

 

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abc-etüde: Lockruf (hymnisch-melodisch)

Meine dritte Abc-etüde zu Ulli Gaus Wörtern (Vogelflug, ängstlich, schwingen) wurde durch die Kraniche angeregt, die Jürgen heute in seinem wunderbaren Blog „Linsenfutter“ zeigte. „Über mir ein Gewimmel auf der Suche nach einer neuen Formation „, schreibt Jürgen unter ein Foto mit einer Unmenge kreuz und quer fliegender Vögel, um uns dann im folgenden Foto eine Gruppe in schöner Formation zu zeigen.

Danke wie immer dir, Christiane, für deine liebevoll-zuverlässige Betreuung dieser  Etüden.

Lockruf

Wenn wir Menschen wie die Vögel
uns zum großen Flug bereiten
Suchen wir den rechten Ton
In der Harmonie der Sphären
Der uns hebt in die Gemeinschaft
Aller gleichgestimmten Seelen.

Immer suchen wir hinnieden
unsre Formation zu finden
Um sodann in kühnem Streben
In die Höhe uns zu schwingen.

Bleib zurück nicht, sei nicht ängstlich
Wenn die großen Vogelzüge
An dem Himmel sich formieren
Sei nicht mutlos, denn der Aufwind
und die wohl geneigten Winde
tragen dich, wohin die Seele
sich schon immer heimlich sehnte
wie nach einer fernen Heimat.

Freu dich, steige, gleite, fliege,
bis die dunklen Nebel weichen
und du in dem Licht der Sphären
wiederfindest dich und mich.

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Schwebfliege und Glockenblume (Natur auf dem Balkon). Drei Zeichnungen,zwei Bearbeitungen

Ich gebe zu: eine Hoffnung, an das herrliche Foto von Almuth heranzukommen, das sie am 26. Oktober auf ihrem Blog „Pflanzwas – Natur auf dem Balkon“ veröffentlichte, hatte ich nicht. Und natürlich erst recht nicht konnte ich hoffen heranzukommen an das feine Zusammenspiel von Glockenblume und Schwebfliege, das sie dort eingefangen hatte. Ich habs trotzdem versucht, denn ich wollte mich ein wenig in das Bild vertiefen. Und das kann ich am besten, wenn ich΄s nachzeichne.

Einmal ist keinmal! Also nahm ich noch einen zweiten Anlauf mit einem anderen Foto derselben Serie, bei dem die fantastische Durchsichtigkeit der Flügel sichtbar wird. Bevor ich das Foto abzeichnete, hatte ich keine Vorstellung davon, obgleich ich schon mehrmals davon gelesen hatte. In der Natur beobachtet habe ich solche Schwebfliegen bisher nicht, ich bin ganz auf die Fotos angewiesen.

Hier die zweite Zeichnung als Bearbeitung, wo man die Durchsichtigkeit der Flügel noch besser erkennen kann:

Aller guten Dinge sind drei. Und so bemühte ich mich, noch ein drittes Portraitfoto der Schwebfliege auf der Gockenblume abzuzeichnen. Ich zeige die Originalzeichnung und farblich angehauchte Bearbeitung. Da ich nachts unter der Lampe fotografierte, gibt es leider störende Lichtreflexe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Tägliche Zeichnung: November-Olive, 3-farbig, vormittags

Eine erste und wohl auch letzte Olivenbaum-Zeichung für diesen November. Denn morgen wollen wir nach Athen fahren. Wieder ging ich aufs Nachbargrundstück und suchte mir dort einen halbschattigen Platz zum Zeichnen. Außer dem Block hatte ich einen Hocker und allerlei Stifte bei mir.

IMG_0217web

Originalzeichnung, Farben leicht abgeschwächt

Ich begann mit dem blauen Kuli, ging bald zum schwarzen Kuli über. Doch da war viel Strichelei nötig, um einen Ast schwarz darzustellen. Kurz entschlossen griff ich zum dicken Filzstift, um flächiger zu arbeiten. Der Filzstift war blau und schon ziemlich ausgeschrieben, der Auftrag wurde fleckig. Das störte mich freilich nicht, im Gegenteil. Die leicht feuchten blauen Flächen überging ich nun mit dem schwarzen Kuli. Schließlich nahm ich den dünnen roten Filzstift und aktentuierte manche Linien und schärfte Konturen.

Im Olivenbain. 3-Farben-Originalzeichnung, 2019-11-01

Hier habe ich die Farben verstärkt und nach Gelb verschoben:

farbverstärkte und farbverschobene Variante

 

 

 

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Mein #inktober 2019

Bevor all die Bilder, die ich für #inktober 2019 geschaffen habe, vergessen werden (ich selbst fange schon an, sie zu vergessen), habe ich sie in einer Diashow zusammengeführt. Eigentlich ist es ein Mixtober, denn nur wenige der Arbeiten sind Zeichnungen, die meisten Überarbeitungen von früheren Legearbeiten oder Gemälden. Mir hat dies Überarbeiten nach vorgegebenen Themen viel Spaß gemacht und etliches an neuen Einsichten gebracht.

Die Bilder habe ich in der Diashow gemixt, aber unter jedem Bild stehen der Tag und das Stichwort (englisch). Wer auch die Varianten noch einmal anschauen möchte, kann alles unter dem Stichwort #inktober finden.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nun adee, Oktober! Sei mir willkommen, November!

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#ripe. Reifung einer Zeichnung (Granatapfel-Stillleben)

Auch eine Zeichnung reift. Manchmal wird sie, wie das Obst, überreif. Das zu zeigen, machte ich Fotos von drei Stadien meiner heutigen Zeichnung, zum heutigen letzten Thema #inktober 2019 #31 ripe.

Zunächst rannte ich barfuß in den Garten, um einen reifen Granatapfel zu ernten. Draußen donnerte Zeus und es regnete stark, endlich!! Ich bin so glücklich darüber! Denn der ganze September war knallblau und knalltrocken.

Den Granatapfel legte ich auf den Couchtisch zu einem kleinen Obstkorb und einem Nussknacker, und machte mit einem blauen Kuli eine grobe Lageskizze. Die knipste ich im schäbigen Lampenlicht.

Darüber legte ich eine Zeichnung mit rotem feinem Filzstift. Nun sind auch die Pferdchen des Teppichs, der Kasten mit dem Brennholz, meine nackten Füße und mein Zeichenblock zu sehen.

Ich machte ein Foto von der ganzen Zeichnung und eins vom zentralen Thema. Das Papier muss man sich weiß denken.

 

Fertig? Jein. Die Zeichnung hätte so bleiben können, sie war ziemlich reif. Ich aber wollte noch mehr und nahm den schwarzen Tintenstift. Ist sie nun überreif? Oder genau richtig? Das Ergebnis fotografierte ich im Hauseingang, im grauen Licht des Regentages.

Für #inktober 2019 wählte ich den Bildausschnitt rechts, den ich euch bereits zeigte.

So. Fertig. Oder darf ich noch ein wenig mit Fotoshop rumspielen? Okay, Gerdachen, aber nur ein klein bisschen. Dann ist Schluss!

 

 

 

 

 

 

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#inktober 2019 #31 ripe (reif)

#inktober 2019 #31 ripe (reif)

ripe, #inktober 2019, #ripe (reif). 3-Farb-Zeichung blau-rot-schwarz, Kugelschreiber,

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Tägliche Zeichung: Die Tamariske (blauer Kuli, schwarzer Tintenstift)

Es ist ein gewaltiger, weit verzweigter Baum, der den Essplatz von Babis Taverne beschattet. Wenn ich mich nicht täusche, handelt es sich um eine Tamariske (Tamarix Smyrnensis), einen Baum, der Salzwasser aufnehmen und durch sein feines Blattwerk als Salzkristall ausscheiden kann.

Gezeichnet habe ich zuerst mit blauem Kugelschreiber, dann mit schwarzem Tintenstift. Die fertige Zeichnung habe ich wie immer mehrfach fotografiert, auch ein bisschen bearbeitet:

Hier kannst du sehen, von wo aus ich zeichnete und was ich sah – bzw was der Baum sah, als ich ihn zeichnete. Außer uns gab es keine Besucher mehr. Die Saison ist vorbei.

 

 

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