Inktober 12 WHALE (Wal)

#inktober and  #inktober2018.

12 WHALE (Wal)

Diesmal zeige ich eine Legearbeit, die ich mehrfach umformte. Ich weiß, ich weiß, eigentlich sollte ich zeichnen. Vielleicht tue ich es noch und schaffe für all diese inktober Wörter eine neue einheitliche Serie – so wie Agnes es mit ihren herrlichen Märchenszenen tut. Aber jetzt macht es mir einfach Spaß, Vielfalt der Techniken walten zu lassen und zu jedem Wort Bilder aus meinem Archiv zu finden.

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Sehnsucht nach Herbstfarben – fortgesetzt (Malerei)

In meiner alten Heimat – in Deutschland also – ist dies die Zeit der Herbstfarben, der großen bunten Wälder, die sich in Seen spiegeln, aus denen der Nebel steigt. So jedenfalls stellt sich für mich der Herbst in einer Mischung aus Erinnerung und Fantasie dar. Auch in Griechenland – vor allem im Norden – gibt es jetzt herbstliche Wälder. Und ich sehne mich und möchte hinreisen.

Dies Bild ist durch Gießen und Schütteln von Plastikfarbe auf einer vorbereiteten Leinwand (70 x 100) entstanden.

Herbstbild (2), Plastikfarbe auf Leinwand (c) gerda kazakou

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Sehnsucht nach Herbstfarben (Malerei)

Dieses Bild ist teilweise durch Abreißen collagierter Papiere entstanden. Wandfarbe, Pigmente, Kleister auf Leinwand, 70 x 100 cm

Herbstbild  (1), mixed media. (c) gerda kazakou

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inktober, 11. CRUEL (grausam)

#inktober and  #inktober2018.

11. CRUEL (grausam)

Ist es grausam, oder einfach nur traurig, wenn ein Vögelchen in deiner Hand stirbt?

„Flieg Vogel flieg“, Feder-Pinselzeichnung (c) gerda kazakou

 

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abc-Etüde um ein Bewerbungsgespräch (Kata-Strophen)

Die Einladungskarte hat Christiane gestaltet, die weiterhin diese Etüden betreut. Die Wörter stammen diesmal von mir.

 

Vor dem Bewerbungsgespräch (innerer Monolog)

 

Morgen muss ich muss ich

Mir die Nägel die Haare schneiden, schneiden

Muss ich muss ich mich

Für das Vorstellungsgespräch

Korrekt und sogar akribisch kleiden

Skrupulös drauf achten muss ich muss ich

Dass ich, jedes Wort wägen, Leumundszeugnis

Ach. Was soll ich nur sagen, wenn er

Oder sie? sie? mich fragt wo ich bisher

Und überhaupt, ob ich…

Wie soll ich soll ich nur

In den Genuss einer Arbeit …

 

Genuss? Das ist ja wohl ein Witz,

wo ist da der Genuss? Ach was, ich

schneide mir nicht die Nägel und auch nicht das Haar

und krieg die Stelle nicht an der Kasse, schon klar!

Soll ne andre da sitzen

und schwitzen

Und Gemüse abwiegen

Und Anpfiffe kriegen

und Kleingeld rausgeben

und träumen vom Leben

mit geschnittenem Haar

und achthundert Kröten in Bar.

 

Welches Kleid nehm ich?

Oder lieber Bluse und Rock?

Die Schuhe mit Schnallen oder die mit den Hacken,

Modern meine Kleidung oder lieber altbacken?

Das Haar als Knoten oder doch lieber Zopf?

Obs ein Junger ist oder ein alter Sauertopf,

der mich da prüft, wegen der Stelle

ich glaub ich nehm doch das Helle

mit dem Blümchenmuster, das passt

 noch, ist mir es ja reichlich verhasst,

und das Haar werd ich schneiden

lässt sich wohl doch nicht vermeiden.

 

Die Stelle muss  ich kriegen

Auf Brechen und auf Biegen.

Brauch die achthundert Kröten

Sie sind mir sehr vonnöten.

Die Freiheit ist zu teuer

Bei den Mieten von heuer.

Das Kind braucht auch Essen

Oder soll es Brennnesseln fressen?

Also reiß dich zusammen und mach dich schön

Dann kriegst du die Stelle, es wird sicher gehn.

Dann kriegst du sicher noch Extra-Rabatt

Und machst die ganze Familie mit satt.

 

Drei Bittstellerinnen (c) gerda kazakou

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FLOWING (fließend, strömend)

#inktober and  #inktober2018.

IMG_2430 10 FLOWING (fließend, strömend)

Das heutige Wort bei inktober ist FLOWING – also fließend, strömend. Wie aber kann man das im Bild darstellen? Doch wohl, indem IRGENDETWAS strömt oder fließt, wodurch dies Strömen sichtbar wird: Wasser, Gewänder, Dinge auf und in dem Wasser, Hindernisse lassen mich das Strömen erkennen.
Vier Beispiele  – keine Federzeichnungen diesmal, sondern Kohle, Pinsel, Collage, die ich, um den Vorschriften zu genügen, in Pseudo-Tintenzeichnungen umgearbeitet habe – mögen das illustrieren.

Alle Bilder werden durch Anklicken größer.

Das erste Beispiel ist eine Leinwand im Querformat, mit Pigmenten und Kleister bemalt. Undefiniertes wird vom leicht strömenden Wasser bewegt und fortgetragen.  Original (a) und Schwarz-Weiß-Version (b).

Das zweite Beispiel ist ein extremeres Querformat, Kohle und Weiß auf Papier von der Rolle. Im Original (a) steht das Wasser still, es berührt die Pflanzen nicht.  In die Schwarz-Weiß-Version (b) habe ich ein Strömen eingebaut, so dass nun Wasser und Pflanzen eine komplizierte in sich verschlungene Form bilden: Fließen, Mitgehen, Widerstand.

Das dritte Beispiel ist eine Kohlezeichnung auf Papier (a), daneben eine leicht bearbeitete Version (b). Wasser strömt, bewegt und trägt mit sich fort, was sich seinem Strömen anvertrauen möchte. Panta rhei.

Das vierte Beispiel zeigt Wasser, das um einen schweren Schiffsleib herumströmt und in Wellenmuster zerbricht. Es handelt sich um den bearbeiteten Ausschnitt eines Bildes (a), das ich rechts vollständig, aber als SW-Version (b) wiedergebe (collagierte Papiere und Kohle auf Leinwand).

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PRECIOUS (wertvoll, edel, heiß geliebt)

#inktober and  #inktober2018.

9 PRECIOUS (wertvoll, edel, heiß geliebt)

Gestern war das Wort „precious“ bei INKTOBER dran, aber ich hatte keine Zeit, mich drum zu kümmern. Mein heiß geliebter (precious) Hund Tito hatte Probleme, er musste eiligst zum Tierarzt. Heute geht es ihm besser – hoffentlich kommen wir um eine Operation herum.

Und so poste ich heute nur ein paar mit der Feder oder dem Bleistift gezeichnete edle (precious) Gräser und Fruchtstände. Für mich sind solche Gegenstände das Kostbarste (most precious), weit wertvoller (more precious) als Gold und Edelsteine. Sie sind die wirklichen Schätze.

Christian Morgenstern: Die Weidenkätzchen

Kätzchen ihr der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
sagt mir doch, ihr Schätzchen,
sagt, woher ihr stammt.

Wollen’s gern dir sagen:
Wir sind ausgeschlagen
aus dem Weidenbaum,
haben winterüber
drin geschlafen, Lieber,
in tieftiefem Traum.

In dem dürren Baume
in tieftiefem Traume
habt geschlafen ihr?
In dem Holz, dem harten
war, ihr weichen, zarten,
euer Nachtquartier?

Mußt dich recht besinnen:
Was da träumte drinnen,
waren wir noch nicht,
wie wir jetzt im Kleide
blühn von Samt und Seide
hell im Sonnenlicht.

Nur als wie Gedanken
lagen wir im schlanken
grauen Baumgeäst;
unsichtbare Geister,
die der Weltbaumeister
dort verweilen läßt.

Kätzchen ihr der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
ja, nun weiß, ihr Schätzchen,
ich, woher ihr stammt.

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ABC-Etüde: Bin ich eine Perfektionistin? (eine Selbsterkundung)

Vorrede: Ich habe das Wort SKRUPULÖS selbst ins abc-Spiel gebracht und frage mich nun: was habe ich mir eigentlich dabei gedacht? Ist ja kein schönes Wort, dies „skrupulös“. Hat mit Skrupeln zu tun  – und wer hat die schon gern?

Aber nun ist es einmal da, dies skrupulös, und ich muss etwas damit anfangen. Bei meinem Nachdenken erinnerte ich mich an das Enneagramm – ein Selbsterforschungsinstrument, das ich gelegentlich gern zu Rate ziehe.

Das Enneagramm unterscheidet die Menschen nicht nach vier Temperamenten, sondern nach neun Charaktertypen. Der erste ist „Der Perfektionist“.

 

ABC-Etüde: Bin ich eine Perfektionistin?

Gleich der erste Typ des Enneagramms ist der Perfektionist, zu dem das skruplöse Nachdenken, Erforschen, Abwägen gehört. Der ewige Zauderer, der nichts beginnt, ehe er nicht alle Eventualitäten bedacht hat. Der sich selbst zugrunde richtet – und gelegentlich auch seine Mitmenschen -, weil er nächtelang über ein angemessenes Wort grübelt und feilt und nicht zu Potte kommt.  Und mit dem muss ich mich nun beschäftigen. Ausgerechnet ich! Wo ich doch Perfektionisten lieber schneide! Sag selbst, welchem Charaktertyp würdest du dich gern zuordnen? Du hast zur Auswahl: (1) Perfektionist (2) Geber, (3) Dynamiker, (4) Tragischer Romantiker, (5) Beobachter, (6) Advokat des Teufels, (7) Genussmensch, (8) Boss, (9) Vermittler.

Der Perfektionist also.

Das SELBSTBILD des Perfektionisten ist: ICH HABE RECHT. Und da muss ich gleich mal zugeben: Das passt zu mir. Natürlich habe ich recht.

Ein UNREIFer Perfektionist ist rechthaberisch, pharisäerhaft, zersetzend. Nein, das bin ich nicht, hm, doch, manchmal schon. Also rechthaberisch kann ich schon sein, aber pharisäerhaft? oder zersetzend? Nein, nein.

Der NORMALe Perfektionist  ist perfektionistisch – klar. Und skrupulös. Er zaudert, will wissen, worauf er sich einlässt, und er will sich nicht ins Unrecht setzen. Ich will mich auch nicht ins Unrecht setzen. Schließlich will ich recht haben. Aber um rechtzuhaben, muss ich vielleicht ja auch wirklich Recht haben. Also noch mal nachprüfen, obs so stimmt.

Der REIFe Perfektionist – und da atme ich auf, denn damit kann ich mich identifizieren! – ist kritisch, wach, gelassen, und ethisch hochstehend. Niemand kann mir an die Karre fahren. Alles tipptopp abgesichert, nachgeprüft und ethisch einwandfrei.  Nichts kann mir vorgeworfen werden. Da kann ich gut gelassen sein.

Und so gehe ich in die Welt und rufe voller Selbstvertrauen:  Werdet wie ich, dann seid auch ihr im Recht!

(278 Wörter)

Der Perfektionist: „Werdet wie ich!“ (c) Gerda Kazakou

 

 

 

 

 

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Montags ist Fototermin: Rund um den Tümpel

Wenn es stark regnet, führt der Trockenfluss Sandova Wasser, und an seinem Ausfluss ins Meer bildet sich ein Tümpel mit Brackwasser. Schön ist er eigentlich nicht, aber ich liebe das Spiel der kleinen Wellen über dem modrigen Boden, das so ganz anders ist als das im Meer.

Heute Vormittag war ich mit meinem Hund Tito dort, stolperte zwischen dem Gestrüpp herum, fand auch eine Wegwarte und ein gelbes Blümelein. Ein anderes Pflänzchen wartete auf noch einen Sturm, um ihre Samenbällchen zu entleeren.

Die Schattenwürfe freiliegender Wurzeln  bezauberten mich nicht weniger als die Spiele der Sonne auf dem Wasser.

Und die Moral von der Geschicht?

Schatten ist schön, und schön ist das Licht.

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Montag ist Fototermin: Strebe zum Licht

Nun donnert es wieder und Tito verkriecht sich unterm Schreibtisch. Aber vorhin im Garten: die Lilie, die sich unter dem Granatapfelbaum angesiedelt hat, hat ihre erste Blüte geöffnet, die blaue Winde blüht wieder über der Mauer und zeigt dem Himmel, was Blau bedeutet, die Zitronen reifen gemächlich vor sich hin, und wir speisen im Garten: Bohnensuppe und Schafskäse mit Origanon und Olivenöl, Bauernbrot und frisches Wasser. Die Sonne fängt sich im Wasserglas.

Und die Moral von der Geschicht?

Alles Lebendige strebe zum Licht.

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