Projekt ABC bei Wortman: W wie Widderkopf

Projekt ABC von Wortman.  W wie Widderkopf.

Ich fand diesen Schädel mit dem gewaltigen Gehörn vor Jahren, aufgesteckt auf einen Zaunpfosten auf der Insel Samothrake (nordöstliche Ägäis), und gestattete mir, ihn mitzunehmen. Jetzt schmückt er die Fensterbank meines Ateliers.

Immer wieder habe ich versucht, ihn zu zeichnen oder auch zu malen. Ein paar Beispiele:

 

„Widderkopf bei Vollmond“ (Kohle)

im Profil: Bleistift. Ölkreide                            en face, auf dem Hocker: Bleistift

  Widderkopf, Bleistift (Gerda)Farbskizze (Pigmente, Kleister)

Bleistiftzeichnung, leicht digital bearbeitet:

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Zimmerreise Z wie Zeichenblöcke …

Leider ist schon die letzte Runde der Zimmerreisen, die Heide von Puzzleblume erdachte,  angebrochen  Diesmal sind die Buchstaben X,Y,Z dran.

Die Buchstaben X und Y sind als Anfangsbuchstaben im Deutschen rar – nicht aber im Griechischen. Also wird sich da schon etwas finden lassen. Spontan aber fielen mir gleich mehrere Z-Dinge ein.

Zeichenblöcke, Zeichenuntensilien, Zeichentisch, Zeichnungen …  – davon kann ich ein Lied singen. Gleich wenn du mein Atelier betrittst, liebe Heide, siehst du linkerhand vors Fenster gerückt meinem Zeichentisch, der aus einer braun gestrichenen Platte auf Böcken besteht. Darauf liegen jede Menge Zeichenutensilien: Bleistifte, Buntstifte, Kohle, Federhalter, Ölkreiden, Radiergummis, Klemmer, Fixativ, Kugelschreiber, Tintenfässer, und ich weiß nicht was noch. Zum Glück ist es eine große Tischplatte, auf der viele Schuber Platz haben und dennoch auch eine freie Fläche bleibt, auf der ich arbeiten kann. Könnte… denn für große Zeichnungen benutze ich entweder Auflagen, die ich auf die Stühle oder den Boden lege, oder die Staffelei, und zeichne im Stehen.  Und kleine Zeichnungen mache ich meist irgendwo anders sitzend.

Bist du an dem Zeichentisch vorbei, gibt es wiederum Ablageflächen, diesmal auf einer Kommode mit tiefen Schubfächern, die vollgestopft sind mit Zeichen- und Malutensilien, sowie auf einem Behelfsbrett, das den Übergang zum nächsten Tisch mit seinen Ablagen bildet. Darauf habe ich einige meiner kleineren bis mittelgroßen Zeichenblöcke gestapelt, die darauf warten, durchgesehen und geordnet zu werden. Ich vermute, sie werden noch lange dort liegen. Denn Neues zu schaffen ist mir weit angenehmer als Altes zu sichten und aufzuräumen.

Ein paar davon habe ich heute nach dem Zufallsprinzip geöffnet, denn geschlossene Zeichenblöcke sind wie geschlossene Räume. Man möchte doch gern mal hineinschauen.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt von dem, was das Atelier an Zs beherbergt. Es ist geradezu eine Z-Schatzkammer. Wo du hinguckst: Z wie Zeichenpapier, Zeichnungen, Zeichenkohle, Zeichenutensilien…Und wenn ich mich durch die Zeichenblocks hindurchblättere, ist es wie eine Zeitreise.

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Nichts Neues?

Doch! Aber zu zeigen habe ich weiter nichts als eine neue abwaschbare Tischdecke auf unserem neuen Tisch auf der Turmterrasse. Drauf steht unser Mittagsmahl: Gebratene Auberginenscheiben mit roter Soße, Petersilie und Parmesan, Pommes und Salat. Und Oliven. Und Weißwein, natürlich.

 

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Blume des Lebens – erster Same (Projekt Alternativen)

Am vorigen Montag haben wir – acht Frauen – den ersten Samen für eine „Blume des Lebens“ in den Boden gesenkt. Der Ort war ein Kinderspielplatz am Meer. Jeden Montag wollen wir uns treffen und langsam, wie die Blume des Lebens, erweitern. Wir wollen ineinandergreifende Kreise der gegenseitigen Unterstützung und Inspiration schaffen, die nach harmonischem Gesetz weiter wachsen, ohne dass es einer leitenden Figur bedarf. Nur am Anfang wird es nötig sein, „das Feuer zu hüten“.

Menschen aus verschiedensten beruflichen Tätigkeitsfeldern sind beteiligt – egal ob „geimpft“ oder nicht. Uns ist es wurscht, ob und warum jemand sich so oder so entschieden hat.  Schluss mit der Debatte – jetzt geht es darum, die seelischen, ökonomischen und praktischen Folgen der von oben verordneten Spaltungspolitik durch liebevolle Anteilnahme zu mildern und zu heilen.

Wir treffen uns auch heute nachmittag eine Stunde lang unter Gottes freiem Himmel oder, sofern es regnet, in einer Wohnung, um uns vis-a-vis auszutauschen und uns über das Lebensfeld einer Beteiligten zu neigen und nachzudenken, was wir zu seiner Verbesserung beitragen können.

Die bisher beteiligten Lebensfelder: A produziert Backwaren und hat einen Yogaraum, der momentan zu nichts nütze ist – welche Einfälle, Kontakte, Ressourcen haben wir, um ihre Lage zu verbessern und auch für weitere Personen Nutzen zu erzeugen? B produziert Marmeladen, Säfte und Öle – wie kann ihre Bilanz verbessert werden, wo gibt es weitere Anbauflächen, günstige Einkaufsmöglichkeiten für Rohstoffe, Vermarktungschancen? – C hat neben ihrer beruflichen Tätigkeit ein halb verfallenes Haus in den Bergen und eine Ausbildung als Yogalehrerin, zudem auch ein wenig genutztes Feld: Wie ist das Haus als Retreat herzurichten und zu nutzen? Wo gibt es Geldmittel dafür? Wer kennt einen Ingenieur, der die Plöne zeichnet und die Renovierung überwacht?  Wer möchte sich beteiligen? Kann das Feld zum Fruchtanbau für B’s Produkte genutzt werden? – D ist neben ihrer sehr aufreibenden Berufstätigkeit auch Musikerin und hat zwei Kinder im Schulalter. Wie kann sie entlastet werden? Wo kann sie mit ihrem profunden Wissen und Können, ihren Beziehungen beitragen? E ist Schauspielerin und Schmuckmacherin, die sich auf Basaren durchschlägt. Sie will eine Truppe mit Behinderten und deren Anverwandten ins Leben rufen. Wer beteiligt sich wie? Da sie kein Auto hat: wer hat eins und kann gelegentlich aushelfen? F hat in vielen Berufen gearbeitet, als Verkäuferin, Kellnerin, ist begeisterte Laienschauspielerin. Viele Menschen kennt sie, hat viele Erfahrungen gesammelt, sie kann vermitteln. Ihre Gesundheit ist angeschlagen, sie wird selbst auch Hilfe brauchen.  F ist Berufsschauspielerin und hat ein Engagement in Aussicht, wenn sie, was sie nicht will, den „Hygienemaßnahmen“ (sprich: Impfung)  Folge leistet. Ihr Mann ist ebenfalls Schauspieler, mit staatlichem Engagement, das er aber schmeißen will, weil er die Hygienetyrannei nicht mehr aushält. Wie können sie ihre Talente einbringen und ihren Lebensunterhalt sichern? G ist Therapeutin und Künstlerin, bezieht Rente und hat Zeit und Kraft, Kooperationen zu inspirieren, Einfälle beizusteuern, Kontakte ins Ausland herzustellen.

Unser „Blümchen des Lebens“ möge wachsen und gedeihen und sich ausbreiten, auf dass all diese und viele viele andere Lebensfelder bearbeitet werden und Frucht tragen und nicht unter der verordneten Dürre zugrunde gehen.

 

 

 

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dann man Prost!

Denn man Prost …und καλή εβδομάδα= Gute Woche!

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Nächtliche Lampe (Zeichnung und Überblendung)

Sie steht neben meinem Computer, damit ich des Nachts die Tastatur sehen kann. Sie ist nützlich. Sie hat einen beweglichen Hals, so dass man den Kopf drehen kann. Schön ist sie nicht. Aber auch nicht hässlich. Ein Gebrauchsgegenstand halt.

Rot ist sie, rot ist auch der Kaffeebecher davor, und rötlich die Muster im handgewebten Tischläufer. Der alte extrem schwere Klostertisch, der uns als Schreibtisch dient. ist aus warmem rötlich-braunem Holz. Lässt sich dies Ambiente in eine schwarz-weiße Zeichnung übersetzen? Ich will es versuchen.

Doch mir fehlen die Farben. Also mache ich mal wieder eine Überblendung der Zeichnung mit dem Foto. ussIch m die Zeichnung zerschneiden, um sie mit dem Foto in Einklang zu bringen.  Aber wie? So, dass das Foto recht behält?

Oder doch lieber so, dass sich das Foto der Zeichnung anpasst?

Nun, egal. Jeder Kompromiss hat Vor- und Nachteile. Zurückgewandelt in Schwarz-Weiß:

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Nachzügler zu Heides Zimmerreisen: V wie Vase

Dieser Eintrag kommt zwei Tage zu spät – tut mir leid, Heide. Aber ich möchte ihn dennoch gern deinen Zimmerreisen einreihen. Wenn das nicht geht, ist es natürlich auch in Ordnung.

V wie Vase spukte schon lange in meinem Kopf herum. In Athen habe ich ein paar besondere Stücke mit Geschichten, die das Erzählen lohnt. Die hiesigen – also in unserem Manihaus – sind weniger aufregend, aber sie tun auch ihren Dienst, der übrigens hier, wo uns reine Natur umgibt, sowieso nicht besonders umfangreich ist. Über eine Vase habe ich schon unter anderem Buchstaben berichtet: https://gerdakazakou.com/2021/03/16/16-3-2021-zimmerreise-mit-will-ie-g-wie-granathuelse/. Die „Knochenvase“, die „kleine runde Vase“ und etliche andere Vasen habe ich in zahllosen Zeichnungen verewigt.

Um sie geht es heute nicht. Eine einfache gläserne Vase stand vor mir auf dem schwarzen Tischchen, darin ein paar schon mürbe gewordene Geranien-Stängel.  Die zeichnete ich…

und fotografierte dann die Zimmerecke mitsamt dem Zeichenblock.

Auf dem Foto bildet die Vase, obgleich ein bescheidenes Objekt, das Zentrum des Raums. Dazu verhelfen ihr die schräg ins Zentrum ragenden Achsen des Blocks und der Sessellehne, aber auch das erhellte Rund des Tisches und das Viereck des Fensters. Bei der Zeichnung mit ihrer Nahsicht auf die Vase ist das Rund des Tisches ein wenig gekippt und die Linien des Parketts geben nur geringe Raumtiefe. Hier zum Vergleich ein zweites Foto aus größerer Nähe.

Ich ging dann in die Küche, um die Vasen austauschen: die rotbraune Glasvase haben wir vor Jahren auf einem Antikenmarkt in der westpeloponnensischen Kleinstadt Kyparissia erstanden.

Und wieder zeichnete ich:

Nach der Arbeit ist Spielen angesagt…….

Die durchsichtige Vase überblendet und ein wenig digital bearbeitet

Auch die rotbraune Vase macht sich gut als Pseudo-Gemälde.

Perspektivische Spielchen boten sich ebenfalls an: Hier ist die überblendete Zeichnung als „Gemälde“ schräg in den Raum gerückt —

Und hier habe ich die Zeichnung einmal klein überblendet, dazu auch das mitfotografierte Original schräg in den Raum gerückt.

Und vieles mehr. Aber diese Zimmerreise ist nun beendet. Ich hoffe, sie hat auch dir Spaß gemacht.

Dies ist ein Beitrag zu https://puzzleblume.wordpress.com/2021/10/15/einladung-zu-den-zimmerreisen-11-2021/2021-10-15-einladung-f-zimmerreisen-11-2021-mit-vw/#main

2021-10-15 Einladung f. Zimmerreisen 11-2021 mit V+W

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Projekt ABC bei Wortmann. V wie Vierecke

2021-01-16 PROJEKT ABC (Wortman) LogoDer Buchstabe V im Fotoprojekt Wortmann ist morgen ausgelaufen. Da muss ich mich sputen.

Das Foto zeigt ein Viereck, oder genauer: es IST ein Viereck, und darinnen abgebildet befindet sich ein weiteres Viereck: Das  ist ein Blatt Papier, auf dem ich die Schatten zwischen den Sonnentalern nachgezeichnet habe. Darauf liegt nun das Viereck, für das die beiden anderen die Rahmung bilden: Ein kleinerer Zeichenblock fängt die Schatten der Gräser auf, die davor aus dem Boden sprießen. Sie sind lieblicher als es eine Zeichnung von Menschenhand vermöchte.

In der Natur gibt es keine Vierecke, aber uns Menschen sind sie nützlich, um uns ein Bild zu machen.

 

 

 

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Im Bazar – Täuschung als neue Realität (Dialog mit Jürgen Küster)

Jürgen Küster schrieb im Kommentar zu meinen „Überblendungen“: „Liebe Gerda! Keine Frage: diese digitalen Collagen sind ausgesprochen reizvoll und enthalten viele Aspekte wie Verfremdung, Irritation, Zufall und Abstraktion. Sie sind zudem spielerisch. Das gefällt mir sehr gut und wirkt auf mich inspirierend.
Aber: worin besteht ihr Sinn? Um was geht es da? Ums Spielen? Um die Demonstration einer kreativen Technik? Was treibt Dich da an? Liebe Grüße, Jürgen“

Ja, worum geht es mir damit? Solche Fragen finde ich sehr anregend, denn sicher bin ich mir selten, warum ich etwas tue. Ich versuchte eine Antwort: „Lieber Jürgen, danke für deinen wertschätzenden Kommentar. Wenn die Überblendungen all das vermögen, was du sagst, ist ihr Dasein schon gerechtfertigt. Was ich selbst damit suche? Danke für diese Nachfrage. Meine Gedanken kreisen sehr um das Thema „Realität und Täuschung“. Verlust von Realitätsvertrauen – Täuschung als neue Realität. Das Foto ist banale Ablichtung, die Zeichnung ehrliches Bemühen. Die Überblendung vermischt beide Elemente und erzeugt mehrschichtige, irrlichternde,unberührbare Wirklichkeiten.“

Der Bazar verwandelt sich. Der Tag wird zur Nacht, die Armutswelt wird zum Palast, das Banale wird zum Zeichen für Höheres.

Paul Klee meinte, Kunst gebe nicht das Sichtbare wieder, sondern mache sichtbar. Ich aber frage mich bestürzt: was ist denn in einer digitalisierten Welt das Sichtbare? Und was ist das, was es gilt, sichtbar zu machen? Ist das Sichtbarzumachende vielleicht gerade die Täuschung, die Vorspiegelung, die Illusion?

Die Ausgangsbilder:

Foto

Zeichnung

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Laterne (Royusch-wöchentliche Fotochallenge)

Lampe 8 Quadrat b

Dies ist eine Straßenlaterne im Zentrum von Athen. Aufgenommen in der Königin-Sophia-Allee nahe dem Verfassungsplatz. Ich habe sie für https://royusch-unterwegs.com/2021/11/07/projekt-wochentliche-fotochallenge-37/ aus dem Archiv gezogen. Fotografiert im Dezember 2011.

Im Griechischen bedeutet „Laterna“ allerdings Drehorgel.  Auch da gibt es eine große Tradition, die leider gerade am Aussterben ist.

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