Der classic editor ist verschwunden, Hilfe! plus Spaziergangsfotos

Uff! Bisher konnte ich ihn noch benutzen, indem ich bei all messages eine Wahlmöglichkeit hatte. Nun ist er weg. Weiß jemand Rat? Ich hasse diesen Block-Editor.

Damit dies nicht nur ein Klagelied bleibt, will ich jedenfals versuchen, Fotos vom heutigen Spaziergang einzustellen. Am Meer war ich und stieg von dort eine steile sehr provisorische Straße hinauf, um mir einen Überblick über die weite Bucht zu verschaffen.

(Antippen macht die Bilder größer)

Höher und höher stieg ich, und von unten tönte das Meer.

Das letzte Bild dann:

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„Momentan steht es mit der Hoffnung nicht so dolle ….“ (Melina)

„Momentan steht es mit der Hoffnung nicht so dolle …“ , schreibt mir Melina vom Innenreisewege-Blog. Und ja, man kann es so sehen.

Aber zwangsläufig ist es nicht. Man kann es auch anders sehen. Denn die Hoffnung ist ein schwer fassbares Ding. Was ist Hoffnung? Eine Erwartung, dass sich alles zum Guten wendet? Oder eben die Hoffnung, dass sich alles zum Guten wendet, obgleich die Erwartung einem sagt: das wird nix? Betten wir unsere Hoffnung in rote Blüten …

dürfen wir lächeln und uns auf die Schultern klopfen: es wird schon werden. Dann wachsen ihr Flügel und sie lächelt breit zurück.

Also pass auf, dass du deine Hoffnung sanft bettest! Wie die Redensart sagt und Bert Brecht dichtet. „Denn wie man sich bettet, so liegt man.“

Und wenn du gar nicht weiter weißt, übergibt deine Hoffnung dem Narren, denn wenn irgendwer, dann ist es er, der den Weg kennt zu Nike, dem Sieg.

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23.3.2021: Will.ies Sprösslinge Elpis und Apelpis und der Narr

Will.ie sagte mir, wie ihr wisst, dass sie ein Kind geboren und mir zurückgelassen habe. Ich würde es heimkommend vorfinden.  Das war vorgestern.

Als ich heimkam, fand ich tatsächlich ein kleines Paket auf der Türschwelle. Ich bückte mich und hob es hoch, um es mir genauer zu betrachten. Es war eine Art Doppelkrippe, und darin lag nicht ein Kind, sondern ein Zwillingspaar.

Das rosa Ding, offenbar die Elpis – was auf Deutsch Hoffnung bedeutet -,  wirkte ganz nett, ein klein wenig wie diese chinesischen Pandas, deren Schwarz-Weiß-Gesicht mich immer irgendwie an das ebenfalls chinesische Yin-Yang erinnert. China ist ja grad in aller Munde – also passt es ganz gut. China – der Hoffnungträger? Wer oder was aber ist dieses blauköpfige Schrumpelding an ihrer Seite? Vielleicht Europa, die auf dem letzten Loch pfeift?

Aber vielleicht lasse ich mich auch von diesem Panda-YinYang-Frätzchen narren, und die beiden sind eben einfach die Zwillinge, die uns am Tag der Frühlingsnacht-und Taggleiche wie jedes Jahr geboren wurden:  ΕΛΠΙΣ und ΑΠΕΛΠΙΣΙΑ,  Hoffnung und Verzweiflung im Doppelpack. Elpis wird wachsen, solange die Tage wachsen, dann aber …

Nun, jetzt wachsen die Tage! Und so habe ich Elpis dem Narren anvertraut, damit er sich um sie kümmert.

Ja, da ist er wieder, der Narr aus dem Tarot, er trägt die ELPIS einer ungewissen Zukunft entgegen. Zum Glück ist er ein Schlafwandler, er stürzt nicht ab, außer er wacht auf. Der Narr steht am Anfang jeder Geschichte – und womöglich auch an ihrem Ende. So wie hier der Blumennarr. Dazwischen kann allerlei geschehen.

Übrigens liegen zwischen den beiden Collagen EIN JAHR COVID-MASSNAHMEN.

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Endzeit-endlos (Malerei, Niger)

Heute – der Himmel war mit der Erde und dem Meer zu einem grauen Amalgam verschmolzen und ohne meine Will.ie fühlte ich mich wie außerhalb von Raum und Zeit –  erinnerte ich mich an ein früheres Bild, das ich endzeit-endlos betitelt hatte. Es ist ein recht großes Gemälde, das ich doppelt spiegelte, so dass unsere kleine tickende Lebenszeit in den größeren Umlauf der Zeiten eingebettet erscheint.

Und wie ich mich so erinnere und das Original aus dem Archiv ziehe….

merke ich, dass ich das ganze Dossier mit dem Titel „endzeit – endlos“ versehen hatte. Welche Bilder darinnen steckten – daran erinnerte ich mich nicht, und so war ich nicht wenig überrascht, als ich einige Felsenmalereien hervorzog, die Reisende einer Zarzora Expedition im Nirgendwo der südlichen Sahara entdeckt hatten.

Weit weniger kunstvoll natürlich, aber doch ähnlich sieht ja aus, was ich gestern der Will.ie zum Abschied auf eine Steinplatte kritzelte und dazu schrieb: „„Afrika. Zu den Ursprüngen zieht es sie zurück.“

Es gab noch andere Bilder im Dossier: Fotos von Sandwüsten und ein Gemälde von Dali.

Ich betrachtete die Bilder, saß und sinnierte: „Zeitlos … ortlos … Zeit des Anfangs… Zeit des Endes…. Endzeit… Kreislauf der Zeiten… „. Da biept das telegram-app. Will.ie schickt mir Grüße! Woher? Aus Agadez. „Agadez“, schreibt sie, „nicht Agadir, falls du das etwa meinst. Ich bin in Niger. Die Höhlenmalereien, die hier gezeigt werden, würden dir gefallen. Aber sonst…“

Niger! Um Himmels willen, was will sie dort? Und wo ist das überhaupt? Ich werde mich schleunigst kundig machen müssen.

 

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21.3.2021. Tag- und Nachtgleiche: Will.ie geht und lässt Elpis zurück

Trüb und schwer ist die Atmosphäre an diesem ersten Frühlingstag. „Warum trägst du neuerdings auch immer schwarz“, rügt mich Will.ie. „Da wird ja sogar der Himmel trübsinnig. Wie wärs mit diesem rosa Pulli?“ und sie fischt ein ausrangiertes Ding aus dem Sack, den ich immer noch nicht zur Kleiderspende gebracht habe. „Rosa? Ausgerechnet rosa? Na, meinetwegen. Wenns hilft…“ Ergeben ziehe ich es über das Schwarz. Und so brechen wir auf, um den Frühling zu begrüßen. Der grüßt rosa zurück:

Hier könnte ich meine Erzählung für heute beenden. Aber sie geht noch weiter. Irgendwas ist mit Will.ie los. Sie lächelt auf eine Art, die ich bei ihr sonst nicht kenne. Als ob sie mit einem Gedanken schwanger ginge. Und wie wir so auf unseren Wegen wandern und den traurigen Hund und die Hühner, die er bewachen muss, begrüßen – ja, natürlich auch die beiden Hähne!  -, versuche ich, sie auszufragen.

„Woran denkst du gerade?“ – Will.ies Lächeln kann ich nicht entziffern. „Sei nicht so ungeduldig“, sagt sie. „Du wirst es früh genug erfahren.“ Also wandern wir weiter und steigen zum Strand hinunter, wo das Meer in gewohnter Art gegen die Steine am Ufer rennt und ein bisschen schäumt.

Gemeinsam betrachten wir die Steine, legen auch den einen und anderen um, so dass die Gesichter, die die Steine schneiden, deutlicher werden.

Will.ie legt noch ein Selfie :

und sagt dann: „Ich bin nun erwachsen und muss mich um erwachsene Dinge kümmern, liebe Gerda. Leg du nur weiter deine Bilder und zeichne Häuser, begrüße Hunde und was der Dinge mehr sind, die einer alten Frau angemessen sind. Ich aber muss gehen. Ich danke dir sehr, dass du mich erfunden und bis jetzt begleitet hast … , nun schau nicht so traurig! Mein Abschied war doch abzusehen. Die Welt ist groß und braucht mich. Und ich brauche sie. Ich muss verstehen, was gespielt wird, und wie ich mich einschalten kann.“ –

„Und ich?“ murmele ich und versuche, meine Tränen zurückzuhalten, denn natürlich hat Will.ie recht und eigentlich sollte ich mich freuen. Will.ie umarmt mich, gibt mir einen ungestümen Kuss und flüstert: „Ich lasse dir mein Kind zurück, das ich heute Nacht geboren habe. Du verstehst: An Tag- und Nachtgleiche beginnt etwas Neues. Wenn du heimkommst, findest du es. Das Baby heißt Elpis, zu deutsch Hoffnung.“ 

Ihr Kind! Sie war tatsächlich schwanger, und ich habs nicht gemerkt! Aber klar, etwas ging in ihr vor, das fiel sogar mir auf. Sie war Guter Hoffnung und hat sie nun geboren und Elpis genannt.  „Und wohin gehst du als erstes?“ frage ich noch. „Vermutlich nach Afrika. Keine Sorge, ich melde mich regelmäßig, bin ja nicht aus der Welt.“ Und weg ist sie. Wo sie eben noch gestanden hat, ist nun nur noch ein rosa Fleck auf dem Beton zu sehen.

„Afrika“, denke ich. „Zu den Ursprüngen zieht es sie zurück“. Und wie ich so stehe und schaue, liegt eine Steinplatte vor mir, und daneben liegt ein Stück Holzkohle im Kies. Und ich zeichne und grüble und wünsche  Will.ie alles alles Gute! Möge sie alles erreichen, was sie sich vorsetzt.

 

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Der Wolkenvogel (Legebild, digital bearbeitet)

Finsteres Wetter heute, am Frühlingsanfang. Der Wolkenvogel zieht über uns Menschen hin. Wir treiben, was wir treiben. Was gehts uns an?

 

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19.3.2021. Impulswerkstatt: mit Will.ie über Schlüssel und Codes reden.

Impulswerkstatt – Einladung für März

Er liegt immer noch ungenutzt herum, der Schlüssel-Impuls. Vielleicht, weil er so viel und so viel Unterschiedliches in mir auslöst. Zum Beispiel folgende Schlüsselerlebnisse:

Da sind die Schlüssel, die einem mal sehr viel bedeuteten, für die aber jetzt die Tür fehlt. Da sind die Schlüssel, die man verloren hat, so dass sich die Tür, vor der man steht, nicht mehr öffnen will, egal wieviele Sesam-öffne-dich man auch ruft. Da sind die Schlüssel, die man jemandem anvertraut hat, aber dieser jemand ist verloren gegangen samt den Schlüsseln. Da ist die Freude über ein neues Schlüsselbund, einen neuen Zugang, ein neues Leben. Da sind die Schlüssel, die die Vertriebenen in der Tasche tragen, immer hoffend auf eine Rückkehr. …

„Was willst  du mit den alten Dingern“, sagt Will.ie. „Die haben höchstens noch Wert als Altmetall“. Recht hat sie. Um etwas zu sein,  müssen zwei Dinge hinzukommen:  ein zu Öffnendes und eine Person mit Schlüsselgewalt. Die Schlüssel-Tür-Schlüsselinhaber bilden eine Dreierbeziehung, und wenn sie segensreich zusammenwirken, ist alles paletti. Doch wehe,  eins fehlt oder ist fehlbesetzt! Dann bist du drinnen und kannst nicht raus, oder du bist draußen und kannst nicht rein, oder der Schüssel dreht sich in fremder Hand, du hörst es und du stirbst vor Schreck. Und was der Kombinationen mehr sind.

Myriade hat ein Dreier-Schlüsselbund abgebildet, wodurch sich das Problem verdreifacht. Denn das zu Öffnende sind offenbar drei verschiedene Türen. Da ist ein großmächtiger Torschlüssel, alt und durchaus vertrauenswürdig, sofern  er nicht in der Hand des Gefängniswärters ist und du auf der falschen Seite sitzt. Da ist ein dünner kompliziert wirkender Schlüssel, der womöglich eine Extraverriegelung bedient, die nicht weicht, auch wenn man den großen Schlüssel ergattert hat. Und da ist ein dicklicher Schlüssel, der womöglich einen Tresor absperrt, so dass, sofern er fehlt, man dumm dasteht, den großen und dünnen Schlüssel in der Hand, aber die Schätze des Tresors bleiben einem dennoch verschlossen….

„Was gehen dich diese Schlüssel an! Warum machst du dir so viele Gedanken darüber! Schmeiß sie doch einfach weg!“ sagt Will.ie, nun schon etwas entnervt, denn wie es leider meine Gewohnheit ist, habe ich laut zu mir selbst geredet. Ich seufze. Sie hat ja so recht. Was gehen mich diese Schlüssel an.  Sie haben absolut keine Bedeutung für mich. Weder habe ich sie noch die dazugehörigen Schlösser in meiner Gewalt. Also vergiss sie!

„Schlüssel“, sage ich, um mich zu rechtfertigen, „haben irgendwie eine magische Kraft. Früher hat man damit sogar Beschwörungen gemacht, wenn kein Nachwuchs kam oder so.“ – „Hihi, Schlüssel und Schloss, klar, Mann und Frau, Penis und Vagina logisch“, lacht Will.ie. „Ich erinnre mich an Zeiten, wo der Herr, wenn er zu einem dieser dummen Kriege aufbrach, den Schlüssel zu seines Weibes Keuschheitsgürtel mit sich führte. Die Zeiten haben sich zum Glück geändert, meine Liebe.“

Ja, und wieder hat Will.ie Recht. Die Zeiten haben sich geändert. Auch die Schlüssel. „Stimmt, Will.ie“, sage ich daher. „Die Zeiten haben sich geändert. Heute heißen die Schlüssel Code. Wer den Code kennt, kann den verschlüsselten Inhalt lesen und nach Belieben benutzen. Das gilt für alles Mögliche, in diesem digitalen Zeitalter. Drum bin ich ja auch gegen den verdammten digitalen Impfausweis.  Da haben andere den Schlüssel und ich bin die Dumme“. – „Wer denn?“ fragt Will.ie. „Deine Daten dürfen doch nur von Befugten abgelesen werden.“ – „Befugte! Du bist gut! Meine Haustürschlüssel gebe ich nicht jedem, der sich selbst für befugt erklärt. Da bin ich sehr sehr wählerisch und schaue ihn mir gründlich an. Ist er vertrauenswürdig? Wird er mich nicht bestehlen, mein Hab und Gut an sich bringen und an den Meistbietenden verhökern? Und da handelt es sich ja nur um mein Hab und Gut und nicht um mich als Mensch!“

„Da hast du freilich einen Punkt,“ sagt Will.ie. „Wer der Befugte ist, musst du schon selbst entscheiden. Deine persönlichen Daten gehören dir und sonst niemandem, und es darf sie nur lesen, wem du und solange du deine Erlaubnis dazu gibst. Ich dachte, das wäre klar.“

„Ist es aber leider nicht, liebe Will.ie. Daten sind heutzutage ein großer Schatz, und wer den Schlüssel zum Datentresor hat, der beherrscht bald die ganze Welt. Das sagte auch der Typ von der US-Firma, die das Geschäft mit dem digitalen Impfausweis eingeheimst hat. Wer an die Daten ran kann, ist König, kann sie benutzen, verscherbeln, was weiß ich.“ – „He“, sagt Will.ie. „Das klingt aber gar nicht gut. Ich glaube fast, dass es Zeit wird, das zu stoppen. So haben wir nicht gewettet.  Da spiel ich nicht mit! Meine Daten gehören immer noch mir!“

Will.ie spielt mit ihrem Datensatz…

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Projekt ABC Wortman. E wie EVENT, EXTREMKÜNSTLER, EXCITEMENT, ENTERTAINMENT

Projekt ABC: E wie Einstichstelle

Unter diesen Begriffen ließe sich vieles zeigen. Ich wählte eine Szene, die ich in Istanbul sah: Extremkunst. Event. Erinnerung. Ebenentausch.

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18.3.2021 Zimmerreise mit Will.ie: G wie Gertruidas Gemälde

2021-03-11 Zimmerreise 03-2021 F+G

„Sag mal, was sind das eigentlich für Postkarten?“ fragt mich Will.ie. „Gefallen mir sehr.“- „Welche meinst du, Will.ie?“ – Na, die hier auf dem Bücherregal, gleich neben dem Radio.“

„Zeig mal her. Ach die? Das sind Gemälde von Gertruida. Sie hat sie mir bei ihrem letzten Besuch mitgebracht.“ Meine Stimme ist wohl sehr leise geworden, als ich das sage, denn Will.ie schaut mich fragend an. „Ist was mir der?“ – Ja, meine Will.ie, mit der ist was. Ich schlucke. „Gertruida ist gestorben. Sie war so ein feiner Mensch und eine feine Künstlerin. Bei ihrem letzten Besuch war sie schon sehr krank, und wir ahnten, dass sie nicht mehr lange zu leben hatte, aber wir lachten trotzdem miteinander und fotografierten uns als die drei Grazien. Die in der Mitte ist Gertruida, und die links im rosa Kleid ist ihre und meine Freundin Ingrid. Mich kennst du ja.“

„Ist Gertruida auch Deutsche?“ – „Nein, Will.ie, sie stammte aus Holland. Gertruida van Veld. Sie lebte aber schon lange mit ihrem Mann Sebastian, ihrem Hund Oskar und ihrer Katze Kuki in Koroni, auf dem südwestlichsten Zipfel der Peloponnes. Von Ingrid, die auch dort lebt, erfuhr ich von ihrem Tod.“ – „Und was wurde aus Oskar und Kuki?“ Ich muss lächeln. Für Will.ie sind die Lebenden immer wichtiger als die Toten. Schon bei Will.i war das so. „Ingrid hat dafür gesorgt, dass Oskar ein neues Zuhause fand. Er ist schon zwölf, und sehr zufrieden dort, wo er jetzt ist. Ich glaube, er hat sich schnell getröstet.“ – „Und Kuki?“ – „Die wohnt jetzt bei Ingrid. Da sind beide froh, denn Ingrid hat Gertruida sehr geliebt, und Kuki erinnert sie täglich an ihre Freundin.“ – „Hast du Fotos von der Katze und dem Hund?“ – „Moment, ich suche sie raus, Ingrid hat mir welche geschickt. Hier, das ist Oskar, und dies Kuki.“

„Die sind aber lieb! Ich glaub, ich werde doch Tierpflegerin. Oder Tierärztin. Oder … Als Bäuerin kann ich so viele Tiere haben, wie ich will, das ist noch weit besser!“

Bäuerin also. Aber ob Willie das Zeug zum Bauern hat? Sie ist doch ziemlich umtriebig. „Und wo willst du Bäuerin werden?“ frage ich sie. – „Och“, sagt sie, „hier oder in Holland oder in Afrika oder bei den Rothäuten in Amerika oder in China. Ist doch egal. Bauern braucht man überall auf der Welt.“ – „Hm, das stimmt natürlich. Die Menschen müssen essen. Ohne Bauern kein Brot auf dem Tisch.  Zwar vergessen das so manche, die an den Börsen spekulieren und denken, man könne Geld essen,  aber das ändert nichts an den Tatsachen. Und du willst also sesshaft werden und ein Stück Land beackern? Bist du dir da sicher?“

Und so führte mich  Puzzleblumes Zimmerreise“  diesmal zu Gertruida und von dort zum Acker und in die Weiten der Welt. Mögen auch dir, Gertruida, alle Weiten nun offen stehen.

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Deutschlernen mit Legebildern – Auf dem Wochenmarkt (ein Gemeinschaftsbild)

Iliana, 38, eine meiner Deutschlernerinnen und immer zum Lachen aufgelegt, kam gestern etwas früher. „Komm, legen wir zusammen ein Bild, bis Peggy kommt“, forderte ich sie auf. Sie war sofort dabei und legte eine Frau mit Einkaufstasche. „Und wohin geht sie?“ – „Zum Wochenmarkt“. – „Aha, dann lege ich mal einen Stand. Der Verkaufer bietet Kuchen an.“ – „Und Gemüse!“….

Die Dialoge gehen noch etwas mühsam (Mütze, Schnurrbart, Vogel, Flugzeug, Handtasche, Beutel, Maus), aber das Legen klappt vortrefflich.

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