Waldstück

Eine Baumgruppe. Mild das Licht, schummrig fast. Bäume und Büsche stehen nicht vereinzelt, als mächtige Individuen da, sondern sie sind verwoben miteinander und mit der Erde, dem Himmel.  Sie leben im wässrigen Element, sind im Fluss, wachsen, flüstern. Bilden ein lebendiges Ganzes.

Die Aquarellskizze ist im selben Stil, zur selben Zeit wie die gestrige entstanden.

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Durchblick zur See

Dies Aquarell entstand vor 26 Jahren. Ich mag es, denn es drückt die Freude aus, die mich damals wie heute beim Anblick des Meeres erfüllt, wenn es mir durch Büsche hindurch sommerlich zulächelt.

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Menschen, Gärten, Baumhäuser und junge Ziegen

Nicht immer ist Zeit für eigene Kunst. Gestern und heute war Frauenvernetzung dran. Das ist eine feine Intiative deutschsprachiger Frauen, die auf der Peloponnes leben. In unregelmäßigen Abständen finden Treffen an verschiedenen Orten statt, um interessante Projekte kennenzulernen und sich auszutauschen.
Dieses Mal war meine Gegend dran, und so besuchten wir zwei Projekte, die ihr schon ein wenig kennt: Lysos Garten (initiiert von Waltraud Sperlich und Eva-Maria Lang) und Artfarm (initiiert von Sotiris Marinis). Außerdem lasen Waltraud und Eva-Maria aus dem Manuskript ihres Buches Schön stark vor, das uns ins alte Sparta zurückversetzt. Es soll im Sommer im Lysos-Verlag erscheinen.

Hier seht ihr die ganze Gruppe, zusammen mit den MitarbeiterInnen und einigen Azubis in Lysos Garten, versammelt unter dem gewaltigen Olivenbaum.

Koriander und Gewächshaus:

Gestern besuchte ich auch den Stand, den die jungen Leute dank der Fürsorge des Bürgermeisters in der Markthalle der Stadt Kalamata betreiben dürfen. Es herrschte heiterste Stimmung, denn das Gemüse war zur Gänze verkauft und übrig waren nur noch ein paar Pflänzchen. Hier drei der Auszubildenden mit zwei Helferinnen.

Der Garten und das Gewächshaus für die Ausbildung der mental beeinträchtigten Jugendlichen wird vom agrarischen Forschungsinstitut zur Verfügung gestellt, das zB diese Aquakultur betreibt, die ohne Erde auskommt:

  

In der Artfarm habe ich heute nur drei der Baumhäuser …  

und zwei junge Ziegen fotografiert (für mehr, zB hier  und hier ). Ich schlich mich möglichst nah an die Hübschen heran. Das dunkle Zicklein, das eine sehr markante Gesichtsmusterung hat, wollte leider kein Portraitfoto.

 

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Große und kleine Fische

Angesichts der Weltverhältnisse, über die ich lieber nichts sagen möchte, fiel mir dieses Bild ein.  Ich malte bzw machte es mit Wellpappe und Acryllpulver mit Leim auf Leinwand und dachte bei mir:  Wir hängen doch alle im selben Netz.

Detail

Detail

hier das ganze Bild, 50 x 100 cm

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documenta 14 in Athen

Diesmal sage ich „leider“, dass ich nicht in Athen bin. denn heute wird die documenta in Athen eröffnet. Danke, Ralph, dass du diese links eingefügt hast. Ich clicke mich durch, und ich empfehle es allen Kunstfreunden, sich hier mal gründlich umzuschauen.

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Lysos Garten wächst und gedeiht.

Ihr erinnert euch an das Gartenbau-Projekt „Lysos Garten“ (hier), das junge Menschen mit eingeschränkten Fähigkeiten in Kalamata und in der Mani zu Gärtnern ausbildet? Es geht mit großen Schritten voran! Zweimal schon haben die jungen Leute ihr selbst angebautes Gemüse auf den Wochenmarkt geschafft.  Morgen geht es zum dritten Mal los.  Ca 350 Euro kamen durch Verkäufe zusammen, und die Qualität der Produkte – 100 % biologischer Anbau – fand Beachtung und Beifall bei den Marktbesuchern. Ein Teil der Erlöse wurde gestern in einer Taverne am Strand verzehrt: Freude! Erstmals selbst verdientes Geld, Geselligkeit und Arbeit und Würde für die Beteiligten.

Heute ging ich in den Garten, um meine Nerven zu beruhigen. Ich war mit üblen Gefühlen aufgewacht, und dann sprang mich als erstes die Nachricht vom US-Angriff auf einen syrischen Militärflughafen an. Vom östlichen Mittelmeer waren die „Marschflugkörper“, genannt Tomahawk, aufgestiegen, hatten Feuer zu Feuer gebracht. Ich geriet in einen Zustand leichter Panik. Hilfe versprach ich mir vom Garten, von der friedlichen Arbeit und dem beschützenden Olivenbaum.

Das Wetter war ein wenig durchmischt, aber ich fotografierte fleißig und sende euch die Fotos mit einem tiefen Gefühl der Dankbarkeit für alle die, die die Erde freundlich behandeln.

  Hier der neu angelegte Kartoffelacker

Der Kompostierkasten ist eine Erfindung der sehr aktiven Gruppe Re:Think Kalamata, die sich neben vielen anderen ökologischen und kulturellen Aktivitäten seit Jahren für die Kompostierung von Grünabfällen einsetzt und Eigenbau-Kästen an vielen Plätzen der Stadt aufgestellt hat.

und dies ist ein Teil eines Kompostierbeets, ordentlich mit Plane abgedeckt.

Der mächtige Olivenbaum ist, wie ich erst heute sah, innen hohl. Ein wunderschöner kuscheliger Raum hat sich darin gebildet, von außen nur wahrnehmbar, wenn man, wie ich heute, ganz zu ihm hinaufsteigt, um ihn anzufassen und sich Trost und Kraft aus seiner Wärme zu ziehen angesichts der Kälte der Welt.

Im Gewächshaus stehen nun hunderte von Zöglingen, eingesät oder schon umgepflanzt unter Anleitung der engagierten Bäuerin Christina, die täglich ohne Bezahlung mithilft. Hier seht ihr die junge Sozialarbeiterin Giorgianna und die beiden AzuBis Theodoros und Jannis.

 

Schon vor drei Tagen brachte mir meine Herzensfreundin Eleftheria („Freiheit“), die als Agronomin das ganze Projekt leitet, Salatköpfe, junge Zwiebeln und zwei Bund Petersilie nach Haus. Das musste mit einem Glas Wein gefeiert werden!  

 

ein frischer Salatkopf, garantiert hormon- und giftfrei!

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das Meer – il mare – η θάλασσα

der, die oder das Meer? Die Völker haben unterschiedliche Ansichten darüber, welches Geschlecht dem Meer zukommt. Die Griechen – klar – halten es für eine Frau, Thalassa, tief und unergründlich, grollend und glatt und glänzend. Für die Italiener und Spanier ist das Meer herausfordernd, kämpferisch, wild, eine männliche Mutter : il mare, el mar. Den Franzosen wurde es weiblich: la mer. Für die Deutschen? Wir sagen die See – da schwingt viel Seele mit, Sehnsucht und weite Sicht. Das Meer – auch hier das Doppel-ee, Dehnung und Dünung, das mütterliche M und rollendes R, eine MutteR ohne Geschlecht.

Ich brauche das Meer, die Thalassa, il Mare, täglich, immer. Ich bin süchtig nach ihr (ja, für mich ist sie weiblich), nach ihrer Lebendigkeit, ihrem Atem, ihrem Farbenwechsel, ihrem Duft, ihrem Rollen und Rauschen, ihrem lieblichen Plätschern, ihrer Stille. Aufgewachsen bin ich an der Ostsee, die für mich Heimat bedeutet. Nun lebe ich schon lange im Einzugsbereich des Mittelmeers, des Meeres inmitten der blühenden Küsten und Kulturen des Altertums. Auch sie nun Heimat.

Marie fragte mich gestern besorgt, ob das Meer noch da sei. Und so zeige ich heute ein paar Fotos der letzten Tage, von meiner kleinen Ecke des großen Meeres. Und was drumrum wächst.

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Wie sehen die Kleinsten: Und nun „Gute Nacht“

 

Viermal hahe ich die Schlussszene des Bilderbuchs Tiu-Ti und die Geburt der Welt aus dem Ei gelegt: „Es ist Zeit schlafen zu gehen“. Vielleicht brauche ich sie gar nicht, sondern höre einfach auf, wenn das Weltenei erscheint. Ich hatte aber eine Idee, die ich ausprobieren wollte. Die Idee war folgende:

Wenn sich Tag und Nacht, TUI und TIU, Hell und Dunkel, männliches und weibliches Prinzip morgens und abends in Liebe begegnen und vereinigen, entsteht ein rosa Licht am Himmel: Morgenrot, Abendrot. Das Licht der Liebe, die Farbe des Herzchakras füllt den Weltraum. Neues Leben wird geboren aus der liebevollen Vereinigung der Gegensätze.

Ich bemalte also eine Pappe und ein Transparentpapier rosa, zerschnitt beide und probierte herum. Ich fand die Umsetzung  in der Legetechnik schwieriger als gedacht.

Oben siehst du die vier Bilder in der Reihenfolge ihrer Entstehung. Jetzt füge ich den Originalen allerlei Varianten bzw Ausschnitte bei, die durch Bearbeitung der Fotos entstanden sind. So siehst du den ganzen Aufwand, den ich getrieben habe, um zu einem Endprodukt zu kommen. Wieder würde ich deinen Rat und dein Urteil sehr schätzen. Danach gebe ich erstmal Ruhe, lasse alles sinken und schreibe die Endfassung der Geschichte.

No. 1  

Ein symbolisch-philosophischer Lösungsversuch. Uff. Natürlich nichts für die Kleinsten. Aber wer weiß schon, wie sie die Welt sehen! Vielleicht geradeso mysteriös und recht bedrohlich wie auf dieser Bearbeitung?

 

No. 2

Hier habe ich so ziemlich das ganze Material verbaut, um eine kompakte Nachtwelt zu schaffen.


                                                             (bearbeitete Fassung)

No. 3

Die Pappe fiel zu Boden, als ich heute noch ein Foto bei Tageslicht machen wollte.

 

 

                                                             (Bearbeitete Fassung)

No. 4 Drum machte ich heute vormittag noch einen vierten Versuch.

 

                                                              

                                                            (Bearbeitete Fassung)

Ich muss jetzt los. Gute Nacht, ihr Lieben.

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Tui der Helle – Variante

Ein kleiner Nachtrag zum Heutigen: Der große helle TUI gefiel mir nicht sonderlich, also habe ich ihn verändert. Du erinnerst dich: TUI ist die helle Kraft des Tages, der Sonnenvogel, Partner der TIU, der dunklen nächtlichen Kraft.

Hier habe ich ein wenig mit der Beleuchtung gespielt. Welches gefällt dir besser, das obige Original oder eins der beiden im Zentrum stärker ausgeleuchteten Bilder?

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Wie sehen die Kleinsten: TUI der Helle

Heute Nacht sortierte ich meine aus Athen mitgebrachten Schnipsel und legte ein weiteres Bild zu Tiu-Ti, dem Bilderbuch, das im Eichhörnchenverlag erscheinen soll. Im Original-Text heißt die entsprechende Stelle: Schau! Gerade jetzt leuchtet im Osten der helle Tui, und du bist aufgewacht und fröhlich, mein Kind.
Dabei wird es nicht bleiben, denn ich möchte doch lieber eine Gute-Nacht-Geschichte draus machen. Mamas und Papas haben dann mehr Muße zum Vorlesen.

Erst mal zur Erinnerung das Bild mit der großen nächtlichen TIU.

Und hier also die Legearbeit mit dem großen hellen TUI.

Der Vogel TUI sieht etwas gestückelt aus.  Tage haben das so an sich, man ist zerstreut, man verzeettelt sich leicht. Da das Buch aber für Babys und Kleinkinder ist,  werde ich den Tui wohl noch mal in geschlossenerer Gestalt legen. Notfalls schneide ich mir ein paar neue Stücke.

Du fragst dich vielleicht, warum TUI der Tagesvogel männlich und TIU der Nachtvogel weiblich ist? Nun, der Tag (männlich) wird in den meisten Sprachen und Kulturen von einem männlichen Himmelskörper regiert: gr Helios, frz le Soleil, die Nacht (weiblich) aber von einem weiblichen: gr Selini, frz la Lune. Im Deutschen ist es merkwürdigerweise umgekehrt. Auch die Chinesen weisen dem dunklen Yin das Weibliche, dem hellen Yang das Männliche zu. TUITIU – AllschöpferIn – ist YangYin.

Ich würde mich wie immer sehr über eure Rückmeldungen freuen, insbesondere wenn ihr Änderungen vorschlagt. Kali evdomada (Gute Woche) wünsche ich euch allen!

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