Montag ist Fototermin: Ich bin kein Roboter (Rätsel)

Bist du, lieber Leser, liebe Leserin, ein Roboter? Nein? Dann beweise es bitte. Wie oft wurde ich schon geprüft. Und manchmal bin ich schier verzweifelt, weil ich nicht alle Fahrräder, Lastwagen, Brücken oder was auch immer auf die Reihe brachte.

Du bist natürlich ein Mensch und kannst es beweisen. Die folgenden sechs Fotos habe ich alle vom selben Standort aus aufgenommen.  Aber das ist nicht das einzige, was sie gemeinsam haben. Was noch? Was haben alle Fotos gemeinsam? Na?

Du kommst nicht drauf? Bist vielleicht doch ein Roboter? Ich glaube es nicht und helfe dir gern auf die Sprünge. Das folgende Bild zeigt ebenfalls die gemeinsame Eigenschaft der sechs Fotos oben.

Jetzt ist der Groschen endlich gefallen, nicht wahr? Nein? BIST du etwa ein Roboter? Ich mags nicht glauben. Eine Chance gebe ich dir noch, um zu beweisen, dass du ein Mensch bist: Welche Fahne hat das Land, aus dem die 5 Besucher angereist waren, die sich am 26. November an unserem Esstisch einfanden?

 

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Noch mal umgeblättert (Fortsetzung zu gestern)

Noch ein paar Blatt-Collagen zu dem Gestrigen habe ich gemacht und möchte sie zeigen. Den Ausgangangspunkt nahm ich diesmal bei dem Blatt- wie ich es vom Geröllstrand hochhob.

Mit diesem Hintergrund verschmolz ich allmählich die drei Zeichnungen und hängte sie in eine Galerie. Anklicken zum Größersehen.

Schließlich noch eine Variante mit den Zeichnungen 1 und 2, die ich gegeneinander verschoben habe, samt dem fotografierten Blatt.

Die zwei Ausgangsbilder

und die Überblendung

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Advent! „Wöchentliche Fotochallenge“ #40 von Roland Royusch.

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Möge unser Herz frei und stark sein, um dem Kommenden angemessen zu begegnen.

Allen lieben Leserinnen und Lesern wünsche ich ausschließlich angenehme Adventures (engl. Abenteuer)!

Projekt „Wöchentliche Fotochallenge“ #40

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Alles dreht sich ums Blatt (tägliches Zeichnen, Fotografie, Collage, Überblendung)

Heute sah ich am Geröllstand, wo ich auf meinen einkaufenden Mann wartete, ein abgefallenes Blatt.

Ich nahm es in die Hand und drehte es um.

Zu schön, um es zurückzuwerfen, befand ich, und legte es ins Auto. Ich würde es zeichnen. – Am Abend dann, bei Kunstlicht im Atelier, nahm ich es erneut in die Hand.

Und zeichnete es dreimal mitsamt der Hand  und dem anderen, dem weißen Blatt, auf dem ich zeichnete (zum Größersehen anklicken).

Wie ich so die Zeichnungen und das Blatt betrachte …

lege ich sie aufeinander: das reale Blatt und das Blatt Papier mit dem gezeichneten Blatt.

Zum Abschluss noch ein kleines digitales Zauberstück, zu Ehren des Blattes. Nun darf esvergehen.

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Projekt ABC bei Wortman: X wie X-rays

Das ABC bei Wortman geht, wie auch das Jahr, seinem Ende entgegen. X ist nun angesagt. X-mas fiel mir ein – aber da war ich nicht die Einzige. X für U – klar, das hat Wortman selbst schon abgedeckt. Von der Stadt Xanthen, die beim Scrabblen manchmal die Rettung aus der Not ist, habe ich kein Foto. Das Aus-Ixen hat Heide von Puzzleblume schon sehr schön ins Bild gesetzt (Atomlager – nein danke). Was also tun?

Projekt ABC: X wie X für ein U vormachen lassen

Bei so manchem würde man sich heute größere Transparenz wünschen, aber die X-Rays für Politischen Filz sind leider noch nicht erfunden worden. Bei Knochenbrüchen haben sie sich als sehr nützlich erwiesen. Hier ein Foto des zerbissenen Vorderbeins von Tito, meinem Hund.

.

Röntgen, der die Strahlung am 8. November 1895 zufällig entdeckte (eigentlich war er ganz anderen Phänomenen auf der Spur). schlug selbst den Namen X-Strahlen vor, und in den meisten Sprachen heißen sie weiterhin so (X-Ray, Rayon X, Raggi X). Auf Griechisch heißen sie richtigerweise ακτινογραφίες, also Strahlungszeichnungen.

Wer mehr über den „mysteriösen“ Entdecker der Strahlen wissen will: hier.

 
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Bougainvillea: rote Flammen

Erster Advent

 

 

 

Rote Flammen drängen über die steinerne Mauer, schlagen über sie hinweg. Die Bougainvillea im Nachbargrundstück ist es. In den meisten Gärten blüht diese Pflanze aus der Familie der Wunderblumengewächse (Nyctaginaceae), und niemals hört sie auf zu blühen.  (Foto vom 27.11.2021)


 

Ihre Prachtfarbe kommt freilich nicht von den Blüten: die sind winzig klein und weiß. Die Blüten werden von tiefroten Laubblättern umgeben (Scheinblüten). (Foto Oktober 2021)

Die violette wilde Bougainvillea ist hier am häufigsten. Sie ist widerstandsfähiger, die Äste sind dornenbewehrt, aber ihre „Blüte“ ist so zart und weich wie die der gezüchteten Schwestern.

Immer leuchtet das Rot und Violett der Bougainvillea in den Gärten, nie verstummt es. So war sie im Mai

mit noch geschlossenen Blütchen

Dies ist ein Eintrag zum 1. Advent! Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen erfreulichen Sonntag!

 

 

 

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Vorankündigung: Zweierlei Adventskalender

Ambrogio Lorenzetti hat vor knapp 700 Jahren im Rathaus von Siena drei große Fresken gestaltet, die unter dem Titel Allegoria ed effetti del Buono e del Cattivo Governo bekannt geworden sind.  Sie stellen allegorisch die gute und schlechte Regierung und deren Folgen für die Bewohner dar. (Abbildungen findest du im Netz)

Ich stand vor Jahren vor diesen Bildern, die mich nicht nur wegen ihrer schönen Farben,  sondern auch wegen ihrer einfachen Logik beeindruckten. Wird gut regiert, herrscht Frieden, die Menschen produzieren, treiben Handel, tafeln, tanzen, musizieren und haben ein fröhliches Gemüt. Wird schlecht regiert, herrscht Krieg, die Häuser brennen, die verelendeten Menschen berauben sich und schlagen sich gegenseitig tot, die Raben krächzen von Trübsal und Unglück, denn auch sie finden nichts Essbares mehr auf den verwüsteten Feldern.

2015, als wir hier in Griechenland eine funkelnagelneue „erstmals linke“ Regierung bekamen, versuchte ich schon einmal, diese einfache Logik mit Legebildern nachzubilden. https://gerdakazakou.com/2015/09/22/buon-governo/.

Heute fiel mir ein, Lorenzettis Modell auf zwei Adventskalender anzuwenden, die ich in Form von täglichen Geschichten und Bildern, Nachrichten und Gedanken gestalten will.

Der eine Kalender wird durch das Bild der Heiligen Familie, gelegt aus farbigen Schnipseln,  angekündigt. Er wird nur angenehme, herzerwärmende, aufbauende Bilder und Nachrichten enthalten. Ich nenne ihn „Der fröhlichen Kalender“

Der zweite Adventskalender ist schwarz-weiß. Er zeigt gewöhnliche Menschen, Leute halt, auch Kinder. Gelegt habe ich ihn aus denselben, nun auf die weiße Seite gedrehten Schnipseln. Diesen Kalender machst du besser nicht auf, wenn du dir die gute Laune nicht verderben willst. Nicht, dass ich scharf auf schlechte Nachrichten  wäre – wahrhaftig nicht. Doch ich fürchte, es wird sie geben, auch wenn Vorweihnachtszeit ist. Wie er sich füllt, weiß ich noch nicht. Von Tag zu Tag wird es sich erweisen, wie schlimm die Nachrichten sind, die mich erreichen. Ich nenne ihn „Der schreckliche Kalender“.

 

 

 

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abc-etüde: Museum – Impulswerkstatt: Meer

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Von Poseidon, dem großen Gott, möchte ich singen

dem Erderschütterer und Herrn über die Meere

Gott der Tiefe, Zähmer der Pferde…..

Bevor diese abc-Runde zu Ende geht, möchte ich erinnern an einen Besuch im Archäölogischen Museum, wo ich eine „Odysseen“ betitelte Ausstellung sah. Wie sehr mir seither solche Spaziergänge zwischen den Artefakten der menschlichen Kulturgeschichte fehlen!

Das Meer brauche ich nicht im Museum aufzusuchen, Gottseidank! „In einer kleinen Hafenstadt an der Ostsee geboren“, schreibe ich in jeder biographischen Notiz. Immer schon habe ich die Menschen eingeteilt in zwei Gruppen – nein, nicht in die neumodischen zwischen „Geimpften“ und „Ungeimpften“, sondern in die uralte Unterscheidung zwischen Meeresanrainern und Binnenlandbewohnern.

Ich selbst bin vom Meerestyp, soviel steht fest. Am liebsten würde ich das Land nur von der Meeresseite aus betrachten, gewiegt von den Wellen.

Oder wie der kleine bronzene Hippokampos (*Hippopotamos ist falsch) aus dem 5. vorchristlichen Jahrhundert, den ein Bauer beim Poseidon-Tempels von Kalamata fand: zwischen Sonnenaufgang und -untergang, zwischen Sonnenuntergang und -aufgang würde ich über das Meer fliegen und nicht müde werden,

Ich würde in all die wundersamen Verfärbungen von Meer und Himmel eintauchen.

…mich gelegentlich von den Wellen an Land spülen ….

oder durch Silberglanz treiben lassen …

und kein Unwetter scheuen.

Wie Odysseus sein? Nein. Poseidons Sohn Polyphem ermordete er, drum musste er leiden. Der trug ein Rundauge auf der Stirn. Damit überblickte er den Horizont und die Meerestiefen. Doch die Kleinheit der Menschen, die übersah er. Verspottet hat ihn der Zweiäugige mit dem hellen Verstand – der „Niemand“ zerstörte das seherische Schauen. Drum musste er umherirren auf den Meeren, und konnte nicht heimfinden. Ein moderner Mensch halt.

Ulisses and the Cyclop

Umfangen von Tiefschlaf gelang dem Odysseus schließlich die Heimkehr. Nur so war es möglich. Denn um heimzukehren, musst du die Dimension wechseln.

299 Wörter

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Dies ist ein Beitrag zu https://laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com/2021/11/02/einladung-zur-impulswerkstatt-november-dezember-2021/

und zu https://365tageasatzaday.wordpress.com/2021/11/14/schreibeinladung-fuer-die-textwochen-46-47-21-wortspende-von-erinnerungswerkstatt/

abc.etüden 2021 46+47 | 365tageasatzaday

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Impulswerkstatt : Schnee / abc-etüde : Museum, erinnern, biografisch

abc.etüden 2021 46+47 | 365tageasatzaday 

Darf ich es wagen, bei Schnee mitzureden, liebe Myriade? Biografisch hätte ich da zwar einiges vorzuweisen, denn Schnee gabs haufenweise da oben an der Ostsee, auch zugefrorene Tümpel. Sogar der Rand der Ostsee vereiste manchmal. Aber hier, im südlichen Peloponnes und in Küstennähe, gibt es keinen Schnee. Nie.

Dennoch habe ich einiges Bildmaterial, das mit Schnee assoziiert ist. Das meiste habe ich in diesem Blog bereits gezeigt, aber wer erinnert sich schon an ein Bild, das ich vor zwei Jahren einer abc-etüde anfügte und das einen von vielen Skifahrern zerpflügten Berg mit dünner Schneedecke zeigt?

Und wie ist es mit diesem von Raureif verzauberten Blatt, das ich oben in einem Taygetos-Dorf sah? Erinnert sich etwa jemand daran? Natürlich nicht. Das ist Schnee von gestern.

Ich selbst hätte es ja vergessen, hätte ich nicht ein Schneemuseum eingerichtet. Es ist an Pracht vielleicht nicht dem Museum vergleichbar, das Christianes Einladung zur letzten abc-etüde des Jahres schmückt. Dafür aber ist es weltweit einmalig.

Ich hoffe, du bist warm angezogen: die Hallen sind frostig. Nun schau dich um.

Die großen Schnee-Blöcke im Hauptsaal sind tiefgefroren  Hier kannst du die feinen Kristallstrukturen studieren. Dezent angebrachte Schildchen geben dir die nötigen Informationen, zum Beispiel, aus welchem Jahr und von welcher Lagerstätte der Schneeblock stammt.

Fotos von alten Schnee-Lagerstätten helfen dir, die jeweiligen Schneekristallstrukturen richtig einzuordnen.

Selbstverständlich gibt es in dem Museum auch eine Kunstabteilung, um eine Vielzahl von Schneebildern aufzunehmen, darunter dieses Dorf am zugefrorenen See…

horismeno horio se limni

oder „Es schneit in der Grossstadt“.

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Eine Abteilung zeigt Historisches, etwa den griechischen Kriegswinter 1941.

Es gibt auch Märchenbücher, etwa dies mit dem prophetischen Titel „Herr Winter kommt nicht mehr“.  Für jeden Geschmack und jedes Alter ist etwas dabei. Versprochen!


 

 

 

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Full house

Gestern schrieb ich über einen Verlust. Oder vielmehr, ich schrieb über Erinnerungen an Geselligkeit, Freude, Freunde, die plötzlich, als ich vom Tod eines mir lieben Menschen erfuhr, in großer Lebhaftigkeit aus dem Nebel der Vergangenheit auftauchten.

Heute passierte etwas ganz Ähnliches, aber nicht durch den Weggang, sondern durch die überraschende Ankunft eines lieben Freundes. Und das ist natürlich viel viel schöner!

Seit wievielen Jahren haben wir uns nicht gesehen, Christos? Irgendwann im vorigen Jahrhundert war es wohl zuletzt, wir besuchten dich in Stockholm, wohin du aus dem kleinen griechischen Dorf ausgewandert und ein geschätzter Geschäftsmann geworden bist. Mit dir hast du heute vier Männer gebracht, die wie du in Stockholm leben. Der eine ist aus Marokko gebürtig, aus dem Volk der Berber, der andere aus Algerien und in vielen Ländern herumgekommen, der dritte stammt aus der Türkei, Assyrer christlichen Glaubens, der vierte wurde in einem messenischen Dorf geboren, also gleich hier um die Ecke. Eure gemeinsame Sprache ist Schwedisch.

Da sitzen wir nun an unserem Küchentisch, sieben Menschen mit so und so vielen Geschichten, verständigen uns auf Englisch, ein wenig Französisch, Griechisch, ein wenig Deutsch… Wie freudig schlägt mein Herz, so viel Welt in unserem abgelegenen Haus empfangen zu dürfen!

Dass wir nicht in einer Taverne sitzen, ist dem Vorschlag meines Mannes zu verdanken. Als Ungeimpfte hätte ich ja nicht mitkommen können. So platzieren wir uns also am verlängerten Tisch, essen Pastizio aus der Taverne, prosten uns mit einem guten Weißwein zu, schließen mit einem süßen griechischen Kaffee und noch süßerem Baklava ab.

Nach dem Essen wandern die Gäste ein wenig herum.  Der Mann aus Algerien bleibt vor dem Bild im Wohnzimmer stehen, das ich „Bir-bu-Rekba“ betitelt habe.

hommage a Paul Klee

Die Farben gefallen ihm. Ja, sage ich, es ist eine Hommage an Paul Klee und seine Reise nach Tunesien. Da war Paul Klee, ein deutscher Maler, im Jahr 1914. Ins Bild eingeklebt habe ich Zeitungsausschnitte – ich suche sie, ja, hier sind sie, da ist die Rede von einem schweren Erbeben in Algerien, 1980, ja, ich war dort, nein, nicht damals, sondern 1963, als Algerien gerade frei geworden war und  die begeisterten Menschen Ben Bellas Reden hören wollten … Der Mann als Algerien fotografiert verstohlen diese winzigen, kaum noch lesbaren Ausschnitte aus einer griechischen Zeitung über eine Katastrophe in seinem Heimatland, das seit langem nicht mehr sein Zuhause ist.

Ein ferner Spiegel oder Bir-Bu-Rekba

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