Tägliches Zeichnen: die Bucht, die Küstenfelsen

Heute abend, nun wieder allein, weihte ich einen neuen Skizzenblock mit zwei Zeichnungen ein.

Das Meer, leicht bewegt, läuft hier auf einen Kieselstrand auf. Die Bucht wird durch einen Felsriegel abgeschlossen. Eine abgestorbene Tamariske und ein Mensch bilden den Vordergrund. Die charakteristische Reihe von Pinien, die die Steilküste krönt, musste mit aufs Bild. Ich benutzte daher die Doppelseite des aufgeklappten Skizzenbuches und erhielt so ein quadratisches Format.

 

 

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Montag ist Fototermin: Anrollendes Silber

Kennst du das? Am Horizont glitzert und funkelt in schmaler silberner Streifen,  der Streifen verbreitert sich, kommt auf dich zugerollt, langsam, unwiderstehlich, und schließlich tanzen Funken auch auf den ufernahen Wellchen? Der Zauber ist kaum zu beschreiben. Und natürlich auch nicht im Foto festzuhalten, denn es ist die Bewegung, dies Herannahen des Lichts, das bezaubert. Ich habe es dennoch versucht.

In der Ferne der Silberstreifen…

Das Licht herangezoomt

Jetzt nah, durch den Zaun gerahmt:

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Gemeinsam Zeichnen (2): im Garten und bei Babis am Meer

Auch heute, Sonntag, haben meine Besucherin Efi und ich Zeit gefunden, um ein wenig zu zeichnen. Es begann gleich am Vormittag im Garten. Von unseren Plätzen aus hatten wir einen unterschiedlichen Blick auf den Mann, der am Gartentisch saß und las.

Effi sah ihn durch das Gezweig des Aprikosenbaums hindurch….

während er für mich in der Beugung eines Olivenstamms sichtbar wurde.

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Mittags machten wir uns auf den Weg zur idyllischen Fischtaverne Babis, wo auch Asteria zu Hause ist, von der ich im vorigen Blogbeitrag erzählte. Hier zeichneten wir uns gegenseitig. Ich machte dann noch eine zweite Skizze vom Meer mit den Badenden. Die vor Ort gemachten Fotos der Zeichnungen sind stark blaustichig und wie schon Asterias Bilder mit Sonnentalern bedeckt.

Meine beiden Zeichnungen habe ich dann noch mal zu Hause fotografiert. Die runde Scheibe über Efis Haupt ist KEIN Heiligenschein, sondern eine am Baumstamm befestigte Tischplatte. Zum Vergrößern bitte anklicken.

 

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Kunst am Sonntag: Asterias Werke

Asteria ist ein recht wildes dunkellockiges Kind, das sich aber beim Zeichnen sehr gut konzentrieren kann. Heute traf ich sie, wie sie vorgedruckte Bilder mit Buntstiften  ausfüllte, und ich war ein bisschen enttäuscht. Denn ihre Originalzeichnungen fand ich so großartig. Die liegen nun allerdings  schon zwei Jahre zurück, und inzwischen ist sie wohl schon in der Schule. Dort wird den Kindern das freie Zeichnen meist ausgetrieben.

Dies also waren ihre Zeichnungen vom Mai 2019.

Und heute? Zum Glück zeichnet sie immer noch, wie mir ihre Mutter mitteilte und auch gleich das Zeichenheft herbeibrachte. Die meisten Seiten waren leer, aber das, was da war, erfreute mein Herz. Ich fotografierte es im Schatten der Bäume – und so sind sie mit Sonnentalern bestreut. Ich finde, das schadet ihnen nicht, sogar im Gegenteil. Denn Asteria liebt die Unterwasserwelt, vielleicht weil ihr Vater den Otapus und so manchen Fisch für die Taverne selber jagt.

Leider war die kleine Künstlerin nicht geneigt, mir ihre Bilder auszulegen. Und so überlasse ich es euch beziehungsweise euren Kindern und Enkelkinder, sofern vorhanden, die Geschichten dazu zu erfinden. Zum besseren Sehen bitte anklicken.

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Gemeinsames Zeichnen – drinnen und am Meer

Wir haben Wochenendbesuch von einer befreundeten Malerin aus Athen, Efi Soutoglou heißt sie. Es machte Spaß, endlich mal wieder gemeinsam zu zeichnen. Efi probierte meine Kugelschreibertechnik aus – normalerweise zeichnet sie mit Bleistift – und war sehr davon angetan. Später aquarellierte sie auch, aber ich blieb beim Zeichnen – sofern wir nicht im noch kalten Meer schwammen, in der Taverne speisten, und später in einem Cafe direkt am Abendmeer einen Tee tranken.

Vormittags eine schnelle Skizze im Wohnzimmer

Mittags am Strand

Abends am Hafen von Kitries. Efis Aquarell…

Efi Soutoglou, Am Hafen von Kitries, abends 5.6.2021

meine Zeichnungen (bitte anklicken)

Gerda Kazakou, Am Hafen von Kitries, Abends, 5.6.2021

 

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Abendgruß aus der Mani

Froh, wieder hier zu sein…

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Stiftergebäude, Teilansicht (tägliches Zeichnen), Wiedehopf und Pflanzenfotos

Zu meiner heutigen Abendrunde nahm ich einen großen Zeichenblock mit. Auf der Rückseite des Stiftergebäudes, dessen imposante Vorderfront ich an den drei vorhergehenden Abenden in verschiedener Beleuchtung fotografierte, …

Hinter dem Gebäude also fand ich einen dicken umgefallenen Baumstamm, der bequem zum Sitzen war und einen freien Blick auf eine Ecke des Gebäude erlaubte.

Die Abendröte ahmte ich durch digitale Bearbeitung nach.

Bei Dunkelheit dürfte es sich etwa so darstellen:

Übrigens hüpfte auf der trockenen Wiese neben mir ein Wiedehopf herum und suchte nach Speisen. Näher heran konnte ich ihn nicht zoomen.  Aber ich freute mich, diesen seltenen Vogel zu entdecken.

Auch sonst gab es Hübsches zu entdecken, zB die  putzigen Zapfen des Thuja occidentalis, auch Amerikanischer Lebensbaum genannt

dieses prächtigen Rhododendron-Gebüsch

oder die köstliche kreisförmige Doldenblüte, deren Namen ich mir nicht merken kann.

 

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Der große und der kleine Krug (tägliches Zeichnen)

Keine Kochtöpfe heute. Ich stellte einen bepflanzten Krug auf den runden Balkontisch,  dazu meine Eulentasse, die als kleiner Krug durchgehen mag. Eine vertrackte Perspektive.

„Der große und der kleine Klaus“, dachte ich, während ich zeichnete, und so wurde der Große allzu hoch, der kleine allzu schlaubergerisch. Du kennst das Märchen nicht? „Es lebte einmal ein Großbauer, dem gehörten vier Pferde, und ein Kleinbauer, der hatte nur eins….“ . Hier bin ich mit dem Rotstift ins Bild gefahren, um die zeichnerischen Fehler anzuzeigen.

Und machte gleich noch zwei Skizzen im kleinen Block, um die Form des großen Krugs und des runden Tisches zu finden.

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Akanthos (Bärenklau)

Der Akanthos blüht jetzt überall. Vor zwei Jahren stellte ich ihn schon mal vor (hier), zusammen mit vielen anderen Juniblühern.

Diese besondere kraftvoll-schöne Pflanze hat eine ehrwürdige Bedeutung in der griechischen Baukunst und findet sich bis in die heutige Zeit als Schmuckelement, zB an einer ollen Eisentür in einem abgelegenen Dorf wie hier.

In meiner Wohnstraße gibt es einen bewaldeten Hang, der um diese Zeit zu einer blühenden Akanthus-Wiese wird.

Akanthus hat raffinierte Blüten, die ihr kostbares Dessou unter violetten Decken verbergen…

Aber nicht sie waren es, die den Ruhm des Akanthos begründeten. Das waren die sehr kräftigen Laubblätter.  Sie bildeten das Schmuckornament des Korinthischen Säulenkapitells.

Akanthos-Ornament

Wenn du bei Wiki schaust, findest du etliche Darstellungen, zB die obige (Bildangabe: Von Dmicha (Diskussion) 09:41, 26. Dez. 2013 (CET) – Eigenes Foto in Side/Türkei, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37350155). Oder schau bei Heraldik Wiki.

Warum das Blatt diese rühmliche Behandlung erfahren hat, wusste ich nicht, aber wozu gibt es internet? Ich schaute also nach (hier) und fand, dass der Akanthus Unsterblichkeit symbolisiere. In der christlichen Romanik hätte man daher Reliquienschreine damit dekoriert, sollten doch diese besonderen Knochen bei der Zweiten Erscheinung Christi in die Ewigkeit eingehen (auferstehen).

Merkwürdigerweise aber symbolisieren die Blätter auch etwas ganz anderes, ja geradezu Entgegengesetztes, nämlich „das Eingeschlossen- und Verstricktsein des Menschen in den ungerichtet wuchernden pflanzlichen Bereichen“ ( (hier) .

Wo zwei  entgegengesetzte Interpretationen nebeneinander existieren können, darf es auch noch eine dritte und vierte geben. Und so lasse ich mich belehren, dass (a) griechische und römische Grabstelen mit diesem Symbol verziert wurden – wegen der Ausdauer der Pflanze und wegen ihrer Heilkräfte

Weiße Lekythe im Kerameiko-Museum Athen, Akanthos-Symbol am Deckel

und (b) in christlicher Deutung „Streben nach äußeren Reichtümern, die Sinnenlust, die Vergnügungen dieser Welt und seine fleischige Blätter die Sünden des Fleisches“ (hier).

Was lässt sich noch Rühmliches über diese Pflanze sagen? Es sei eine Heilpflanze, helfe gegen innere und äußere Entzündungsprozesse, Verstopfung, wirke auf die Galle … Interessiert es dich? Dann schau mal hier  oder noch besser hier, ein breit informierender  Artikel, darin: der berühmteste Arzt der Antike „Dioskorides empfahl eine Abkochung von Akanthuswurzeln und Blättern einzunehmen bei Diarrhöe, Blasenentzündung, Katarrh; die Pflanze gequetscht alsPflaster auf Verbrennungen, Furunkeln…“

Und mir wächst diese Wunderpflanze gleich in ganzen Wiesen zu? Ich habe sie zwar immer schon bewundert, aber ihre heilenden Kräfte waren mir bis eben unbekannt.

Neu belehrt, schaute ich in mein Fotoarchiv und freute mich, die oben abgebildete „weiße Lekythe“ und eine dunkelgrundige Urne vom antiken Friedhof Athens, dem Kerameiko zu finden, deren Deckel mit dem Akanthos-Symbol geschmückt sind.

schwarzgrundige Urne, Kerameiko Museum, eigenes Foto

 

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Guten Abend, gute Nacht! Himmelsdramatik.

Gestern und heute – zur selben Stunde, nämlich um Viertel vor neun Uhr abends – gelangte ich auf meiner Abendrunde zu den „Propyläen“ (dh dem Stiftungsgebäude des Syngrou-Waldes).

Gestern lieblich:

Heute strenge Kontraste.

Am Himmel spielt sich ein Drama ab, das ich in Fotos festzuhalten suche. So sieht es gegen acht Uhr aus, als ich Richtung Syngrouwald loseile.

Im Syngrou angekommen: Vorne die „Wurzelmännchen“, jetzt schön im Laub stehende Weinreben. Durchblick auf Zypressen und in der Ferne das Gebirge Parnitha.

Der Himmel hellt sich auf.

Die weiten Flächen mit trockenem Gras sind ordentlich gemäht – eine notwendige Brandschutzmaßnahme.

Jetzt verdüstert sich der Himmel, und die Felder leuchten ockergold auf.

Die Düsternis nimmt zu.

Stark die Kontraste, weißgelb leuchtet das Gebäude im Abendlicht.

Ein Durchblick auf die Stadt in der Ferne.

Ein paar schwere Tropfen fallen. Im Osten blitzt es. Mehr wird es nicht. Wald und Gras beginnen zu duften. Hier noch mal ein Blick gen Westen

Gen Osten ist der Himmel rot  – eine Art  Ziegelrot, unglaublich gegen das helle Blau des Himmels.

Anderthalb Stunden dauert diese Strecke zu Fuß. Jetzt bin ich fast schon wieder zu Hause. Das Drama geht zu Ende. Ein letzter Himmelsgruß gen Westen. 9.17 Uhr Sommerzeit.

Guten Abend, Gute Nacht!

 

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