Dora zum ElftenFünften: Suchaktion

Ich wandele durch den Garten, schnuppere an dem überreich blühenden weißen Rosenbusch, freue mich am Rot des Hibiskus, der nun auch blüht, an den immerblühenden roten Geranien und den Knospen der vornehmen roten Rose, die sich mit der Entfaltung sehr viel Zeit lässt. Mittagsstille liegt über dem Garten.

Da sehe ich aus dem Augenwinkel ein Kätzchen unter das Auto huschen. Und noch eins! Prinkipessas Family hat offenbar das Revier gewechselt. Den Stammplatz unter dem jetzt blühenden und duftenden Agioklima (Geißblatt) haben sie verlassen. Warum? Mögen sie den Duft nicht? Aha, nein! Ich lese: Το αγιόκλημα για τις γάτες είναι κάτι σαν… το μαγιοβότανο (αποκρουστικό για τις γάτες φυτό ) und das heißt auf gut Deutsch: Das Geißblatt ist für Katzen so etwas wie ….Katzenminze (Katzen abschreckend). Katzenminze schreckt Katzen allerdings nicht ab, sondern macht sie high, wie ich bei meiner Googelei nun auch erfahre.

 

Wie auch immer: Wenn sie nun unter meinem Auto – am entgegengesetzten Ende des Gartens – wohnen, muss ich künftig höllisch aufpassen. Ich rufe Dora, damit sie mir beim Suchen hilft.

„Leuchte doch bitte mal unters Auto!! – sage ich. Dora leuchtet und verkündet: „Unter dem Auto ist niemand!“

„Und hinter dem Auto?“ – „Auch nix…. He, warte mal, Moment! Doch! Da ist Prinkipessa, und Theo schmust mit ihr“

Ohne Doras Latüchte hätte ich Prinkipessa nicht gesehen, so gut ist sie getarnt. Stören will ich auch nicht weiter, nur wüsste ich gern, wo die anderen stecken. Hier beim Auto scheinen sie nicht zu sein. „Komm, Dora, suchen wir mal den Rest der Bande“ schlage ich vor. …

Doch es ist wie verhext. Hier ein Gehoppel, dort ein Huschen, hier ein Näschen, dort ein beschwanzter Hintern – und weg sind sie.

Bis – ja bis ich erneut Prinkipessa ins Visier bekomme, und bei ihr ein Kleines. Ob es Fritzi oder Frieda ist, kann ich nicht erkennen. Und die anderen? Wo sind die? Keine Angst, der Garten ist groß – irgenwo treiben sie sich herum.

 

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Eine Blume (und danke)

Diese zauberhafte Blüte sah ich heute im Garten, den der kleine Kläffer bewacht. Gleich ihr gab es noch viele weitere in dem Beet.

Die Dame des Hauses sah meine Begeisterung und grub bereitwillig ein paar Pflänzchen aus, auf dass ich sie zu Hause einpflanze. Was ich tat. Sie sollen sich leicht verwurzeln.

Diese Blumen sind zugleich mein Dankeschön für all eure liebevollen Kommentare. Ich habe eben auch die älteren durchgesehen und bemerkt, dass bei vielen das like-Sternchen nicht angegangen war. Ich lese manchmal am Handy, da funktioniert es nicht. Nun also sind alle erleuchtet, hoffe ich, und einige Kommentare habe ich auch nachgetragen. Danke euch allen! Und gute Nacht.

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Dora zum ZehntenFünften: Wachhund

Am Tor ist ein großes Warnschild angebracht: Vorsicht Hund! Böse kläfft er mich an, als wir (Dora und ich) den Garten betreten. Die Besitzerin, die mich erwartet, eilt herbei, um den Wüterich zu beruhigen.

„Wir kommen in friedlicher Absicht“, sage ich zum Hund und erkundige mich nach seinem Namen und seinem Alter. Er heißt Chicco und hat, wie ich erfahre, das ehrwürdige Alter von zwölf Jahren erreicht. Ich zeige mich angemessen beeindruckt. Doch mein Anbiedern hilft gar nichts: Für den Hund bleibe ich ein Ärgernis, das man durch Ankläffen vertreiben will.

„Dora“, sage ich, „ich möchte mich gern mit der Dame des Hauses unterhalten, kannst du den Hund derweil ein bisschen beschäftigen?“

„Kein Problem!“ kräht Dora fröhlich, hüpft von meiner Schulter und hält dem Hund die Latüchte unter die Nase. Und, o Wunder,  er wird still und beginnt sogar zu wedeln.

Welche Wohlgerüche sie da wohl eingestzt hat? Hündinnenhormone? Leberwurstdüfte? Jedenfalls ist der kleine Kläffer nun lammfromm und weicht nicht von ihrer Seite. Mich aber mag er deshalb noch lange nicht, wie er durch gelegentliches Knurren zu verstehen gibt.

Vielleicht braucht er ein bisschen Zeit, um auch mich zu akzeptieren? Ich werde ihn dann auch nicht mehr „kleiner Kläffer“ nennen. Versprochen.

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Dora zum NeuntenFünften: Sukkulenten II

„Du wolltest doch peu a peu deine Sukkulenten zeigen!“ erinnert mich Dora. „Warum tust du es dann nicht? Versprechen muss man halten. Mich kannst du bei der Gelegenheit auch zeigen.“ – „Aber gern doch, Dora! Ich habe heute gefeiert und so viele ΔΩΡΑ (Dora/Geschenke) bekommen, dass du echt einen Ehrenplatz verdient hast“.

Nebeneinander stehen zwei Töpfe mit ziemlich ähnlichen Blüten, die einen rot, die anderen weiß und rosa.

Sehr groß sind sie nicht. Hier ein Bild mit dem ganzen rosa Topf. Falls jemand diese Art kennt – bitte melden.

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Wenn Tierschutzarbeit zur Farce wird…

Haltet Ausschau nach verendenden „Friedenstauben“, darum bittet Bettina. Dieser Bitte möchte ich mich anschließen: ja, bitte schaut beim Spazierengehen, sammelt dehydrierte Brieftauben ein, pflegt sie gesund. Das wäre ein echter Friedensbeitrag.

Avatar von Gutes Karma to go by Bettina Marie SchneiderGutes Karma to go ®

Wenn Tierschutzarbeit zur Farce wird.

Seit in der Ukraine Bomben fallen, überschlagen sich die Menschen förmlich, den Tieren dort zu helfen, die hungrig und heimatlos auf den Strassen herumirren.

Wie viele wohl mittlerweile unter großen Anstrengungen und unter dem Einsatz großer finanzieller Hilfen gerettet wurden, für wie viele das Überleben wohl durch Futterlieferungen ermöglicht wurde?

Waren es 1000 Tierleben?

Waren es 10.000 Tierleben?

Zeitgleich wurden an nur einem Tag eine halbe Million Haustiere in Deutschland ausgesetzt und in den Tod geschickt.

Zeitgleich fand auch hier im Land eine „Hilfsaktion“ statt.

Über eine halbe Million Brieftauben wurden am Wochenende „im Zeichen des Friedens“ ausgesetzt.

Laut einer Pressemitteilung des Verbands Deutscher Brieftaubenzüchter e.V. waren letztes Wochenende tausende deutsche Brieftaubenhalter dazu aufgerufen, ihre Tiere im Rahmen der Aktion „Brieftauben im Zeichen des Friedens“ an verschiedenen Orten in ganz Deutschland fliegen zu lassen. Einen Teil der Transporteinnahmen wollen die Flugveranstalter nach eigenen Aussagen an…

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Die Schlafwandler: weitere Bildvorschläge zu Pong 062

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Ursprünglich veröffentlicht auf GERDA KAZAKOU:
Heute spielte ich noch ein wenig mit dem Thema „Schlafwandler“, denn es beschäftigt mich. Vielleicht kennst du die Trilogie von Hermann Broch: „Die Schafwandler“, die ab 1930 veröffentlicht wurde? War mal einer meiner…

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Dora zum AchtenFünften: Taverne

Natürlich war Dora auch in der Taverne dabei. Und wie immer bereit, Menschen mit ihren Geschenken zu beglücken. Ob der Mann hinter der Zeitung überhaupt bemerkt, dass es Dora ist, die ihm das nötige Licht zum Lesen spendet?

So sind die Menschen! Alles nehmen wie für selbstverständlich hin und bemerken gar nicht, welche Geister sie unablässig bedienen.

 

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Tavernenbesucher (tägliches Zeichnen)

Ein bisschen konnte ich heute im Tavernenhof zeichnen – oder eher kritzeln, denn ich hielt den Block unter dem Tisch, damit man mein Tun nicht bemerkte. Für mich reicht es, denn es geht mir darum, mit dem Stift meine Beobachtung und Erinnerung zu schärfen. Was ich gezeichnet habe, ist in meinem Gedächtnis eingebrannt. Auch habe ich Anteil genommen an den Menschen, die ich sonst nur oberflächlich beachtet hätte, habe ihren kommunikativen Stil, ihre Selbstdarstellung wahrgenommen. Ich „kenne“ die Frau mit der Sonnenbrille und ihren Partner jetzt ein wenig. Die anderen blieben anonym.

Farbverstärkt sieht die Zeichnung dann so aus. Mir gefällt, wie dadurch die Beziehungen im Raum verdeutlicht werden.

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Impulswerkstatt, Bild 2 (und 4)

Deine neuen Impulsbilder verbindest du, liebe Myriade,  mit einer Schreibidee. „Sie öffnete die Tür“ und …„dann ging sie“. Dazwischen geschieht einiges.  Die Art und Weise, in der dies „einige“ erzählt wird, ist es, was dich interessirt, also nicht so sehr das was wie das wie.

Ich habe das zweite Foto ausgewählt und für die Erzählung ein wenig umgeformt. Mein Stil ist sachlich-beschreibend bzw psychologisierend.

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Die junge Frau öffnete die Tür zur Galerie. Die Wände und auch der Boden waren hellgrau gestrichen, die Exponate auf metallisch glänzenden Tafeln angebracht, die in leichter Schräge gegen den Boden standen. Das Gefühl von Irrealität, mit dem sie heute schon den ganzen Tag kämpfte, verstärkte sich. Was war das für ein Raum? Wieso hingen die Bilder nicht an den Wänden? Musste man sich hier auf den Boden hocken, um sie zu betrachten?

Offenbar. Anders war es nicht möglich. Also hockte sie sich hin. Und nun sah sie auch, was dort abgebildet war: ein uralter Olivenbaum. Auf einmal schien es ihr vollkommen richtig, am Boden zu sitzen. Dieser Baum – wie eine Botschaft aus einer längst versunkenen Zeit kam er ihr vor. Sie vergaß die glatten Wände und das metallische Schimmern des Raum, ließ sich ganz ein auf den Baum. „Wie ein Anker, der mich festhält, damit ich mich nicht im grauen Nirgendwo verliere“, dachte sie. Sie nahm ihre Kamera, zoomte den Baum nah heran und versuchte, seine Schrift zu lesen, seine Botschaft zu entziffern. Doch so sehr sie sich auch bemühte, es gelang ihr nicht. „Zu Hause, ja, zu Hause, in meinen vier Wänden werde ich es lesen können“, tröstete sie sich. Sie fühlte sich bereits zuversichtlicher und geerdeter als bei ihrem Eintritt. Entschlossen stellte sie sich auf ihre Füße und ging hinaus.

Auch diese Variante – mit deinem vierten Foto, Myriade – habe ich ins Auge gefasst. Die Geschichte müsste man entsprechend ein wenig umschreiben.

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Dora zum SiebtenFünften: Vergleichen

Als ich von der Rosmarin-Besichtigung zurückkomme, bemerke ich Dora, die im Licht-Schatten des reichen Laubs, das der große Aprikosenbaum inzwischen hervorgetrieben hat, fast unsichtbar ist.

Folge den Schatten: dort wo sie am Fuß der Hauswand zusammenlaufen, steht Dora, die mal wieder damit beschäftigt ist, sich auszumessen.

„Ich bin schon wieder geschrumpft“, höre ich sie jammern.

Warum sie als Messlatte ausgerechnet den schnell wachsenden Trieb einer Zwiebel benutzt, verstehe ich nicht. Seit der letzten Messung am Dienstag ist er von 65 auf 87 cm angewachsen – und natürlich kann Dora da nicht mithalten. Meine Erkärungsversuche (hier), dass nicht sie schrumpft, sondern der Trieb wächst, haben nichts gefruchtet.

„Ist das denn so schwer zu begreifen?“ frage ich sie.

Im Geheimen aber denke ich: Im Kopf kann man es schon akzeptieren. Aber wie war das doch gleich, als mir das Kind, das mal in meinem Bauch Platz hatte, über den Kopf wuchs und wuchs und wuchs – so dass auch mich das Gefühl beschlich, auf Zwergengröße geschrumpft zu sein? Dabei bin ich mit 1.71 m ja nicht wirklich klein.

So geht es wohl mit vielem: Man glaubt, eigentlich ein ganz ordentliches Format erreicht zu haben, aber wenn man sich mit Giganten vergleicht, schrumpft man zur Bedeutungslosigkeit. „Ein Leonardo bist du nicht“, sagt mein Mann gern, um mich zu ärgern. Ach ja. Nein. Ich weiß. Wirklich nicht.

„Wozu sich vergleichen?“ sage ich weise. „Vergleichen ist Gift.“

Dora hat sich derweil hinauf zur Zwiebelknospe begeben, die sie mit dem Licht ihrer Latüchte zum Blühen bringen will. Wenn sie auch kleiner als der Zwiebelspross ist, so ist sie doch oho!

Mich beschäftigt indes die Frage, was die Zwiebel antreibt, so in die Höhe zu wachsen. Welchen Stern hat sie angepeilt? Und bis zu welcher Höhe bleibt das hohle Rohr ihres Stängels wohl stabil? 87 cm misst er bereits! Bisher wuchs er fast senkrecht, doch hat er sich schon einen Tick Richtung Sonnenuntergang geneigt.

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