Gestern fuhren wir von der Mani nach Athen und fanden alles in bester Ordnung vor. Vom Vortag und der Fahrt zerschlagen, ging ich zeitig schlafen, aber der Schlaf wollte nicht kommen. Um halb vier Uhr nachts beschloss ich, aufzustehen und mich in Schlaf zu zeichnen. Wozu lerne ich das neurographische Zeichnen?
Als erstes machte ich eine spontane wirre Zeichnung mit „neurographischer“ Linie, dh einer Linie, die sich weich über das Blatt bewegt. Zwei spitzige Dreiecke – Symbol für Störungen – fuhren da hinein. Dann machte ich mich daran, die sich überschneidenden Linien abzurunden, ließ sie ineinander fließen, geduldig, aufmerksam. Und vergaß den Stress.
Abgebrochene Bewegungen führte ich fort …
Ich ließ mich in ein nachtblaues Ei hineinfallen, färbte auch die Nacht in beruhigende Blau-Violetttöne ein. Ich wurde ruhig, entspannte mich. Doch schien mir das Ganze noch unvollkommen.
Erst als ich rundum Himmelslichter aufgehen ließ, war ich zufrieden und ging zu Bett. Ich belebte und vertiefte das Bild in mir, ließ mich ins Nachtblaue fallen, behütet von den Himmelslichtern, und schlief selig ein.
Neurographische Zeichnungen fertige ich jetzt fast täglich an – manche gefallen mir, andere weniger. Es geht dabei weniger um ästhetische Urteile als um Selbsterkundung, Erkenntnisgewinn und neue Orientierungen auch im Verhalten.
Wenn ich grad kein eigenes Thema habe, ziehe ich eine Tarotkarte, um mich zu üben. Ich lese die Bedeutung der Karte nach und verbinde sie zeichnend mit meiner Lebenssituation. Für die in der Karte angelegten Herausforderungen, Probleme und Einseitigkeiten suche ich nach harmonischen Lösungen.
Vier Beispiele:
Königin der Münzen – Rad des Schicksals – Königin der Schwerter – Zehn Stäbe
Cynthia hat mir die Grundlagen vermittelt und berät mich weiterhin.







































