Worauf wir gehen: Grautöne (2)

Die Straße, die vom Wasser zum Haus führt, ist durch immer wiederkehrende Bauarbeiten zu einem Kunstwerk geworden. Ich begehe sie jeden Tag, staubtrocken oder nass, in der Sonne verdorrt oder dunkel schimmernd unter grauem Himmel wie heute.  Und so dachte ich, ich sollte sie euch mal präsentieren. „Worauf wir gehen“ war schon einmal mein Thema, daher jetzt die No. 2.

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Skizzenbuch (8): Pflanzen in der Taverne zeichnen

Viel Neues ist nicht entstanden. Eine verwelkende Rose in einem Blumenkasten, ein Schattenwurf von Pflanzen an der Wand, ein paar Bananenblätter zwischen Dach und Maue . Alles in der Taverne gezeichnet, bevor das Essen kam.

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Modisches in Kalamatas Altstadt

Gestern bummelten Slobodanka und ich bei Bestwetter durch die Altstadt von Kalamata, bevor sie den Bus nach Athen bestieg. Es reizte mich, ein paar der sonnendurchfluteten Gassen und billigen Auslagen zu fotografieren. Teure Geschäfte gibt es hier nicht, vieles ist Chinesisch, manches einfache griechische Ware. Der Umsatz ist gering. Wir halfen dem Handel auf die Beine, indem wir je ein Kleidungsstück erstanden.

Zwischen den Gebäuden unregelmäßige Ausschnitte des Blauhimmels, die immer meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

 

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Montags ist Fototermin: ein Nachtrag

Dies ist ein Nachtrag zu Montag. Wir sind nun alle vier auf dem Boot aus Stein zu sehen – dank Slobodankas Selfie-Stick. (Fotos Slobodanka Stupar) Vier Menschen aus England, Griechenland, Serbien, Deutschland – dazu auch zwei britische Hündinnen. Mein griechischer Hund wollte nicht mit aufs Bild.

Käptn Ahoi!  🙂

In der Nacht saßen wir im Garten bei Wein und Imbiss beisammen, und Ben, der Herr der schwarzen Hündinnen, spielte auf meiner Gitarre, die sonst ungenutzt herumliegt. Slobodanka machte einen kleinen Video-Mitschnitt – sehen tut man nichts, ogleich der Vollmond scheint -, aber hört nur, wie sich die Gitarrentöne und die der Stimmen im Hintergrund fein mischen.

Fehler
Dieses Video existiert nicht

Die schwarzen Hündinnen machten sichs derweil vor dem Kamin gemütlich. Später waren sie alle weg – und der gewohnte Zustand ist wiederhergestellt.

 

Am Morgen mit Tito – Am Abend die schwarzen Gäste  (Fotos Slobodanka Stupar)

 

 

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Haarkunst im Paradies – eine Performance mit Slobodanka Stupar

Slobodanka Stupar, die mich mit ihrem Besuch überraschte, ist Künstlerin und lebt konsequent nach dem Satz: „Mach aus allem, was du tust, Kunst“. Ihr habt sie schon einmal als „Haarkünstlerin“ bewundern können. Heute machten wir daraus eine kleine „Performance“: Mithilfe meines Handys und ihres Selfie-Sticks verfolgten wir die Entstehung einer neuen Frisur. Die Präsentation des Kunstwerks geschah dann im Paradiesgarten.

Bei den Flecht-Fotos gefällt mir besonders das Zusammenstpiel von Zopf, Armen, Händen und Geäst. Die fertige Frisur haben wir dann in verschiedene Kontexte gesetzt, wobei das Rot der Granatäpfel schließlich den Sieg davon trug.

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Montag ist Fototermin

… und das ist gut so. Denn sonst hätte ich gar nichts zu zeigen.

Wenn eine liebe Freundin kommt, kommen gern auch andere liebe Freunde. Und ihre Hunde. So bleibt keine Zeit für Zeichnen und Malen.

Abend am Strand, die Wellen gehen höher, der Mond ist noch nicht gekommen.

Wir sitzen zusammen auf einem großen Steinbrocken, als sei es ein Boot, und albern herum. Die Hunde haben auch ihren Spaß. Ist eine internationale Gesellschaft: die schwarzen Hundedamen kommen aus England, der Herr der Hunde ebenfalls, die Frauen kommen aus Griechenland und Serbien und Deutschland (ich).

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Haarkunst am Sonntag

Ich bekam überraschend Besuch. Eine liebe Freundin, Künstlerin aus Belgrad, ist für ein paar Tage bei uns abgestiegen. Heute hatte sie einen Wunsch. Slobodanka wünschte, mein Haar zu kämmen, das durch Sommer und Meer hochgradig zerzaust ist. Und kann man einem lieben Gast etwas abschlagen?
Als ich die Bürste holte, fiel mir eine Szene ein, die vor 60 Jahren fotografiert wurde. Meine Cousine Sabine kämmte mein damals blondes Haar. Sie wurde später, als sich ihre Familie aus der DDR absetzte, tatsächlich Friseuse.  Leider habe ich die damaligen Fotos nicht hier, vielleicht finde ich sie und kann sie nachreichen. Jedenfalls wünschte ich mir, die heutige Szene nun ebenfalls im Foto festzuhalten. Ich hantierte daher erstmals mit einem Selfie-Stick, den Slobodanka in ihrem Gepäck hatte.
Sechzig Jahre. Ein ganzes Leben. Aber die Bilder gleichen sich. Und Slobodanka und ich sehen so jung aus, nur wenig älter als Sabine und Gerda damals in Heiligenhafen, als wir sechzehn waren. Finde ich. Na ja. Ein bisschen ist das natürlich gelogen.

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Gemeinsam zeichnen (9)

Drei Altbekannte (Magda, Poppy, Kokkinia) und eine Neue (Athina) kamen heute zu einer Zeichenrunde. Nur anderthalb Stunden hatten wir diesmal. Schnell wechselten wir die Posen von Magda und Poppy, Athina saß zuletzt eine halbe Stunde.

Wir haben tapfer gekämpft, und einige Ergebnisse lassen sich durchaus sehen.

Die Anfängerin Athina, die ganz unbeleckt von Zeichenunterricht ist, brachte sehr originelle Zeichnungen zustande, die mich irgendwie an den französischen Art Brut-Maler Jean Debuffet erinnern.

Magda zeichnet drei ausdrucksvolle Sitzposen

Poppy zeichnet in ihrem Ikonenstil, wird dabei aber durchaus dem Modell gerecht.

Kokkinia zeichnet zwei starke Portraits, und auch die Sitzposen gelingen ihr immer besser.

Gerda zeichnet auch.

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Der letzte Tropfen?

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Regina Tauschek lebt seit zwei Jahren im kurdischen Irak und schreibt über ihre dortigen Erfahrungen sehr informative, sachlich-ausgeglichene Berichte. Keine Kriegsberichterstattung, sondern über das Leben der Bewohner. Hier geht es um die zunehmende Wasserknappheit, ihre Ursachen und Folgen. Sehr lesenswert. … Weiterlesen

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abc-etüde: Granatapfel – aus den Nähten platzend

Noch ein Etüdchen mit den drei Wörtern: verschwenden, müde, Kunst.

Ihr wisst es: Drei Wörter sollen in einem Text mit höchstens 300 Wörtern untergebracht werden. Ludwig Zeidler hat einst zu diesem beliebten Schreibspiel aufgerufen und Christiane betreut es jetzt allein. Auch die Einladungsgestaltung und die Wörter stammen diesmal von ihr.  Danke, Christiane!

 

 

Hymne an den Granatapfel

Deine Perlen schwellen, sie sprengen die Form

Die eng umschließende, rot sich verfärbende

Äußere Haut.

Schon wollen sie stürzen, wollen hinaus und hinunter

Sich verschwenden an Vögel und Mäuse

An all die Insekten und auch an mich

Die, müde von zu vielen Gedanken

Gerne nimmt von deiner höheren Kunst.

Granatapfel du, weiblichen Wesens, verschwenderisch

Üppig und immer bereit zu leben in Fülle

Lehre du mich, selbst genießend und ohne Besorgnis

Hinzugeben mich und mein Sosein ohne zu fragen

Wer oder was sich von Meinem sonst noch ernährt.

 

Mehr Granatapfelbilder und -texte gewünscht? https://gerdakazakou.com/2016/10/03/montags-ist-fototermin-granatapfel/

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