Das sensible Chaos – eine Buchempfehlung (abc-etüde)

abc.etüden 2022 38+39 | 365tageasatzadayAls ich die Wörter sah, die nellindreams für die aktuelle abc-etüde-Runde gespendet hat, fiel mir spontan ein lang vergessenes Buch ein. Vielleicht triggerte das Zusammentreffen der Wörter „sensibel“ und „Regentonne“ meine Erinnerung.  Das wunderschön bebilderte Buch „Das sensible Chaos“ von Theodor Schwenk hatte mich damals fasziniert – daran erinnerte ich mich, nicht aber, wo ich es eingeordnet hatte.

Manche versenken ihre Bücher ja in Regentonnen, wenn die Masse anderweitig nicht unterzubringen ist. So weit ist es bei uns zum Glück nicht gekommen. Dennoch ist es eine kaum lösbare Aufgabe, auf Anhieb ein gewünschtes Buch zu finden. Unsere Bibliothek gleicht selbst einem sensiblen Chaos. Hier im Mani-Haus lagert ein großer Teil im Untergeschoss auf stabilen metallenen Regalen. Leicht angestaubt warten große Kunstbände, aus der Mode gekommene Enzyklopädien, Kinder- und Jugendbücher des Sohnes, Grundlagenwerke diverser akademischer Studiengänge, Handreichungen für den Fremdsprachenunterricht, ausgelesene Romane, einst aktuelle Analysen der Weltverhältnisse, Kataloge von Kunstausstellungen und vieles mehr darauf, noch einmal in die Hand genommen zu werden.

Dorthin also steige ich hinab auf der Suche nach dem plötzlich aus der Erinnerung aufgetauchten Buch.  Finden tue ich es nicht. Wahrscheinlich steht es in Athen.

Ich schwanke kurz, ob ich diese Erinnerung zum Thema der Etüde machen oder lieber eine „Kata-Strophe“ schreiben soll. Doch warum nicht zur Abwechslung eine Buchempfehlung?

Ich empfehle also das bahnbrechende, 2010 neu aufgelegte Buch von Theodor Schwenk (1910-1986) „Das sensible Chaos – Strömendes Formenschaffen in Wasser und Luft„, das für mich gleichgewichtig neben den Entdeckungen von Masaru Emoto (Die Botschaft des Wassers) und Victor Schauberger (Das Wesen des Wassers) steht. Eine Rezension in der FAZ würdigt es als „Das Buch, das die Wende zu einem neuen Verständnis des Wassers einleitete“, Jacques Cousteau nennt es „ein bemerkenswertes Buch“, Ralph Abraham, Mathematik-Professor der Universität von Kalifornien, findet „(Schwenks) Arbeit bis heute unübertroffen“.  Zeit, es aus der Versenkung hervorzuholen!

 

300 Wörter

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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12 Antworten zu Das sensible Chaos – eine Buchempfehlung (abc-etüde)

  1. Christiane schreibt:

    Ich habe irgendwann mal Emoto und Schauenberger gelesen, daher würde ich da wirklich gerne mal reinschauen, danke für die Empfehlung! Sowieso dürfen Etüden gern non-fiktiv sein, erlaubt ist, was gefällt! 😉
    Fröhliche Abendgrüße 🌌🍷🍪👍

    Gefällt 2 Personen

  2. Dieses wunderbare Buch steht schon viele Jahre lang bei mir in der ersten Reihe…ich kann Gerdas Empfehlung voll zustimmen- es eröffnet Welten..Grüsse, liebe Gerda, aus dem Norden!

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  3. elsbeth schreibt:

    Oh ja, Gerda! Das ist auch eines meiner ( vielen ) Lieblingsbücher ! Je technifizierter alles um uns her wird, desto mehr wächst auch (!) Sehnsucht nach den echten Elementen und deren erfahrbarer Eigenkraft : Wasser, Feuer, Luft und Erde. Direkt dazu gehört für mich auch Vandana Shiva mit ihren verschiedenen Büchern zum umfassenden Thema ERDE: Als Mutterboden für die gentechnisch bedrohten Saaten. z.B. „Soil not Oil“. Und als bedrohter Planet Erde.
    Gerade eben schaue ich in den lodernden Flammentanz des Holzfeuers in meinem Kachelofen. Meine japanische Freundin sagt dazu “ tsuchi no koe“ = „STIMME des Feuers“. Die „Stimmen“ der Elemente neu hören lernen ?..und ihre Mut machende Lebendigkeit. Danke für die Erinnerung ! Grüße aus einem Herbst-Berlin !

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  4. kopfundgestalt schreibt:

    Bei mir ist es so, dass ich verschiedene Bücher befrage, ob ich sie gelesen habe. Umfangreiche anstreichungen zeigen mir erstaunlicherweise, dass ich das betreffende Buch gelesen hatte.

    Gefällt 2 Personen

  5. nellindreams schreibt:

    Danke für die inspirierende Buchempfehlung!

    Gefällt 1 Person

  6. Gedtern abend suchte ich auch nach einem Buch, liebe Gerda. Nachdem ich mit einer kleinen Kindertaschenlampe die Ecken und unteren Reichen der Regale ausgeleuchtet hatte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen, denn es stand plötzlich dicht vor meiner Nase 🙂

    Du suchst das sensible Chaos und hast es doch schon um Dich herum *schmunzel*.

    Klingt gut, was Du über dieses Buch schreibst, das ich bisher nicht kenne. Ich werde mich mal auf die Suche machen, vielleicht finde ich ein gebrauchtes Exemplar, das noch in sehr gutem Zustand ist.

    Gefällt 1 Person

  7. lachmitmaren schreibt:

    Ich bin gerade seit einigen Tagen bei dem von dir ebenfalls erwähnten Buch „das Wesen des Wassers“ von Viktor (bzw. Jörg) Schauberger 😃. Ich finde seine Naturbeobachtungen faszinierend, muss aber zugeben, dass ich Schwierigkeiten habe, seine Aussagen inhaltlich wirklich vollständig zu verstehen. Vielleicht,, weil mir das physikalische Grundlagenwissen fehlt. Aber seine Herangehensweise an Forschung gefällt mir sehr. Das ist das, was so vielen sogenannten „Wissenschaftlern“ leider fehlt: Völlige Offenheit und Neugier, die Phänomene der Natur zu verstehen.
    Schon zu seiner Zeit gab es ja nur wenige, die offen genug waren, das Potential zu erkennen, was in seiner Forschung steckt – und sehr viele, die mit der auch heute so sattsam bekannten Ignoranz und Arroganz jeden bekämpften, der es wagte, abseits ihrer eingefahrenen eindimensionalen Gleise unterwegs zu sein. (Woher diese Leute „Wissen schaffen“ möchten, wenn sie alles bekämpfen und ablehnen, was ihnen eine erweiterte Sicht verschaffen könnte, ist mir schleierhaft.) Allerdings ist das vielleicht auch weniger eine Frage der Neugier als mehr eine Frage des Mutes, da es eben leider starke Kräfte gibt, die jeden „Abweichler“ bekämpfen und dessen Karriere ruinieren wollen.

    Das Buch „Das sensible Chaos“ kenne ich bisher nicht. Aber es erscheint mir lesenswert und ich werde es mir vormerken. Danke! 💌

    Gefällt 2 Personen

  8. Gisela Benseler schreibt:

    Oh ja, Gerda, dies Buch gehört auch zu meinen Lieblingsbüchern sowie das von Emoto. Diese Entdeckungen sind so wertvoll sowie diese wunderbaren Stömungsbilder und Kristallbildungen. Da erschließt sich unsere Welt ganz neu.

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  9. Pingback: Schreibeinladung für die Textwochen 40.41.22 | Wortspende von Werner Kastens | Irgendwas ist immer

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