Kochtöpfe (tägliches Zeichnen) / Nachschlag zum Mai

Ich bin ein ungeduldiger Mensch und daher eine schlechte Köchin. Es scheint mir verlorene Zeit, so wie heute eine dreiviertel Stunde aufzupassen, dass die Artischocken a la Polita nicht anbrennen. Um der Warterei einen Sinn zu geben, fing ich an, die Kochtöpfe zu zeichnen. Gar nicht so einfach!  Zwei Zeichnungen machte ich auf einem sehr kleinen Block.

Bei der ersten liegt ein größerer Deckel quer im Bild…

 

den räumte ich dann für die zweite Skizze weg. Dass ich zwischendurch fleißig umrührte, wird durch den hölzernen Rührlöffel bewiesen.

Für die dritte Zeichnung nahm ich mir Zeit und einen großen Block. Ich wollte den vielfältigen Spiegelungen auf die Schliche kommen. Denn nicht nur Kinopaläste fangen Welten ein.

Das Essen schmeckte mir übrigens vorzüglich.

 

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Montag ist Fototermin: Letzter Spaziergang im Mai

Zusammen mit einer Nachbarin, Freundin und Malerin drehte ich auch heute abend im Syngrouwald meine Runden. Das weitläufige Gebiet nicht weit von unserer Wohnung ist von einer hohen Mauer umgeben. Ein paar Türchen gestatten den Zugang, es sei denn, es sind sehr feuergefährliche Tage. Dann bleiben die Türen geschlossen.

Heute war ein bedeckter, schwüler Tag, Regen gab es nicht, leider, und so war auch die originelle Vogeltränke – in den schalenförmigen Blättern der Sonnenblume sammelt sich das Wasser –  knülltocken.

Am Abendhimmel verschwebten die letzten rosa Wolken und ließen die Pinien und gewaltigen Zypressen dunkler …

und den einstigen palastartige Sitz des Stifters Syngros festlicher erscheinen.

Und so ging auch dieser Mai in Schönheit.

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Montags ist Fototermin: Kinowelten – Spiegelwelten. „Ein verborgenes Leben“

Ein Kinopalast von Maroussi spiegelt den Himmel…

spiegelt sich selbst….

ist nur leere Hülle. Die letzte Anzeige  …

ist vom Februar 2020. Damals blieb die Zeit stehen. Der Film trägt den Titel „Ein verborgenes Leben“ – Damals verschwand das Leben von der Bildfläche, zog sich zurück in geheime Nischen. „A hidden life“ von Terrence Malick.

Zu gern hätte ich den Film des enigmatischen Filmemachers gesehen. Stattdessen muss ich fast wehrlos die unermüdliche Propagandamaschinerie absurd schlechter Regisseure über mich ergehen lassen.

Der offizielle Trailer des Films: https://youtu.be/qJXmdY4lVR0.

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Tägliches Zeichnen am Wasser und auf dem Balkon

Viel habe ich nicht gezeichnet, seit ich wieder in Athen bin. Anderes stand an. Aber ab und an fand sich doch ein Kugelschreiber und ein Block, so gestern, als wir in einem Cafe am Strand von Kalamos saßen und einen Kaffee tranken. Was auf dieser Skizze drauf ist, brauche ich wohl nicht zu erklären: ein zusammengeklappter und zwei offene Sonnenschirme, letztere zu einem anderen Cafe gehörend, darunter ein paar Leute, dahinter ein paar Bäume, vorne links eine Schöne auf einer Liege und eine leere Klappliege, noch weiter links ein Stück Meer und die Kulisse der Halbinsel Euböa. Und ganz vorne? Zwei Rückenlehnen von Kaffeehausstühlen. Alles klar? Sieht man doch, oder?

(Das Bild ist ganz nach unten gerutscht, hols der Teufel. Ich kriege es nicht hin, es hier einzufügen)

 

Die windbewegten Palmen, dazwischen eine Umkleidekabine aus Stoff, dahinter geparkte Autos und Geschäfte waren mein zweites Motiv:

Ich mag ja solche schnellen Skizzen als Erinnerungsstützen weit mehr als Fotos, aber nicht immer ist es möglich. Auf dem Balkon war es dann auch nicht nötig, schnell zu zeichnen. Also machte ich eine größere und sorgfältigere Zeichnung vom Pflanzen-Sammelsurium auf dem Balkontisch.

Und dann auch noch zwei kleine Skizzen vom selben Motiv, erst als reine Umrisszeichnung …und dann ein anderer Bildausschnitt mit einer zum Kerzenständer umfunktionierten Vase.

Als Foto sieht das Motiv so aus:

 

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Ausflug zum Amphiareion bei Oropos

Herrlich blauer Himmel, Wind. Eine Freundin und ich machen uns auf den Weg zum Amphiareion – einem antiken Heilort. Mehr kannst du hier nachlesen.

Das waldige Gelände ist fest umzäunt, am Eingang werden Eintrittskarten verkauft. Aber sonst ist es wie in vielen antiken Stätten des Landes: du kannst gehen und wandern, wie du willst, kannst dích auf uralte Steine oder auch in den Theatersessel des römischen Diktators Sulla setzen, dem dieser Platz besonders gut gefiel (über Sulla kannst du hier nachlesen).

Was mich an diesen antiken Stätten reizt, sind die meist zauberhafte Lage in der Landschaft und das Ineinandergreifen von Natur und Menschenwerk. Das Amphiareion  liegt im Osten Attikas in einer waldigen Senke, die durch eine Quelle und ein Bächlein belebt wird. An heißen Tagen wie heute versteht man, dass solche Quellen heilige Stätten waren. Inmitten einer von der Hitze ausgelaugten Landschaft blinkt und glitzert das Wasser, Oleander blüht rosa, und Platanen wachsen vielstämmig in Himmelshöhen.

Wo das Wasser nicht hinkommt, herrscht trockene Sommerhitze. Im ockerfarbigen Gras die alten Steine, in der Nase der Duft von Pinien und trockenen Kräutern.

 

Der Gegensatz zur Küste, die wir nach kurzer Fahrt erreichen, könnte nicht größer sein. Herrschten im Heiligtum Stille, Hitze und leises Gluckern der Quelle, so weht hier ein frischer Wind, an der stark befahrenen Strandstraße hat eine Taverne neben der anderen geöffnet, auf dem schmalen Strandstreifen wimmelt es von Sonnenbadern. Wir suchen außerhalb des Ortes einen ruhigeren Platz auf, um zu schwimmen. Doch finden wir das Meer dreckig. Wir sind halt verwöhnt, Wasser wie in unseren Mani-Buchten findest du nicht in Attika. Also bleibt es beim Sonnenbaden, bis der Wind stärker und das Meer fast schwarz wird.

Starker Wind und Strömung – es gibt hier zwischen der Ostküste Attikas und Euböa die merkwürdige Erscheinung von Ebbe und Flutt im 6-Stundenwechsel – reinigen das Meer zwar, aber wir mischen uns nun lieber unter die Speisenden.

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Ein Gedicht für Ursel (abc-Etüden)

 

Halbautobiographische Kata-Strophen für Christianes abc-Etüden, mit Wörtern, die Bernd von https://redskiesoverparadise.wordpress.com/ spendete.

„Tür zur Erinnerung“. Spiegelungen auf verglastem Gemälde

 

Für Ursel

„In den Baracken

Das sind doch Polacken“

So hörte ich sagen

Mir schlugs auf den Magen.

Ich war noch ein Kind

Doch ein Kind ist nicht blind

Es ist auch nicht taub

Und hört, mit Verlaub,

Was ihr hervorbringt an Sätzen

Die schrecklich sind und ätzen.

 

Ich mochte das Lager im Westen

Die Menschen warn mir die besten.

Sie sprachen ganz anders, als die aus dem Städtchen

Und herzlich verliebt war ich in ein Mädchen

Das hatte Rehaugen und bräunliche Locken

Mit der wollt ich immer zusammenhocken

Und ihre Karnickel füttern mit Gras

Und die Murmeln teilen, manche aus Glas.

 

Die Mutter von Ursel, die machte uns Tee

Aus Brennnesselsamen, vielleicht auch aus Klee

Der war meistens lau und schmeckte erbärmlich,

Doch anderes gab΄s nicht, sie waren halt ärmlich.

Arm waren wir auch, jedoch unser Haus

Sah immer gebohnert und proper aus.

Warum sie nicht in Häusern wohnten

Mit Möbeln, die die Leute schonten,

Was ihnen widerfahren war

Das war als Kind mir nicht recht klar.

 

Mir wars egal, ich liebt’  die Leute

Und so erinner’ ich mich heute

An wildes Spiel und manches mehr,

Es ist schon lange lange her.

Ob Ursel lebt, das weiß ich nicht,

Doch widme ich ihr dies Gedicht.

 

Kinderspiele im Barackenlager. Malerei-Legebild-Collage

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Impulswerkstatt 4: Komische Vögel

https://laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com/2021/05/03/einladung-fur-die-impulswerkstatt-mai/

Dieses letzte Bild von Myriades Mai-Einladung verbindet sich für mich irgendwie mit dem eher sinistren Faktum der Rivalität zwischen Lebewesen. Als ich Petras Beitrag über die Kormorane sah, die erst zur Ruhe kommen, als sie die Rangordnung unter sich geklärt haben, sah ich mich bestätigt.

Also wollte ich mit den Schnipseln, die ich hier in Athen vorfand – das letzte Bild lag nach sechs Monaten immer noch ordentlich auf seiner Unterlage ….

1. November 2020, Abschied vom Oktober

–  ein Bild legen, dass mich mit der Stimmung von Myriades Foto verband.

Das Ergebnis:

Da hocken ein paar komische bunte Vögel jeder für sich auf einem Stein. Herangeschwebt kommt ein Artgenosse, für den es keinen freien Stein gibt. Über allem steht ein Stern, der mich an irgendwas erinnert.

Was wird geschehen?

Auf dem höchsten Felsen hockt ein großer schwarzer Vogel. Der sieht dem nun sicher einsetzenden Gerangel unter den Bunten mit größter Seelenruhe zu. Denn seine Position  ist gefestigt. Und wenn die Bunten schreien: wir sind viele, wir sind mehr, wir sind das Volk?! Was gehts ihn an. Sie werden sich untereiander streiten, bis die Federn fliegen.  Sollen sie. Es amüsiert ihn. Jedenfalls ein bisschen.

Aber natürlich kannst du die Szene auch ganz anders auslegen.

 

 

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Zimmerreise: K wie Kugel, Krimskrams, Kasten, Kuba, Kinkerlitzchen, Kunst, Kitsch, Kerzen

Einladung zu den Zimmerreisen 05/2021

O je, nein! K ist ein extrem reicher Buchstabe! Soll ich wirklich all das,  was ich da oben aufgelistet habe,  in diesen Blogbeitrag packen? Am besten, ich fange von hinten an, bei den Kerzen, denn sie stehen in Resonnanz mit den zuvor aufgesuchten Kabeln, und sehe dann, wohin mich die Reise führt.

Wieso stehen Kerzen mit Kabeln in Resonnanz? Weil sie Licht spenden, wenn der Strom mal ausfällt. Was er gelegentlich tut. Und dann sind die Kabel nichts als tote Würmer, und die Kerzen treten in Funktion. Gelobt sei der Haushalt, der solche hat.

Ich saß also gestern abend auf dem nächtlichen Balkon, den Vollmond zu betrachten, der gegen Mitternacht nicht wie sonst über den Bergrücken des Taygetos, sondern über das Nachbarhaus stieg. Denn wir sind gestern nach sechs Monaten Abwesenheit wieder in unserer Athener Stadtwohnung eingezogen, für ein paar Tage nur, aber Zeit genug, um auch hier eine Zimmerreise zu veranstalten.

Eine Kerze fand sich, ein provisorischer Kerzenständer auch. Hier siehst du sie vor dem Kasten, den ein serbischer Flüchtling – damals, als die Bomben über Belgrad niedergingen, kamen viele nach Griechenland – zimmerte, damit wir unsere Waschmaschine dahinter verbargen. Der Kasten müsste sicher mal wieder gestrichen werden, denn mehr als 20 Jahre steht er nun schon da. Eigentlich war dieser serbische Freund ja Lehrer und Puppenspieler (kouklos = Puppe), ein paar der komischen Ungetüme, die er fabrizierte, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, zieren immer noch unsere Bücherregale und stauben vor sich hin. Kunst? Kitsch? Krimskrams?

Apropos Flüchtlinge: in einem anderen Regal, gleich hinter mir, steht eine Kunstkarte, die ich sehr liebe: sie zeigt eine Flüchtlings-Installation der mexikanischen Künstlerin Helen Escobedo. Die Installation entstand viele Jahre, bevor das Flüchtlingsthema in Deutschland plötzlich aktuell wurde, um ebenso schnell wieder in Vergessenheit zu geraten. Für Helen blieb es freilich immer aktuell.

Gleich neben dieser Karte steht das handgemalte Konterfei eines sehr bekannten Kubaners. Womit sein markantes Profil wohl beleuchtet wurde?

Wo war ich doch gleich? A ja, bei der Kerze, die ich auf dem Balkon angezündet hatte. Eine etwas klägliche Kerze. Ähnlich schwächliche Dinger habe ich hier gezeichnet:

Auch Kohleskizzen von  Kerzen finden sich im Dossier.

oder sorgfältig ausgeführte Stillleben, wie dieses zu Weihnachten 2018, wo die Kerze als bescheidener Lichtgeber figuriert.

Noch aber ist der Kreis nicht geschlossen – weder der des Jahres…. noch der des Buchstabens K. Der möchte sich sich noch zur Kugel runden, bevor er ins Alphabet zurücksinkt.  Eine solche Kugel steht nun gerade vor mir. Das durch dünne Gardinen gedämpfte Tageslicht sammelt sich in seinem blasigen Glaskörper…

und wirft ein Spiegelbild des Raums, in dem ich sitze, auf die gläserne Abdeckung meines Schreibtisches.

Als Zeichnung kannst du sie hier betrachten. https://gerdakazakou.com/2019/11/19/dinge-ans-licht-heben-10-glaskugel/

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Wäsche auf der Leine (Impulswerkstatt)

https://laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com/2021/05/03/einladung-fur-die-impulswerkstatt-mai/

Das Herausfordernde dieses Fotos von Myriade sollte für mich, geborene Stierin, eigentlich das rote Tuch sein.  Doch so sehr es mich auch anlacht – es bringt mich nicht auf achtzig, ganz im Gegenteil. Es bringt mich auf fünf oder zehn, höchstens auf zwölf Jahre.

Diese ewige Wascherei! Anheizen des gemauerten Waschkessels in der Waschküche, Kochen, Rühren und Stampfen der eingeseiften Wäschestücke, Spülen und Wringen und Spülen und Wringen und schließlich im Garten auf die Wäscheleine, die kreuz und quer gespannt war, hängen, abhängen, den großen Wäschekorb aufs Fahrrad packen, zur Heißmangel schieben. Seit die Mutter Sommergäste hatte (die ersten Gäste kamen 1951), hörte das Waschen gar nicht mehr auf.

Im Winter waren es die gefrorenen Wäschestücke, die brachen, wenn man sie abnehmen wollte.

Beim Wringen musste man helfen, und da meine Hände davon Blasen bekamen, schwor ich mir: Das erste, was ich mir kaufen werde, ist eine Waschmaschine!

Bis es so weit war, vergingen allerdings etliche Jahre. Als Studentin in Untermiete frequentierte ich die öffentlichen Waschsalons. Übrigens gab es die nicht nur für die Wäsche, sondern auch für uns Menschen : Einmal pro Woche im städtischen Bad duschen gehen –  das musste im Budget drin sein.

In den Siebzigern lebten wir in Wohngemeinschaften, die sich schon mal eine gemeinsame Waschmaschine leisten konnten. Blieb das Problem des Trocknens.

Nun, all das ist hier und heute nur ein leises Echo aus fernen Zeiten. Ich bin für ein paar Tage in Athen. Es ist heiß, und die Wäsche, die ich aus der Mani mitbrachte – drei große Waschmaschinen voll! –  ist längst gewaschen und an der Sonne getrocknet.

Heutzutage geht es mir wie Myriade: Wäschestücke auf der Leine sind ein feines Fotomotiv. Selbstverständlich so in Neapel …

eine leere neapolitanische Wäscheleine hoch hoch oben als Sitz für die Tauben …

oder auch in Deutschlands Norden, in der Hansestadt Lübeck.

Denn auch manche Nördler scheuen sich nicht, freizügigen Einblick in ihr Intimleben zu geben.

Einmal haben sich solche Wäschestücke sogar auf ein Gemälde verirrt, als ich das lustige Leben von Campern am Fluss imaginierte.

Wo sind die Wäschestücke?  Na, hier:

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Fischwelten (Legebild mit Leelas Schnipseln No 6)

Myriade kommentierte zu meinem Eintrag  vom 22.5.: „Also ist die Harmonisierungsmaschine eigentlich kein wirklich positives Instrument und könnte auch Chaos-Maschine heißen … wenn ich Schnipsel legen würde, würde ich, glaube ich, aus dem entkommenen Fisch eine neue (Wasser)welt legen.“

Danke, Myriade! Ich fand die Idee attraktiv und stellte mich heute morgen hin, um eine schöne neue Fischwelt zu legen. Und was kam dabei heraus?

Fischwelten mit Granatapfelfruchtboden

Der damals der großen Katastrophe entronnene Fisch ist nun schon lange nur noch eine Gräte, ein archäologisch interessantes Artefakt. Doch bevor er verstarb, setzte er Nachkommen in die Welt, und die wurden mehr und mehr und entwickelten sich und ihre Arten verzweigten sich und wurden in ihrem Erscheinungsbild immer unterschiedlicher.

Bei allen aber erhielt sich die Geschichte vom letzten der alten und zugleich ersten Fisch der neuen Welt, denn sie wanderte von Großmüttern zu Enkeln und Ururenkeln und immer fort bis auf den heutigen Tag.

Und was geschieht nun? Alle Fische der Weltmeere streben zu dem Ort, wo der Ur-Fisch ruht, wollen wieder eins mit ihm werden. Sie sehen nicht die Falle, die dort aufgestellt wurde. Eifrig sind sie unterwegs, vergessen sogar, sich gegenseitig zu fressen, haben nur einen einzigen Gedanken: ihm nachzufolgen und sein Schicksal zu vollenden…

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