Haarkunst am Sonntag

Ich bekam überraschend Besuch. Eine liebe Freundin, Künstlerin aus Belgrad, ist für ein paar Tage bei uns abgestiegen. Heute hatte sie einen Wunsch. Slobodanka wünschte, mein Haar zu kämmen, das durch Sommer und Meer hochgradig zerzaust ist. Und kann man einem lieben Gast etwas abschlagen?
Als ich die Bürste holte, fiel mir eine Szene ein, die vor 60 Jahren fotografiert wurde. Meine Cousine Sabine kämmte mein damals blondes Haar. Sie wurde später, als sich ihre Familie aus der DDR absetzte, tatsächlich Friseuse.  Leider habe ich die damaligen Fotos nicht hier, vielleicht finde ich sie und kann sie nachreichen. Jedenfalls wünschte ich mir, die heutige Szene nun ebenfalls im Foto festzuhalten. Ich hantierte daher erstmals mit einem Selfie-Stick, den Slobodanka in ihrem Gepäck hatte.
Sechzig Jahre. Ein ganzes Leben. Aber die Bilder gleichen sich. Und Slobodanka und ich sehen so jung aus, nur wenig älter als Sabine und Gerda damals in Heiligenhafen, als wir sechzehn waren. Finde ich. Na ja. Ein bisschen ist das natürlich gelogen.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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36 Antworten zu Haarkunst am Sonntag

  1. Myriade schreibt:

    Oh, eine tolle Frisur, edel, aber locker …..

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  2. kopfundgestalt schreibt:

    Hat sie Dich gebändigt? 🙂

    Schöne, intime Fotos, danke!

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  3. Ulli schreibt:

    Eine herrliche, nein eine so frauliche Interaktion, die die uns hier zeigst, liebe Gerda und die Frisur „war“ richtig klasse, passt(e) zu dir …
    euch noch eine fröhliche Zeit,
    herzlichst, Ulli

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  4. mmandarin schreibt:

    Das edle ist eben meist von kurzer Dauer..aber sehr schön aristokratisch. Hübsch. Marie

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  5. mmandarin schreibt:

    Eintagsfliegen? Das sehe ich aber anders. Und wenn man bedenkt, dass sich Flöhe und Läuse unter den kunstvollen Frisuren der feinen Damen vergnügten, dann fühle ich mich dem einfachen Fußvolk doch sehr verbunden. Genieße die zerzauselten Meerhaare. Marie

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  6. Linsenfutter schreibt:

    Sieht toll, aber ….. aber kompliziert aus.

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  7. Raffa´s Welt schreibt:

    Stockholm, 12°, Nieselregen…
    Athen, 23°, Sonne und Wind… die Frisur hält.
    Das Fußvolk darf jedoch spontan, Aphroditen-gleich ins Wasser gehen –
    Freiheit, die ich meine…

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  8. kowkla123 schreibt:

    ach hätte ich doch noch mehr Haare, möge es eine gute Woche für uns werden

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  9. kunstschaffende schreibt:

    Man Gerda, ein wunderbarer Beitrag, klasse! Und Deine Frisur hatte auch Klasse und Schönheit ist vergänglich, Deine Frisur ist jetzt im Meer versunken. Wie wundervoll unkompliziert Du bist, dass ist die wahre Schönheit!

    Liebe Grüße Babsi

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    • gkazakou schreibt:

      Danke von Herzen, Babsi! Hier herrschen noch sehr sommerliche Temperaturen, der Himmel ist klar, das Meer still in Erwartung des Vollmonds. Ab übermorgen wird die große Waage sich wohl Richtung Herbt und Winter neigen. Hab einen schönen Tag!

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  10. Sabine schreibt:

    Hat dies auf Kreatives von Sabine Müller rebloggt und kommentierte:
    Ach wie schön…..; im Inneren sind wir jung geblieben…. . Ertappe mich auch immer in der Vorstellung, Fotos soundso zu machen. Sehe ich sie dann, merkt man die Veränderung schon…. . Es kommt oft auch auf die Situation an. Ihr beide habt eure Gedanken an die alte Zeit gehabt, geredet, gelacht. Da kommt das junge Leben wieder. *lach und liebe Grüße Sabine

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  11. Barbara Fringuella schreibt:

    … doch, Du siehst sehr jung aus ! Auch mit zerzaustem Haar ! As ich Dich vor ein paar Wochen kennen lernte, konnte ich mir Dich als aufmüpfige Studentin in Berlin (die 67igerin ! ) gut vorstellen … ich muss Dir noch die Photos schicken, auf denen Du die Quellen-Nymphe bist, schön und tapfer im eiskalten Wasser in den Bergen der Peloponnes

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  12. www.wortbehagen.de schreibt:

    sehr entspannt sitzt Du da in Deinem Stuhl, liebe Gerda, ein Kleid, keine Hose schmückt Dich heute und ich betrachte lächelnd nach und nach Bild für Bild.
    Dann entsteht eine wunderhübsche lockerfeine Aufsteckfrisur, um die Dich manch junges Mädchen beneiden würde.
    Sehr herzlich, Bruni am sonnigen späten Montagnachmitag

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  13. Eine schöne Frisur gegen ein kühles Bad. Beides geht offenbar nicht.

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