Kunst am Sonntag: Asterias Werke

Asteria ist ein recht wildes dunkellockiges Kind, das sich aber beim Zeichnen sehr gut konzentrieren kann. Heute traf ich sie, wie sie vorgedruckte Bilder mit Buntstiften  ausfüllte, und ich war ein bisschen enttäuscht. Denn ihre Originalzeichnungen fand ich so großartig. Die liegen nun allerdings  schon zwei Jahre zurück, und inzwischen ist sie wohl schon in der Schule. Dort wird den Kindern das freie Zeichnen meist ausgetrieben.

Dies also waren ihre Zeichnungen vom Mai 2019.

Und heute? Zum Glück zeichnet sie immer noch, wie mir ihre Mutter mitteilte und auch gleich das Zeichenheft herbeibrachte. Die meisten Seiten waren leer, aber das, was da war, erfreute mein Herz. Ich fotografierte es im Schatten der Bäume – und so sind sie mit Sonnentalern bestreut. Ich finde, das schadet ihnen nicht, sogar im Gegenteil. Denn Asteria liebt die Unterwasserwelt, vielleicht weil ihr Vater den Otapus und so manchen Fisch für die Taverne selber jagt.

Leider war die kleine Künstlerin nicht geneigt, mir ihre Bilder auszulegen. Und so überlasse ich es euch beziehungsweise euren Kindern und Enkelkinder, sofern vorhanden, die Geschichten dazu zu erfinden. Zum besseren Sehen bitte anklicken.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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18 Antworten zu Kunst am Sonntag: Asterias Werke

  1. OIKOS™-Editorial schreibt:

    Wirklich schön! Ja, der Begriff „Kunsterziehung“ drückt irgendwie schon aus, dass hier „wildes Treiben“ aberzogen werden soll. ;-( Schade, aber vielleicht findet sie zur Freiheit des Zeichnens zurück. Danke fürs Zeigen, Gerda! Wünsche dir eine schöne, neue Woche! LG Michael

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    • gkazakou schreibt:

      Vielen Dank, Michael. Ich möchte trotzdem auch die Kunsterzieher ein wenig in Schutz nehmen. Die Efi, mit der ich an diesem Wochenende zeichnete, ist Kunsterzieherin an der Volksschule und darf in einer Woche weit über 200 Kleinkinder „erziehen“. In jeder Klasse mit 15-25 Kindern unterrichtet sie je eine Stunde, vier bis fünf Stunden pro Tag hintereinander. Nicht mal die Namen kann man sich da merken, geschweige denn sich um die einzelnen Kinder kümmern. Sie bemüht sich wirklich sehr, echten Kunstunterricht zu machen, aber die Verhältnisse sind nicht grad förderlich. Zu allem anderen kommt nun auch noch die Maske, die nicht nur die Atmung, sondern auch die Verständigung zwischen Schülern und Lehrerin stark behindert. Was kann man unter solchen Umständen schon erwarten? Es ist ein Jammer.

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      • OIKOS™-Editorial schreibt:

        Stimmt, Gerda! Ich wollte hier auch nicht die Erzieher:innen diskreditieren, sondern vielmehr die „Lehrpläne“. Diese erinnern manchmal wirklich an Planwirtschaft, und lassen Lehrer:innen fast keinerlei Entscheidungsspielraum. So erlebte ich es schon vor über 10 Jahren bei Lehrern die den Schüler:innen den Umgang mit Computern beibringen wollten. Da gab es im Bay. KM regelrechte „Aufschreie“, da alles Unterrichtsmaterial ja durch diverse Gremien geprüft werden muss. Stellt sich schon die Frage wieso man überhaupt noch Lehramt studieren soll/ muss. xx LG Michael

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  2. wildgans schreibt:

    Ein weites Feld, das mit der Kunsterziehung. Jemand, der das studiert hat, wird Kindern niemals Ausmalblätter geben, das tun aber aus Furcht, etwas falsch zu machen oder um sich Vorbereitungsarbeit zu ersparen, diejenigen, die es nicht studiert haben, und manchmal müssen sie sogar benoten, also echt hirnrissig…Gerda hat es gut beschrieben, was ihre Freundin da leisten muss. Was bin ich so froh, aus diesem „Betrieb“ raus zu sein.
    Kleine Kinder malen einfach, kümmern sich keinen Deut um Deutungen…

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    • gkazakou schreibt:

      O, sie mögen meist ganz gern auch erzählen, was sich auf ihrem Bild so befindet. In dem Fall war Asteria grad mit ihrem Ausmalen befasst und daher unmotiviert. Ich bin mir ürigens nicht sicher, ob sie meine Ansichten teilt. Vermutlich findet sie das Ausmalen viel schöner.

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  3. versspielerin schreibt:

    wie schön sie zeichnet 🙂 aber kinder lieben eben auch das ausmalen, ich weiß jedenfalls noch, dass ich beides geliebt habe, das freie malen und das gestalten (von etwas vorgegebenem) mit farben.

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  4. Gisela Benseler schreibt:

    Das kann ich verstehen, daß diese 5 Zeichnungen Dein Herz erfreuten.💛💕Ich finde, sie sind noch schöner als die vorb2 Jahren.

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  5. Gisela Benseler schreibt:

    „Asteria“, – welch ein wunderbarer Name. Mir kommt es vor, als sei sie „von den Sternen“ in Deine Nähe geschickt worden, Gerda… Hier zeigt sich auch, wie ein lebendiges und vielseitig begabtes Kind sich durch ein ziemlich stumpfsinniges Ausmalen nicht verbiegen läßt. 🌟

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    • gkazakou schreibt:

      Hoffentlich hast du recht, Gisela. Sie ist ja noch sehr klein und die Schule hat für sie grad erst begonnen. Da blleibt noch viel Zeit fürs „Verbiegen“. Aber sie hat zum Glück eine sehr veständige, kluge Mutter, die sellbst künstlerische Neigungen hat.

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      • Gisela Benseler schreibt:

        Ja, die Mutter ist sicher genau die richtigr für das Kind. Aber daß Du in der Nähe lebst , ist vielleicht auch nicht nur „Zufall“. 1Jedenfalls kannst Du vielleicht ein bißchen ausgleichen helfen, daß die „Verbiegung “ durch die Schule nicht überhandnimmt? Wie dem auch sei, Deine Zeichenkurse sind vielleicht der „Lichtblick“ in dem Ganzen, egal ob sie dabei einmal mitmacht oder nicht.

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Gisela, vielen Dank für dein Mitdenken. Zeichenkurse gebe ich freilich nicht.

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  6. signorafarniente schreibt:

    Was für traumhafte Bilder! 🤩 Danke, liebe Gerda, dass du die Werke der jungen Künstlerin mit uns teilst. 🌷

    Wenn der innere Drang besteht, zu zeichnen und zu malen, machen Kinder das vermutlich trotzdem. Mein Bruder wollte sein Leben lang nur das und ließ sich in keine vorgeformte Schublade drücken. Er setzte sich durch, als es ums Studium ging und ist nun seit Jahren als Illustrator glücklich. Man sah das Talent aber bereits, wie bei Asteria, in Kindheitstagen.

    Liebe Grüße aus Frankfurt, Eva

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  7. Sie malt wunderhübsch, die kleine Asteria. Daß sie nicht erklären mochte, verstehe ich.
    In einem anderen Moment wäre sie vielleicht übergesprudelt *schmunzel*
    Meine Töchter malten beide, die eine immerzu und die andere, weil die Große es tat 🙂
    Ganz aufgehört haben beide nie und viele ihrer Werke hängen an den Wänden *g*
    Leider malt der 11jährige Enkel gar nicht und ich hoffe auf das Minienkelchen. Daaas wäre schön.

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  8. Leela schreibt:

    süße, sehr lebendige Kinderzeichnungen…

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