Tagebuch der Lustbarkeiten: Gemüseeinkauf für zehn Euro

Ich bekam vorhin, als ich meine spätnachmittäglichen Runden im traurig-trüb kalten Licht des November drehte, einen Rappel: Gemüse will ich kaufen, kochen, essen! Gesagt, getan. Zehn Euro hatte ich einstecken, und der kleine, von einem superfleißigen albanischen Paar betriebene Gemüseladen würde sicher auch am Samstag nachmittag offen haben.

So war es. Dreißig Cents blieb ich schuldig. Ich trug meinen Einkauf nach Haus und hinaus auf den Balkon und fotografierte ihn für euch und mich. Hinter den Pinien vergoldete sich der Abendhimmel.

Was gibt es hier zu sehen?

ein Blumentopf mit Minze, ein Bund junge Zwiebeln, ein Bündel Dill,  einen großen dicken Salatkopf, eine Sellerieknolle mit Grün, drei Kartoffeln, Brokkoli in Stücken, zwei dicke Karotten, eine grüne Paprika, eine Schachtel mit Granatapfelkernen. Brokkoli und Granatapfelkerne hatte die Ehefrau schon vorbereitet, bedient hat mich ihr Mann.

Natürlich brauchte ich nur einen Teil davon für mein Gemüseessen, das ich in Windeseile zubereitete, mit Salz, Pfeffer, Zitrone, Knoplauchzehe und Olivenöl anmachte und gierig verschlang. So fühle ich mich für den auch hier nun ungemütlichen November gewappnet.

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Berlin, Episode 4: Im Humboldforum (ethnologische Sammlungen Ozeanien, Afrika)

Eine professionelle Führung durch die ozeanischen und afrikanischen Sammlungen hat uns geholfen, uns nicht in der Unüberschaubarkeit der Exponate zu verirren. Schwerpunkt war Ozeanien, von dessen Inselwelten ich kaum eine Ahnung habe.  Da Segeln zu meinen frühen Leidenschaften gehörte, freute ich mich, einiges Neue über die Erfindung des beweglichen Segels zu erfahren, und staunte nicht schlecht, welche ungeheuren Weiten die Inselbewohner mit ihren handgearbeiteten Booten durchquerten.

Die Ausstellungsflächen sind großzügig bemessen, die einzelnen Exponate kommen schön zur Geltung, alles wird schön erklärt und eingeordnet, und ich weiß nun auch, wo auf der unendlichen See ich Melanesien, Mikronesien oder Polynesien zu suchen habe: in den blauen Weiten nördlich und östlich von Australien.

Ich werde gar nicht erst versuchen, mein neues völlig fragmentarisches Wissen hier auszubreiten. Denn sicher ist es nicht ohne Interesse zu erfahren, dass die Kaurimuscheln, die den „Mandu Yenu“-Thron aus Kamerun bedecken, von den fernen ozeanischen Inseln herangebracht wurden und so wertvoll wie Gold waren – die Glasperlen kamen aus Europa -, und auch, dass dieser Thron (schon habe ich vergessen für wen) gefertigt aber nie benutzt wurde und schließlich von König Njoya von Bamum dem Kaiser Wilhelm II zum Present gemacht wurde – all das ist sicher gut zu wissen, zumal die Verantwortlichen Wert darauf legen, keine geraubten Dinge zu zeigen, nein, dieser Thron war ein Geschenk und kam ordentlich mit diplomatischer Post in Berlin an, direkt an die Adresse des kaiserlichen Empfängers, hier, wo einst sein Schloss stand.

Ein nettes Geburtstagsgeschenk, weiter nichts. Wie charakteristisch dieser Thron für die Throne der Herrscher von Kamerun war, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß nämlich gar nichts über Kamerun. Du?

Dass ich nichts über Kamerun weiß, fiel mir zufällig am Vormittag desselben Tages auf, als mein Sohn und ich auf dem Weg zu Susannes  Atelier durch eine Stadtgegend neben der Charite spazierten, deren Straßen die Namen afrikanischer Länder tragen. „Kamerunstraße“, las ich und fragte „Weißt du, wo Kamerun liegt? Ich glaube, das hat eine Rolle in der deutschen Kolonialgeschichte gespielt“. Mein Sohn wusste es auch nicht und googelte ein bisschen, und so sahen wir uns überrascht und belustigt an, als wir von der Herkunft dieses Thrones erfuhren. 

Ich weiß auch jetzt nichts Nennenswertes über Kamerun oder die anderen „Schutzgebiete“, die den rohstoffhungrigen Deutschen von den anderen europäischen Raubtieren, die Afrika unter sich aufgeteilt hatten, widerwillig eingeräumt wurden. Kaurimuscheln waren es wohl weniger, was sie in Afrika zu fördern hofften. Und Geschenk hin oder her: es ist und bleibt eine düstere Geschichte, die Europas Glanz und Glorie begründete.

Und da bin ich dann auch bei dem Thema, das mir im Humboldtforum, trotz des ehrenwerten Versuchs, die koloniale Geschichte transparent zu machen, völlig zu fehlen scheint: Was hat Europa – mal abgesehen von den ethnologisch interessanten Schätzen -profitiert? Was hat speziell Preußen bzw Deutschland profitiert?


Wir sind uns zunehmend bewusst, welche Schäden wir den überfallenen und beraubten Kulturen verursacht haben. Manche reden von Wiedergutmachungen für besonders schwer betroffene Völker, etwa die abgeschlachteten Hereros. Da heißt es dann: okay, ja, aber die Briten, die Franzosen, die Spanier…..? Das ist die eine mit Schuldgefühlen stark belastete Seite.

Diese Herangehensweise halte ich für eine Sackgasse, denn Schuldgefühle verkrüppeln und helfen niemandem. Mir geht es um eine andere Sichtweise: Sind wir uns auch des Nutzens, den die Ausbeutung fremder Völker für uns selbst bedeutet, bewusst? Wo stünden die europäischen Völker heute ohne die Unterwerfung des Rests der Welt, den wir neuerdings den „globalen Süden“ nennen?

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Abendhimmel über Attika

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Berlin – Episode 3 : Das Humboldtforum (Geschichte des Baus)

Anhand dieses Gebäudes und seiner Exponate kann man viel über Geschichte und den Umgang damit lernen. Der Grundstein des Königlichen Stadtschlosses wurde vom Kurfürsten Friedrich II. „Eisenzahn“ am 31. Juli 1443 in der damaligen unabhängigen Gemeinde Kölln gelegt – Berlin und Kölln wurden bei der Gelegenheit zu einer Doppelstadt vereinigt. Bereits 1537 wurde der burgartige Bau bis auf die Grundmauern abgerissen, um einem Wohnschloss Platz zu machen. Noch im selben Jahrhundert schien  dieser Bau nicht mehr repräsentativ genug: weg mit dem spätmittelalterlichen Plunder, ein Renaissancebau musste her.  Ein weiterer Umbau durch Andreas Schlüter wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts fällig, als Kurfürst Friedrich III zum König Friedrich I gekürt wurde (1701). Als Vorbilder dienten der Louvre (Paris, Entwurf Bernini) und der Palazzo Madama (Sitz des Römischen Senats). Damals entstand auch die Schlossfassade. Der Gesamteindruck ist durch Schlüters Einbauten nicht mehr Renaissance, sondern Barock.

Seither geschah noch vieles an Um- und Anbauten, doch gab es keine tiefgreifende bauliche Zensur mehr. Die Nutzung wandelte sich mit den Zeiten. Beispiele: Wilhelm II ließ hier, frisch zum Kaiser ausgerufen, den 1. Reichstag zusammentreten (1888). Von hier hielt der Kaiser dann auch eine seiner zwei „Balkonreden“ ans versammelte Volk, um es für den bevorstehenden Krieg zu erwärmen, und auch seine Deklaration des Kriegseintritts erfolgte am 6. August 1914 von hier aus. Als der Kaiser nach verlorenem Krieg abdankte, übernahm Karl Liebknecht für kurze Zeit, um von demselben Ort aus die „freie sozialistische Republik Deutschland“ auszurufen. Das Volk strömte herein, um zu plündern.

Während der Weimarer Republik wurde das nun teilweise an Privatleute und Einrichtungen vermietete Schloss zu einem zentralen Ort der bürgerliche Kulturdarbietung. Das blieb auch so während des Nationalsozialismus.

Am 3. Februar 1945 war es vorerst aus damit: ein alliierter Luftangriff zerstörte es bis auf ein paar Teile, die zwischen 1946-1948 bereits erneut als Ausstellungsräume genutzt wurden. Die Ausstellungen waren: „Berlin plant“, moderne französische Malerei, „Wiedersehen mit Museumsgut“ und Märzrevolution 1848.

Und dann? Dann beginnt der Bau des Humboldt-Forums. Aber halt, da war doch noch was zwischendurch! Ach ja, der „Palast der Republik“, den die DDR-Granden hinstellen ließen, nachdem sie die Reste des Schlosses weggesprengt hatten. Nicht sofort, freilich: 1950 wurden die Reste des Schlosses beseitigt, 1976 der Palast der Republik fertiggestellt. Dazwischen war das Gelände leer für Aufmärsche, Parkplätze und Ähnliches. Von 1976-1989 war er der Sitz des Staatsrats und ein allseits beliebter Veranstaltungsort.

Nach der Wiedervereinigung sollte das Ding weg. Es war mit gesundheitsschädlichem Asbest ausgekleidet, das half, den Abriss zu rechtfertigen. 2008 gewann der Italiener Franco Stella den internationalen Architekturwettbewerb zur Neubebauung von Berlin-Mitte. Viel Geschrei gab es um diesen ganzen Prozess: War es nicht Geschichtsvergessenheit, den Palast der Republik abzuräumen? War es nicht irre, die Schlossfassade in der alten Form neu zu errichten und ein modernes Gebäude dranzukleben? Wozu noch ein Großmuseum in Berlin Mitte?  Und was würde das alles kosten?

Nun, es kostete. Und es war irre. Und Geschichtsvergessenheit in Bezug auf die DDR ist auch nicht von der Hand zu weisen. Aber es hat sich auch gelohnt. Das Humboldtforum hat einen ganz anderen Atem als all die anderen Museen, es ist ein total spannender Ort der Begegnung mit den Kulturen der Welt und der Geschichte Berlins. Und der Besucherzustrom ist rekordverdächtig.

Hier mache ich einen Schnitt, damit es nicht zu viel wird. Zu den Exponaten kommt ein eigener Eintrag.


 

 

 

 

 

 

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Episode II: Berliner Barock

Nach Susannes Atelier steuerten wir das Humboldt-Forum neben der Museumsinsel an. Weder mein Sohn noch ich selbst kannten es und so  waren wir neugierig, wie sich dieses viel diskutierte und auch gescholtene Bauwerk anlassen würde.

Heute nur ein paar Fotoeindrücke vom Anmarsch, denn ich kränkele immer noch.

Panoramablick

König Friedrich II von Preußen in vollem kriegerischem Aufmarsch

Engel

Berlin, auch „Athen an der Spree“: die Göttin Athene ist omnipräsent.

Berlin wird schön durch seine Gewässer

Brückengitter: auch hier das griechische Mäanderband.

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Berlin – Episode No 1 (Atelierbesuch, Kaltnadelradierung)

Wir steigen eine nach altem gebohnertem Holz duftende Treppe hoch, gelangen schließlich, ich schnaufend, mein Sohn leichten Fußes, in den vierten Stock, die Tür zu einer Atelier-Wohnung öffnet sich, und wir begrüßen uns herzlich erfreut über ein Wiedersehen nach fast genau sieben Jahren. (hier)

Drinnen wandern meine Augen über die Wände mit Zeichnungen, die ich bisher nur als Abbildungen im Blog kannte. Der Ziegenkopf verbindet diesen Raum eng mit meinem eigenen Erleben zwischen Natur und Mythos.

Jetzt weißt du, wo ich mich befinde? Ja, richtig: im Wedding, im Atelier der befreundeten Künstlerin Susanne Haun! Durchs Fenster schaut man auf die Osram-Höfe, wo nun schon lange keine Glühlampen mehr produziert werden. Es ist ein großer denkmalgeschützter Gebäudekomplex, der heute allerlei Büros, Geschäfte und auch Ateliers beherbergt.

Susanne hat uns nicht nur Kuchen gebacken, sondern auch Material vorbereitet, um uns in die Kaltnadelradierung einzuführen: alte CD-Scheiben sind das Material, in das wir mit einer speziellen Nadel Zeichnungen einritzen, um sie dann nach ein paar weiteren Arbeitsschritten auszudrucken. Mit Schmunzeln und Konzentration machen wir uns ans Werk: Ich skizziere die Göttin der Gesundheit Hygeia und einen Jünglingskopf, denn mein Sohn ist stark erkältet (möge es nützen!). Er skizziert uns: Susanne, ihre Mitarbeiterin M, mich und sich. 

und unser Werk? Hehe, ja!

links: Wassilios, rechts: selbst

Danke, Susanne, für dein herzliches Willkommen und deine liebevolle Einführung in die Technik der Kaltnadelradierung. Es war eine wundervolle Episode meiner Stippvisite in Berlin. Wer weiß, vielleicht kann ich bei anderer Gelegenheit an einem richtigen Workshop teilnehmen. Träumen ist ja erlaubt.

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Drabble, Über das Glück

Draußen vor dem Panoramafenster wehen Blätter von den hohen Bäumen, lassen sich auf dem Rasen nieder. Krähen durchqueren den Raum zwischen den Baumkronen, Tauben kommen und gehen in Schwärmen. Sie steht und schaut und fühlt, wie das Glück in alle ihre Poren eindringt. Vorbei, verschwunden die Wunschvorstellungen, die sie zuvor in sich bewegte.

Diese drei Novembertage sind nur ein winziger Moment, berechnet auf das Ganze ihres Lebens, denkt sie. Und nun sind sie schon vorbei und verschwunden. Verschwunden? Kann reines Glück denn verschwinden? Hinterlässt es nicht seinen Goldglanz im Herzen, wirkt dort nach und erhellt alle Tage, die noch folgen?

 

Dieses Drabble, mit den Wörtern Wunschvorstellung – verschwunden – winzig , die Heide vom Blog Puzzleblume für uns aussuchte, widme ich Ullis „Momente des Glücks“ im November.

 

 

 

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Sendepause

Für ein paar Tage wird hier eine Sendepause eintreten, da ich ohne Computer verreise. Ziel: Berlin.

Habt gute Tage! Bis dann!

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Dienstagsdrabble: Dora und der Redestein (kata-strophisch)

Für das heutige Drabble, zu dem Heide von der Puzzleblume mit neuen Wörtern eingeladen hat, habe ich eine frühere Unterhaltung mit Dora (der Begleiterin des Jahres 2022) kata-strophisch umgeschrieben.

Die zu bedienenden Wörter sind Schweigen + packen + unfähig. Erlaubt und gefordert ist ein Text aus genau 100 Wörtern.

 

 „Dies ist ein Redestein“, so sag ich

„und reden darf nur, wer ihn hält“.

„Gib her den Stein, den mag ich!“

Schreit Dora, der der Stein gefällt.

 

 

Seither erlerne ich das Schweigen

Denn Dora gibt den Stein nicht her

Ich muss dem Selbst-Gesetz mich neigen

Das fällt mir ehrlich bitter schwer.

 

Ach könnte ich den Stein nur packen

Ich hätt ihn allzugern geraubt

Nun sitz ich hier und blas die Backen

denn andres ist mir nicht erlaubt.

 

Unfähig bliebe ich für immer

Zu reden, hätt die Dora nicht

Begraben sich und mit Gewimmer

Verflucht des Steines Schwergewicht.

 

Hauruck!

Ja, guck!

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Schlaflosigkeit und neurographisches Zeichnen

Gestern fuhren wir von der Mani nach Athen und fanden alles in bester Ordnung vor. Vom Vortag und der Fahrt zerschlagen, ging ich zeitig schlafen, aber der Schlaf wollte nicht kommen. Um halb vier Uhr nachts beschloss ich, aufzustehen und mich in Schlaf zu zeichnen. Wozu lerne ich das neurographische Zeichnen?

Als erstes machte ich eine spontane wirre Zeichnung mit „neurographischer“ Linie, dh einer Linie, die sich weich über das Blatt bewegt. Zwei spitzige Dreiecke – Symbol für Störungen – fuhren da hinein. Dann machte ich mich daran, die sich überschneidenden Linien abzurunden, ließ sie ineinander fließen, geduldig, aufmerksam. Und vergaß den Stress.

Abgebrochene Bewegungen führte ich fort …

Ich ließ mich in ein nachtblaues Ei hineinfallen, färbte auch die Nacht in beruhigende Blau-Violetttöne ein. Ich wurde ruhig, entspannte mich. Doch schien mir das Ganze noch unvollkommen.

Erst als ich rundum Himmelslichter aufgehen ließ, war ich zufrieden und ging zu Bett. Ich belebte und vertiefte das Bild in mir, ließ mich ins Nachtblaue fallen, behütet von den Himmelslichtern, und schlief selig ein.

Neurographische Zeichnungen fertige ich jetzt fast täglich an – manche gefallen mir, andere weniger. Es geht dabei weniger um ästhetische Urteile als um Selbsterkundung, Erkenntnisgewinn und neue Orientierungen auch im Verhalten.

Wenn ich grad kein eigenes Thema habe, ziehe ich eine Tarotkarte, um mich zu üben. Ich lese die Bedeutung der Karte nach und verbinde sie zeichnend mit meiner Lebenssituation. Für die in der Karte angelegten Herausforderungen, Probleme und Einseitigkeiten suche ich nach harmonischen Lösungen.

Vier Beispiele:

Königin der Münzen – Rad des Schicksals – Königin der Schwerter – Zehn Stäbe

 

Cynthia hat mir die Grundlagen vermittelt und berät mich weiterhin.

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