FLOWING (fließend, strömend)

#inktober and  #inktober2018.

IMG_2430 10 FLOWING (fließend, strömend)

Das heutige Wort bei inktober ist FLOWING – also fließend, strömend. Wie aber kann man das im Bild darstellen? Doch wohl, indem IRGENDETWAS strömt oder fließt, wodurch dies Strömen sichtbar wird: Wasser, Gewänder, Dinge auf und in dem Wasser, Hindernisse lassen mich das Strömen erkennen.
Vier Beispiele  – keine Federzeichnungen diesmal, sondern Kohle, Pinsel, Collage, die ich, um den Vorschriften zu genügen, in Pseudo-Tintenzeichnungen umgearbeitet habe – mögen das illustrieren.

Alle Bilder werden durch Anklicken größer.

Das erste Beispiel ist eine Leinwand im Querformat, mit Pigmenten und Kleister bemalt. Undefiniertes wird vom leicht strömenden Wasser bewegt und fortgetragen.  Original (a) und Schwarz-Weiß-Version (b).

Das zweite Beispiel ist ein extremeres Querformat, Kohle und Weiß auf Papier von der Rolle. Im Original (a) steht das Wasser still, es berührt die Pflanzen nicht.  In die Schwarz-Weiß-Version (b) habe ich ein Strömen eingebaut, so dass nun Wasser und Pflanzen eine komplizierte in sich verschlungene Form bilden: Fließen, Mitgehen, Widerstand.

Das dritte Beispiel ist eine Kohlezeichnung auf Papier (a), daneben eine leicht bearbeitete Version (b). Wasser strömt, bewegt und trägt mit sich fort, was sich seinem Strömen anvertrauen möchte. Panta rhei.

Das vierte Beispiel zeigt Wasser, das um einen schweren Schiffsleib herumströmt und in Wellenmuster zerbricht. Es handelt sich um den bearbeiteten Ausschnitt eines Bildes (a), das ich rechts vollständig, aber als SW-Version (b) wiedergebe (collagierte Papiere und Kohle auf Leinwand).

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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10 Antworten zu FLOWING (fließend, strömend)

  1. Myriade schreibt:

    Siehst du, du beugst dich auch der Evidenz, dass Tinte eben doch nicht für wirklich alles am besten geeignet ist, bzw dass die Zeit fehlt jeden Tag eine Zeichnung nach Stichwort zu machen 🙂 Schön dein Fließen !

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  2. Die Gedanken fließen über die Hand und Malwerkzeuge aufs Papier und zerließen dort real und/oder imaginativ, um bei den Betrachtern etwas zum Fließen zu bringen. Fließmuster (in Kunst und Natur) lassen tief blicken.

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    • gkazakou schreibt:

      danke fürs flüssige Kommentieren! „Tief blicken“, sagst du. Ich dachte, die Fließmuster lenken von der Tiefe ab, über der sie sich ausbreiten? So dass Blick und Gedanke eher an der Oberfläche haften bleiben.

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  3. Ulli schreibt:

    Liebe Gerda, beim zweiten Beispiel habe ich spontan Vorort kommentiert, die dritte Variante lieb ich, du weißt schon: so wunderbar minimalistisch 🙂 insgesamt hast du sehr Unterschiedliches zum Strömen/Fließen gezeigt, so unterschiedlich und noch unterschiedlicher wie es ist. Mag ich sehr!

    Mir ist es übrigens wurscht, ob nun mit Tusche oder nicht, auch wenn es die Vorgabe ist, mir ist wichtig die Assoziationen zu den Themen zu sehen, hier und bei anderen, aber gut, das ist dann eben meins.

    herzlichste Abendgrüße, Ulli

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Ulli, danke! Ich habe ein bisschen schlechtes Gewissen, wenn ich die Regeln zu weit auslege. Es ist ein bisschen so als würde ich bei einem Schachspiel die Regeln für Dame anwenden. Andererseits haben die Initiatoren von Inktober selbst die Regeln aufgeweicht, und sehr viele Beiträge sind eben durchaus nicht handgezeichnete Arbeiten, was inzwischen erlaubt ist. Auch Farben sind erlaubt, Mir wäre es lieber, die Regeln würden streng gehandhabt – einschränkende Regeln wirken disziplinierend – , dann würde ich mich auch gern dran halten.
      So aber nehme ich mir die Freiheit, das Thema nach gusto auszulegen.

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      • Ulli schreibt:

        Ich habe mich nicht mit dem Regelwerk befasst, weil ich sofort wusste, dass es mir zu viel ist jeden Tag ein Bild gestelten zu „müssen“ – dazu habe ich zu viel anderes um die Ohren – eins in der Woche, ja, da wäre ich dabei!
        Ich stimme dir zu, es kann disziplinierend wirken, wenn ein Regelwerk strikt ist, letztlich sind es zwei verschiedene Herangehensweisen.

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  4. www.wortbehagen.de schreibt:

    Die Gedanken fließen auf jeden Fall, liebe Gerda, wenn ich mir Deine Zeichnungen zum verströmenden Tag ansehe.
    Die dritte Version, das dritte Beispiel ist eine Kohlezeichnung auf Papier (a) und diese finde ich wunderwunderschön. Wenig zu sehen, aber jedes Mehr wäre eines zuviel.

    Liebe Abendgrüße von Bruni

    Gefällt 2 Personen

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