Unterwegs am Wochenende

Ich werde mich hüten, heute, am heiligen Sonntag, ein Wörtchen über die deutsche politische Szene fallen zu lassen. Nein! Mögen sich andere die Münder zerreißen über die „Nazis“, die den Reichstag (Pardon: Bundestag) angeblich zu stürmen beabsichtigten und von der tapferen Berliner Polizei zurückgeworfen wurden. Ich werde kein Wörtchen darüber verlieren und auch nicht kommentieren, was ich von dieser Show halte.
Auch von den tausenden sympathischen Bürgern und Bürgerinnen, die sich im Namen von Freiheit und Frieden versammelten und Reden führten und Reden lauschten, will ich nichts schreiben. Das tut ja auch die offizielle Presse nicht. Wozu soll ich mich da ins Zeug legen?  Mag doch jeder, den es interessiert, selbst ins Internet schauen, noch findet man ja  Reste von Lifestream-Sendungen, noch sind sie nicht überall gelöscht worden (Zensur findet statt!).  Ich bleibe einfach mal bei den unschuldigen-unpolitischen Dingen, die sich meinen Augen an diesem Wochenende, wo ich aushäusig war, boten.
Beginnen wir also mit dem Blick aus dem Fenster des Hauses, das uns beherbergte, heute Morgen um 7 Uhr:

Blick von Koroni Richtung Methoni, 7 Uhr morgens

… gefolgt von dem Blick, den ich gestern beim Abendessen um 11 Uhr nachts genoss.

die Burg von Koroni, 11 Uhr nachts

In einem alten Hafengebäude stellte eine liebe Bekannte aus (Maria Haireti), die sich, da ihre Familie sehr arm ist, selbst das Zeichnen und Malen beibrachte, seit kurzem auch nach Kalamata fährt, um an den kostenlosen Zeichenkursen der Stadt teilzunehmen.  Beeindruckt von ihrem Fleiß und dem Fortschritt, seit ich sie kenne, fotografierte ich einige ihrer großen Zeichnungen (Kohle und Buntstift)

Sonst? Viele Gespräche, entspanntes Schwimmen und Plaudern, Treppensteigen und leckere Gemüse-Krabben-Suppe essen. Ins Konzert, das ich eigentlich besuchen wollte,  ging ich nicht. Denn da sollte man (im offenen Raum!) 1.50 m Abstand halten und Masken tragen. Fetzige Musik und Masken? Passt für mich nicht. Da blieb ich doch lieber im Garten der Freundin und beguckte mir in Ruhe die dort versammelten kleinen Zierstücke.

 

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Sitzmöbel – Pendent zum Wellenlichtgekräusel (kleine Beobachtungen 6)

Das Lichtnetz über dem Meeresgrund zeigte ich gestern.

Heute, als Pendent, möchte ich zeigen, wie sich das Licht in einem Kunstfaser-Gewebe ausnimmt. Aus dem sind die Rücklehnen der Sessel, auf denen ich bei Babis sitze. Sehr unbequem und nur mit Sitzkissen auszuhalten. Aber das Spiel der Muster, die sich bilden und beim Vorübergehen verändern, fasziniert mich immer wieder.

als kleines Video:

Fehler
Dieses Video existiert nicht

 

Ich würde euch gern eine sachkundige Erklärung zu diesem Phänomen liefern – aber leider war ich sowohl in Chemie als auch in Physik ziemlich unaufmerksam. Vielleicht zeigen sich hier Effekte künstlich hergestellter Polymere?

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Kleine Beobachtungen (5) Störung und Neu-Strukturierung

Oft stößt Joachim Schlichting mit seinen Einträgen meine Gedanken an, die dann zu eigenen Beobachtungen führen. Zuletzt geschah dies durch einen Sandstrukturbildung mit Zuschauer betitelten Beitrag, der in mir weiterwirkt. Es heißt dort: „…werde ich reichlich entschädigt durch das unmittelbare Erlebnis, Zeuge und Teil der kollektiven Gestaltung- und Umgestaltungsvorgänge zu sein, in denen der durch den Wind in Bewegung gesetzte Sand in Wechselwirkung mit und teilweise auf Kosten der schon bestehenden Strukturen neue erschaffen werden….Ich selbst werde wie ein beliebiger anderer Gegenstand in die Prozesse mit einbezogen: Bleibe ich beispielsweise eine Zeit lang stehen, kann ich beobachten …. Beim Weitergehen verschwindet die Struktur nicht sofort wieder, sondern stellt eine neue Gegebenheit dar, die den weiteren Verlauf der Strukturbildung mitbestimmt.“

Sehr oft überfliege ich die physikalischen Erklärungen (verzeih, Joachim), denn es sind die allgemeineren Gedanken, die mich bewegen: Ich bin Teil der kollektiven Gestaltung- und Umgestaltungsprozesse, die ich zugleich beobachte und bezeuge. Durch mein Dasein, mein Handeln, Fühlen und Denken greife ich ein in die ständig vonstatten gehenden Gestaltungs- und Umgestaltungsprozesse – ob nun auf der grobstofflichen oder auf der eher feinstofflichen Ebene des Gesamtgeschehens, zu dem auch unser menschliches Denken und Zusammenleben gehört.

Vorgestern beim Morgenschwimmen nahm ich den Gedanken auf: Ich sah zu, wie mein Fuß fein geformte wellige Strukturen im sandigen Meeresgrund zerstörte, Sand stob und rieselte durch das Wasser, die Lichtwellen deformierten sich und ordneten sich neu. Die leichten Wellen des Meeres tasteten mein Bein, dieses neue unbekannte Hindernis, ab, umflossen es, kreiselten und schlossen sich zu neuen Gestaltungen zusammen. Mein Fuß deformierte und verflüssigte sich. Die Licht-Wasserwellen nahmen die Farben des Regenbogens an.

Fotografieren kann man natürlich immer nur „stills“, also winzige Ausschnitte aus dem Gesamtprozess, den man als Bild festhält. Zum Beispiel dies:

Heute fiel mir eine weitere „Störung“ auf: mein Schatten riss ein dunkles Loch in das Lichtnetz. An ihm arbeiteten sich die Lichtwellen ab, schien mir. Oder war es das Licht der Sonne, das sich an meiner stehenden Gestalt abarbeitete und eine Lösung suchte, um Schatten und Wellenbewegung zu harmonisieren?

Licht-Wasser-Wellen rund um Schattenkopf und Hand, Störung und beginnende Harmonisierung:

Die gesamte Schattenfigur. Ich stehe möglichst ruhig bis zur Taille im Wasser. Der obere Teil ist also mein Schattenwurf oberhalb, der untere Teil unterhalb der Wasserlinie. Als Nabel dient ein Stein am Meeresgrund. (Warum, Joachim, bleibt der Stein sichtbar und wird nicht von meinem Schatten verschlungen?)

Ungestörtes Wellennetz:

 

 

 

 

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Erweiterung des Debattenraums: Schützen Alltags-Masken dich und andere? (Empfehlungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte)

Mysterienfeier in Eleusis. Griechenland August 2020

Du trägst eine „Nasen-Mund-Bedeckung“, weil du meinst, dich dadurch zu schützen? Oder andere vor dir zu schützen? Du findest es angemessen, dass Schüler Masken tragen? Dass auch kleine Kinder damit ausgestattet werden, wenn sie in den Kindergarten oder Hort gehen? Du findest, dass Menschen, die keine Masken anziehen, sich leichtsinnig bis verbrecherisch verhalten, weil sie sich selbst und ihre Mitmenschen gefährden? Dass man sie mit Bußgeldern zur Raison bringen muss, und sie notfalls bespucken und aus dem Bus werfen sollte? 

Dann lies doch mal die Empfehlungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medzinprodukte (Offizielle Webseite) sorgfältig durch.  Falls du keine Lust dazu hast, hier die wichtigsten Informationen:

a) Träger der beschriebenen Mund-Nasen-Bedeckungen (z.B. selbst hergestellten Masken, „Community- oder DIY-Masken“) können sich nicht darauf verlassen, dass diese sie oder andere vor einer Übertragung von SARS-CoV-2 schützen, da für diese Masken keine entsprechende Schutzwirkung nachgewiesen wurde.

b) Hinweis für die Hersteller:„Besondere Klarheit ist bei der Bezeichnung und Beschreibung der Maske geboten, die nicht auf eine Schutzfunktion hindeuten darf, da diese nicht nachgewiesen ist. Vielmehr sollte ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass es sich weder um ein Medizinprodukt, noch um persönliche Schutzausrüstung handelt.“

c) Hinweis für„Personen, die eine entsprechende Maske tragen möchten:
• Die Masken sollten nur für den privaten Gebrauch genutzt werden. • Beim Anziehen einer Maske ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird. • Bei der ersten Verwendung sollte getestet werden, ob die Maske genügend Luft durchlässt, um das normale Atmen möglichst wenig zu behindern. • Eine durchfeuchtete Maske sollte umgehend abgenommen und ggf. ausgetauscht werden.• Die Außenseite der gebrauchten Maske ist potentiell erregerhaltig. Um eine Kontaminierung der Hände zu verhindern, sollte diese möglichst nicht berührt werden. • Nach Absetzen der Maske sollten die Hände unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln gründlich gewaschen werden (mindestens 20-30 Sekunden mit Seife).“

Beachte bitte, dass es im Text heißt: „Personen, die eine entsprechende Maske tragen möchten…“ . Diese Formulierung ist sinnvoll, da es sich um eine ganz private Entscheidung handelt („nur für den privaten Gebrauch“). Jeder, der es möchte, kann einen Mund-Nasen-Schutz aufsetzen, aber er sollte darauf achten,  dass seine Maske nicht zu einer Viren- und Bakterienschleuder wird, durch die er sich und andere gefährdet (Benutzerhinweise). Die Anforderungen an einen korrekten Gebrauch der Maske verbieten es, sie Schulkindern aufzusetzen. Oder glaubt jemand im Ernst, dass sie sich nach jedem Gebrauch die Händchen 20-30 Sekunden mit Seife waschen, dass sie feuchte Masken sofort durch trockene ersetzen, dass sie Masken nicht an der Außenseite anfassen? Und ihre Masken sollen nicht lange im Beutel bleiben, weil sie sonst schimmeln? Und überhaupt nur wieder aufgesetzt werden, wenn sie zuvor bei 90 Grad gewaschen wurden….

Ein echter Schutz wird nur durch medizinischen Gesichtsmasken sowie partikelfiltrierenden Halbmasken (FFP1, FFP2 und FFP3) gewährleistet. Daher mein früherer Vorschlag, solche Masken den besonders gefährdeten Menschen auf Rezept umsonst zur Verfügung zu stellen. Allerdings ist zu beachten, dass die Atemprobleme von Asthmatikern u.a. durch das Tragen von Schutzmasken erhöht werden (siehe hier).  Alle anderen mögen es halten, wie sie möchten. 

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Der Originaltext der Bundesbehörde, soweit er sich auf die einfachen Stoffmasken bezieht, deren Gebrauch inzwischen ja bei vielen Gelegenheiten vorgeschrieben ist und deren Nichtgebrauch mit Geldstrafen geahndet wird.

Hinweise des BfArM zur Verwendung von Mund–Nasen-Bedeckungen (z.B. selbst hergestellten Masken, „Community- oder DIY-Masken“), medizinischen Gesichtsmasken sowie partikelfiltrierenden Halbmasken (FFP1, FFP2 und FFP3) im Zusammenhang mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2 / Covid-19)

Im Zusammenhang mit der aktuellen Situation zu SARS-CoV-2 / Covid-19 werden in unterschiedlichen Zusammenhängen verschiedene Typen von Masken zur Bedeckung von Mund und Nase genutzt. Da sich diese Masken grundsätzlich in ihrem Zweck – und damit auch in ihren Schutz- und sonstigen Leistungsmerkmalen – unterscheiden, möchte das BfArM im Folgenden auf wesentliche Charakteristika hinweisen.

Zu unterscheiden sind im Wesentlichen Masken, die als Mund-Nasen-Bedeckungen aus handelsüblichen Stoffen hergestellt werden (1. „Community- oder DIY-Masken“) und solche, die aufgrund der Erfüllung einschlägiger gesetzlicher Vorgaben und technischer Normen Schutzmasken mit ausgelobter Schutzwirkung darstellen (2. Medizinische Gesichtsmasken und 3. Partikelfiltrierende Halbmasken). \

Maskentyp / Eigenschaften

1. Mund-Nasen-Bedeckung
Abkürzung/Synonym DIY-Maske; Behelfs-Mund-Nasen-Maske; Community-Maske MNS; Verwendungszweck Privater Gebrauch
Medizinprodukt bzw. Schutzausrüstung Nein
Schutzwirkung i.d.R. nicht nachgewiesen;
durch das Tragen können Geschwindigkeit des Atemstroms oder Speichel-/Schleim-Tröpfchenauswurfs reduziert werden

Mund-Nasen-Bedeckungen sind im weitesten Sinne Masken, die (z.B. in Eigenherstellung auf Basis von Anleitungen aus dem Internet oder industriell gefertigt als modisches Gesichtstextil) aus handelsüblichen Stoffen genäht und im Alltag getragen werden. Entsprechende einfache Mund-Nasen-Bedeckungen genügen in der Regel nicht den für Medizinische Gesichtsmasken (2.) oder persönliche Schutzausrüstung wie partikelfiltrierende Halbmasken (3.) einschlägigen Normanforderungen bzw. haben nicht die dafür gesetzlich vorgesehenen Nachweisverfahren durchlaufen. Sie dürfen nicht als Medizinprodukte oder Gegenstände persönlicher Schutzausrüstung in Verkehr gebracht und nicht mit entsprechenden Leistungen oder Schutzwirkungen ausgelobt werden.

Träger der beschriebenen Mund-Nasen-Bedeckungen können sich nicht darauf verlassen, dass diese sie oder andere vor einer Übertragung von SARS-CoV-2 schützen, da für diese Masken keine entsprechende Schutzwirkung nachgewiesen wurde.

Hinweise für Hersteller:
Es ist im Falle der Beschreibung/Bewerbung einer Mund-Nasen-Bedeckung durch den Hersteller oder Anbieter darauf zu achten, dass nicht der Eindruck erweckt wird, es handele sich um ein Medizinprodukt oder persönliche Schutzausrüstung. Besondere Klarheit ist bei der Bezeichnung und Beschreibung der Maske geboten, die nicht auf eine Schutzfunktion hindeuten darf, da diese nicht nachgewiesen ist. Vielmehr sollte ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass es sich weder um ein Medizinprodukt, noch um persönliche Schutzausrüstung handelt.
Trotz dieser Einschränkungen können geeignete Masken als Kleidungsstücke dazu beitragen, die Geschwindigkeit des Atemstroms oder Tröpfchenauswurfs z.B. beim Husten zu reduzieren. Auf diese Weise können sie bzw. ihre Träger einen Beitrag zur Reduzierung der weiteren Ausbreitung von SARS-CoV-2 leisten.
Fest gewebte Stoffe sind in diesem Zusammenhang besser geeignet als leicht gewebte Stoffe.

Hinweise für Anwender zur Handhabung von Mund-Nasen-Bedeckungen:
Den besten Schutz vor einer potentiellen Virusübertragung bietet nach wie vor das konsequente Distanzieren von anderen, potentiell virustragenden Personen. Dennoch kann die physische Barriere, die das richtige Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung darstellt, eine gewisse Schutzfunktion vor größeren Tröpfchen und Mund-/Nasen-Schleimhautkontakt mit kontaminierten Händen bieten.

Personen, die eine entsprechende Maske tragen möchten, sollten daher unbedingt folgende Regeln berücksichtigen:
• Die Masken sollten nur für den privaten Gebrauch genutzt werden.
• Die gängigen Hygienevorschriften, insbesondere die aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI, http://www.rki.de) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA, http://www.infektionsschutz.de) sind weiterhin einzuhalten.
• Auch mit Maske sollte der vom RKI empfohlene Sicherheitsabstand von mindestens 1.50 m zu anderen Menschen eingehalten werden.
• Beim Anziehen einer Maske ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird. Die Hände sollten vorher gründlich mit Seife gewaschen werden.
• Die Maske muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.
• Bei der ersten Verwendung sollte getestet werden, ob die Maske genügend Luft durchlässt, um das normale Atmen möglichst wenig zu behindern.
• Eine durchfeuchtete Maske sollte umgehend abgenommen und ggf. ausgetauscht werden.
• Die Außenseite der gebrauchten Maske ist potentiell erregerhaltig. Um eine Kontaminierung der Hände zu verhindern, sollte diese möglichst nicht berührt werden.
• Nach Absetzen der Maske sollten die Hände unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln gründlich gewaschen werden (mindestens 20-30 Sekunden mit Seife).
• Die Maske sollte nach dem Abnehmen in einem Beutel o.ä. luftdicht verschlossen aufbewahrt oder sofort gewaschen werden. Die Aufbewahrung sollte nur über möglichst kurze Zeit erfolgen, um vor allem Schimmelbildung zu vermeiden.
• Masken sollten nach einmaliger Nutzung idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden. Beachten Sie eventuelle Herstellerangaben zur maximalen Zyklusanzahl, nach der die Festigkeit und Funktionalität noch gegeben ist.
• Sofern vorhanden, sollten unbedingt alle Herstellerhinweise beachtet werden.

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Noch mehr Meer (Fotografie, morgens)

der Himmel über dem Meer, heute um 9 Uhr in der Früh.

Heiß ist es. Die Wolken, die sich nachmittags am Himmel zeigten, haben sich wieder aufgelöst. Die Wettervorschau zeigt mir, dass es vorerst die letzten Wolken waren. Weitere sind in den nächsten 14 Tagen nicht zu erwarten. Danach werde ich wieder schauen.

Bei solchem Wetter begebe ich mich gleich nach dem Aufstehen ans Meer, um eine Runde zu schwimmen. Ich nehme das Auto, weil ich den steilen Rückweg bei Sonne scheue. Ich parke im Schatten von Oliven und steige eine provisorische Steiltreppe hinunter zu meiner Bucht. Klar und still liegt sie da. Ein Schwimmer ist schon da. In der Ferne gleitet ein Segelboot vorbei. Blau ist der Himmel. Sehr blau im Zenith und ein wenig verschleiert gegen den Horizont zu.

Nach dem Schwimmen wate ich mit dem iphone ins Wasser, um die heutigen Lichtkringel zu fotografieren. Sie sind jedes Mal ein wenig anders.

 

 

 

 

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Sehend, blind, im Hellen, im Dunkeln: Skizzieren, was auf dem Tisch ist.

Es ist Nacht. Auf dem Tisch stehen noch ein halbvolles Bierglas, eine Bierdose, eine leere Bierflasche, eine Plastikwasserflasche, eine leere Glasschale, alles hart beleuchtet von der Tischlampe. Hinzu kommen nun ein paar Stifte und mein kleiner Zeichenblock. Und auf gehts.

Die erste Skizze siehst du oben: da sind die Dinge ordentlich beschrieben. Das plastizierende Licht und die Schatten lassen sie 3-dimensional erscheinen. Du kannst sie erkennen. „Da brauchts kein Photo“, würde Ulli vielleicht sagen.

Dann knipse ich die Lampe aus. Nur ein schwaches Restlicht fällt auf die Dinge und mein Blatt. Ich muss raten, was da vor mir ist, und erkenne nicht, was ich zeichne. Ich bin also fast blind.

im Dunkeln gezeichnet

Was  ich erfasst habe, ist größer als bei der genauen Zeichnung: Da sind Geländerlinien, die Rundung eines Stuhls, die begrenzenden Tischkanten. Das Raumgefüge ist allso wiedergegeben. Die Gegenstände  präsentieren sich in freiem Rhythmus, durchaus als Gefäße und Lampe erkennbar, aber ohne beschreibende Details. Diese unbekümmerte Herangehensweise gefällt mir, und ich mache gleich noch eine solche Skizze, diesmal weniger vom Tisch und mehr vom nur geahnten Treppenaufgang.  

Dann aber gehe ich zum normalen Blindzeichnen über: Ich sehe die Gegenstände, verfolge aber nicht, was meine Hand auf dem Papier treibt. Sofort verengt sich mein Bickwinkel, bleibt im Rahmen des Tisches und seiner Gegenstände (darunter nun auch ein Buch).

Ich veruche dann, dieses Ergebnis auch sehenden Auges zu erzielen, aber es funktioniert nicht.  Es entsteht nur ein primitives abstrahierendes Bildchen ohne die verrückte Dynamik der Blindzeichnung.

Daher beende ich meine nächtiche Zeichenübung so, wie ich begann: ich schalte das Licht aus und zeichne fast blind den Treppenaufgang und den gebogenen Rücken eines Stuhls.

So sieht meine Welt aus, wenn ich die Augen schließe.

 

 

 

 

 

 

 

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Die reflektierende Brille (kleine Beobachtungen 4, Fotografie)

Die Lesebrille ruht selbstvergessen auf dem nächtlichen, von einer Leselampe erhellten  Tisch. Die Gläser reflektieren das Licht, bespiegeln das Tischtuch. Das Skelett bildet sich  als Schatten ab – mal so, mal anders. Erkennt die Brille sich selbst?

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Architektonische Skizzen (tägliches Zeichnen)

Menschenleer sind diese Skizzen nicht etwa deshalb, weil es keine Menschen gab. Ganz im Gegenteil. Heute in Kalamata, im Art Cafe, saßen sie mir zu dicht auf der Pelle, und so traute ich mich nicht, sie zu zeichnen. In unserer Küche wiederum rannte der Koch blitzschnell herum, mal war er hier, mal dort, mal drinnen, mal draußen – keine Chance, ihn festzunageln.

Heute im Art Cafe Kalamata: a) Die historische Kirche, Fahrrad und die Ecke eines Restaurants.

b) Das Restaurant gegenüber und eine Ecke der alten Kirche

Vorgestern: Küchenecke zu Hause

 

 

 

 

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Kaktusblüte am Strand (2)

Was ist eigentlich aus den Kakteen am Strand geworden, die ich euch vor einem Monat vorstellte? Ich gehe immer mal wieder vorbei, leider immer erst gegen zwölf. Dann sind sie mit schlaffen Blüten und neuen Knospen besetzt – aber eine voll geöffnete Blüte habe ich noch nicht erwischt. Wind und Hitze scheinen ihnen zuzusetzen. Dennoch habe ich mal wieder fotografiert, denn die inzwischen erschienene Fülle der Blüten und Knospen ist schon beachtlich. Und auch im müden Modus sind die Blüten sehr schön.

 

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Montag ist Fototermin: Gläser und Hände

Immer wieder fasziniert mich, wie einfache Wassergläser oder andere gläserne Behälter die Umwelt brechen und in ein farbiges Kaleidoskop auflösen. Heute in der Taverne:

Während mein Blick auf der Suche nach weiteren Brechungen über den Tisch wanderte, blieb er an den Händen der drei Tischgenossen hängen.

Und ich fotografierte sie heimlich: sprechende und zuhörende Hände üben eine noch größere Fasziation auf mich aus als Licht brechende Gläser. Griechische Hände sind besonders spannend: denn sie reden ausdrucksvoll, so dass selbst ich, die ich schwerhörig bin, sie verstehen kann.

 

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