Blick auf Akroyiali 2 (Zeichnung in Kuli, Bleistift, Kohle, Licht-Schatten-Effekte und digitale Bearbeitungen)

Ein anderer Bildausschnitt, eine andere Beleuchtung von Berg, Meer und Dorf – und schon ändert sich vieles.

Ich machte heute nachmittag eine Zeichnung mit Kuli, die ich erst mit Bleistift, dann teilweise mit Kohle überging, um die Flächen zusammenzufassen und die Hell-Dunkel-Kontraste zu steigern.  Vor und nach dem Kohleeintrag fotografierte ich die Zeichnung unter verschiedenen natürlichen Lichtbedingungen.

2019-05-15 Akroyiali, Kuli-Bleistift-Zeichnung, im Licht-Schatten fotografiert

Natürlich spielte ich auch mit dem Fotoshop herum, um die Effekte, die ich durch die verschiedenen Zeichenmedien und Beleuchtungen erzielt hatte, auszunutzen. Hier drei Original-Fotos und neun Bearbeitungen als Bild-Collage. Sie lässt sich durch Anklicken vergrößern.

Damit ihr Seraps Lesung der „Rorschach-Variante“ besser nachvollziehen könnt, füge ich sie hier nachträglich mitsamt der vier Drehungen ein.IMG_7987 c b Galerie web

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Ergänzung zu „Blick auf Akroyiali“: Farbverschiebung (für Ule)

Ein Kommentar von Ule Rolff weckte meine Neugier. „Mir scheint eine Tendenz zu bestehen, dass die Farben sich an Schattenkanten trennen. Wahrscheinlich enthält Schatten ein spezifisch anderes Spektrum als unverschattete Bereiche. Und die Verschiebung scheint als parallele Verschiebung und nicht als gegenläufige zu geschehen.“

1) Trennen sich die Farben an Schattenkanten?

2) Enthalten Schatten ein anderes Spektrum als unverschattete Bereiche?

3) Wie verschieben sich die Farben: parallel oder gegenläufig?

Vielleicht gibt die folgende Bild-Collage eine Antwort darauf?

Zur Erklärung:

Die obere Bildleiste zeigt die im Schatten fotografierte, die untere Bildleiste die im Licht-Schatten fotografierte Skizze, dazu je zwei Bearbeitungen. Die Bearbeitungen sind jeweils auf dieselbe Weise entstanden:  Farbverstärkung (1. Variante), dann Farbverschiebungnach links  ins Gegenteil (2. Variante).

Ich habe dann dasselbe Verfahren nochmal angewendet – diesmal aber, nachdem ich die beiden Originalfotos mit dem Cut-out-Filter bearbeitet hatte. Dadurch grenzen sich die Licht-Schatten-Felder deutlicher gegeneinander ab und  entsprechend klarer ist auch das Farbspiel dazwischen.

Ich bin gespannt, was dir, Ule, und was euch anderen bei diesen Experimenten auffällt und freue mich auf Kommentare.

 

 

 

 

 

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Blick auf Akroyiali (Bleistift-Kuli-Skizze, Licht-Schatten-Fotografie und Bearbeitungen)

Heute habe ich nur eine Skizze der Küste gemacht, wie sie sich von einem Felssockel an der Sandova-Bucht aus darbietet. Ich liebe diesen Platz, von dem aus der Ort Akroyiali (leuchtende Küste) zu sehen ist. An der unzugänglichen Steilküste haben zahlreiche Uferschwalben ihre Nester gebaut, man sieht sie von Ferne hin und herflitzen und in den Löchern verschwinden, die sich in der lehmig-gelben Steilwand öffnen.

Die bewegliche Linie des Kulis, die den Bewegungen der Küste, des Wassers, der Bäume  spielerisch folgt, und der farbliche Kontrast von Bleistift und Kuli zeigen sich in der digitalen Bearbeitung noch deutlicher.

Ein zweites Mal fotografierte ich das Original im Licht-Schatten-Spiel des Aprikosenbaums. Dadurch entsteht derEindruck, als zögen Wolken über die Landschaft hinweg.

Durch die unterschiedliche Ausleuchtung ergeben sich weitere interessante Effekte.

 

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Hund und Gartenstück. Zwei Kohle-Zeichnungen

Heute musste ich mir, da mein Bouzouki-Spieler abgereist ist, neue Motive suchen. Da war einmal Tito auf seiner Matte und zum anderen der Stamm des inzwischen riesigen Aprokosenbaums, Schattenspender für unser Haus.

Das Skizzieren mit Kohle geht mir viel leichter, flüssiger von der Hand, als mit dem Kuli. Ich kann mit der Spitze und mit der Breitseite zeichnen, kann wischen und löschen und neu zeichnen. So entstand auch die Zeichnung von Tito über einer ersten Skizze, die ich abbrechen musste, weil Tito beschloss, seinen Platz zu wechseln. Ich zeige mal, wie der erste Anlauf aussah und wie  die endgültige Zeichnung, die ich darüberlegte, nun ausschaut. Hinzu füge ich eine bearbeitete Fassung mit den tatsächlichen Farben des Hundes.

Den Stamm des Aprikosenbaums zeichnete ich danach, in der Erwartung, dass Tito sich dazu legen würde. Tat der aber nicht. Und so blieb es beim Gartenstück mit Gras, Geranien, Gartentür etc. Von dieser Zeichnung machte ich SW- und farbige Varianten. Anklicken = Vergrößern

 

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Montags ist Fototermin: Im Rosenbusch

„Im Klee, da hat der Mai ein Bett gemacht,
da blüht ein schöner Zeitvertreib
mit deinem Leib die lange Nacht.
Da will ich sein im tiefen Tal
dein Nachtgebet und auch dein Sterngemahl.“

So dichtete, Christiane erinnerte uns heute daran, Francois Villons Seelenbruder Paul Zech, und Klaus Kinsky gab den Versen eine wild stöhnende männliche Note.

Bei mir ist es nicht der Klee, sondern der Rosenbusch, der seine seidigen Laken einladend ausgebreitet hat, um zu empfangen, wer immer da Sehnsucht haben mag nach einem „schönen Spiel im dunklen Tal, im Muschelgrund….“.

Kein rotes, wohl aber ein grüngolden schimmerndes Tier hat sich denn auch bald eingenistet und treibt im dunklen Schoß der Rose, was ihm seine Leidenschaft gebietet.  Durch starke Aufhellung des Innenlebens der Rose habe ich sichtbar gemacht, was sich da tut.

Ja, ja, es sind die Rosenkäfer. Viele habe ich abgesammelt, und so blüht der Busch nach Herzenslust und verbreitet ungestört seinen verlockenden Duft. Doch plötzlich waren sie wieder da – nicht einer, nicht zwei, sondern viele -, und machten sich über die Blüten her. Macht nix, denke ich, die Hauptblüte ist sowieso vorbei. Ich werde die vertrockneten Blüten abschneiden. Das tue ich sowieso immer, um ein zweites Blühen hervorzulocken.

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Bouzouki-Spieler 4-6 (Kohlezeichnungen)

Heute machte ich noch drei Skizzen vom Bouzouki-Spieler. Leider sind es vorerst die letzten. Ich machte ihn jünger als er ist, nicht absichtsvoll, sondern vielleicht, weil es mein Sohn ist und es mir immer noch schwer fällt, ihm sein wirkliches Alter zu geben.

 

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Portrait eines jungen Mannes

Dies Portrait machte ich heute Nacht, als der abgebildete junge Mann gemeinsam mit seinem Vater im TV das Fußballspiel seiner einstigen Lieblingsmannschaft AEK gegen eine andere griechische Mannschaft, PAOK, verfolgte. Beide Mannschaften gehen auf Gründungen von kleinasiatischen Flüchtlingen zurück (1923) – das K steht für Konstantinopel. Wir wohnten, als er ein Kind war, in dem Athener Stadtteil Nea Philadelphia, Sitz eben dieses Sportclubs AEK. Und natürlich war es ein Fest, wenn Vater und Sohn zum Fußballgucken ins Stadium gingen. Reminiszenzen.

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Gemeinsam zeichnen 18 „Im Garten vor dem Atelier“

Ein schönes Beisammensein erlebte ich heute mit Magda und Yola. Wir setzten uns von 4-6 Uhr in den Vorgarten meines Ateliers. Yola, eine junge Frau, die keinerlei Erfahrung mit dem Zeichnen hat, zeichnete die Fassade des Hauses mit Bleistift und Buntstiften. Magda portraitierte mich mit Kohle, einmal mit dem Baum, einmal mit der Tür als Hintergrund. Und ich zeichnete einmal Magda mit Bleistift und Kuli vor der Hausfront und zeichnete dann mit Kohle die beiden zeichnenden Frauen im Garten, in dem sich langsam die Schatten ausbreiteten. Ich bin sehr angetan von der Atmosphäre, die sich in den Zeichnungen auf jeweils andere Art spiegelt.

Yola, Atelier-Hausfront, 2019-05-11

Um die zauberhafte Atmosphäre des späten Nachmittags zu betonen, fotografierte ich meine zweite Zeichnung zwei Mal im Lichtschatten des Olivenbaums.

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Bouzouki-Spieler 2 und 3

Noch zweimal zeichnete ich heute den Bouzouki-Spieler, einmal zusammen mit seiner Frau. Es war gar nicht so einfach, denn die beiden bewegten sich ja, und ich versuchte,  Kopf- und Handhaltungen schnell innerlich zu notieren und mir zu merken.

Zuerst das Paar – Originalzeichnung und zwei Bearbeitungen.

Und hier der zweite Anlauf, Originalzeichnung Bleistift und Kuli.

 

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Olivenbaum 24, alt und jung

Heute also ein alter Olivenbaum, neben dem sich ein junger entwickelt hat. Der ist nun auch kein Kind mehr, sondern hat eine beträchtliche Größe erreicht. Ich zeichnete sie im Nachbargrundstück. Hinter ihnen leuchteten die gelben Blüten der Ginsterbüsche. Über die Bergausläufer liefen Schatten eines leichten Gewölks. Es war gegen sieben Uhr am Abend.

IMG_7942 Olivenbaum-2019-05-10-web

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