Tägliches Zeichnen: männliches Modell (3)

Nach der Weihnachtspause ging ich heute wieder in die Zeichenschule, um nach Modell zu zeichnen. Derselbe junge Mann, der uns schon zweimal saß, war auch heute da. Ich zeichnete zuerst nur die Umrisslinien mit Buntstiften, ging dann mit den Farben ins Flächige. In der dritten Sitzung überarbeitete ich das Bild mit Kohle.

Erste Phase: eigentlich ist hier schon alles gesagt und alles entschieden.

Am Ende, nach Einsatz auch der Kohle, sieht es so aus:

Nur das Portrait:

Sitzung 14.1.2026

.

Sitzung 11.12.2025

Die Sitzungen mit demselben Modell findest du hier und hier.

Sitzung 17.12.2025

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Geschichten von und mit Philippe (1). Doras Philippika

Ich hätte ja gewarnt sein können. Philippe ist keine Stimmungskanone. Denn wie schreibt sein Autor?

Ach, kleiner Prinz, nach und nach habe ich so dein kleines trauriges Leben verstanden. Lange Zeit blieb dir nur die Lieblichkeit der Sonnenuntergänge, um dich zu zerstreuen. Dieses Detail erfuhr ich am Morgen des vierten Tages, als du mir sagtest:– „Ich mag Sonnenuntergänge. Lass uns einen Sonnenuntergang anschauen…“

Hier gibt es zwar schöne und viele Sonnenuntergänge – also einen am Tag bestimmt! – , Wenn aber ein trauriger Prinz auf deinem Schreibtisch steht, der sich sehnlichst jetzt und sofort einen Sonnenuntergang wünscht, weil sein Herz traurig ist, und es ist zwölf Uhr am Mittag und bis zum Sonnenuntergang dauert es erfahrungsgemäß noch mehrere Stunden …. was tust du dann? Wie kannst du ihm Erleichterung verschaffen?

Ich schlage ihm vor, schon mal ans Meer zu gehen: wer weiß, vielleicht hat die Sonne ein Einsehen und geht ihm zu Gefallen schon um eins unter? (Hoffentlich nicht! Ich möchte  keinen halben Tag verlieren!)

Er schaut mich dankbar an und verschwindet. Eine Stunde drauf ist er wieder da und wirkt etwas heiterer als sonst. Nanu!? sage ich. Fragen stelle ich keine, denn das hat sowieso keinen Zweck. Er antwortet ja nie.

Aber schließlich erfahre ich doch, was passiert ist. Er hatte eine Begegnung mit Dora! Und die war so:

Als er traurig den Horizont betrachtet, der eine scharfe blaue Kante bildet, während die Sonne hoch über seinem Kopf steht, tränzelt plötzlich seine Fast-Schwester heran. In den Händen hält sie zwei Riesenköpfe an Stangen. Schon von Ferne schreit sie: „He, Philippe, wach auf, du sehnsuchtsvoller Hungerleider! Hab ich dich darum auf die Erde geschickt, damit du Trübsinn verbreitest? Soll ich darum deine Rose hüten? (Der gehts übrigens ausgezeichnet). Die Menschen brauchen Spaß und Spiele! Vor allem aber brauchen sie viel Liebe, Philippe! Wenn man ihnen nicht ein bisschen hilft, streiten sie sich vor lauter Langerweile und schlagen sich die Köpfe ein. Also denk nicht nur an dich und deine Rose, sondern denk auch mal an die andern! Unterhalte sie, liebe sie! 

Philippe lächelt schief, als er mir von Doras Philippika* erzählt. Aber er lächelt, und das ist immerhin ein Fortschritt. Außerdem äußert er den Wunsch, nun seinerseits Stockpuppen zu bauen. Ich soll ihm dabei helfen. Aber gern, Philippe! Doch was für Typen wollen wir machen? Solche Streithammel wie Doras Philipp II und Demosthenes?* Oder vielleicht doch etwas liebevollere Wesen? Na, man wird ja sehen. Jetzt müssen wir erstmal ans Meer, denn die Sonne geht unter!

Danke, Dora! Ich hoffe, deine Philippika hat etwas bewirkt. Denn ehrlich, es geht mir auf die Nerven, Philippe so herumhängen zu sehen. Er ist hypersensibel und empfindlich, und sein poetisches Gemüt träumt ständig von Sonnenuntergängen und Mondaufgängen oder er sehnt sich nach anderen Orten als dem, an dem er sich grad befindet. Wieviel erfreulicher war doch das Leben mir dir, kleine Dora!

___

*Philippika = Standpauke, benannt nach den berühmten Reden des Demosthenes gegen den König Philipp II von Mazedonien, der die Attische Demokratie bedrohte. Cicero nannte seine scharf anklagenden Reden gegen Marc Antonius orationes Philippicae.

 

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Dienstagsdrabble mit Wortman: Mondgesicht

Wortman sei Dank, ist Dienstag immer noch Drabbletime. Heute gilt es, die Wörter Punkte-Zahn-interessieren in einem Text von genau hundert Wörtern unterzubringen.

„Punktepunktekommastrich

Fertig ist das Mondgesicht“

Mama zeichnete geschwind

Lächelte dabei dem Kind

Freute sich, weil sie so gern

Sich an das, was furchtbar fern

In der Kindheit liegt, erinnert.

*

Doch das Kind find’ das nur spinnert.

Nimmt den Stift und malt nen Zahn

Riesengroß fast wie ein Kran

In den Mund des Mondgesichts

Von dem Munde bleibt fast nichts.

* 

„Wenn’s dich intressiert, Mama,

Waren Menschen schomal da

Auf dem Mond, da gibt es Krater

Und Vulkane, sagt der Vater.“

*

Mama seufzt: „Das stimmt wahrscheinlich.“

Ihre Zeichnung ist ihr peinlich.

Denn die Mama ist erwachsen

Viel zu alt für solche Faxen.

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Beim Verschönerungsverein von Akrogiali (mit Rückspiegelungen)

In Akrogiali („glänzenden Küste“) gibt es einen kleinen Laden, und so fuhr ich hin, um Brot und Schafskäse zu erwerben. Außerdem wollte ich mein heutiges Kalenderblatt zeichnen. Das Licht war herrlich, aber der Wind so stark, dass es unmöglich war, draußen zu sitzen und zu zeichnen. Ich tats dann vom Parking des „Verschönerungsvereins“ aus, im Auto sitzend. Dies war der Ausblick.

Kein so tolles Motiv. Dabei gab es viel attraktivere Ausblicke. Doch hatte ich nur den Kalender und keine anderen Malmittel als ein paar Buntstifte dabei, also war es nichts mit Weitermalen. Fotografieren geht zum Glück immer.

Überrascht war ich, als ich die Fotos betrachtete, die ich vom Rückspiegel machte. Ich wusste gar nicht, dass mein Auto so toll bemalt ist!

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Bilder von unterwegs

Heute machte ich wieder einen großen Rundgang ums obere Dorf und zurück auf der anderen Seite der Schlucht, an der unser Haus steht. Das sind, wie mir der Schrittzähler mitteilt, 5,3 km und 23 „Treppen“. Bei sonniger Kälte kann ich solche Strecken leicht bewältigen.

Als erstes halte ich nach den Schneegipfeln Ausschau: hat es in der Nacht wieder geschneit? Ja, der Schnee bedeckt jetzt auch die niedrigeren Hänge des Bergmassivs, liegt aber nicht sehr dicht.

Taygetosgipfel, herangezoomt

Einen schönen Kontrast bildet das rubinrote Laub des wilden Weins (?). am Hang unterhalb eines Hauses.

Ich sehe eine Frau die Straße herunterspazieren, sie führt ihren Hund aus, denke ich. Aber nein, es ist ihr schwerer grauer Kater Leo, der ihr auf dem Fuß folgt. Eine Deutsche, wie sich herausstellt. Wir reden ein bisschen über das zufriedenstellende Wetter hier, und dass das Wetter in Deutschland, das sie im vergangenen Juni und Dezember besucht habe, eher enttäuschend gewesen sei, wir streifen auch die Weltereignisse, versichern uns, dass alles gut enden wird, und wünschen uns ein frohes Neues Jahr. Dann ruft sie den Kater, um weiter bergab zu spazieren, während ich hinauf zum Bergdorf gehe.

Erstaunlicherweise gibt es in diesem mir wohlbekannten Dorf immer etwas Neues zu entdecken. Diesmal fällt mir ein einst mit Elefant und anderem Getier bemalter, nun verrottender Kleinbus auf. Sicher bin ich schon oft dran vorbeigegangen, ohne ihn zu bemerken…

Die beiden charakteristischen Kirchen des Dorfes beeindrucken mich immer, und immer fällt mir dazu die Geschichte der älteren Kirche links ein: sie wurde nie geweiht, weil sie versehentlich nicht auf der Ost-West-Achse gebaut wurde. Eine neue Kirche musste her. Die wurde dann auch gleich bedeutend größer.

Neben dem alten Kirchlein führt eine mit Gras überwachsene Steintreppe abwärts. Die nehme ich und spaziere nun recht bequem durch einen Hohlweg weiter. Vom bewaldeten Hang her ertönt ein Schuss, und ich beginne, laut zu rufen, mit mir selbst zu reden und sogar zu singen. Die Vögel sollen gewarnt sein! Tatsächlich sehe ich einen großen Raubvogel aufsteigen. Nachdem ich den Ausgang der Schlucht umgangen habe, gelange ich zu einem Komplex aus zusammengeschusterten Gebäuden: Wohnhaus, Kirche, Garten und Umfassungsmauer sind nach und nach offenbar in Eigenarbeit entstanden. Die auffälligsten Bauteile habe ich schon öfter fotografiert, zB diese Engelsputte, die einen Pfeiler schmückt.

Heute fallen mir die Gesteine der hohen Umfassungsmauer auf. Ich mache eine kleine fotografische Gesteinssammlung, um euch ein paar besondere Exemplare zu zeigen, die, so unterschiedlich sie auch sind, alle in einer Mauer Platz finden.

Auf dem Weg hinab begegnet mir noch ein landwirtschaftliches Auto. Es hält neben mir, die Fahrerin grüßt lebhaft und wünscht mir ein gutes Neues Jahr. Dann gehts nur noch abwärts. Auch die Sonne sinkt tiefer und blendet mich. Wunderbar wieder das leuchtende Smaragdgrün des Klees, hier in Nachbarschaft mit einem Johannesbrotbaum.

Obgleich es nun kalt wird, mache ich noch einen kleinen Umweg zum Mandarinenbaum, um ein paar Früchte zu ernten. Sie passen neben den früher gepflückten Qumquatfrüchten und den Salbeistängeln in meine Jacken- und Hosentaschen.

Den Rest des Wegs lasse ich aus, der Text ist eh schon zu lang geworden.

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Vasilopita schneiden im Atelier

Heute schnitten wir in unserer Freundesgruppe die Vasilopita. Die Vasilopita (das Wassilios-Gebäck) ist ein besonderer Kuchen, der dem Heiligen Basileos, dem Schutzheiligen des Ersten Januar, geweiht ist. Er wird in der Familie, in Freundeskreisen und Vereinen bis gegen Ende Januar nach einem bestimmten Ritual „geschnitten“, und die Stücke werden verteilt. Im Kuchen versteckt ist eine Münze, und wem diese zufällt, der ist im laufenden Jahr besonders mit Glück gesegnet.

Außer dem Kuchen brachten die Frauen noch allerlei andere Speisen mit, alles natürlich selbstgemacht, selbstgebacken, die Zutaten zum Salat sogar selbst auf dem Balkon gezogen. Mein Tisch reichte nicht aus, um alles auszubreiten, ich musste mit einem Zeichenbrett anbauen.

Erstaunlich, was da so zusammenkommt. Von uns Feiernden gibt es auch ein Übersichtsbild.

Schön wars!

 

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25 Wochen – ein Objekt: Der Prinz und seine Fluchthelfer (Erklär mir Liebe)

Jeden Sonntag dasselbe Objekt in unterschiedlichem Surrounding fotografieren und posten – das ist der Vorschlag von Wortman. Ich habe als Objekt den „Kleinen Prinzen“ gewählt, der dieses Jahr 2026 inspirieren soll.

Der kleine Prinz floh mithilfe eines Schwarms wilder Vögel von seinem Planeten,  versichert uns der Erzähler. Bewiesen war das bisher freilich nicht, und auch der Autor setzt vorsichtshalber ein „ich glaube“ an die Stelle von „so war es“.  Er möchte ja glaubwürdig sein, wie er wiederholt versichert.

„Ich glaube, für seine Flucht diente ihm ein Schwarm wilder Zugvögel,“ schreibt er.

Nun aber ist der Beweis erbracht: einige Federn der Vögel wurden in einer großangelegten Recherche aufgefunden, identifiziert und mir zur Aufbewahrung übergeben.

Womit auch die Wahrheit der Geschichte von seiner Flucht nachgewiesen ist. Er floh vor der Liebe, als sich die Geliebte als kompliziert herausstellte.

Als ich Philippe drauf anspreche, druckst er herum: ja, ja, er bedaure das, er sei damals noch ganz unreif gewesen, habe überhaupt nicht gewusst, was Liebe ist. Die Situation habe ihn einfach überfordert.

Wäre Philippe mein Sohn, so würde ich vielleicht Verständnis für sein Verhalten zeigen – schon aus eigenem Interesse, als künftige Schwiegermutter. Da er aber nicht mein Sohn ist, sage ich naserümpfend zu ihm: „So geht das nicht. Man sollte eine Frau nicht verlassen, nur weil sie dumm, eitel und zimperlich ist.“

„Ich weiß“, seufzt er, „drum gehe ich ja auch zurück. Ich war nicht in der Lage, es zu verstehen. Ich hätte sie nach ihren Taten und nicht nach ihren Worten beurteilen sollen. Sie spendete mir Duft, sie strahlte für mich. Niemals hätte ich fliehen dürfen. Hinter den armseligen Boshaftigkeiten hätte ich ihre Zärtlichkeit erkennen müssen. Frauen sind voller Widersprüche! Aber ich war zu jung, um sie lieben zu können.

Philippe sagt freilich nicht „Frauen“, sondern „Blumen“ seien widersprüchlich. Ich habe da ein bisschen geschummelt. Aber wie sonst soll ich meine Position klarmachen? Gegen Blumen lässt sich kein Argument ins Feld führen, sie sind lieblich, sie duften. sie sind zärtlich und basta. Bei Frauen ist das freilich eine andere Sache….

Doch genug davon. Hier geht es ja nur um die Frage, ob sich der kleine Prinz eines Schwarms wilder Zugvögel bediente, um seine Freiheit zu gewinnen.

„Zugvögel – Bleibevögel“ heißt diese Legearbeit mit Maries Schnipseln.

Und ich gebe zu: Zugvögel haben was, was Bleibevögel nicht haben. Insofern…

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Kalenderblätter 7-10 (Christophs Zeichenchallenge)

Der Kalender hat sich mit vier weiteren Zeichnungen gefüllt, zwei mit Gebäuden, zwei mit Katzen. Ich poste sie im gleichen Rhythmus mit Christoph (hier).

Das Blatt zum 7.1. zeigt eine eindrucksvolle Kirche in dem kleinen Dorf, das wir mit der Tanzgruppe besuchten. Oberhalb des Dorfes befinden sich die Ausgrabungen des antiken Thouria, von wo aus ich die Kirche zeichnete.

Das Blatt zum 8.1. zeigt unser Haus, wie ich es jedesmal mit großer Freude sehe, wenn ich heimkomme. Das Haus wird überragt von einer riesigen Pinie, die ich vor ca 24 Jahren als Pflänzling kaufte und einsetzte.  Die anderen Bäume vor dem Eingang sind Oliven und ein Aprikosenbaum. Letzteren habe ich auch vor vielen Jahren selbst gepflanzt.

Das Blatt zum 9.1. zeigt Fritzi auf dem Sofa, und das zum 10.1. die beiden Kleinen in ihrem Haus. Beim ersten war ich bemüht, die ruhende Fritzi nicht zu stören, und so sieht man nicht viel mehr als ein dunkelgraues Knäuel mit einer weißen Flanke. Die Zeichnung zum 10.1. machte ich nach einem heutigen Foto, es ist starr und unbelebt und gibt nichts vom Liebreiz der Kätzchen wieder. Im Gegenteil wirken sie sogar ein bisschen gemein. Außerdem haben sich die mit Filzstift eingetragenen Linien aufs Vorblatt durchgedrückt. Wozu auch diese schwarzen Linien!! Nun, sie sind da und ich lerne…

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Rundgang im Paradies.

Ein kleiner Rundgang im Paradies gefällig?

Vorhin schrieb ich, dass ich Sellerie für die Bohnensuppe und noch dies und das vom Minimarket des Nachbardorfes holen sollte. Das Meer brauste und warf Geröll auf den leeren Strand.

Zu Hause lud ich die Einkäufe ab und beschloss, während mein Mann die Suppe kochen würde, einen Spaziergang zur anderen Seite der Schlucht zu machen. Denn dort gibt es ein Bäumchen mit sehr schmackhaften Mandarinen. Der Weg führt hinab und hinauf durch Olivenhaine, deren Terrassen jetzt von gelbem Klee überwuchert sind.

Das Mandarinenbäumchen hatte einen Teil seiner Früchte auf den Boden geworfen, aber auch an den Zweigen hingen noch viele. Ich stopfte die Taschen meiner Trainingshose voll, die zum Glück recht geräumig sind.

Auch vom Zitronenbaum gleich daneben erntete ich ein paar Früchte.

Heimkommend freute ich mich, dass der Katzennachwuchs es sich im Hundehaus bequem gemacht hatte. Ich hatte das regennasse Tuch durch ein altes Hemd meines Mannes ersetzt, so dass sie eine warme trockene Unterlage haben.

Die mitgebrachten Früchte legte ich in den Fruchtkorb, über dem ein weißbärtiger Weihnachtszwerg wacht.

Dann wurde die Bohnensuppe samt Schafskäse und Tomatensalat aufgetischt und verspeist.

Bei Tisch unterhalten wir uns gern. Diesmal versuchte ich, mir Klarheit darüber zu verschaffen, was mit Tokenisierung von Vermögenswerten und Blockchains gemeint ist und ob das eine neue Gemeinheit ist, um die Menschen um ihr Erspartes zu bringen. War diese Themenwahl klug? Wohl kaum. Viel besser wäre es gewesen, von den Mandarinen und vom Meer zu reden. Aber der Kopf! So schlich sich wohl auch die Schlange des Zweifels ins Paradies, damals….

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Hell und dunkel (Seemannshosen)

Nass und verhältnismäßig kalt ist es, und über den Bergen steht dichtes Gewölk. Doch immer wieder reißt die Wolkendecke auf, zerfledert sich in weiße Flocken, und gibt den hellblauen Himmel frei. „Seemannshosen“ nannte (nennt?) man in der alten Heimat solche blauen Wolkendurchblicke.

Wenn dann die Sonne durchbricht und ihre Strahlen das Gartenstück vor meinem Atelier berühren, leuchtet das Grün besonders prächtig auf.

Wohltuend und belebend ist dieser Wechsel zwischen Hell und Dunkel. Jetzt eile ich, bevor der Regen wieder einsetzt, Sellerie, der für die Bohnensuppe gebraucht wird, aus dem Minimarket im Nachbardorf zu holen. Auch Brot und Joghurt sind ausgegangen. Also los!

 

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