Montags ist Fototermin: Mein Atelier und was davor ist.

Wieder in der Mani, an einem grau verhangenen süß nach Fresien duftenden Frühlingstag. Ich mache einen Rundgang, denke auch an Zeilenendes Projekt 12-Monatsbild (hier) und mein Thema „Atelier“ (hier). Drinnen hat sich nicht viel verändert. Doch draußen, in der Natur, gibt es keinen Stillstand. Vieles drängt zur Blüte, zum Blattwuchs. Die Quitte und der Aprikosenbaum sind schon fast verblüht, der Feigenbaum streckt grüne Blatthändchen raus, die zu hohen Büschen gewucherten Lavendel-, Salbei- und Rosmarinstauden blühen über und über, der Rosenstock hat nicht eine, nicht zwei, sondern fünfzehn große Knospen ausgebildet, das Ende Februar noch kahle Gezweig des Granatapfelbaums ist mit kleinen braungrünen Blättern bedeckt, die Aloe bildet erstmals einen Blütentrieb. Was sonst so am Boden blüht und duftet – du siehst es auf den Fotos, wenn du sie durch Anklicken vergrößerst.


(auf dem Boden mein heute Nacht gelegtes Bild für das Bilderbuch Tiu-Ti. Am Boden liegt es, damit ich es fotografieren kann)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Das Atelierfenster von außen. Die Alpenveilchen habe ich aus Athen mitgebracht, damit sie nicht dort vertrocknen)

 

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Wie sehen die Kleinsten: Tiu die Dunkle

(Bildausschnitt, lässt sich vergrößern)

  „… und jeden Abend steigt die dunkle Tiu steigt herauf … Dann bist du müde und froh schlafen zu gehen“. So erzählt Mama Tiu der kleinen Tiu-Ti in dem Bilderbuch, das ich für den Eichhörnchenverlag vorbereite. Tiu ist die Beherscherin der Nacht. Wie ihr seht, hat Mama Tiu jetzt den Papa Tui beim Bebrüten der beiden neuen Eier abgelöst.
Dieses Bild legte ich gestern abend, nun wieder im Querformat. Chronologisch gehört es vor das Bild mit dem Welten-Ei.

Heute reisten wir in die Mani. Jetzt muss ich erst mal richtig ankommen, auspacken und meine Schnipsel neu sortieren. Wenn Tui der Helle, der den Tag regiert, morgen wieder heraufkommt, werde ich das nächste Bild hoffentlich gelegt haben.

(Bildausschnitt, lässt sich vergrößern).  Habt einen wunderschönen Abend und lasst es euch gut gehen.

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Wie sehen die Kleinsten: der Anfang und das Ende

Vorgreifend habe ich heute die letzte Szene des Bilderbuchs mit der Geschichte von Tiu-Ti gelegt. In gewisser Weise ist sie auch die erste. Denn die Geschichte beginnt und endet damit, dass Mama Tiu ein neues Ei gelegt hat (es sind sogar zwei), Papa Tui sitzt auf den Eiern und brütet, und Tiu-Ti will von Mama wissen, „wie alles begann“.

Mama erzählt von der Liebe des Tui und der Tiu, und wie das Ei gelegt wurde, aus dem Tiu-Ti kam. Vieles habe ich dir ja schon gezeigt, ein paar Bilder fehlen noch.

Ganz am Ende will Tiu-Ti noch wissen, woher denn nun das allerallererste Ei kommt. Nun, das kommt vom großen Tiu-Tui, klar. Und aus dem Ei ist alles gekommen: Sonne Mond und Sterne, Blumen, Bienen und Vögel.

Ich wünsche dir einen heiteren Samstag und: Viel Spaß!

Und hier noch mal die Vogelfamilie in Großaufnahme:

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Wie sehen die Kleinsten: Tiu-Ti erblickt das Licht der Welt

Und da sind wir nun schon, schneller als gedacht. Das Bilderbuch für Babys und Kleinkinder, das ich für den Eichhörnchenverlag schreibe und lege, ist um ein Bild reicher. Diesmal habe ich das Hochformat gewählt, zum einen der Abwechslung halber, zum anderen denke ich, dass ich so den Text besser unterbringen kann. Der Text ist noch nicht fertig. Hier erzähle ich nur, was so passiert. Viel Spaß damit!

Tiu-Ti hat tüchtig gepickt und das Ei geht auf. Große Freude! Papa Tui schreit vor Begeisterung. „Es ist eine Tiu-Ti und genauso hübsch wie die Mama!“ Mama Tiu ist auch hoch zufrieden, denn ihre Kleine ist kräftig und gesund, und das ist die Hauptsache, findet sie.

Die zentrale Szene noch mal als Detailaufnahme:

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Wie sehen die Kleinsten: Tiu-Tis Ei wird bebrütet

Ich bin in der angenehmen Lage, euch mitteilen zu können, dass die tüchtigen Eltern von Tiu-Ti sich an die Bebrütung des großen blau-weißen Eis begeben haben. Als emanzipiertes Vogelpaar teilen sie sich das Brüten. Das ist auch nötig, denn es vergehen viele Tage und Nächte, bis die Zeit reif ist und unsere neugierige Tiu-Ti herausschlüpfen wird. Hier seht ihr die beiden in wechselnden Rollen. Mal ist es Tag und die Sonne steht hoch am Himmel, mal dämmert es. Dann sinkt die Sonne ins Meer, Nachtgewölk bezieht den Himmel und der Mond steigt empor.

Für die Wolken habe ich zwei weitere Bilder zerschnitten: das eine war ein altes Aquarell, das andere eine neuere Zeichung mit Graphitstift.

Habt Spaß!

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Wie sehen die Kleinsten? Die Entstehung der Welt aus dem Ei

Die Bilderbuchgeschichte um Tui-Ti, die ich für den Eichhörnchenverlag gestalten möchte (siehe hier), beschäftigt mich sehr. Wie sehen die Kleinsten? Und was verstehen sie? Ich frage hier und da, bekomme auch Antworten. Mir ist klar, dass es keine einfachen Antworten gibt. Zu viel hängt von der individuellen Entwicklung des Kindes und dem kulturellen Milieu seiner Familie ab.

Auch meine Methode ist nur ungefähr anwendbar. Normalerweise lasse ich mich von der Form der Schnipsel leiten. Sie geben mir die Bildmotive und Geschichten. Nun muss ich umgekehrt verfahren: Finde die Bildschnipsel, die zur Geschichte passen. Das einfachste wäre ja, ich schnitte sie mir einfach passend zurecht. Aber das will ich nicht. Ich möchte weiterhin den Schnipseln und ihrer Formsprache das Kommando überlassen und nur im Ausnahmefall ein neues Stück schneiden.

Während ich noch grübele, mache ich schon mal diesen und jenen Legeversuch. Manches von dem, was ihr mir in euren Kommentaren zu bedenken gegeben habt, habe ich berücksichtigt. Das betrifft besonders Starkfarbigkeit vs. Pastelltöne (Katrin) und die Gestalt des Baumes (Myriade). Ulli liest den Enkelkindern vor und meldet mir, wie sie es aufnehmen. Und Nina vom Eichhörnchenverlag, Mutter einer Zweijährigen, gibt mir wichtige Tipps.

Die Geschichte, die Mama Tiu der kleinen Tiu-Ti über die Weltentstehung erzählt, beginnt so:

Am Anfang waren Tui der Helle und Tiu die Dunkle. Die beiden liebten sich herzlich. Jeden Tag sangen sie Tui-tiu-tui-tiu-tuitt. Aber etwas fehlte. Und was war das? Tui-tiu-tui-tiu-tuitt – ach wären wir, ach wären wir, ach wären wir zu Dritt! „

Als die Zeit reif war, legte Tiu ein wunderschönes blaues Ei.

Genauso bleibt die Erzählung nicht, aber die Richtung stimmt. Dazu habe ich gestern und heute zwei Varianten gelegt. Und das Nest zeige ich gleich dreimal. Na, schau selbst.

   

im zweiten Bild habe ich die Schnipsel umgedreht und zeige ihre Rückseite.

a. der Nistplatz, b. Nistplatz mit Nest, c. Nest mit Ei

Die Vorläufer-Bilder zeigen die Familie der Tiu-Ti in der ursprünglichen und in der zweiten Fassung  , die großen Tui und Tiu, die den Tag und die Nacht dirigieren, 

und schließlich die neueste Arbeit zu Kinderwunsch und Ei-Ablage.  .

Wie du siehst, habe ich die Form der Vögel noch nicht festgelegt. Welche Vögel gefallen dir für das Projekt Bilderbuch für Babys und Kleinkinder? (Zum Vergrößern anklicken).

 

 

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12-Monatsbild : Atelier oder Wurzelmännchen?

Der Monat ist rum und mein Beitrag zu Zeilenendes schönem 12-Monatsprojekt (hier) steht immer noch aus. Mein Atelier träumt mutterseelenallein und mit geschlossener Tür vor sich hin. Ich bin nicht dort. Also kann ich es auch nicht fotografieren. Vor ca zwei Wochen verließ ich es so:

Hinaustretend und Abschied nehmend sah ich den Granatapfelbaum blattlos, die kleine Feige bereitete ihre erste Blattknospe vor, der große Feigenkaktus zeigte nicht die Spur einer Knospe, und der Olivenbaum legte seinen Schatten auf einen von roten Anemonen gesprenkelten Abhang.

 

Wie es heute aussieht? Ich werde es in ein paar Tagen wissen und gerne nachreichen. Da es aber sehr wohl möglich ist, dass ich auch an anderen Monatsenden in Athen und nicht in der Mani bin, werde ich alternativ Bilder von den Wurzelmännchen zeigen. Ihr kennt sie als blattlose Gesellen. Und so blieben sie auch bisvor wenigen Tagen: blattlos in der noch schwachen Sonne tanzend.

Doch nun verändern sie sich schnell. Die Knospen, die eher wie Geschwulste im harten Holz aussahen, brechen auf – nicht um Eiter, sondern um fein gefiedertes Hellgrün zu entlassen. Ich denke, als Monatsbild lässt es sich sehen.

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Panta rhei – im Lieberlebenblog (eben gefunden. Danke!)

(Foto aus einem kleinen Restaurant in Brüssel) Etwas Gutes bringt jeder Tag – der heutige führt mich über einen Kommentar auf dem “dauerferien”-Blog zum Blog der in Griechenland lebenden deutschstämmigen Künstlerin Gerda Kazakou. “Alles fließt, nichts bleibt, wie es war”, übersetzt sie die Worte Heraklits. Panta rhei – das ist ihre Philosophie, die in ihrer […]

via Panta rhei — lieberlebenblog

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Ramnous

(Im Hintergrund Euböa mit dem schneebedeckten Berg Dirphis, 26.2.2017)

Die mächtige Platane von Ramnous zeigte ich euch gestern. Heute folgen Bilder vom selben Tag, aber auch von früheren Besuchen, zu anderen Jahreszeiten. Denn es war nicht das erste Mal, dass ich dort war. An diesem Sonntag konnten wir den Pfad nicht finden, der mich früher am eingezäunten Heiligtum entlang steil hinunter ans Meer brachte (Fotos Februar, März 2011 beim Abstieg).

War der Pfad zugewachsen, vielleicht abgebrochen, hinunter in den Wildbach, der sich dort tief ins Gelände gearbeitet hat? Also stiegen wir auf einem Jägerpfad ins trockene Bachtal hinab. Über weiße Felsen und Geröll vorsichtig weiter und weiter uns tastend hofften wir, das Meer zu erreichen. Doch nach einer Dreiviertel Stunde war Schluss damit: ein schroffer Absturz, der untere Teil unterspült von den Wildwassern, machte ein Weiterkommen unmöglich. So ist das eben manchmal im Leben, man muss zurück, ohne sein Ziel erreicht zu haben (Fotos vom März 2017)

Wir kletterten also zurück und landeten schließlich auf einem Feldweg auf der anderen Seite der Schlucht. Das Wandern ist des Müllers Lust – und schön ist das Land mit seinen weiten Ausblicken über Hügel, Wäldchen, rot-erdige Weinreben-Felder, ferne Schafherden und bäuerliche Anwesen – doch waren wir froh, als wir das Rattern eines Kleinlasters hinter uns vernahmen. Der freundliche Fahrer, der auf der Ladefläche Bienenkästen transportierte, machte im Führerhaus Platz für uns zwei Frauen und den Hund Tito und brachte uns zu unserem Ausgangspunkt zurück. 15 km waren es noch!

Ramnous also. Trotz der beschwerlichen Kletterei bin ich von einem tiefen Glücksgefühl erfüllt wie jedesmal, wenn ich dort gewesen bin. Das Heiligtum bzw das, was nach der Zerstörung im 5. Jahrhundert  davon übrige geblieben ist, ist nach fünf Jahren Schließung („Personalmangel“) wieder betretbar, nicht aber die weiter unten liegende Festung. Ich bin mal durch ein Loch im Zaun eingestiegen und kann euch Fotos von dort zeigen. Man hat einen herrlichen Blick auf das Meer und hinüber nach Euböa, dessen pyramiden-artiger Berg Dirphis auch vorgestern im Schnee glänzte.(Fotos vom Februar 2011)

 

Ans Meer kann man per Jeep oder landwirtschaftlichem Auto gelangen. Ich bin freilich immer den Pfad hinabgestiegen, hier im Dezember 2010, mit meinem Hund Tito.

   

Und nun höre ich auf zu erzählen. Wer mehr wissen will: Christiane hat den link zu Nemesis, Ramnous herausgesucht (hier). Für besseres Sehen: Bildchen anklicken.

Zum Ausklang die eindrucksvolle Platane noch mit Laub, im Dezember 2010.

 

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Montag ist Fototermin: die Platane von Ramnous

Ramnous ist ein Heiligtum der Nemesis. sie wacht darüber, dass das Gleichgewicht von Geben und Nehmen in der Natur nicht gestört wird. Gestern war ich mal wieder in Ramnous, es war ein traumhafter Ausflug und ich möchte davon erzählen. Aber nicht jetzt, denn es ist spät. Heute stelle ich euch nur die wunderbare Platane vor, die dort auf freiem Felde wächst.

Noch hat sie kein Laub, aber die Knospen sind schon gut entwickelt.

Um die Größenverhältnisse zu verdeutlichen, bat ich meine Freundin, sich mit dem Hund darunter zu stellen.

 

 

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