Weinglas bei Kunstlicht (kleines Skizzenbuch 2, tägliches Zeichnen)

Sechs Anläufe nahm ich heute Nacht, um mein Weinglas samt Hintergrundlinien- und Licht-Brechungen zu zeichnen. Dreimal stellte ich es vor, einmal neben die Weinflasche, zweimal kombinierte ich es mit einem leeren Bierglas. Die ungleichmäßig karierte Tischdecke brach sich im Stiel des Glases und schien leicht verzerrt durch das dünne  Glas.  Wieder und wieder begann ich, während die mondlos-schwarze Nacht fortschritt und der Pegel des Weins im Glas sank.

Natürlich habe ich auch ein bisschen rumgespielt, Zwei Beispiele (farbverstärkt, Filter):

 

Auf dem Foto sieht die Szene so aus:

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Maskenprobe – Modeberatung (Legebilder, bunte Mischung)

„Was soll ich nur anziehen?“ Die ewige Frage und Klage der Frau ist nun berechtigter denn je. Denn welcher Nasenmundschutz (Pardon, Mund-Nasen-Schutz) passt zum legeren Pullover, welcher zum Abendkleid,  welchen soll sie in der Badeanstalt anziehen? Zwar kann man über Amazon  viele Modelle nach Haus bestellen, aber es fehlt einfach noch eine solide Modeberatung. In diese Lücke will ich nun springen.

Hier seht ihr so eine verzweifelte Person, die sich durch ihren Mundnasenschutzvorrat arbeitet, auf der Suche nach was Passendem. Schwarz, einfarbig oder bunt? Dreickig, Quer- oder Längsformat? Durchsichtig oder opaque? Ach, immer diese Entscheidungsfragen!

(zum Vergrößern anklicken)

Hier seht ihr die Modelle samt Trägerin noch einmal in Schwarz-Weiß.

Dieses Paar hat seine Wahl getroffen: sie trägt einen bunten Schutz, der ihr Näschen verdeckt, er hat eine schwarze solide Variante mit Atemventil gewählt. 

Eine ausgezeichnete Wahl, finde ich!

 

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Montag ist Fototermin: Die Gabel in der Salatschüssel

Als ich gestern abend so über den Tisch blickte, wunderte ich mich: Die Gabel in der Salatschüssel bot einen merkwürdigen Anblick. War etwa Uri Geller vorbeigekommen und hatte sie verbogen? Diesem Trick würde ich schon auf die Schliche kommen, dachte ich. Und rückte der Gabel mit der Kamera (Handy) auf den Pelz.

…suchte einen anderen Winkel…

…ging noch näher heran…

…und noch näher

und was ich sah, gefiel mir. Aber wie sich die Gabel so verbiegen konnte, das begriff ich nicht. Dann entdeckte ich einen kleinen Käfer, der lenkte mich ab. 

Und so blieb das Gabelrätsel ungelöst.

 

 

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Treppenabgang, Bierglas mit Dose, leerer Block u.a. (tägliches Zeichnen)

Ein bisschen Zeichnen muss sein, auch wenn andere Dinge grad Vorrang haben. Diese Skizzen entstanden gestern abend bei Kunstlicht auf der Turmterrasse. 

Treppenabgang

Bierglas und Dose

Leerer Zeichenblock

Außenraum mit Kopf

Innenraum mit Schatten

 

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Gastbeitrag: Ein Steinhaus in Arkadien sucht neue Bewohner

Liebe Freunde von uns – Ingrid und Hermann Spieker – leben schon lange zwischen Deutschland und Griechenland. Nun haben sie sich aus Altersgründen entschieden, sich in Koroni im Südwesten der Peloponnes niederzulassen. Doch gibt es ein lang gehegtes und gepflegtes Steinhaus in den Bergen Arkadiens, an dem ihr Herz hängt, denn sie haben es selbst aus einer Ruine wieder aufgebaut. Sie möchten es in gute Hände geben. Ihre Preisvorstellung liegt bei 15 000 Euro (verhandelbar).

Ingrid hat mir eine Beschreibung des Hauses – wie man hinkommt, welche Räumlichkeiten es bietet etc – geschickt, die ich hier nun anhänge, samt einer Fotocollage. Wer mehr wissen möchte, wende sich bitte direkt an Ingrids mail-Adresse, die unten notiert ist.

Fotos: Ingrid Spieker

Ingrids Angebot:

Unserem Traum * in den Bergen Arkadiens * weitab vom touristischen Geschehen zu siedeln * kamen wir 1985 durch den Kauf einer Ruine näher * In unseren Urlauben bauten wir sie gemeinsam mit Handwerkern aus den umliegenden Dörfern traditionell wieder auf * 1996 war es dann soweit * dass unsere 2 Kinder auf eigenen Füßen standen und wir unsere Arbeit aufgeben konnten * 
 
Wir erlebten eine erfüllte Zeit inmitten schier unberührter Natur * versorgten uns ganz überwiegend selbst aus dem Bio-Garten * wurden von den ausschließlich griechischen Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern mehr als akzeptiert * gehörten dazu * 
 
Mit den Jahren stellten sich die einen und anderen Wehwehchen bei uns ein * Das Älterwerden machte sich bemerkbar und die Arbeiten ums Haus wurden zunehmend beschwerlicher * 
Schweren Herzens machten wir uns auf die Suche nach einem „altersgerechten“ Zuhause und fanden es in Koroni *
 
Nun möchten wir das traditionelle Steinhaus am Rande des kleinen Dorfes Nea Xora in den Bergen Arkadiens/Peloponnes/Griechenland * zum Kauf anzubieten * 
Es liegt inmitten unberührter Natur auf 700 m Höhe in herrlichster Umgebung im Parnongebirge * Durch das Tal fließt der Fluss Tanos * Die ruhige Gegend ist unbedingt geeignet als Rückzugsort * Der Europawanderweg E 4 zieht sich durch die Wälder in der Nähe * Kastri-Kynouris ist der Hauptort mit kleinem Supermarkt * einigen Tavernen und Cafes * Arztstation und Apotheke * Von Tripolis sind es 40 km bis nach Nea Xora und das kleine Dorf ist auf guten Straßen über Tegea * Dragouni * Kastri * Oria * Karatoulas zu erreichen * Zwischen Kastri und Tripolis verkehrt ein Linienbus * Die Entfernung zum Meer * zum schönen Paralio Astros * beträgt 50 km *

Das Haus bietet 80 qm Wohnfläche auf 2 Ebenen und 1 große überdachte Terrasse * Die Küche ist komplett eingerichtet * Oberhalb im Dachgebälk ist eine Empore mit 2 Schlafmöglichkeiten eingebaut * Im angrenzenden Wohnraum befindet sich ein schwedischer Holzofen * Türen * Fußböden Fenster und Fensterklappen sind aus Holz * 

Das Untergeschoss ist halb in den Berg gebaut *  so dass sich ein Gewölbe ergibt * das wir als Schlafraum genutzt haben * Ein weiteres Zimmer schließt dich an mit Ausblick auf den Garten * 

Im Badezimmer stehen eine Eckbadewanne * Bidet * Toilette * Waschbeckenund es gibt Platz für die Waschmaschine * Zum Ausgang in den Wohn-Garten sind im Flur 6 große Einbauschränke vorhanden * 

Eine Etage darunter befindet sich der frühere Weinkeller * in dem die Haustechnik untergebracht ist * 

Die einstige Ruine haben wir traditionell mit ökologischen Materialien wieder aufgebaut * mit Wasser – , Strom- Telefon- und Internetanschluss ausgestattet * 

Im 800 qm Nutzgarten steht ein stabiles 30 qm großes * bewohnbares Holzhaus * 

Durch den Leerstand sind einige Reparaturen notwendig geworden * Trotzdem ist ein sofortiger Einzug möglich * da teilmöbliert * Damit unser Herzensprojekt erhalten bleibt * möchten wir es zu einem sehr geringen Preis abgeben * 

Email:
ingrid.spieker@startmail.com

 

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Positiv und Negativ (Legebilder mit Myriades und Ullis Schnipseln)

Myriades Schnipsel haben zumTeil sehr ausschweifende Formen mit Kurven und Spitzen, sie ähneln darin denen von Ulli. Könnte ich beide wohl trotz ihrer sehr verschiedenen Atmosphären miteinander kombinieren? Im erste Bild gibt es übrigens auch ein Schnipsel von Susanne Haun und eins von mir. Wer erkennt, was von wem ist?

Sonnenuntergang – Mondaufgang

Ich machte dann noch ein zweites Bild, bei dem ich die Schnipsel so legte, dass nicht nur Positiv- sondern auch Negativformen entstanden – mit der Absicht, es digital in eine Schwarz-Weiß-Version umzuformen.

Vogelwesen

Hier noch mal die beiden Legebilder im Vergleich: das erste lebt von den positiven Formen, das zweite spielt mit den Negativ-Formen, die sich durch Aussparung ergeben.

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Auf der Turmterrasse: abendliche Landschaft und Raumarchitektur (tägliches Zeichnen)

Es dunkelte schon, als ich mch entschloss, noch einmal zu zeichnen. Vor mir lag die Landschaft mit den Olivenbaumplantagen, dahinter das Meer und im Dunst die Stadt Kalamata, eingegrenzt durch die Ausläufer des Taygetos-Gebirges.  Im Zentrum hob sich ein Anwesen mit einer Baumgruppe gegen das helle Meer ab.

Ich machte dann ein Foto der Landschaft und montierte meine Zeichnung halb transparent hinein. So siehst du, welchen Ausschnitt ich gewählt habe.

Inzwischen konnte ich meinen Block kaum noch erkennen,  aber der Tisch links vor mir, die Fliesen und der Treppenabgang mit dem Geländer reizten mich zu weiteren Zeichnungen.

Manchmal ist es gut, nicht zu viel zu sehen. Mir jedenfalls gefallen diese Zeichnungen in ihrer Abstraktion. Gezeichnet sind fast nur die Linien, aus denen sich die Raumarchitektur ergibt.

 

 

 

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Eulentasse im Winkel (tägliches Zeichnen)

Ich sitze im Eck zwischen Kamin und Fenster, neben mir der Teewagen mit den gedrechselten hölzernen Knaufen – wir kauften ihn einst in einem Altmöbelgeschäft, anscheinend stammt er aus dem Bayrischen. Auf der gekachelten Platte stehen eine Keksdose, ein Keramikschälchen für die Antimückenkerzen und mein Kaffeebecher. Diesmal ist es der weiße mit den Eulen.

In einem ersten Anlauf skizziere ich das Thema im kleinen Block. Die Perspektive ist schwierig, zumal die Dinge direkt neben mir stehen. Diese Zeichnung übergehe ich mit rotem Filzstift, um die Winkel besser zu verstehen.

Ich mache dann noch eine zweite Zeichnung auf größerem Zeichenblock.

farbig bearbeitet

und übereinander fotografiert, um die Größe zu vergleichen.

 

 

 

 

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abc-etüde: Kata-Strophen mit Masken

Diese grimmige abc-etüde verfasste ich Ende April. Damals glaubten die meisten, die Masken würden bald der Vergangenheit angehören – ich glaubte das freilich nicht, und ich behielt zu meinem Leidwesen recht. Sie wurden zum Symbol einer zunehmend schärferen Spaltung in der Gesellschaft, ja sogar innerhalb von Familien – ganz ähnlich wie das Kopftuch zum Symbol eines „Kulturkampfes“ wurde .
Um nicht meinerseits zur Spaltung beizutragen, habe ich einen Kompromiss ersonnen, den ich den politischen Führungen anempfehlen möchte (hört wer zu?):
a) Jeder, der zu besonders gefährdeten Gruppen gehört, bekommt durch die Krankenkassen echte Schutzmasken bezahlt.
b) Wer nicht zu anerkannten Risikogruppen gehört, sich aber durch Masken besser geschützt fühlt, erwirbt sie auf eigene Kosten.
c) Menschen, die keine Masken tragen, halten von Maskenträgern den geforderten 1.5 m Abstand, um deren Sicherheitsbedürfnis zu respektieren.
d) Ansonsten verhält sich jeder, wie er sich in Rücksicht auf seine Mitmenschen sowieso jederzeit verhalten würde: Er hustet nicht in der Gegend rum, schmeißt keine gebrauchten Masken, Handschuhe oder Taschentücher in die Büsche, rotzt nicht auf die Straße, brüllt niemandem ins Gesicht etc pp.
Ich meine, damit wäre allen gedient. Zugleich würde sich die Immunisierung der gesunden Grundbevölkerung verstärken, mit dem Ergebnis, dass keine neuen „Wellen“ hochschwappen.

Avatar von gkazakouGERDA KAZAKOU

Noch eine zweite Etüde mit den Wörtern,  die Myriade vom Blog https://laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com/ uns schenkte. Wie immer: Danke, Christiane!

Auch diese Moritat ist von der elenden Covid19-Epoche inspiriert.

Mit monotoner Stimme und leicht verblödet vorzutragen:

Von der Maske kommt das Heil

Maskenträger sind sie natürlich,

doch mein ich das vor allem figürlich.  

Die Menschen, die eben noch dachten,

Dass Masken sie unkenntlich machten

wurden inzwischen anders belehrt

Masken zu tragen ist nicht mehr verkehrt

 

Ganz im Gegenteil!

Von Masken kommt das Heil!

 

Die Maske verbirgt nicht mehr den Charakter

Sie macht dich eher noch mal nackter.

Denn sie verdeckt nur Mund und Nase

Nicht aber das Herz, das Gedärm und die Blase

Und so manchen andern Teil

Von der Maske komt das Heil.

 

Gläserne Menschen. Sie tanzen beglückt

Jeder für sich, auseinander gerückt

auf ihrem je eigenen Terrain

Zwei Meter in der Breit und Läng.

Von…

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Auf Buch-Vorsatzblättern zeichnen: Kinderspielgerät am Bahnhofsmuseum

Hast du keinen Skizzenblock zur Hand, kannst du auch die Vorsatzseiten von Büchern zum Zeichnen verwenden. Ich hatte zum Glück was Passendes dabei, als ich eine Espresso-Pause am Bahnhofsmuseum von Kalamata einlegte. Unterdessen ging mein Mann einkaufen.  Er hat kein Problem mit der Maskenpflicht in Supermärkten, findet sie vollkommen in Ordnung – daher überlasse ich ihm gern das Einkaufen.

Ich saß also im Schatten von hohen Bäumen und einer Pergola und skizzierte das bunte Spielgerät, das dort neben dem alten Bahnhofsgebufe aufgestellt ist. Man kann eine Münze reinstecken, dann fangen sie an sich zu drehen. Oder zu schunkeln. Oder in die Luft zu steigen. Allmählich fanden sich auch Leute mit Kindern ein, die kamen mit aufs Bild.

 

Hier noch zwei der Skizzen in kleiner Bearbeitung.

 

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