Unterwegs am Wochenende

Ich werde mich hüten, heute, am heiligen Sonntag, ein Wörtchen über die deutsche politische Szene fallen zu lassen. Nein! Mögen sich andere die Münder zerreißen über die „Nazis“, die den Reichstag (Pardon: Bundestag) angeblich zu stürmen beabsichtigten und von der tapferen Berliner Polizei zurückgeworfen wurden. Ich werde kein Wörtchen darüber verlieren und auch nicht kommentieren, was ich von dieser Show halte.
Auch von den tausenden sympathischen Bürgern und Bürgerinnen, die sich im Namen von Freiheit und Frieden versammelten und Reden führten und Reden lauschten, will ich nichts schreiben. Das tut ja auch die offizielle Presse nicht. Wozu soll ich mich da ins Zeug legen?  Mag doch jeder, den es interessiert, selbst ins Internet schauen, noch findet man ja  Reste von Lifestream-Sendungen, noch sind sie nicht überall gelöscht worden (Zensur findet statt!).  Ich bleibe einfach mal bei den unschuldigen-unpolitischen Dingen, die sich meinen Augen an diesem Wochenende, wo ich aushäusig war, boten.
Beginnen wir also mit dem Blick aus dem Fenster des Hauses, das uns beherbergte, heute Morgen um 7 Uhr:

Blick von Koroni Richtung Methoni, 7 Uhr morgens

… gefolgt von dem Blick, den ich gestern beim Abendessen um 11 Uhr nachts genoss.

die Burg von Koroni, 11 Uhr nachts

In einem alten Hafengebäude stellte eine liebe Bekannte aus (Maria Haireti), die sich, da ihre Familie sehr arm ist, selbst das Zeichnen und Malen beibrachte, seit kurzem auch nach Kalamata fährt, um an den kostenlosen Zeichenkursen der Stadt teilzunehmen.  Beeindruckt von ihrem Fleiß und dem Fortschritt, seit ich sie kenne, fotografierte ich einige ihrer großen Zeichnungen (Kohle und Buntstift)

Sonst? Viele Gespräche, entspanntes Schwimmen und Plaudern, Treppensteigen und leckere Gemüse-Krabben-Suppe essen. Ins Konzert, das ich eigentlich besuchen wollte,  ging ich nicht. Denn da sollte man (im offenen Raum!) 1.50 m Abstand halten und Masken tragen. Fetzige Musik und Masken? Passt für mich nicht. Da blieb ich doch lieber im Garten der Freundin und beguckte mir in Ruhe die dort versammelten kleinen Zierstücke.

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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88 Antworten zu Unterwegs am Wochenende

  1. Anonymous schreibt:

    Liebe Gerda, ich werde deinen Blog nicht mehr lesen, allerdings möchte ich mich für sehr viele tolle Beiträge bei dir bedankten. Mach es gut, Glück und Gesundheit. Manne

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  2. Beate Bause schreibt:

    Liebe Gerda, ach wie schöne Bilder. Ich sehne mich nach Griechenland!
    Gestern war ich aber in Berlin und genoss es unter diesen friedlichen, Freiheit liebenden Menschen zu sein. Es war ein wunderbares Erlebnis dort in Berlin.
    Die wahren Bilder findet ihr, wie du zu recht sagst im Internet und ausdrücklich NICHT im Mainstream. Dort wird gelogen, ich muss es ehrlich sagen, weil ich dort war!

    Liebe Grüße von Beate

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    • gkazakou schreibt:

      O wie schön, Beate, endlich jemand, der dabei war und mir meinen Eindruck bestätigt, den ich von den Menschen habe, die an diesen Veranstaltungen teilnehmen. So schöne Menschen, freundlich, aufgeschlossen, unaggressiv und um Wahrheit bemüht.

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      • Ulli schreibt:

        Und die Nazis sind Unwahrheiten? Gerda, ich glaub das jetzt nicht!

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      • gkazakou schreibt:

        Mir sind keine aufgefallen. Ist wohl eine Frage der Fokussierung. Wie bei allem. Konzentrierst du dich auf violett, ist vieles plötzlich violett. Konzentrierst du dich auf rot, siehst du überall rot. Ich mag Nazis nicht und übersehe sie daher gern.

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    • Ulli schreibt:

      Ach, auch keine Nazis gesehen?

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      • Beate Bause schreibt:

        Hallo Ulli,
        ich weiß ja nicht, ob du dabei warst, oder woher du
        deine Informationen erhältst.
        In Berlin waren sehr viele Demos auch von den Rechten.
        Leider fanden diese Demos auch zum Teil ganz in der Nähe
        der Großen Demo statt.
        Das hatte aber nichts mit der Großdemo zu tun.
        Ich bitte alle Leser auch dieses Blogs, sich auch im Internet
        zu informieren. Die MSM berichten nicht die Wahrheit.
        Liebe Grüße Beate

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      • Ulli schreibt:

        Hallo Beate, ich habe viele verschiedene Medien angeschaut, wie ich es immer mache. Ich habe lange genug in Berlin gelbt und an Demos teilgenommen, um zu wissen, dass ich vielen Medien nicht trauen kann! Immerhin hast du die Rechten wahrgenommen, was nicht alle haben und ich auch bedenklich finde. Mir geht es aber darum, gerade weil die Rechten aus verschiedenen Ecken (NPD, AfD, Höcke, die Identitären usw.) zu dieser Demo massiv mobilisiert haben, dass ich an einer solchen Demo niemals teilnehmen würde, ich teile mir mit Nazis keine Straße, aus welchem Anlass auch immer noch. Da bin ich intolerant!
        Beste Grüße
        Ulli

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  3. Ule Rolff schreibt:

    Das sieht nach einem sehr schönen Wochenende aus, liebe Gerda.
    Die Kohle-Zeichnungen deiner Freundin gefallen mir gut. Nett von dir, dass du ihr über deine große Besucherzahl ein erweitertes Publikum bietest.

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  4. Anonymous schreibt:

    …reizende kleine Gartenarrangements…ehrliche und gerade Zeichnungen, die mir gut gefallen…und Aussichten, auf die ich neidisch sein könnte…

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  5. finbarsgift schreibt:

    Klingt nach Vernunft und einem entspannten Wochenende.
    Dankeschön für’s Zeigen und Präsentieren…
    Herzliche Abendgrüße vom Lu

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  6. Maren Wulf schreibt:

    Ich kann nicht beeinflussen, mit wem bzw. wessen Gedankengut du dich gemein machst, Gerda. Aber meine Grenzen kann und will ich wahren. Ich werde diesem Blog in Zukunft nicht mehr folgen.

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    • gkazakou schreibt:

      Das ist bitter und ungerecht Maren, und ich verstehe es nicht (mit welchem Gedankengut mache ich mich gemein? Ich habe schon gegen Nazis in der Regierung Adenauer gekämpft, als du vermutlich noch nicht geboren warst). Ihr seid schon merkwürdige so feine und zugleich so selbstgerechte Menschen, so sicher in euren Urteilen und Verurteilungen. Ich möchte, wenn du nichts dagegen hast, Dir meinerseits weiterhin in deine Sümpfe folgen. Gute Nacht

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  7. nandalya schreibt:

    Du ahnst nicht, wie gut ich dich verstehen kann. Aber bei mir zu Hause haben die Laptops und Handys geglüht, als wir die Streams und Telegram-Nachrichten aus Berlin verfolgten. Also habe ich aufgeschrieben, was mir in den Sinn gekommen ist. Vielleicht wird mich das weitere Leser kosten, die anderer Meinung sind. Aber um ehrlich zu sein, das ist mir herzlich egal. Für alle die bewegte Bilder von Berlin sehen wollen, ist Telegram ein wahrer Freund. Aber Polizisten zu sehen, die eine Schwangere brutal zu Boden drücken, ist vielleicht zuviel für eine zarte Seele.

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  8. Random Randomsen schreibt:

    Ich ringe grad ein wenig um Fassung. 😉 Wenn mein Auge mich nicht täuscht, hat da jemand eine Rosinenschnecke so lange rumliegen lassen, bis sie wahrhaftig versteint ist. [Erstes Gartenbild] Immerhin scheint jemand zuvor noch einige Rosinen gepickt zu haben (dafür sprechen zumindest die Vertiefungen in der Oberflächenstruktur).

    [Anmerkung meiner inneren Stimme:
    Du wähnst dich sicher auf der Wahrheit Spur,
    und sagst, „ich glaube, was ich sehe, nur.“
    Doch sei mir dieser Einwand hier erlaubt:
    es sieht der Mensch meist nur, was er schon glaubt.]

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  9. gkazakou schreibt:

    danke, Random, für deinen köstlich-kostbaren Kommentar. Eine versteinerte Rosinenschnecke, das trifft es haargenau. Die Rosinen wurden vor Urzeiten herausgepult, bestätigte mir ein Palaioarchäologe, den ich sofort um seine Expertenmeinung bat. Denn heutzutage ist es zunehmend gefährlich. Meinungen zu äußern, die nicht von Experten abgesegnet wurden.
    Deine gereimte Weisheit ist sogar noch wahrer (gibt es eine Steigerung von wahr?). Wenn die Tischdecke vom Morgenwind bewegt wird, sehe ich meinen wedelnden Tito, und mir wird ganz eigen zumute. Sollte er noch irgendwo hier in der Gegend rumstrolchen, zwei Monate nach seinem Tod?
    Ja, so gehts mir mit vielen Sachen – und, so nehme ich an, nicht nur mir.
    Liebe Morgengrüße mit nassem Haar (ich war schon schwimmen).
    .

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    • Random Randomsen schreibt:

      Diese steinerne Schnecke gibt ja auch ein schönes Sinn-Bild ab. Kann man sich doch auch im Denken „einschnecken“ und erstarren…
      Ja, ohne Rückendeckung durch Experten geht gar nix mehr. Es ist allerdings auch zunehmend einfacher, zu jeglicher Meinung den passenden „Experten“ zu finden. Die modernen Technologien verstärken (wie so oft) das, was ich in meinem Reim zum Ausdruck bringe. Denn heute kann man noch mehr als früher mit maßgeschneiderten Nachrichten gefüttert werden. Man wählt seine Präferenzen (oder lässt sie von einem Datenmaschinenprogramm eruieren) und bekommt – Zauberei! – nur noch Nachrichten, die der eigenen Wellenlänge schmeicheln. Man hat dies auch früher schon getan – Generationen von Zeitungslesern hatten ihr „Leibblatt“ abonniert und hätten sich mit allem anderen nicht einmal den Allerwertesten abwischen wollen. Ich meine [und ich halte das in aller Bescheidenheit für eine gute Meinung 😉 ], dass wir gerade bei der heutigen Informationsflut sehr gut beraten sind, uns immer wieder daran zu erinnern, wie sehr wir nur das wahr-nehmen, was wir von vornherein bereits glauben. Wir müssen zwangsläufig eine Auswahl treffen. Wenn wir aber aus dem vorhandenen Informationsangebot nur das herauspicken, was uns nach Rosinen schmeckt, werden wir uns sehr einseitig „ernähren.“

      Auf die eine oder andere Weise wird Tito dich so oder so weiterhin begleiten. Wie und warum – darüber mag man getrost unterschiedlicher Ansicht sein. Ich halte es in aller Regel so, dass ich zwar weniges für wahrscheinlich, aber vieles für möglich halte…

      Mit einem herzlichen Nachmittagsgruß 🐻

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      • gkazakou schreibt:

        Danke schön, Random. Da kann ich nur zu allem nicken. Oder soll ich es so verstehen, dass es mein Denkapparat ist, der versteinert ist? Und ich mich auf wenige Informationsquellen, die mir in den Kram passen, verlasse und mir aus diesen dann auch noch die Rosinen herauspicke? Ich hoffe, dass du mich nicht so einschätzt. Doch wie auch immer, deine Art zu kommentieren gefällt mir sehr! Danke dafür. Grüße aus der Hitze, Gerda

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      • Random Randomsen schreibt:

        Nein, liebe Gerda, es war gewiss nicht als persönlicher Angriff zu verstehen. 🙂 Vielmehr fand ich hier einfach einige ganz grundsätzliche Gedanken angebracht, die ja jede(n) von uns betreffen. Da schließe ich auch mich selbst mit ein.
        Hier an meinem neuen Wohnort hat sich die Sommerhitze vorerst verzogen. Gewiss wird es noch reichlich warme Tage geben – aber die Zugvögel werden wohl bald aufbrechen… 🐻

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      • gkazakou schreibt:

        Hab Dank, Random. Ich fühlte mich seit gestern recht unter Beschuss, drum habe ich nachgefragt. Auf deine Vögel freu ich mich schon, wenn sie, hoffentlich, hier vorbeifliegen und rasten.

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      • Random Randomsen schreibt:

        Ja, ich habe gesehen, dass sich da ein ziemliches Tiefdruckgebiet zusammengebraut hat. :/
        Einige der Vögel sind inzwischen wohl schon unterwegs, wohl mit dem Ziel, in Afrika zu überwintern. Welche Route sie dabei wählen werden, haben sie mir allerdings nicht verraten. 😉

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      • gkazakou schreibt:

        Danke, Random. Wenn ich welche sehe, werde ich sie befragen.hier herrscht weiter erbarmungsloser Hochdruck, der bevorstehende Vollmond wird uns hoffentlich einen Wetterwechsel bescheren. GuteNacht

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      • Random Randomsen schreibt:

        🙂
        Ja, zu viel „schönes“ Wetter ist einfach nicht schön. Hier ist der Wasserhaushalt des Waldes zwar immer noch im Defizit – aber der Regen vom Wochenende war eine Wohltat.
        Mit einem herzlichen Gruß zur behüteten Nacht 🐻

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      • gkazakou schreibt:

        Danke, Random, für die behütete Nacht. Der Mond steht jetzt fast voll und hinter Hitzeschleiern über dem Meer. Bald geht Venus über dem Gebirge auf. Gute Nacht.

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  10. Myriade schreibt:

    Liebe Gerda, ich habe das Bedürfnis diesmal auch etwas zum Thema zu sagen. Ich möchte sehr wohl weiter bei dir lesen, weil ich deine große Kreativität und viele deiner Werke sehr gerne ansehe. Aber mit deiner Bewunderung für diese nicht aus meiner sondern aus objektiver Sicht grenzenlos dummen Verschwörungstheorien über die von H. Clinton unterirdisch gefolterten Kinder, die von B.Gates geplante Chip-Implantierungs-Kampagne, das Reptiloid Merkel, den heldenhaften Kämpfer Trump in der Quanon-Verschwörung und über die angebliche Inexistenz von Covid 19 kann ich wirklich nichts anfangen. Auch die reflexartige Zustimmung zu Meinungen, die sich hauptsächlich bis ausschließlich dadurch qualifizieren, dass sie jenen von den europäischen Regierungen nicht entsprechen, verstehe ich nicht. Für mich wären diese Reaktionen angemessen für Menschen, die in einer grausamen, absoluten Diktatur leben. Aber natürlich ist es deine persönliche Freiheit an solche Dinge zu glauben und normalerweise kommentiere ich das auch nicht. Ich verstehe nur nicht wie du deine Intelligenz, Bildung und Kritikfähigkeit dabei zum Schweigen bringst. Aber gut …..
    Was nun aber die Demo in Berlin angeht, die Demo dieser „sympathischen Menschen“ da hört sich mein Verständnis völlig auf. Denn zu sagen, dass es dort keine Nazis und sonstige gewaltbereite und Gewalt ausübende Extremisten gegeben habe, weil du sie nicht sehen willst, weil du nur „friedliche und Freiheit liebende“ Menschen sehen willst, obwohl die anderen eindeutig dokumentiert sind, das ist intellektuell unredlich und obendrein betrügst du dich dabei selbst.
    Ich möchte nicht darüber diskutieren, es hat aus meiner Sicht gar keinen Sinn. Ich schätze dich aus anderen Gründen zu sehr um eine womöglich in emotionale persönliche Beleidigungen abdriftende Diskussion beginnen zu wollen. Es liegt mir nur daran, es einmal geschrieben zu haben, weil es mir ein Bedürfnis ist, in solchen Fragen Position zu beziehen und nicht in UNbewährter Art und Weise durch Schweigen zuzustimmen.
    Ich wünsche dir alles Liebe

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  11. Ulli schreibt:

    Ich melde mich jetzt doch noch einmal hier zu Wort. Gerda, es ist deine Polemik, die hier an die Granzen von einigen stößt, die jetzt beschlossen haben dir nicht mehr zu folgen, was ich gut nachvollziehen kann.
    Mehr auf anderen Kanälen!

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, Ulli. ich habs bekommen. Wenns nur mein polemischer Stil ist, der stört, so kann ich damit leben. Vielleicht hätte ich das Zeug fürs politische Kabarett, würde aber wohl bald „an die Grenzen stoßen“ und aus allen Sendungen rausfliegen.
      Wer mir nicht mehr folgt, wird wissen, warum. Es ist seine/ihre Entscheidung.
      Unter Myriades Kommentar habe ich eben eine lange Antwort gesetzt, damit ich jedenfalls das Meine getan habe, um Missverständnisse auszuräumen. Obs verstanden wird?
      Im übrigen halte ich es mit der „Beherzigung“ von Meister Goethe, der vor drei Tagen Geburtstag hatte:

      Eines schickt sich nicht für alle.
      Sehe jeder, wie er’s treibe,
      sehe jeder, wo er bleibe,
      und wer steht, daß er nicht falle!

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  12. gkazakou schreibt:

    Liebe Myriade, danke für deine offene Sprache. Den ersten Abschnitt brauche ich nicht zu kommentieren, denn da geht es mir wie dir: ich glaube an all die von dir genannten Dinge und Theorien nicht. also lassen wir das, es geht mich nichts an.

    Der zweite Abschnitt fordert aber einen Kommentar heraus. Ich habe nicht gesagt, dass es in Berlin keine gewaltbereiten, mit Nazigedanken oder Kaiserreich-Fahnen drapierten Menschen gab. Nur habe ich meinen Blick nicht auf sie konzentriert, ich habe sie übersehen. Ich hatte anderes ins Auge gefasst. Genauso mache ich es, wenn ich spaieren gehe: ich nenne das die Technik des Ausblendens. Ich mag mich nicht ständig wegen des rumliegenden Mülls, der Bausünden und der Hässlichkeit vieler menschlicher Interventionen echauffieren, denn es verdirbt mir den Genuss der Landschaft. Also blende ich sie aus. . Genauso wie ein begeisterter Anhänger einer Fußballmannschaft gern die Hooligans übersieht, die am Spielende das Stadion auseinandernehmen. Oder der fromme Christ die Sünden der heiligen Väter….

    Macht mich das zur Sympathisantin?
    Ich bin in meinen Studienjahren bei vielen Demonstrationen mitgegangen, deren Hauptziel ich teilte. ZB gegen den Schah von Persien, Da marschierten viele mit, deren Motive ich nicht kannte, auch nicht teilte. Sie übernahmen später die Macht im Iran. Hätte ich deshalb nicht demonstrieren sollen? Vielleicht, sagte ich mir später. Vielleicht ist es falsch, dich für etwas stark zu machen, wenn du die Ziele nicht voll durchschaust. Und dennoch geschieht es immer wieder, und es sind nicht die Schlechtesten, die auf die Straße gehen. Nimm zB jetzt die Demonstranten in Weißrussland oder früher in Syrien oder in Ägypten oder in Libyen, in der Ukraine….. Wie wird das Ergebnis sen? Sollen Menschen nicht mehr für Freiheit auf die Straße gehen, weil das Ergebnis womöglich schllimmer ist als der gegenwärtige Zustand? Sind sie Verführte, Manipulierte, Idioten? O ja, diese Gefahr besteht, immer wieder bestätigt sich die Sorge: idealistische Demonstranten würden in Machtspielen missbraucht, die das Gegenteil von dem, was sie anstreben, befördern wollen. Und dennoch….

    Selbstverständlich gehen Rechtsextreme weder für Frieden noch für Freiheit auf die Straße, denn sie hassen beides. Die Hauptveranstaltung hatte aber gerade dieses Thema, und all die jungen und alten Gesichter, die ich da sah, waren mir sympathisch. Ich sah selektiv? Vermutlich. Ich wollte die sehen, die sonst nicht gesehen werden, denn die Nazis brauchten da keine Sorge zu haben: man würde sie sehen und groß ins Bild setzen, Aber über die anderen würde sich wieder die Jauche der Verleumdungen ausgießen – genauso wie du es in deinem Kommentar versuchtest, indem du mich mit allerlei abstrusen Theorien in Verbindung brachtest. Sicher gibt es auch die solchen Unsinn glaube, aber auch sie sind für mich nicht die Kernaussage der Demonstration. Für mich sind es jene, die den zu Worthülsen verkommenen Begriffen „Freiheit und Frieden“ neues Leben einhauchen. Man kann das richtig und mutig finden (ich) oder auch falsch und naiv, gefährlich, verrückt (wie du und viele andere), aber ausgerechnet ihnen eine faschistoide Gesinnung nachzusagen, das ist gemein.

    Ich selbst habe sehr früh gemerkt, dass Freiheit und Selbstbestimmung die zentralen Begriffe meines Lebens sein würden. In der Schule begann es, setze sich fort im Studium (ich war u.a. 1966-67 Miglied des AStA der FU, der das vorbereitete, was dann später die 68-Generation hieß), in der Erziehung (einer der ersten antiautoritären Kinderläden), in meinem ganzen Lebensstil. Selbst in meiner Doktorarbeit geht es um die Frage von Freiwilligkeit und Zwang. Für mich ist das das A und das O der menschlichen Entwicklung, es ist das einzige, was den Menschen zu einem besonderen Wesen auf der Erde macht. Dass er lernen kann, sich selbst zu bestimmen.

    Keiner muss mit meinen Ansichten konform gehen, liebe Myrade, ich kann es sehr wohl ertragen, wenn du oder andere meine Haltung dumm, gefährlich, unverständlich finden. Dass man aber anfängt, den Kontakt mit mir zu meiden, weil ich angebllich nach brauner Scheiße rieche, das ist schon hart. Am Ende aber trifft es aber nicht mich, sondern den, der so urteilt.

    Zur Abrundung dieses lang gewordenen Kommentars das allzeit und für dich wie mich gültige Verslein, das Random oben in den Kommentar setzte:

    Du wähnst dich sicher auf der Wahrheit Spur,
    und sagst, „ich glaube, was ich sehe, nur.“
    Doch sei mir dieser Einwand hier erlaubt:
    es sieht der Mensch meist nur, was er schon glaubt.

    Verbundene Grüße! Gerda

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    • Ulli schreibt:

      Sorry Gerda, ich lese deinen Kommentar in vielen Punkten mit großem Stirnrunzeln. Wieder unterstellst du, wieder rechtfertigst du und was mir am meisten aufstösst ist, dass du schreibst, dass du ausgeblendet hast. Genau das halte ich für gefährlich und grundverkehrt!

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      • gkazakou schreibt:

        Jeder blendet aus, jeder fokussiert, Ulli. Die Frage ist doch: was blende ich aus, und wo fokussiere ich, und nicht: ob. Nun seid ihr in Deutschland anscheinend fixiert auf die Nazi- und Reichsbürgerhorden, denen ihr zutraut, Nazideutschand mit den bekannten Ingredienzien Antisemitismus und Militarismus zu reanimieren. Ich sehe das nicht so, für mich ist das nur schlechtesTheater, dem man nicht so viel Aufmerksamkkeit schenken sollte. (In Griechenlad sind die vergleichbaren Horden der Goldenen Morgeröte, die es zeitweise zur drittgrößten Partei schafften, sang- und klanglos ins Nirwana eingegangen, sobald sich die Bevölkerung politisch besser repräsentiert sah),
        Woanders setze ich den Focus, meine Aufmerksamkeit ist anders gerichtet als deine.
        Der Sozialist Ignazio Silone sagte: „Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen Ich bin der Antifaschismus“. Vielleicht wird er auch was ganz anderes sagen, zB „Notstandsgesetze sind gut für dich“. Auf jeden Fall ist das einzige Gegenmittel: selbst denken, seine Selbstverantwortung wahrnehmen. Für jeden und jede von uns

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      • Ule Rolff schreibt:

        Liebe Ulli, siehe meinen heutigen Kommentar zu Gerda. Ule

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      • Ulli schreibt:

        Danke Ule! Ich schreibe dir noch eine Mail!

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    • Pega Mund schreibt:

      liebe gerda, natürlich habe ich mir zeit genommen, deine antwort zu lesen. kann es sein, dass du mich unterschätzst? 😉
      lieben gruß,
      pega

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    • Ule Rolff schreibt:

      Liebe Gerda, auch wenn ich mich weitgehend aus diesen öffentlichen Debatten über Coronapolitik herausgehalten habe (sie machen mich buchstäblich krank in dieser Form), will ich hier mal kurz auch direkt auf deine Worte reagieren:

      Es ist für mich unverständlich, wie du wegen der Frage, ob ein Stück Stoff im Gesicht nützt oder nicht, davon absehen kannst, dass Nazis auf dem Thema ihr Süppchen kochen und verängstigte Menschen als Anhänger rekrutieren.
      Ich teile deine Haltung ausdrücklich nicht. Auch teile ich nicht die weitreichenden grundsätzlicheren Vermutungen, die du zwar ganz unschuldig nicht teilst (nach deinen Worten), denen du hier aber bereitwillig und ausführlich durch Verlinkung ein Forum bietest. Das finde ich manipulativ.

      Da ich dich in anderem Kontext schätze, werde ich mich nicht von deinem Blog verabschieden.

      Ule

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      • Myriade schreibt:

        Ja, ich stimme dir da vollkommen zu.

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      • gkazakou schreibt:

        Das ist eine klare Haltung, liebe Ule, mit der ich sehr gut umgehen kann. Danke dafür. Liebe Grüße, Gerda

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      • gkazakou schreibt:

        Noch zur Sachfrage, Ule: Vielleicht magst du in den link schauen, den Babsi heute veröffentlichte: Die NZZ fragt sich gerade, ob die Covidioten nicht vielleicht doch recht haben. https://www.nzz.ch/meinung/kollabierte-kommunikation-was-wenn-am-ende-die-covidioten-recht-haben-ld.1574096?mktcid=smsh&mktcval=Facebook

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      • Ule Rolff schreibt:

        Ist ja schön, wenn es so ist. Belegt der Schreiber irgendwas? Nee. Stört dich das in diesem Fall? Nee, er bestätigt ja deine Meinung. Nur entgegengesetzte Meinungen zerpflückst du wegen „unseriöser Ausgangsdaten“. Das ist es, was ich manipulativ finde. Und deinem Blog folgen einige Menschen, die sich auf deine Informationen verlassen, weil sie dich für klug halten (was du ja auch bist). Das begründet eine gewisse Verantwortung für Ausgewogenheit, die ich bei dir in dieser Frage vermisse.

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      • gkazakou schreibt:

        Nun lass mal gut, sein, ja, Ule? Erst schreibst du. ich würde obskure Seiten verlinken, dann verlinke ich einen Artikel der NZZ – Schlachtschiff der seriösen konservativen Mainstreamzeitungen. Verantwortlich für den Inhalt bin nicht ich, sondern der Autor bzw der Herausgeber. Wenn du seine Beweislage mangelhaft findest und meinst, er würde schwache Geister zu Unachtsamkeiten verführen, dann schreib ihm doch einen Protestbrief. Und tu jetzt bitte nicht so, als würde ich Hirnschwache verführen. Wer hier mitliest, hat selbst Urteilsvermögen. Die anderen treiben sich auf anderen Seiten herum. Ich bin zwar ein schrecklicher Besserwisser und Belehrer, aber eigentlich nur für Gebildete wie du und andere meiner momentanen Kritiker. Ich hoffe,kommst du nie in meine Lage, dassdu dich für ein Thema engagierst, das anderen quer im Magen liegt.

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      • Ule Rolff schreibt:

        Ach je, Gerda … ja, ich lass es gut sein.

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      • Ulli schreibt:

        Gerda, wieso versteht du nicht, dass es nicht um Covid geht, sondern um den Schulterschluss mit den Rechten?
        Den Artikel habe ich im übrigen schon gestern gelesen! Und auch Droste rudert zurück – ja, das gibt zu denken!

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      • Ule Rolff schreibt:

        Belegen tut dieser Artikel ja nun auch nichts, wie ich Gerda hier soeben schrieb.

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      • gkazakou schreibt:

        Das ist es eben: du meinst, es geht um diesen „Schulterschluss“, Ulli. Darauf bist du fixiert, aber er besteht (das ist meine Meinung) nur in deiner Fantasie. Willst du wirklich behaupten, es gäbe eine faschistisch unterwanderte Querfront, die bereit UND in der Lage ist, die parlamentarische Demokratie aus den Angeln zu heben und einen neuen GröFaZ einzusetzen? das ist doch lächerlich! Ich habe wieder und wieder erklärt, dass es mir darum geht, Konzepte der Isolierung, Distanzierung und des Maskentragens, der Einschüchterung, Überwachung, Ausgrenzung, des Pharma-Lobbyismus und der intransparenten Gewaltausübung offenzulegen und wo möglich zu stoppen, bevor sie zur neuen Normalität geworden sind. Ich dachte, du verstehst das. Sagst es ja immer wieder selbst: wie dir die Haare zu Berge standen, als du über die Wirkung dieser Maßnahmen auf Kinder und Heranwachsende gelesen hast. Und dass dir vieles auch nicht passt. Die Nazis haben sich draufgesetzt, weil sie sich auf alles draufsetzen, was ihnen eine gewisse Öffentlichkeitswirksamkeit gibt. Ich ignoriere sie oder mache mich lustig über sie, weil ich das für die beste Methode halte. Im übrigen soll sich, verdammt noch mal, der Staat drum kümmern, dass Nazis keinen Schaden anrichten. In Griechenland hat das doppelte Vorgehen – Ignorieren und strafrechtlich Verfolgen – hervorragend geklappt, die Goldene Morgenröte (Rechtsaußen mit Nazisymbolen) fiel aus dem Parlament raus, wo sie sich schon breit gemacht hatte, und nun gibt es sie nicht mehr. Wenn der Staat will und es drauf anlegt, kann er solche Ausgeburten sehr wohl ausmerzen. Aber in Deutschland scheint man Wert auf sie zu legen, um besorgte kritische Menschen wie dich am Gängelband zu führen.

        Natürlich steht es dir frei, Ulli, hier eine andere Meinung als ich zu haben und sie zu vertreten. Ich nehme an, viele meiner LeserInnen stimmen mit dir und nicht mit mir überein. So what? Wir haben verschiedene Einschätzungen der Situation, das ist alles. Meinungsvielfalt. Ist es ein Verbrechen, dass ich keine Gefahr von Nazis , sondern von staatstragenden Kräften ausgehen sehe? Weil diese die Macht haben und die Institutionen, darunter auch das Grundgesetz, korrumpieren, und nicht jene? weil jene ein Haufen Blödmänner ohne jeden Machtzugang sind (außer natürlich zu Geheimdiensten, zur Söldnerarmee und zu manchen Polizeidiensten – da sollte man schon hinschauen, recherchieren, anklagen, verfolgen). Wenn sie Straftaten planen oder begehen, sollen sie zur Rechenschaft gezogen werden. Solange sie nur Fahnen schwenken und Reden halten, sind sie mir egal. Eine gesunde Gesellschaft mit gesunden Institutionen wird leicht mit ihnen fertig.

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      • Ulli schreibt:

        Schweigen … es ist alles mehrfach gesagt und nicht nur von mir.

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      • Ulli schreibt:

        Stimmt, er belegt nix, benennt nur!

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      • Pega Mund schreibt:

        gerne stimme ich hier zu.
        grüße zur nacht: pega

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  13. wildgans schreibt:

    Freiheit und Selbstbestimmung!Für mich DIE Essenz, die ich da herauslese! Ja. Unbedingt!
    Gruß von Sonja

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  14. Myriade schreibt:

    1. habe ich nicht gesagt, dass du „nach brauner Scheiße riechst“
    2. du hast sehr wohl gesagt, dass du keine Rechtsextremen gesehen hast:
    „O wie schön, Beate, endlich jemand, der dabei war und mir meinen Eindruck bestätigt, den ich von den Menschen habe, die an diesen Veranstaltungen teilnehmen. So schöne Menschen, freundlich, aufgeschlossen, unaggressiv und um Wahrheit bemüht. “
    „Mir sind keine aufgefallen. Ist wohl eine Frage der Fokussierung. “
    3. „Also blende ich sie aus. . Genauso wie ein begeisterter Anhänger einer Fußballmannschaft gern die Hooligans übersieht, die am Spielende das Stadion auseinandernehmen. Oder der fromme Christ die Sünden der heiligen Väter…. Macht mich das zur Sympathisantin?“
    Das ist eine sehr schwierige Frage. Meiner Meinung nach macht es jemanden entweder zur Ahnungslosen/Verantwortungslosen oder zur Mitläuferin. Sehr hart formuliert und für relativ belanglose Bereiche natürlich übertrieben. Im Falle der Beteiligung an Demonstrationen, deren genaues Ziel man nicht abschätzen kann, fände ich es klüger seine Solidarität mit bestimmten Themen auf andere Art zu formulieren.
    Ich bin in vielem sehr nüchtern und finde, dass die Abgrenzung von Dingen, die man nicht befürwortet ebenso wichtig ist wie die Bekundung von Solidarität für Dinge, die einem am Herzen liegen.
    Freiheit und Selbstbestimmung sind in diesem Zusammenhang auch nicht so eindeutig definiert. Man kann bekanntlich nicht einfach „frei“ sein sondern nur frei von oder für irgendetwas. Und um nicht missverstanden zu werden, finde ich es immer gut genauer zu erklären wovon man frei sein möchte.

    Aber das sind so tiefgreifende Fragen, die wirklich nicht geeignet sind, sie in ein paar Sätzen abzuhandeln und daher schlage ich vor, dass wir es so stehen lassen

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, Myriade, für deine klaren Worte. Nun weiß ich doch, was euch so empört hat. Mir war nicht bewusst, dass das Distanzieren von „Gedankengut“, das mir so verhasst ist wie dir, notwendig sein könnte. Die Distanzierungsrituale der Politiker machen mir nie Freude.

      Nun ist es wohl zu spät, um die Distanzierung nachzuholen und sich auf das eigentliche Thema zu besinnen? Um für Frieden und Freiheit zu sein und sich dafür nach Kräften einzusetzen, kann ja wohl nie zu spät sein. („Die Freiheit die ich meine“, ist, wie auch die Geschichte des Liedes zeigt, natürlich sehr auslegungsfähig. Selbstbestimmung gefällt mir daher besser).

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    • Ule Rolff schreibt:

      Liebe Myriade, ich teile deine Haltung. Siehe meinen heutigen Kommentar zu Gerda oben .

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  15. Ulli schreibt:

    Nein, es geht nicht nur um deine Polemik, sondern AUCH. Wenn du nun meins darauf reduzierst, wieder nicht auf meine Argumente eingehst (Mail), du hier wieder nur Unterstellungen machst (dein Kommentar an mich, weiter unten) und dich in unendlichen Rechtfertigungen ergehst, dann ziehe auch ich jetzt einen Schlussstrich. Ich bin der fruchtlosen Auseinandersetzungen mit dir müde. Werde mich also von deinem Blog fernhalten und mich aus allen gemeinsamen Projekten zurück ziehen. Ja, das schmerzt.
    Gutes dir in deinem weiteten Leben.
    Ulli

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    • gkazakou schreibt:

      Mir verschlägt es die Sprache. Auf deine Mail habe ich noch gar nicht geantwortet, Ulli. Aber ich verstehe: ich gehöre jetzt zu den outlaws. Außer Dir werden wohl auch andere „die Konsequenzen ziehen“. Die Rechtgläubigen bleiben unter sich. Alsdann! Es war schön, mich mit dir auf vielen Ebenen auszutauschen. Ich behalte dich lieb. Gerda

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    • gkazakou schreibt:

      Nochmal kurz, Ullli, obgleich es ja jetzt auch egal ist: ich rechtfertige mich nicht, wie denn auch? Bin ich angeklagt? Von wem? Ich habe nur versucht, meinen Standpunkt zu erläutern, damit du ihn verstehst. Das ist mir leider nicht gelungen. Du verstehst mich nicht. Also ist es das beste, jetzt erst mal zu schweigen. Die Weltgeschichte wird sowieso über unsere Ansichten hinweggehen, ohne sich groß drum zu kümmern. Möge es uns beiden und allen, die wir lieb haben, gut gehen. Dass wir immer genug zu essen haben und keinen Krieg.und keinen Überwachungsstaat: Dss uns erhallten blleiben unsere Freizügigkeit und die Selbstbestimmung über unser Leben, Meine herzlichen Grüße zu dir hinüber. Es war schön mit dir, sowohl menschlich als auch künstlerisch. Und unsere Freundschaft hat dieses Ende eigentlich nicht verdient. Meine Herzllichen Grüße zu dir hinüber, Gerda

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      • Ulli schreibt:

        Ich habe dir gerade noch eine kurze Mail geschickt, da ich dich offensichtlich heute Morgen missverstanden habe, was mir leid tut.

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  16. juergenkuester schreibt:

    Liebe Gerda!
    Auch ich werde meine Konsequenzen aus dem ziehen, was ich in den letzten Tagen hier so gelesen habe und was mich mehr als befremdet.
    Ich werde Deinem Blog daher nicht mehr folgen, obwohl dies sicher wegen Deiner kreativen Impulse und der gemeinsamen Wegstrecke von uns Beiden schmerzen wird. Deine unpolitischen Beiträge sind kreativ, bereichernd und sie tragen weit, keine Frage. Sie haben mir oft geholfen und mich weitergebracht.
    Deine politischen Äußerungen aber sind für mich nicht akzeptabel. Natürlich steht es Dir frei, wie uns allen, eine eigenständige Sicht der „Coronathematik“ zu entwickeln, mit allen Interpretationen und Sichtweisen. Aber akzeptieren und ertragen muss ich sie nicht. Und aushalten, hier an dieser Stelle, auch nicht. Und bei allem, was ich dann zukünftig an Nicht-Politischem lesen würde, wenn ich weiter Deinem Blog folgen würde, würde aber genau dies permanent mitschwingen -was ich als Demokrat und Menschenfreund nicht unterstützen kann, was mich betrüben würde und was mich belasten würde. Das will ich nicht.
    Was aber ebenso wichtig für mich ist: der Stil der Diskussion zu diesem Thema läßt von Dir und einigen anderen die nötige Empathie vermissen und Deine Blog – Kommentare sind dogmatisch, absolut gesetzt, arbeiten mit teilweise Unterstellungen, stellen prinzipiell alles in Frage, was nicht in Dein Meinungsbild passt und sind geprägt von fehlender Selbstkritik. Und sie sind teilweise beleidigend. Deine Wahrnehmung und Deine Meinung zum Thema werden als absolut gesetzt. Eine Diskussion, ein Austausch von Argumenten ist so nicht möglich. Die Versuche, die dazu unternommen wurden, sind im wahrsten Sinne des Wortes abgebügelt worden.
    Und ich werde mit Sicherheit diese, meine Aussage, hier nicht im Detail belegen, denn es wäre meiner Ansicht nach sinnlos.
    Ich weiss, dass dies harte Worte sind, das Du dies anders sehen wirst, und dass sie vielleicht auch wehtun. Verletzen wollte ich Dich damit aber nicht, nur klarstellen. Und Dir begründen, warum ich mich so verhalte.
    In diesem Sinne, alles Gute
    Jürgen

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    • lieberlebenblog schreibt:

      Mit Bedauern: besser hätte ich es nicht sagen können. Schade!

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    • gkazakou schreibt:

      Nein, Jürgen, es tut schon nicht mehr weh. Nachdem ich von so vielen mir lieben Blogfreunden abgewatscht wurde, hat sich eine gewisse Abhärtung eingestellt, ich lerne gerade, wie es sich anfühlt, zum Outlaw zu werden. Du hast recht, wenn du annimmst, dass ich deine Charakterisierung meines geduldigen Versuchs, meine Haltung zu erklären, nicht teile. Anderes hatte ich im Sinn, anderes hast du und haben andere herausgelesen. Ich kann nicht die ganze Verantwortung für dies desolate Resultat übernehmen. Irgendwas muss auch bei euch hapern, zumal ich ja auch Demokratin und Menschenfreundin bin und dies mir bisher niemand abgesprochen hat. Mein ganzes Leben kann es bezeugen. Ich fühle daher, dass ich Opfer eines Gesinnungsterrors geworden bin, der offenbar eine deutsche Spezialität ist und auf den ich nach langer Abwesenheit von Deutschland nicht mehr gefasst war. Ich kannte ihn freilich von früher.
      Nun sei herzlich gegrüßt und freu dich an deiner Gerechtigkeit, lieber Jürgen. Du hast hoffentlich nichts dagegen, wenn ich deinem Blog weiter folge.Gute Nacht. Gerda

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    • Ule Rolff schreibt:

      Leider stimme ich dir zu, Jürgen.

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  17. chris schreibt:

    Du meinst doch mit „deutscher Szene“ hoffentlich nicht dies Häuflein verwirrter Reichsbürger und Verschwörungstheoretiker, die in Berlin wirre Parolen skandierten – die sind nicht das „deutsche Volk“, mach dir da mal keine Sorgen… 😉

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    • gkazakou schreibt:

      Klar, Chris, die meinte ich nicht. Danke, aber über ie mache ich mir eigentlich keine Sorgen. Sollte ich vielleicht, damit mich meine Freunde hier ernst nehmen.

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      • Pega Mund schreibt:

        besser noch, liebe gerda, wär’s womöglich, du nähmest deine freunde hier ernst, blicktest hie u da mal in einen der dir vorgehaltenen spiegel u hörtest auf, dich zum opfer zu stilisieren („gesinnungsterror“ – mir kommen die tränen …). wer austeilt, muss mit gegenbewegungen rechnen. punkt.

        dies der natürlich nur gut gemeinte und vollkommen freilassende rat einer psychologin (allerdings nicht promo-, sondern leider nur diplomiert, dafür mit reichlich praxis- und lebenserfahrung; weitere reputationen reiche ich bei Bedarf gerne nach!).

        mit polemisch-kämpferischen grüßen: pega

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  18. Ulrike Sokul schreibt:

    Liebe, liebe Gerda,

    nun möchte ich doch sehr deutlich und ÖFFENTLICH meine SOLIDARITÄT und ZUSTIMMUNG mit Deinen begrüßenswerten vielseitigen Blogbeiträgen zur „Erweiterung des Debattenraums“ zum Ausdruck bringen. Und auch Deine gelegentliche Polemik finde ich nicht überzogen.
    Die Berichterstattung in den Leitmedien ist weitgehend EINSEITIG und weit entfernt von informativem und investigativ-aufklärendem Journalismus und das betrifft nicht nur die Corona-Darstellung.

    Mein Eindruck ist, daß es den Leitmedien und den Zahlenzauberkünstlern des RKI leider gelungen ist, viele Menschen mit Todesangst zu infizieren und zu traumatisieren. Ergänzt um den massenmedial eingesetzten Kampfbegriff „Corona-Leugner“ , der so schön auf den Begriff „Holocaust-Leugner“ anspielt, wurde die Kritik an der Verhältnismäßigkeit der „Schutzmaßnahmen“ von Anfang an in eine rechtradikale Aura gehüllt . Und da reicht ein Promille „rechtsradikal“ in einer Großdemo in Kombination mit einer überproportionalen medialen Konzentration auf die Mitanwesenheit dieser Gruppierungen, um die restlichen Teilnehmer pauschal zu disqualifizieren.

    Ich wage zu bezweifeln, daß Deine Blogabmelder sich auch nur einmal einen Bericht oder ein Interview von alternativen Medien angehört oder durchgelesen haben, denn bei Wikipedia steht ja, daß das alles „Verschwörungstheoretiker“ und „Querfrontler“ sind, und da schließt sich der Kreis.

    Die Leitmedien dürfen neoliberal-menschenverachtend die Machtinteressen des Kapitals auf Kosten der Bürger vertreten und definieren sich als seriös, obwohl ihr asoziales Einflußvermögen eifrig daran mitwirkt, den Staatshaushalt und somit die öffentliche Daseinsvorsorge zu schwächen. Aber Kapitalismuskritik wird ja inzwischen auch gerne mit dem Antisemitismusverdacht belegt.

    Es ist mir ein Rätsel, wie Dir jemand wegen Deiner Äußerungen eine Nähe, Sympathie oder Verharmlosung rechtsradikaler Haltungen unterstellen kann und meint, sich von einer „Kontaktschuld“ zu Dir abgrenzen zu müssen. Du bist auch keineswegs dogmatisch, sondern hast perspektivische Vielfalt und Denkanstöße angeboten. Und im Gegensatz zu unserer fürsorglich bevormundenden Regierung hast Du an keiner Stelle blinden Gehorsam verlangt .

    Wahrscheinlich fällt es mir, die ich mit hundertprozentigem, familiären Migrationshintergrund in Deutschland lebe, leichter, nicht durch die chronische deutsche Nazivergangenheits-Schuldneurose auf die Gegenwart zu blicken. Offenbar braucht es noch einige Millionen systemische Familienaufstellungs-Therapien, um diese transgenerationale Schuldopferschuld-Wunde und Verstrickung zu heilen und von unbewußten Wiederholungszwängen zu befreien.

    Gruß und Umarmung von
    Ulrike

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Ulrike, ich kann dir gar nicht sagen, welche Wohltat dein solidarischer Kommentar für meine armen Nerven ist. Ich setzte mich nämlich eben – die Nacht ist fortgeschritten und der von Hitzeschleiern verhüllte Mond geht über dem Meer unter – an den Computer, um meinen Blog zu löschen. Mich bedrückte zu sehr, was sich da in- und zwischen den Zeilen angesammelt hatte, und ich wollte es nicht mit hinübernehmen in den blauen September. Dann aber las ich zuerst Randoms Gutenacht-Wünsche und dachte: das ist viel zu schön,um es in die Tonne zu treten. Dann las ich deins, und bin nun vollkommen getröstet. Dein Kommentar entspricht in fast jeglicher HInsicht meiner Wahrnehmung. Diese „transgenerationale Schuldopferschuld-Wunde und Verstrickung“ fühlte auch ich im Hintergrund. Ich habe viel geweint in meinem Leben über diese Schuld, ich mochte nicht Deutsche sein. Als ich 16jährig erstmals über die Landesgrenzen nach Frankreich trampte, hielt mein Fahrer und wies mit groß ausholender Geste auf die Hügel vor uns: Gräber bis zum Horizont. „Das habt ihr getan“ (1. Weltkrieg). Bis dahin hatte ich geglaubt, ich könnte dem Deutschsein entfliehen: war ich nicht in Holland gezeugt, stammte main Vater nicht aus Gegenden, die jetzt polnisch waren, lag mein Geburtsort nicht fast schon in Dänemark? Ich wollte als Holländerin, Dänin, Polin durchgehen, am liebsten aber als grenzüberschreitende Zigeunerin, doch mein Aussehen hinderte mich daran (arische Rassezüchtung). Damals verstand ich, dass ich nicht fliehen konnte, sondern mich durcharbeiten musste, und ich habe mich viele Jahre lang bemüht, mich Deutschland wieder anzunähern, mit systemischen Aufstellungen, Meditationen und schließlich mit diesem deutschsprachigen Blog. Damit lauschte ich hinein nach Deutschland und fand feine Töne, liebevolle kluge Menschen, und ich begann, mich zu entspannen – trotz der oft fatalen Auswirkungen deutscher Politik auf mein Gastland. Freude kam auf über die vielgestaltige Protestbewegung, die sich dieser Tage in Deutschland regt, aber wohl nicht regen soll, sondern gleich wieder mit den hässlichen Nazi-Masken zurückgescheucht werden soll in die Gräber
      Und so schlug das Alte wieder über mir zusammen, ich kann seit zwei Tagen kaum atmen, weil es mich würgt.

      Trost kommt mir wieder einmal von. jenseits der deutschen Grenzen und Mentalität, von Menschen, die sich herausgearbeitet haben aus der Schuld-Opfer-Verstrickung oder gar nicht an ihr teilhatten. und die es daher nicht nötig haben, einen cordon sanitaire um jeden zu ziehen, der ihre fragile Realitätsanpassung in Frage stellt.
      Nun, Ulrike, werde ich schlafen gehen und nichts löschen. Den September kann ich mit erleichtertem Herzen begrüßen. Sei von ganzem Herzen bedankt und umarmt. Gerda

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      • nandalya schreibt:

        Nun habe ich mich noch einmal durch alle Kommentare gelesen. Für aufgeklärte Menschen ist an deinem Beitrag nichts, aber auch überhaupt nichts falsch zu verstehen. Leider leben wir in einer Zeit, die Menschen gezielt manipuliert. Uli Gellermann bringt das mit seinem Format (und Buch) „Die Macht um Acht“ gut auf den Punkt. Die wenigsten werden ihn oder seine Kritik kennen. Was schade aber auch bezeichnend ist. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass Spaltung funktioniert und Ideologen Hochkonjunktur haben.

        Solidarisch-kämpferische Grüße an dich.

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      • Johanne Spryri schreibt:

        „Was bleibt ist die Erkenntnis, dass Spaltung funktioniert und Ideologen Hochkonjunktur haben.“
        Wie Recht du damit hast, liebe nandalya! Aber was soll man eigentlich machen mit den nicht aufgeklärten Menshen, also ich meine vor allem auch mit solchen, die sich weigern, aufgeklärt zu werden, die sich also nicht aufklären lassen wollen und somit resistent für den Fortschritt sind? ich Frage mich,ob man ihnen überhaupt eine freie Meinunhsäußerung zugestehen sollte und eine Selbst Bestimmung bzw. ein Recht darauf? Oder? Was meint ihr? Wie würdet ihr das beurteilen?
        Liebe Grüße und ein tolles Blog hier!
        Johanna

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      • Johanne Spryri schreibt:

        „Was bleibt ist die Erkenntnis, dass Spaltung funktioniert und Ideologen Hochkonjunktur haben.“
        Wie Recht du damit hast, liebe nandalya! Aber was soll man eigentlich machen mit den nicht aufgeklärten Menshen, also ich meine vor allem auch mit solchen, die sich weigern, aufgeklärt zu werden, die sich also nicht aufklären lassen wollen und somit resistent für den Fortschritt sind? ich Frage mich,ob man ihnen überhaupt eine freie Meinunhsäußerung zugestehen sollte und eine Selbst Bestimmung bzw. ein Recht darauf? Oder? Was meint ihr? Wie würdet ihr das beurteilen?
        Grüße von Johanne und ein tolles Blog hier!!

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      • gkazakou schreibt:

        Danke, Johanne, aber du hast mich (die ich den Blog führe) total missverstanden, wenn du meinst, ich würde die Menschen aufteilen in die Wissenden und die Unbedarften, in die Aufgeklärten, die reden dürfen, und die, denen man am besten den Mund verbietet. Das wäre ja dasselbe wie das, was gerade läuft. NEIN und noch mal NEIN! JEDER soll und muss sagen dürfen, was er denkt. Jede Meinung ist legitim. Wenn ich nicht überzeugen kann, dann schaue ich: woran hapert es. Vielleicht hat der andere Gründe, die ich nicht kenne? Ich werde ihn fragen. Und wenn er das Gespräch verweigert, nehme ich es ihm nicht übel, denn das ist sein gutes Recht, aber ich denke weiter nach: was ist es, was ihn dazu bringt, das Gespräch zu verweigern? Da habe ich es dann nicht mehr mit politischen Fragen zu tun, sondern mit psychologischen. Ich kann dann freilich nichts ändern, denn der andere verweigert ja das Gespräch. Aber damit muss ich leben und hoffen, dass er durch diese und jene Erfahrung selbst beginnt, seine Blockierung zu durchschauen und seine Ansichten zu überdenken. Vielleicht sucht er ja später auch wieder das Gespräch. Habe ich schon manchesmal erlebt (ich arbeite auch therapeutisch).

        Kurzum: Niemals werde ich Gedankenkontrolle ausüben, niemals jemandem den Mund verbieten. Nur sollte er auch niemand anderen absichtlich verletzen, beleidigen und bedrohen. Das würde ich auf meinem Blog nicht zulassen.
        Unter diesen Beingungen: herzlich willkommen auf meinem Blog.

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      • Ulrike Sokul schreibt:

        Liebe Gerda,
        gestern Nacht habe ich überdeutlich gespürt, wie wichtig es ist, den Anschuldigungen und Abgrenzungen gegen Dich zu widersprechen. Nicht, daß andere Ansichten zu verdammen wären, aber diese Freundschaftskündigungen, die ich hier miterlesenkonnte, fand ich unverhältnismäßig und überzogen.

        Auch ich habe schon einige freundschaftliche Verwerfungen erlebt und mußte erkennen, daß manche Menschen sich ihres „Verstandes nicht ohne Leitung eines anderen zu bedienen“ fähig oder willens sind, und sie zudem ein mir unverständliches normopathisches Konformitätsbedürfnis haben.

        Das ausgeprägte deutsche Schuldgefühl, von dem Du berichtest, teile ich mangels deutscher Vorfahren nicht oder jedenfalls nicht in dieser schmerzlichen Betroffenheit. Ich habe es jedoch in meiner Schulzeit (ich habe 1983 Abitur gemacht), in der das „Dritte Reich“ wirklich sehr, sehr, sehr ausführlich im Geschichtsunterricht dargestellt wurde, durchaus mitempfunden.

        Ich begrüße ebenso wie Du, daß die deutsche Untertanenmentalität nicht flächendeckend ist und daß sich Protest und Widerstand regt. In meinem persönlichen und kollegialen Umfeld steht die überwiegende Mehrheit, den Maßnahmen der Regierung kritisch-hinterfragend, selbstdenkerisch, mündig und ausgewogen informiert (d.h. sie sind gegenüber alternativen Medien aufgeschlossen und nehmen sie interessiert zur Kenntnis und erweitern ihren Blickwinkel) gegenüber.

        Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit wären Kennzeichen einer ECHTEN Demokratie. Doch gerade weil es keine freie, unabhängige öffentliche Debatte gibt und andere medizinische und wissenschaftliche Experten wahlweise totgeschwiegen, zensiert oder nur ÜBER, aber nicht MIT ihnen geredet wird, gehen die Menschen auf die Straße und demonstrieren.

        Es freut mich jedenfalls sehr, liebe Gerda,
        daß der Kommentar von Random sowie mein Kommentar Dir so wohlgetan haben, daß Du Deine Webseite nicht aufgibst und Deine musischen und mündigen Beiträge und Gedanken weiterhin mit uns teilst.

        In Zuneigung
        Ulrike

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  19. gkazakou schreibt:

    Noch einmal danke ich dir für deinen Zuspruch und deine laut geäußerte Zuneigung zur rechten Zeit von Herzen, Ulrike. Du hast diesen Blog und meinen Glauben an die menschliche Vernunft vorerst gerettet.
    Selbstverständlich sind andere Ansichten als meine immer sehr willkommen. Mein ganzes Anliegen war ja eine offene Debatte, um die verhärteten Fronten aufzulösen und der Strategie des divida et impera entgegenzuwirken. Leider hat es nicht geklappt, sondern ich stehe nun da als er eigentliche Bösewicht des Stücks: ohne Empathie, manipulativ, den verrücktesten Theorien Tor und Tür öffnend, den Nazis die Hand reichend, Feindin von Demokraten und Menschenfreunden … o, es sind ja 75 Kommentare, und der Anwürfe sind viele, ich kann sie hier gar nicht alle auflisten.

    Ich musste zwischendurch sehr an das Lustspiel „Kunst“ von Yasmina Reza denken, das ich vor Jahren in der Berliner Schaubühne sah – in fabelhafter Inszenierung und Besetzung. Ich habe mir buchstäblich in die Hosen gemacht vor Lachen. Nie in meinem Leben fand ich etwas soo zum Tränen Lachen komisch, als wie sich die drei Freunde mit geschliffenen Dialogen.entzweiten. Worüber? Über den Kauf eines überteuerten Bildes in Weiß. Der armseligste Wicht war natürlich der, der versuchte zu vermitteln. Den watschten die anderen beiden gemeinsam ab. Mit abgewatscht wurden die abwesenden Ehefrauen und die gesamte Vergangenheit ihrer Freundschaft, die nun als Farce erschien….

    O ja, das war Theater nach meinem Geschmack! Vielleicht gelingt es mir, ein ähnliches zu schreiben, indem ich mich an diesem Kommentarstrang entlanghangele?
    Sei von Herzen bedankt für deinen schönen Mut, Ulrike! Ich werde versuchen, meine Bitterkeit zu mäßigen, dir zuliebe. Gerda

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    • gkazakou schreibt:

      Eben fand ich noch ein Zitat von Yasmina Reza im Zusammenhang mit dem Stück: (Beriner Ensemble) „…Das Kunstwerk dient als Katalysator, mit dessen Hilfe Yasmina Reza auf psychologisch fein gezeichnete Weise die drei Männer, ihre Gefühle, ihre Befindlichkeit, ihre Freundschaft, ja ihr gesamtes bisheriges Dasein auf den Prüfstand stellt – eine wortgewandte Komödie über die Halbwertszeit von Freundschaften für ein furioses Schauspieler-Trio.

      „Lachen schützt, entschärft, erleichtert, rettet. Sinn für Humor zu haben, in der erhabenen Bedeutung des Wortes, also nicht nur über Witze zu lachen, sondern über sich selbst lachen zu können, ohne Tabu, und jederzeit von Lachen geschüttelt zu werden – das ist eine beneidenswerte Gabe. Wer sie hat, ist vom Schicksal oder von den Göttern gesegnet. Das Lachen stellt das Vertrauen in uns selbst wieder her, es erhebt uns über die Situation. Das Drama von ‚Kunst‘ ist ja nicht, dass sich Serge das weiße Bild kauft, sondern dass man mit ihm nicht mehr lachen kann. Wenn Sie mit einem Freund lachen können, dann können Sie alle möglichen Differenzen mit ihm haben. Sie können sogar schwarzweiß denken, bis zu einem gewissen Grad, wenn Sie über diese Differenzen lachen können, denn eine Freundschaft ist jenseits von Meinungen begründet. Wenn man nicht mehr lachen kann, gewinnt die Meinung die Oberhand, und es gibt nichts mehr jenseits von ihr.“ Yasmina Reza

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