Sehnsucht nach Herbstfarben – fortgesetzt (Malerei)

In meiner alten Heimat – in Deutschland also – ist dies die Zeit der Herbstfarben, der großen bunten Wälder, die sich in Seen spiegeln, aus denen der Nebel steigt. So jedenfalls stellt sich für mich der Herbst in einer Mischung aus Erinnerung und Fantasie dar. Auch in Griechenland – vor allem im Norden – gibt es jetzt herbstliche Wälder. Und ich sehne mich und möchte hinreisen.

Dies Bild ist durch Gießen und Schütteln von Plastikfarbe auf einer vorbereiteten Leinwand (70 x 100) entstanden.

Herbstbild (2), Plastikfarbe auf Leinwand (c) gerda kazakou

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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27 Antworten zu Sehnsucht nach Herbstfarben – fortgesetzt (Malerei)

  1. kopfundgestalt schreibt:

    Warum werde ich wieder an Schumacher erinnert? 🙂

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  2. Myriade schreibt:

    Ohja, das mache ich auch sehr gerne fließen lassen …..

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  3. Ulli schreibt:

    Liebe Gerda, mir ist erst in diesem Jahr etwas Gravierendes aufgefallen, der September ist für mich der eigentlich goldene Monat, hier bricht sich das Licht und wird warm, die Blätter färben sich gelb/gold aufgrund des Rückzugs vom Chlorophyll, die Rottöne brauchen länger, sie erscheinen im Oktober, das Licht aber wird klarer, das Blau des Hmmels wird schon zu einem winterlichen stahlblau (zumindest hier in den Bergen), sodass für mich der Oktober der Monat der Rottöne wird, natürlich umrahmt vom goldgelb der anderen Blätter und somit noch einmal mehr dem gegenüberliegendem Mai die Hand reicht. Dazu passt dein Bild so gut!
    herzlichst, Ulli

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    • gkazakou schreibt:

      danke Ulli. Ja, die Rottöne – zusammen mit starkem Himmelsblau – sind es, die ich mit Oktober und Herbst verbinde.
      September ist für mich noch nicht Herbst, sondern Waage, Balance zwischen Sommer und Herbst. Tage und Nächte sind gleich lang genauso wie im März, der noch kein Frühling, aber auch kein Winter mehr ist. Erst wenn die Tageslänge merklich die der Nacht überwiegt, beginnt der Frühling, und wenn die Nacht merklich länger als der Tag ist, der Herbst. So fühle ich es.

      Gefällt 4 Personen

  4. Elsbeth schreibt:

    Und vielleicht noch das Licht über der Ostsee?Das und die gold-und rotfarbigen Bäume gehören für mich hier zum Herbst..Und das „reine Blau“ in den Herbst-Gedichten von Trakl…

    Herzliche Grüße nach Griechenland !! .Den dortigen hellen Oktober habe ich in
    allerschönste Erinnerung !!!

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    • gkazakou schreibt:

      danke, Elsbeth! Auch ich liebe den hiesigen „hellen Oktober“ im südlichen Griechenland sehr, der so ganz anders ist als der deutsche und auch ganz anders als der Ton, den Trakl anschlägt. Wenn mich manchmal Nostalgie überfällt, so eben deshalb. Trakl passt nicht hierher. Sei von Herzen gegrüßt! Gerda

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      • elsbeth weymann schreibt:

        ja, das stimmt. Trakl passt nicht zu Hellas !!!
        Der „nicht-todessehnsüchtige“ Trakl , den es auch gibt, trifft aber für mein Empfinden ein Herbstgefühl durchaus …“ein reines Blau tritt aus verfallner Hülle / der Flug der Vögle tönt von alten Sagen / gekeltert ist der Wein, die milde Stille / erfüllt von leiser Antwort dunkler Fragen…“ in der Form „konventionell“, in Inhalt und Bild nicht.
        An deinem Bild gefällt mir besonders die kräftige Farbigkeit und dass mit einer Horizontlinie etwas wie eine Spiegelung entsteht und eine Tiefendimension bewirkt. Schön !!

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Elsbeth, danke auch hierfür, und dass du das Trakl-Gedicht noch mal ganz hierhergestellt hast. Als du das „reine Blau“ erwähntest, kam es auch mir in den Sinn. Es könnte ja passen – doch will sich bei mir das Gefühl, das sich damit sonst verband, hier nicht einstellen. Vielleicht liegt es daran, dass in Hellas der Frühling in allen Jahreszeiten fühlbar bleibt und immer mittönt. Herbst ist Vorbereitung auf Winter, aber wenn ich hier an den Januar denke, dann sehe ich keine Baumgerippe, sondern habe die Alkyoniden mit ihrem seidigen blauen Glanz vor Augen.

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  5. PPawlo schreibt:

    Das ist großartig geworden! Gratuliere!

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  6. www.wortbehagen.de schreibt:

    Wie gut passt es doch zu Deinem anderen Herbstbild, liebe Gerda!

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  7. kunstschaffende schreibt:

    Liebe Gerda,
    Dein Werk ist fantastisch! Aber ich verbinde es nicht mit dem Herbst

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  8. kunstschaffende schreibt:

    Weil mir das Maisgelb und die warmen Rottöne bis ins Orange hinein fehlen! Dieses Werk fasziniert mich sehr, weil ich eine Zweiteilung bzw. Spiegelung darin sehe! Sehr gelungen!👏👏👏👏👌👍
    Liebe Grüße Babsi

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  9. kunstschaffende schreibt:

    Und noch etwas, je länger ich es betrachte, je mehr hat es eine religiöse Ausstrahlung!

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