Rosmarin, Salbei und Lavendel – ich bin verwirrt …

In meinem Garten wachsen die Heil- und Duftpflanzen Rosmarin, Salbei und Lavendel in großen Mengen wild durcheinander. Sie bilden einen Dschungel von bis zu 2 m Höhe und sind bei den Insekten sehr beliebt.

Drei Zweiglein habe ich eben (gegen 9 Uhr abends, also im Dunkeln) abgeschnitten, um mir die Blüten genauer anzuschauen.  Natürlich kann ich die Pflanzen durch ihr Gesamtbild und ihren Duft unterscheiden, aber die Blüten? Ich bin da sehr unsicher. Von links nach rechts:

δενδρολίβανο/“Baum des Libanon“, deutsch Rosmarin –

Φασκόμηλο/“Bündel“ und „Apfel“, deutsch Salbei

λεβάντα von/“Levante“ (Vorderer Orient), deutsch Lavendel

Die Blüten des Rosmarin sind jetzt wenige und von einem kräftigen Blau, vom kräftigen Grün der nadelartigen Blätter dicht begleitet. Wir benutzen Rosmarin viel als Küchengewürz.

Frühere Fotos zum Vergleich: Vom Dezember 2022 ist dieses Foto der Rosmarinblüte:

Im Mai 2022 fotografierte ich die Früchte des Rosmarin

Mein Lavendel hat jetzt kleine blaue Blüten, die in kompakten Rispen an langen kahlen Stängeln sitzen. Ich brauche Lavendel, um die Motten fernzuhalten. Leider vergesse ich es oft. Etliche meiner Woll- und Baumwollsachen haben Löcher. In Athen wurde unser kleiner Wollteppich in unserer Abwesenheit halbwegs aufgefressen.

Im Dezember 2022 fotografierte ich eine hellviolette Blüte. Zufall oder verändert sich die Farbe der Blüten?

Mein Salbei blüht hellblau. Ich benutze ihn für Tee, aber die Blüten lassen sich auch essen und auf Salat streuen. Ich finde die Blüten zum Verwechseln ähnlich mit denen des Rosmarin. Habe ich sie falsch zugeordnet? Aber die Blätter sind eindeutig Salbei.

Dies Bienchen konnte ich gestern auf einer Salbeipflanze erwischen. Die sieht nun doch anders aus, oder? Sie bildet einen Trichter. –  Viel tut sich momentan nicht. Vermutlich ist die Verdüsterung durch den Saharastaub schuld daran.

Im Januar 2022 war mehr auf meinem Salbei – pardon, auf meinem Rosmarin los.

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Vögel nach Fotos: Rotkehlchen

Heute fand ich bei Jürgen schöne Fotos von einem Rotkehlchen. Es besuchte die neue Einrichtung, die Jürgen auf seinem Balkon geschaffen hat. Und so zeichnete ich es auch. Das technische Ambiente ist natürlich nicht so malerisch wie ein Baum, und es ist ziemlich mühsam, es zu zeichnen. Ich finde aber Jürgens Einfallsreichtum und Geduld, um den Vögeln einen sicheren Futterplatz zu schaffen, so bemerkenswert, dass ich die Mühe nicht scheute.

 

Nun habe ich also zwei Quartetts gezeichnet:

Quartett Singvögel

Quartett Wasservögel

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Was denn nun? – Beides.

Ein Foto von Ingrid S kam mir heute ins Haus geflattert – Nachtrag vom Fest, strotzend von Kraft und Frühlungsfarben.

Doch wenn ich aus dem Fenster blicke, sehe ich keine Farben. Der Himmel ist grau von Sand, die sich zu Wolken ballen. Regen ist angesagt. Das zweite Bild entstand am späten Vormitttag während unseres täglichen Spaziergangs die Straße hoch.

Welches repräsentiert nun die Wirklichkeit? Klar: beides! Es kommt darauf an, wohin man den Blick lenkt und welche Haltung man der Wirklichkeit gegenüber annimmt.

Ich weiß, das ist banal. Aber immer wieder vergisst man es. Auch vergisst man gern, dass ein Bild, eine Erzählung, ein Fall immer einen winzigen Ausschnitt aus der sehr komplexen Wirklichkeit darstellt und man besser keine allgemeinen Schlüsse draus ziehen sollte – etwa derart: sie haben ein buntes lustiges Leben – sie haben ein mühsames graues Dasein. Und so wollte ich es einmal wieder im Bild verdeutlichen.

Der Spaziergang war übrigens sehr schön, ich nahm auch ein paar Zweiglein der Zistrose mit nach Hause, um sie nach Cynthias Anweisung einzupflanzen. Danke, Ingrid und Cynthia! Danke auch meinem Mann, der mich zum Spaziergang ermunterte und nur zufällig, im Moment des Knipsens, gebeugt ging.

 

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Der März und die vier Stäbe: neurografisches Zeichnen.

Der Monat März stand unter dem Zeichen der „Vier Stäbe“. Du erinnerst dich vielleicht: ich zog in den Raunächten jeweils eine Karte für die Monate des kommenden Jahres – und zwar nicht als Prophezeiung, sondern als Lernaufgabe. Was die „Vier der Stäbe“ in meinem März-Leben bedeuten sollten, beschreibe ich hier.

Es galt, ein Fest für meine Freunde zu gestalten. Das hatte ich noch nie getan. Zwar habe ich natürlich ab und zu Freunde zu Besuch, aber nie alle zusammen und nie in einem festlichen Rahmen. Also fürchtete ich mich ein wenig davor. Hatte ich die Kräfte dafür? Wollte ich mir den Stress antun? Was würde es kosten? Würden die Freunde mittun, mithelfen? Würden sie überhaupt kommen wollen?

Während der Zeit der Vorbereitung kamen immer wieder solche Bedenken. Das neu gelernte neurographische Zeichnen half mir über so manche Klippe. Die erste Zeichnung machte ich am 3. März:

Dazu schrieb ich: In die Mitte der Zeichnung setzte ich das „Atelier“, darüber mich. Dann gibt es noch Kreise fürs „Fest“, für „Workshop“, „Malen, Zeichnen, Atelier benutzen“, „Freunde“, „Besucher“, „Garten“. Ins Zentrum des „Atelier“-Kreises habe ich das Dreieck gesetzt, das in der Tarotkarte ein rotes Turmdach ist. Ich habe es in den Farben des Feuers (Freude, Begeisterung) eingefärbt. Die Vier Stäbe habe ich senkrecht als schwarze Schlangenlinien gezeichnet, an denen sich das Grün hochrankt. Sie sollen dem Ganzen als Stützen dienen. Übers Bild versprenkelt sind rote Blüten, ähnlich den jetzt überall im Grünen blühenden roten Anemonen. Es entstand auch ein rotes Herz im Kreis der „Freunde“. Darüber freue ich mich besonders, denn ohne die Freunde wird es nix mit dem Fest.

Am 6. März machte ich dann eine Zeichnung, die von dem Wort ERFOLG ausgeht.

Was bedeutet für mich Erfolg? Welche Stichwörter fallen mir spontan zu den Buchstaben des Wortes „ERFOLG“ ein? Dabei wurde mir deutlich, dass ich ein Problem mit dem „Eigentum“ habe: Darf ich, kann ich überhaupt Eigentum haben und es nutzen? Ist das nicht Raub, und zugleich eine Behinderung meiner Freiheit? Ich befestigte in mir das Gefühl: Ja, Haus und Garten und Atelier sind mein Eigentum, ich darf es in Besitz nehmen, es nutzen, mit anderen teilen, Eigentum behindert nicht Freiheit, sondern ermöglicht sie, wenn man sich nicht drin einschließt und einmauert. „Reichtum“ im Zentrum des Bildes entsteht, wenn freier Austausch gelingt. „frei“ steht denn auch dick hervorgehoben an der Basis des Ovals, das „Reichtum“ umgibt.

Für die Vorbereitung des Festes ergab sich daraus ein Gefühl der Erleichterung: Ich stelle den Rahmen zur Verfügung, die Gäste aber werden den Inhalt bestimmen, jeder nach seinem Wunsch und Dafürhalten. Wir tauschen uns in vollkommener Freiheit aus. So wird Reichtum entstehen.

Eine neue Zeichnung begann ich am 19. 3., diesmal ausgehend von den vier Stäben: Was bedeuten sie für mich? Was soll in diesem Monat sprießen und wachsen und gedeihen? Ich notierte vier Begriffe und zeichnete für jeden einen Stab, daran die Knospen, die aufgehen sollten. Darüber legte ich Linien für die Tage bis zum Fest.

Jeden Tag zeichnete ich ein bisschen weiter, färbte ein, prüfte, inwieweit es mir gelungen war, die Knospen mit Kraft zu füllen. Die erste Knospe „Gelassenheit“ füllte sich am Mittwoch, die zweite „ruhige Freude“ am Donnerstag, die dritte „frohe Erwartung“ am Freitag und die vierte „Großmut wird zu Liebe“ am Samstag. Da war alles erfüllt, und wir feierten ein reiches Fest, zu dem jeder das Seine beitrug.

Am Sonntag danach beschaute ich mir die Zeichnung und fand, dass sie noch ein wenig Atem und Abrundung brauchte, und erweiterte sie nach oben.

So bin ichs zufrieden.

Du findest diese enge Begleitung des Erlebens durchs Zeichnen vielleicht befremdlich? Für mich war es erhellend, es klärte meine Gefühle, befreite mich von Ängsten und machte mich so empfänglicher für das, was sich auf der Lebensbühne vorbereitete. Was sonst nur trübe oder aufgeregt kommt und geht, wurde durch dieses Zeichnen zu bewusstem Erleben. Das Beschauen der Bilder bringt es freilich nicht: man muss sie schon selbst – gemäß eigenem Fühlen, Denken und Wollen – zeichnen, um diesen Prozess wirklich zu verstehen.

 

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Zistrosen -…

Die zartrosavioletten zerknitterten Zistrosen mit dem goldenen Innenleben gehören zu meinen Lieblingen. Zu gerne würde ich eine ausgraben und bei mir einpflanzen, doch trau ich mich nicht: ich fürchte, dass ich den hartholzigen weit verzweigten Busch zerstören könnte. 

Im übrigen ist es ja nicht weit bis zu ihrem Platz, keine hundert Schritte, schon stehe ich vor ihr …


und schaue ihr ins goldene Staubgefäßgewusel, aus dem ein rundlicher goldener Stempel ragt. Die Blütenblätter verstärken mit goldenen und weißen Strahlen das Blütenzentrum.

Kommt, ihr Bienlein! Der Tisch ist gedeckt!

 

 

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Eine Quitte – …

 

Der Baum hängt voll von Quitten des vergangenen Jahres. Was sieht man, wenn man hineinschaut?

Inzwischen bereitet Neues sich vor: der Baum blüht in sanften Farben: weiß und rosa und quittegelb.

Im Mai wird der Baum dann so aussehen:

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Vögel nach Fotos: der Star

Heute konnte ich – Dank sei Jüngen vom Linsenfutter-Blog! – meine Serie „Vögel nach Fotos“  um einen Singvogel erweitern. Es ist der Star! Jürgen fotografierte ihn bei der Futtersuche und beschreibt auch seine Nöte: dass es mit der Nahrung nicht mehr weit her ist, wenn die Felder mit Insektiden behandelt werden.

Möge der schöne Vogel auch unseren Kindern und Kindeskindern noch singen und uns die Kirschen vom Baum wegfressen!

Und hier der neueste Stand: vier Wasservögel – drei Singvögel!

 

 

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Eine Wanze – …

Ich denke, das Tier, das meinen Computer besuchte, ist eine Wanze. Doch was für eine? Nie zuvor habe ich Ähnliches gesehen. Platt und mit ihren Tarnfarben sieht sie aus wie ne Militärwanze.

Um Aufklärung wird gebeten. Es gibt freilich 40 000 bekannte Wanzenarten, wie ich eben nachlas….

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Vögel nach Fotos: Spießenten

heute habe ich im Art Blog – Nadja Baumgart gestöbert und mich schließlich entschlossen, die hübschen Spießenten abzuzeichnen, die sie am 17.3. fotografierte. Das Foto ist zu finden im Eintrag „Vorfrühling im Chiemgau“.

Wieviele Vögel sind es denn jetzt schon? Aha, vier Wasservögel und zwei Singvögel.

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Dienstags-Drabble: Fürchtet euch! (kata-strophisch)

Dienstags wird gedrabbelt!  Die Regel: Bring drei von Heide (Puzzleblume) vorgegebene Wörter in einem Text von genau 100 Wörtern unter! Die Wörter sind:

Biest + zugeben + zärtlich

Eine Moritat über das Fürchten vor Pandemien, Kriegen und anderen Kata-Strophen. 

 

„Ich bin der Zaubrer Fürchtedich

Hab heut ein Biest erschaffen

Ein Wesen grusel-fürchterlich

Die Welt wird es begaffen.

 

Es ist aus Pappe, zugegeben

Das Feuer ist nicht echt

Doch wird mein Wort es gleich beleben

Ich bin der Herr, das Biest mein Knecht.

 

Zeig deine Kraft!“ Das Biest wird wild

Und tobt und heult unbändig

Es schnappt den Wicht, hat ihn gekillt

Zärtlich und eigenhändig.

 

Da flammt das Feuer hoch empor

Und aus den Flammen steiget

Ein rotes Männlein, das zuvor

Sich nicht im Bild gezeiget.

 

Ist das der Meister von dem Spiel?

Was weiß denn ich? Du fragst zuviel.

 

 ps: die Schnipsel, aus denen ich die Bilder gelegt habe, stammen meistenteils von Jürgen Küster (Buchalov) und Ulli Gau.

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