Windig und stark abgekühlt ist es, dabei sonnig und klar, das Meer strahlt in der Ferne so sehr, dass ich nicht hinschauen kann. Während ich durch den Olivenhain hinab steige, halte ich schützend die Hand über die Augen.
Unten an der Straße sehe ich zwei große Schafe im Licht stehen. Sie kommen neugierig näher.
Glückliche Schafe mit einem herrlichen Ausblick aufs Meer.

Ein wenig ruhe ich mich aus, bleibe bei einer Asphodelienwiese stehen, steige hinunter in die Bucht.
Ich war länger nicht hier. Schon von Weitem sehe ich, dass sich die Szenerie rund um die Tamariske wieder verändert hat. Vor Jahren gab es hier zwei Tamarisken, wunderbare Schattenspender, dann wurden die gewaltigen Wurzeln durchgesägt und die Bäume starben ab. Doch eine Wurzel blieb erhalten, der eine Baum trieb wieder aus, der andere aber lag als bleichendes Baumskelett am Strand, man hier, mal dorthin geworfen, als Trockenhalter für Badesachen dienend, von „Naturfreunden“ auch zum Teil verbrannt. Heute nun ist das große Skelett nicht mehr da. Nur drei Stücke liegen da, bizarren Urtieren gleich.
Das große Stück aber haben sich die Besitzer des angrenzenden Grundstücks angeeignet. Wie sie es da rübergeschleppt haben? Keine Ahnung.

Nun, seis drum. Hauptsache, sie lassen den wieder grünenden Baum in Ruh! Das Haus auf dem Felsen wird kräftig von den Wellen umspült, hält aber stand.

Auf dem Rückweg treffe ich das benachbarte Bäuerlein, das mich mag, seit ich ihn nicht wegen seines bissigen Hundes angezeigt habe. Heute fragt er, ob ich immer das alte Brot am Zaun dalasse. Als ich bejahe, geht er, um Eier zu holen und mir zu schenken. Vierzehn Stück fischt er aus seinen Hosentaschen, und ich lege sie vorsichtig und dankbar in meinen Beutel, um sie zu Hause in eine leere Schachtel umzulagern. Daraus könnte ich am Samstag eine Menge Crepes für meine Gäste backen!
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