Knapp erwischt! (Gecko-Winzling)

Ein Eintrag für ein schlechtes Foto? Nun, es handelt sich um ein Gecko-Foto, und diese Zwergdrachen haben nun mal meine besondere Sympathie. Sie bringen dem Glück, bei dem zu wohnen sie sich entschließen.

Heute rettete ich einen Gecko-Winzling, der sich am glatten Spülbecken abmühte und immer wieder abrutschte, mithilfe eines Löffels. Er entfloh in Windeseile und suchte Schutz auf meinem Oberarm. Bevor er ganz unter meinem Hemd verschwinden konnte, gelang ein Foto – die anderen Fotos zeigten nur Stücke von meiner Haut oder von der Bluse, aber keinen Gecko.

Wie klein er ist, erkennst du im Vergleich mit den Hautschuppen meines Arms und dem Gewebe der Bluse. Noch immer fühle ich die feinen kühlen Füßchen auf meiner Haut – dabei sind schon viele Stunden vergangen und ich war inzwischen schwimmen.

Lieber kleiner Drachen, mögest du einen sicheren Hafen finden!

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Hatschiputsch und Tarati unterwegs (Legebild und Fotocollagen)

„Hatschiputsch und Tarati“. Legebild aus Schnipseln von fünf verschiedenen Menschen.

„Komm“, spricht das windig-wässrige immer bewegliche Elementarwesen Hatschiputsch zu seinem zögerlichen Freund Tarati. „Lass uns dieses Atelier verlassen und die Welt besichtigen“.

Tarati, den freundlichen Bäumen und der Erde zugetan, fürchtet ein wenig den Überschwang seines Freundes. Genau gesprochen, ist es sein eigenes feuriges Temperament, das er fürchtet und das ihn zögern lässt. Würde er nicht, allzu heftig angeblasen, die schöne ausgetrocknete Erde in Flammen setzen?

Hatschiputsch aber schreit: „Ach was! Komm, Tarati! Zur Not lass ich es regnen! Auf gehts!“ und so kommen sie hinunter zur Bucht.

„Halt ein, Freund Hatschiputsch!“ mahnt Tarati, „treib es nicht zu wild! Die Felsen, das Haus, sie lieben die Ruhe!“

„Ach was“, schreit Hatschiputsch, bläst sich tüchtig auf und lacht. „Ich liebe das Rauschen und Toben der Wellen. Es gibt doch nichts Spaßigeres, als wenn sie weiß schäumen und spritzen! Komm her, probier es aus!“

Doch das ist nichts für Tarati. Wasser? O nein! seine schönen Schuhe, sein feiner Feuermantel! Sein güldenes Haar! Sie würden verderben!

„Ach was! “ schreit Hatschiputsch, und eh Freund Tarati es sich versieht, hat er ihn gepackt und über das Wasser getragen zu einem Schiff, das im Hafen ankert. Da steht Tarati nun steif wie ein Stock und ermahnt seinen wilden Freund, doch ja nicht zu blasen! Das Schiff würde schaukeln!

„Ach was!“ schreit Hatschiputsch. „Halt ein“ spricht Tarati. Und so gehts hin und her, bis der Abend kommt und der Himmel sich feurig färbt.

„So liebe ich es“, spricht Freund Tarati. „Hoch stehen wir über dem Land und schauen ruhig in die Weite. Da unten mag das Meer toben, doch hier oben säuselt nur ein feiner Wind. Auch er wird bald ruhen.“

Dem Hatschiputsch ists freilich zu trocken und viel zu still. Ach käme doch Regen! Und er kommt!! Er strömt vom Himmel, er rauscht, durchnässt die Welt. Tarati rettet sich grad noch rechtzeitig in ein unterirdisches Gewölbe.  Hier, nah am Herzen der Erde, fühlt er sich wohl. Aber Hatschiputsch, sein Freund? Draußen ist seine Welt, im Licht des Mondes glänzt sie hell und funkelt. „Tarati“, ruft er, „Komm! Was willst du hier unten? Die Treppe führt hinauf ins wahre Leben!“

Ich weiß nicht, wie sie ihr Problem gelöst haben. Beide sind ja liebenswert, beide haben recht. Können sie denn nicht zusammen wirken und glücklich sein? Sie sind ja Freunde!

Die Freundschaft von Hatschiputsch und Tarati – wie ist sie zu retten? Wer eine Idee hat, mag die Geschichte zuende schreiben.

 

 

 

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Hitze: Vier Aquarell-Federzeichnungen und ein Ausflug in Sprache, Mythos und Poesie (Neue Rubrik: deutsche Wörter griechischer Provenienz)

Während in Deutschland der Herbst Einzug hält, herrscht hier Sommerglut. Die Glücklichen, die weiterhin schwimmen gehen können (darunter ich), werden rarer.

Heute habe ich vier weitere Hitze-Bilder aus meinem Archiv* gezogen. Ich war, als ich diese Zeichnungen machte, erst ein paar Jahre in Griechenland, und ebenso lange befasste ich mich mit dem Zeichnen und Malen.  Die Siesta bot mir eine wunderbare Gelegenheit, schlafende oder tief ruhende Menschen zu zeichnen. Ich erinnere mich an die schwere Lethargie*, die alle Menschen nach dem Mittagessen erfasste, so dass sie hinsanken und am Boden oder auf einer Liege fast zerfließend, sich dem süßen Morpheus* anvertrauten.  

Die Zeichnungen sind in unserem damaligen Sommerdomizil, dem Häuschen meiner Schwiegermutter, entstanden.


Kleines Lexikon deutscher Wörter griechischer Provenienz

Vorbemerkung: Ab jetzt werde ich manche deutsche Wörter, die aus dem Griechischen entlehnt sind, ein wenig erklären: Etymologie, Bedeutungswandel, Assoziationshof etc. Dadurch wirst du nicht nur in die griechische Sprache und Denkweise eingeführt, sondern verstehst auch deine eigene Sprache tiefer.

Rückblick: Ich habe das auch früher schon oft getan, beesonders aber unter der Rubrik „Griechisches Alphabet des freien Denkens“, das ich im Wechselspiel mit Ulli Gaus Rubrik „Deutsches Alphabet zum mutigen Träumen“ entwickelte. Mein Alphabet begann am 8. Dezember 2016 mit Alpha https://gerdakazakou.com/2016/12/08/alphabet-des-freien-denkens-a-wie-anthropos/und endete am 15. Febraur 2017 mit Omega https://gerdakazakou.com/2017/02/15/griechisches-alphabet-des-freien-denkens.

Der Startschuss zu diesen Alphabeten, die ich weiterhin sehr lesenswert finde, fiel so: „Unter  https://gerdakazakou.com/2016/11/30/apropos-documenta/ kommentierte Ulli: Dein Alphabet in diesem Zusammenhang, liebe Gerda, ist so wahr und real, wie traurig- schon denke ich über ein Gegenüber nach, eins, dass von mutigen Träumen gespeist wird“. Das gefiel mir sehr, und so schlug ich vor: Du machst ein deutsches Alphabet zum mutigen Träumen und ich mache ein griechisches Alphabet zum freien Denken.

Nun aber zu den ersten zwei Wörtern griechischer Herkunft, die in meinem obigen Text eine Rolle spielen und im Deutschen gebräuchlich sind. 

*Lethargie

ist abgeleitet von λήθαργος (lithargos). 

Definition DWDS:

Lethargie f. ‘starke Schläfrigkeit mit Bewußtseinsstörungen, Schlafsucht’, als Krankheitsbezeichnung im 16. Jh. aus spätlat. lēthargia, griech. lēthargía (ληθαργία) ‘Schlafsucht’ entlehnt, aber erst seit dem 18. Jh. allgemein geläufig, vielfach in der übertragenen Bedeutung ‘Trägheit, Gleichgültigkeit, Teilnahms-, Interesselosigkeit’….

Wie so oft,  wenn wir zu den Sprachwurzeln hinabsteigen, stoßen wir auf Elemente der griechischen Mythologie: Lethe. Das ist das Wasser, von dem die Gestorbenen trinken, wenn sie ins Totenreich eingehen. Lethe, „das Verborgene“, symbolisiert das große Vergessen, das einsetzt, wenn du diese Erde verlässt. So wird dich nichts mehr an dein zurückgelassenes Leben erinnern, wenn du irgendwann wiedergeboren wirst.  „Die Seelen nun, denen das Fatum andere Leiber bestimmt, / schöpfen aus Lethes Welle heiteres Nass, so trinken sie langes Vergessen.“ (Vergil, Aeneis).

Α-λήθια (alethia, Wahrheit), das „Unverborgene“, wird dem zuteil, der im Totenreich nicht aus Lethe, sondern aus Mnymosyne (Gedächtnis) trinkt. Er ist der Wissende, der das Verborgene kennt, da er über alle Verkörperungen hinweg die Erinnerung behält. Der Titel von Paul Celans Gedichtsband „Mohn und Gedächtnis“ (1952) spielt auf  diesen Mythos an. Es ist eine Zeile aus dem Gedicht Corona (!).

 

*Morpheus

M-Orpheus ist der Gott des Träume, dem du begegnest, wenn Υπνος  (Hypnos, Schlaf –  vergl Hypnose) dich lebendigen Leibes auf die andere Seite bringt, so dass du lernen und dich von den Strapazen des Diesseits erholen kannst.  Auffallend ist die Ähnlicheit mit Orpheus, dem Helden, der in die Unterwelt hinabstieg, um seine geliebte Eurydike zurück ins Leben zu führen. Doch diese wandte sich zurück…

Im Deutschen kennst du das Wort vor allem als Morphin, dem aus Schlafmohn gewonnenen Rauschmittel, das Schmerzen betäubt und den Leidenden in einen Zustand süßer Lethargie versetzt. Μορφή (Morphe, Gestalt) ist dir sicher aus der Geologie als „Morphologie“ bekannt ist. Der Traumgott Morpheus ist der Vielgestaltige: jede Form kann er annehmen, wie du weißt.

Eine besondere Affinität hat Morpheus zu den Fledermäusen, in deren Gestalt er gern erscheint. Daran dachte ich heute Nacht, als ich schlaflos auf der nächtlichen Terrasse saß, während Fledermäuse blitzschnell an mir vorbeiflitzen, auf der Jagd nach Mücken, von denen es viele gab.

Anhänger des Orpheus-Kultes gaben ihren Toten eine Anweisung mit, darauf wurden sie gewarnt, sich gleich auf die Quelle der Lethe zu stürzen, um den Durst zu löschen. Nein, weiterschreiten sollst du zum Wasser der Mnymosyne und zu den Wächtern sagen: „Ich bin ein Sohn der Erde (Gaia) und des gestirnten Himmels (Uranos), aber mein Geschlecht ist himmlisch, das wisst ihr ja auch selbst. Aber ich bin ausgetrocknet vor Durst und gehe zugrunde; so gebt mir rasch das kühle Wasser, das aus dem Teich der Mnemosyne fließt….. Wenn du dann getrunken hast, darfst du den heiligen Weg gehen, den auch die anderen berühmten Mysten gehen….“ (R. Merkelbach, zitiert nach Wikipedia)

Vieles ließe sich zu diesem Wortpaar Lethagie-Morpheus weiterspinnen bis in unsere heutige Zeit …..

ZB warum es grad die Fledermäuse sind, die uns unsere heutige Krise beschert haben sollen.  Oder ist sie vielleicht doch eher ein Produkt unserer von Kunstlicht und Lärm durchsetzten Schlaflosigkeit, die uns von der heilenden Traumwelt und den Informationen des Jenseits abschneidet?

Siehe hierzu auch Ulli Gau, und den Liedtext von Simon & Garfunkel: In restless dreams I walked alone …

Und nun noch ein Link: Paul Celan liest sein Gedicht „Corona“.

Paul Celan – Corona

 

Aus der Hand frißt der Herbst mir sein Blatt: wir sind Freunde.

Wir schälen die Zeit aus den Nüssen und lehren sie gehen:

die Zeit kehrt zurück in die Schale.



Im Spiegel ist Sonntag,

im Traum wird geschlafen,

der Mund redet wahr.



Mein Aug steigt hinab zum Geschlecht der Geliebten:

wir sehen uns an,

wir sagen uns Dunkles,

wir lieben einander wie Mohn und Gedächtnis,

wir schlafen wie Wein in den Muscheln,

wie das Meer im Blutstrahl des Mondes.



Wir stehen umschlungen im Fenster, sie sehen uns zu von der Straße:

es ist Zeit, daß man weiß!

Es ist Zeit, daß der Stein sich zu blühen bequemt,

daß der Unrast ein Herz schlägt.

Es ist Zeit, daß es Zeit wird.

 

 

 

 

 

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Hitze (Ölskizze)

Diese Ölskizze auf Leinwand machte ich vor ein paar Jahren. Sie drückt ganz gut den jetzigen Zustand aus.  Drum habe ich sie noch mal fotografiert. Zu heiß für September.

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Aus der Gluthitze ins gleißende Meer

Es ist extem heiß und stürmisch – brandgefährlich. Ein kleiner Brandherd hier in der Nähe konnte zum Glück schnell gelöscht werden, die Löschfahrzeuge hatten keinen langen Anweg, und so blieb es beim Schreck. Aber wielange noch? Die Gluthitze ist so stark, dass ich das Eisengeländer hinunter zur Bucht nicht anfassen konnte.

Ich brauchte unbedingt eine Abkühlung, kämpfte mich erfolgreich durch die Brandung und lachte, geschaukelt vom Meer. Über mir (über mich?) lachte auch der immer blaue Himmel.

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Dieses Video existiert nicht

 

 

 

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Personnage a la distance (Legebild)

Vielleicht kennst du Miros großes Bild „Personnages Oiseaux“? Daran musste ich denken, als ich heute in einer Pause mit den Schnipseln herumspielte, die von diversen SchenkerInnen und mir selbst auf der Arbeitsplatte lagen.

Diese „Leute“ sind freilich keine Vögel, vielmehr gehören sie verschiedenen Gattungen an, darunter auch Hybride.

Da wir in besonderen Zeiten leben, habe ich sie ein wenig auseinander gerückt.

Eine Gute Nacht wünsche ich allseits! Und das Lächeln nicht vergessen!

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Jürgens Schnipsel beginnen zu erzählen: Alt-Chinesisches (rebloggt)

Weils so schön war, mit den Schnittresten zu spielen, die Jürgen Küster mir vor zweieinhalb Jahren spendete,  und weil ihr nicht alle diese Arbeiten kennt, habe ich noch eine der alten Geschichten herausgesucht.  Ann Christina interpretierte sie als eine „Parabel des Erwachsenwerdens“. Das gefiel mir.

Jürgen verabschiedete sich vor ein paar Tagen von meinem Blog, weil er „als Demokrat und Menschenfreund“ keinen Gefallen mehr daran finden könne. Ich hatte gegen mir unbekannte Gesetze verstoßen, was zu meiner Ausstoßung aus der Gemeinschaft der Demokraten und Menschenfreunde führte. Ich bedaure das natürlich, fühle mich aber nicht wirklich angesprochen. Manche von euch werden das wieder anders sehen.

Nun, möge die Geschichte für sich sprechen.

(Beim Re-Bloggen gab es eine Fehlschaltung, also musste ich per Hand kopieren. Die damaligen Kommentare findet ihr unter dem Originaleintrag).

Jürgens Schnipsel beginnen zu erzählen: Alt-Chinesisches

(ursprünglich veröffentlicht am 23. Januar 2018)

Nach den morgendlichen Fingerübungen fangen die Schnipsel tatsächlich an, mir Geschichten zu erzählen. Da das Ausgangsmaterial von Peter Maschke stammt, der gern und viel reiste (so schrieb mir Jürgen), wundert es mich nicht, dass es mich heute beim Legen nach China verschlug.
Das erste Bild erzählt von einem traditionellen Chinesen und seiner fleißigen Haushälterin (Tochter, Ehefrau?). Sie putzt das Bad, macht die Betten, bügelt seinen Pyjama, während er, seine Pfeife rauchend, die Arbeit überwacht.

Dann ändert sich die Geschichte. Der Alte bleibt in seiner Ecke hocken, aber die Frau wird zum Kind. Eine Krücke zeigt: es kann nicht gehen. Es lässt einen Drachen steigen und träumt sich in die Freiheit.

Der Drachen wandelt sich in ein Zauberwesen, das seine bewegliche Zauberkraft auf das gelähmte Mädchen richtet. Der alte Mann löst sich auf, zurück bleibt nur seine Pfeife.

Und siehe da! Das Kind stellt sich auf seine Füße, es kann gehen! Ein Vögelchen setzt sich zu der Pfeife, ist wohl der Großvater, der nun nicht mehr in seinem Eckchen sitzt und raucht.
Die Bild-Qualität ist leider miserabel, denn ich hatte schlechtes Licht und hab mich verrenkt, um beim Fotografieren keinen Schatten zu werfen. Ich hoffe, du goutierst die Geschichte auch so.

 

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Pasiphae und der Stier, Minotaurus (Jürgens + Peters Schnipsel)

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Ursprünglich veröffentlicht auf GERDA KAZAKOU:
Schatten –  Licht sichtbar – unsichtbar, verborgen, bekleidet Das sind die polaren Begriffe, die ich aus Jürgen Küsters bzw Peter Maschkes Material herausgelesen habe und um die meine Fantasie nun kreist. Dabei entstand…

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Skizzen von unterwegs (tägliches Zeichnen)

Den schönen Monat September möchte ich mit ein paar Skizzen einläuten. Nichts besonderes freilich, sondern eben das, was mir nebenher zu kritzeln möglich war. Es ist hier immer noch sehr heiß, und dem Tatendrang sind enge Grenzen gesetzt. 

Bis auf die Wasserflasche, die ich auf unserem nächtlichen Balkon zeichnete, handelt es sich um Skizzen in zwei Tavernen.

Zwei Bearbeitungen mögen den Eintrag abrunden.

 

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Montag ist Fototermin: Kleine Beobachtungen (7) an einem Stein im Wasser

Ich lese, dass im Norden und in der Mitte Europas die Hitzewelle vorbei ist. Hier hält sie unvermindert an. Da ist es ein Hauptvergnügen, ins Meer zu steigen. Ich gehe meist schon morgens, vor dem Frühstück. Da ist das Wasser sehr hell, durchsichtig und klar, und kleine „Piranhas“ schwimmen herum, bereit, dein Bein anzuknabbern, falls du es nicht bewegst. Gar nicht so leicht, sie im leicht bewegten Meer mit dem Iphone zu erwischen.

Ha, da ist ja ein recht eindrucksvolles Exemplar hängen geblieben!

Trotz der „Piranhas“ blieb ich bewegungslos im Wasser stehen.  Wie sieht es mit den Schatten aus, die die Dinge werfen, auch wenn sie im Wasser liegen? Wird mein Schatten den ihren auffressen? Wird sich dann die Plastizität des Steins verlieren, und zurück bliebe nur eine flache Scheibe? Versuch macht klug.  

Schön ruht er da, von der Morgensonne beschienen,  mitsamt seinem Schatten am Boden, während die regenbogenfarbigen Wellen darüber hinspielen. Mein Fuß (links im Bild) und das zugehörige Schattenbein nähern sich langsam dem Versuchsstein. Blau und weiß gestreift  sieht er nun aus.

Jetzt hat mein Körperschatten ihn erreicht. Einen Eigenschatten hat er nun nicht mehr, und er ist einfarbig blau geworden. Wie der Himmel da oben.

Aber ist er zur Scheibe geworden? oder zum Loch im Schattenbein? Oder sehe ich ihn immer noch als dreidimensionalen Stein, den ich gleich aufheben und weiter ins Meer werfen werde?

 

 

 

 

 

 

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