Lila Schwertlilien: Mitte und Ende

Ich darf wohl den diesjährigen Schwertlilien ein letztes Lebewohl hinterherwinken. „Schön wart ihr, über alle Maßen lieblich. Noch sind einige eurer getigerten Blüten geöffnet, noch darf ich mich in euer Blauviolett versenken. Aber es geht mit euch zu Ende, wie zuvor schon mit den weißen Schwestern. Adieu, bis zum nächsten Jahr, hoffentlich, wieder!“

Der Vorhang schließt sich, das Stück ist aus.

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Guten Morgen mit Staub und Stempel

Klingt ja nach Amtsschimmel und Büromuff – aber keine Angst! Mein Morgengruß kommt aus der frischen Natur!

Von Herzen wünsche ich einen gelingenden Tag.

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Dora zum ZwölftenFünften: Schwalbennest

Im Betonskelett des Hotels, das neben bzw oberhalb der Taverne aufragt, ist eine ganze Kolonie von Schwalbennestern zu besichtigen. Wo aber sind die Schwalben? Sie sind da, man hört die Kleinen schreien, die Großen zwitschern, man sieht sie auch hin und her flitzen. Sie zu fotografieren, ist mir aber noch nicht gelungen. Ich will mich gar nicht rausreden: mir fehlt nicht nur eine passende Kamera, mir fehlen auch Ausdauer und Geduld eines guten Vogelknipsers. Und so blieb es beim düsteren Anblick eines Nestes ohne erkennbare Bewohner.

Heute aber schien mir, dass sich eine Elternschwalbe auf dem Nest aufhielt. Ich warte und warte, die Telefon-Kamera im Anschlag, ob sich der Vogel vielleicht rührt und ich ihn beim Abflug erwische… Nix da.

Dora sieht meine Bemühungen und bietet ihre Hilfe an. „Ich geh mal nachgucken!“ kräht sie, und bevor ich „Halt, stör den Vogel nicht!“ rufen kann, ist sie schon unterwegs. Ihre Latüchte sendet einen hellen Strahl Richtung Nest. „Bewohnt,“ meldet Dora, zum Glück im Flüsterton. Stimmt. Ich habe die Schwalbe auch eine Sekunde lang gesehen – außer ich habe mich getäuscht.

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Glasscherbenspiel: Einheit – Verwandlung.

Kürzlich besucht mich ein zehnjähriges Mädchen in meinem Atelier. Es geht gleich zu meinem letzten Scherbenbild …und fragt, ob es auch…. „Ja, gern“, sage ich und freue mich. „Aber pass auf, dass du dich nicht schneidest.“

Das war eine völlig überflüssige Ermahnung. Denn viele Kinder in diesem Alter (und vielleicht auch mit dieser schulischen Erziehung) haben die Neigung, alles zu ordnen und zu systematisieren. Ich erinnere mich noch gut an die Rüge eines Kindes angesichts meiner Kritzeleien: „zu unordentlich“.

Was also tut dieses Kind? Ich staune nicht schlecht! Es fügt die Scherben zur ursprünglichen Ordnung der Glasscheibe zusammen. Die zeigt sie mir stolz.

Und ja, ich bewundere diese ihre Fähigkeit, Ordnung zu schaffen. Einerseits. Andererseits: Nein, das ist nichts für mich. Ich brauche Kreativität, Bewegung, Verwandlung! Ich brauche Vielfalt, nicht Einfalt. Also mache ich mich heute daran, die Form leise, abschnittsweise wieder auseinander zu nehmen und zu spielen. Ich, die Alte.

 

Ich sehe darin ein Vogelwesen (1), das zum Menschen mutiert (2), einen Moment des Triumphes erlebt (3) und am Ende zur resignierten Frau wird, die sich selbst Scherbe für Scherbe in einen großen Müllsack fallen lässt (4).

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Unter dem Stichwort „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile und umgekehrt“ habe ich schon mal über meine kunsttherapeutische Arbeit berichtet

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Katze und Gartenschlauch (tägliches Zeichnen)

Einen Gartenschlauch zu zeichnen, war heute wirklich nicht meine Absicht. Vielmehr

Gartenschlauch mit Ameisen und Piniennadeln, Zeichnung nach eigener Fotografie

hatte ich es auf Prinkipessa abgesehen. Die saß nämlich, um mich zu betrachten, auf dem Gartenweg, und ich dachte: Jetzt ist der Moment gekommen, wo ich dich zeichne. Leider bewegte sie sich, guckte mal nach rechts, mal nach links, legte sich bequemer hin, setzte sich auf…. und begab sich schließlich ganz weg.- Zurück blieb der Gartenschlauch, den ich, mangels anderer Modelle, nun auch noch dazuzeichnete. Besser als nichts.

 

 

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Dora zum ElftenFünften: Suchaktion

Ich wandele durch den Garten, schnuppere an dem überreich blühenden weißen Rosenbusch, freue mich am Rot des Hibiskus, der nun auch blüht, an den immerblühenden roten Geranien und den Knospen der vornehmen roten Rose, die sich mit der Entfaltung sehr viel Zeit lässt. Mittagsstille liegt über dem Garten.

Da sehe ich aus dem Augenwinkel ein Kätzchen unter das Auto huschen. Und noch eins! Prinkipessas Family hat offenbar das Revier gewechselt. Den Stammplatz unter dem jetzt blühenden und duftenden Agioklima (Geißblatt) haben sie verlassen. Warum? Mögen sie den Duft nicht? Aha, nein! Ich lese: Το αγιόκλημα για τις γάτες είναι κάτι σαν… το μαγιοβότανο (αποκρουστικό για τις γάτες φυτό ) und das heißt auf gut Deutsch: Das Geißblatt ist für Katzen so etwas wie ….Katzenminze (Katzen abschreckend). Katzenminze schreckt Katzen allerdings nicht ab, sondern macht sie high, wie ich bei meiner Googelei nun auch erfahre.

 

Wie auch immer: Wenn sie nun unter meinem Auto – am entgegengesetzten Ende des Gartens – wohnen, muss ich künftig höllisch aufpassen. Ich rufe Dora, damit sie mir beim Suchen hilft.

„Leuchte doch bitte mal unters Auto!! – sage ich. Dora leuchtet und verkündet: „Unter dem Auto ist niemand!“

„Und hinter dem Auto?“ – „Auch nix…. He, warte mal, Moment! Doch! Da ist Prinkipessa, und Theo schmust mit ihr“

Ohne Doras Latüchte hätte ich Prinkipessa nicht gesehen, so gut ist sie getarnt. Stören will ich auch nicht weiter, nur wüsste ich gern, wo die anderen stecken. Hier beim Auto scheinen sie nicht zu sein. „Komm, Dora, suchen wir mal den Rest der Bande“ schlage ich vor. …

Doch es ist wie verhext. Hier ein Gehoppel, dort ein Huschen, hier ein Näschen, dort ein beschwanzter Hintern – und weg sind sie.

Bis – ja bis ich erneut Prinkipessa ins Visier bekomme, und bei ihr ein Kleines. Ob es Fritzi oder Frieda ist, kann ich nicht erkennen. Und die anderen? Wo sind die? Keine Angst, der Garten ist groß – irgenwo treiben sie sich herum.

 

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Eine Blume (und danke)

Diese zauberhafte Blüte sah ich heute im Garten, den der kleine Kläffer bewacht. Gleich ihr gab es noch viele weitere in dem Beet.

Die Dame des Hauses sah meine Begeisterung und grub bereitwillig ein paar Pflänzchen aus, auf dass ich sie zu Hause einpflanze. Was ich tat. Sie sollen sich leicht verwurzeln.

Diese Blumen sind zugleich mein Dankeschön für all eure liebevollen Kommentare. Ich habe eben auch die älteren durchgesehen und bemerkt, dass bei vielen das like-Sternchen nicht angegangen war. Ich lese manchmal am Handy, da funktioniert es nicht. Nun also sind alle erleuchtet, hoffe ich, und einige Kommentare habe ich auch nachgetragen. Danke euch allen! Und gute Nacht.

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Dora zum ZehntenFünften: Wachhund

Am Tor ist ein großes Warnschild angebracht: Vorsicht Hund! Böse kläfft er mich an, als wir (Dora und ich) den Garten betreten. Die Besitzerin, die mich erwartet, eilt herbei, um den Wüterich zu beruhigen.

„Wir kommen in friedlicher Absicht“, sage ich zum Hund und erkundige mich nach seinem Namen und seinem Alter. Er heißt Chicco und hat, wie ich erfahre, das ehrwürdige Alter von zwölf Jahren erreicht. Ich zeige mich angemessen beeindruckt. Doch mein Anbiedern hilft gar nichts: Für den Hund bleibe ich ein Ärgernis, das man durch Ankläffen vertreiben will.

„Dora“, sage ich, „ich möchte mich gern mit der Dame des Hauses unterhalten, kannst du den Hund derweil ein bisschen beschäftigen?“

„Kein Problem!“ kräht Dora fröhlich, hüpft von meiner Schulter und hält dem Hund die Latüchte unter die Nase. Und, o Wunder,  er wird still und beginnt sogar zu wedeln.

Welche Wohlgerüche sie da wohl eingestzt hat? Hündinnenhormone? Leberwurstdüfte? Jedenfalls ist der kleine Kläffer nun lammfromm und weicht nicht von ihrer Seite. Mich aber mag er deshalb noch lange nicht, wie er durch gelegentliches Knurren zu verstehen gibt.

Vielleicht braucht er ein bisschen Zeit, um auch mich zu akzeptieren? Ich werde ihn dann auch nicht mehr „kleiner Kläffer“ nennen. Versprochen.

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Dora zum NeuntenFünften: Sukkulenten II

„Du wolltest doch peu a peu deine Sukkulenten zeigen!“ erinnert mich Dora. „Warum tust du es dann nicht? Versprechen muss man halten. Mich kannst du bei der Gelegenheit auch zeigen.“ – „Aber gern doch, Dora! Ich habe heute gefeiert und so viele ΔΩΡΑ (Dora/Geschenke) bekommen, dass du echt einen Ehrenplatz verdient hast“.

Nebeneinander stehen zwei Töpfe mit ziemlich ähnlichen Blüten, die einen rot, die anderen weiß und rosa.

Sehr groß sind sie nicht. Hier ein Bild mit dem ganzen rosa Topf. Falls jemand diese Art kennt – bitte melden.

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Wenn Tierschutzarbeit zur Farce wird…

Haltet Ausschau nach verendenden „Friedenstauben“, darum bittet Bettina. Dieser Bitte möchte ich mich anschließen: ja, bitte schaut beim Spazierengehen, sammelt dehydrierte Brieftauben ein, pflegt sie gesund. Das wäre ein echter Friedensbeitrag.

Avatar von Gutes Karma to go by Bettina Marie SchneiderGutes Karma to go ®

Wenn Tierschutzarbeit zur Farce wird.

Seit in der Ukraine Bomben fallen, überschlagen sich die Menschen förmlich, den Tieren dort zu helfen, die hungrig und heimatlos auf den Strassen herumirren.

Wie viele wohl mittlerweile unter großen Anstrengungen und unter dem Einsatz großer finanzieller Hilfen gerettet wurden, für wie viele das Überleben wohl durch Futterlieferungen ermöglicht wurde?

Waren es 1000 Tierleben?

Waren es 10.000 Tierleben?

Zeitgleich wurden an nur einem Tag eine halbe Million Haustiere in Deutschland ausgesetzt und in den Tod geschickt.

Zeitgleich fand auch hier im Land eine „Hilfsaktion“ statt.

Über eine halbe Million Brieftauben wurden am Wochenende „im Zeichen des Friedens“ ausgesetzt.

Laut einer Pressemitteilung des Verbands Deutscher Brieftaubenzüchter e.V. waren letztes Wochenende tausende deutsche Brieftaubenhalter dazu aufgerufen, ihre Tiere im Rahmen der Aktion „Brieftauben im Zeichen des Friedens“ an verschiedenen Orten in ganz Deutschland fliegen zu lassen. Einen Teil der Transporteinnahmen wollen die Flugveranstalter nach eigenen Aussagen an…

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