Nein, die Zyklamen sind nicht das einzige, was den griechischen Herbst ausmacht. Auch hier ist es den fürs Wetter zuständigen Geistern durchaus möglich, den norddeutschen ähnliche Atmosphären zusammenzubrauen. So heute, als wir, um unsere Wasserrechnung zu bezahlen, ins bäuerlich geprägte Zentraldorf Kampos fuhren. Das liegt etwa 350 m über dem Meeresspiegel und damit deutlich höher als unser Haus. Die Ausläufer des Taygetos-Gebirges, das sich immerhin zu zweieinhalbtausend Metern auftürmt, sind von tiefhängenden Wolken verhüllt.
Im Foto sind auch andere mir aus meiner ersten Heimat (Holstein) vertraute Herbstmotive eingefangen: verblühende rote Rosen und goldene Sonnenblumen, von einer Teilnehmerin am Royusch-Projekt sehr hübsch als Herbstsonnen bezeichnet.
Und sonst? Was ist hier anders? Nun, vermutlich, dass wir auf dem Dorfplatz unter Sonnenschirmen, die uns vor plötzlichen Regengüssen schützen, zu Mittag speisen können, ohne zu frieren. Und dass sich daneben an einem Spieß ein ganzes Schwein dreht. Denn ja, der Herbst ist die Zeit des Schweinebratens. Vor Jahren versuchte die Regierung die Sitte, gebratene Schweine am Straßenrand zum Verkauf anzubieten, zu verbieten. Das sei eines zivilisierten Landes nicht würdig. Nun, das Verbot ließ sich nicht durchsetzen. Und ich bin mir durchaus nicht schlüssig, ob sich der zivilisierte Status eines Landes am Spießbraten entscheiden lässt. Wie auch immer: um meine sensiblen Leser und Leserinnen zu schonen, verzichte ich auf ein Nahfoto. Man kann den Bratspieß aber durch die mehrfach gefaltete, vom Regen eingetrübte spiegelnde Tür des Cafes, wo ich meinen Espresso trank, durchaus erkennen – wenn man es denn möchte.





















Als ich die Wörter sah, die 

