Kunst hilft: Zwei Dankeschön-Karten zum Vergleich

Für die Karte, mit der wir den Spendern unserer „Kunst-Hilft“-Aktion ein kleines Dankeschön ausdrücken möchten, liegen nun zwei Entwürfe vor. Den einen machte Freundin Nena zusammen mit ihrem Mann Jannis, den anderen ich.

Der Entwurf von Nena ist übersichtlich, und die Symbole für unsere Gruppe, das Yoga-Studio und den Verein der Eltern und Erziehungsberechtigen von Menschen mit Behinderungen, an den die Spendengelder gingen, sind klar zu erkennen. Ich denke, er ist für den Zweck sehr gut geeignet.

Den zweiten habe ich angefertigt. Ich baute eine Spirale, beginnend vom Zentrum (Symbol unserer Gruppe) und der jüngsten Kunstadeptin. Es folgen die Spender und Spenderinnen mit den ausgewählten Bildern. Angeschlossen habe ich dann noch Fotos vom Workshop, von unseren Treffen als Gruppe und mit den Frauen des Behindertenvereins, und hinführend zum Symbol des Vereins selbst. Auf der senkrechten Leiste steht die Devise der Aktion: „Kunst hilft“.

Welchen soll ich nun nehmen?

Nenas Entwurf:

mein Entwurf

 

 

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Zweite abc-etüde über den Schokoladenpudding (ein Sachtext)

Soll ich wirklich noch einen Text über Schokoladen-pudding verfassen, obgleich ich keinen esse? Und auch niemanden kenne, der welchen isst? Nicht, dass ich ihn eklig fände und ich mich verbiegen müsste, um welchen zu essen, nein, das nicht. Aber er gehört einfach nicht in meine Küche und Vorstellungswelt. 

Ich erinnere mich auch nicht, dass es bei uns Zuhause Schokoladen-pudding gab. An Griesbrei erinnere ich mich, der wurde mit gekochtem Obst, vorzugsweise Zwetschgen von unserem Baum, übergossen und schmeckte köstlich. Auch Vanillepudding kommt in meiner Erinnerung vor. Die Portionen schnitt man aus dem halbfesten, glänzenden Corpus heraus, und war das glibberige Stück glücklich auf dem Teller gelandet, übergoss man es mit Himbeersoße. Die Himbeeren stammten aus unserem Garten, ich hatte sie vielleicht selbst geerntet und jede einzelne untersucht, ob nicht eine Made drinsteckte.

Pudding ist das, was als Schokoladenpudding in den Supermärkten verkauft wird, wohl kaum zu nennen. Es ist eine industriell zusammengemixte Süßspeise ohne jeden Nährwert. Ist da überhaupt Schokolade drin?

Das internet weiß Antwort. Gibt man „Schokoladenpudding“ ein, kann man etliche hausgemachte Rezepte finden, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Ich gebe daher „industriell hergestellter Schokoladenpudding“ ein und werde fündig. Der „Stern“ hat eine Reportage mit dem Titel

Hiernach kaufen Sie nie wieder Schokopudding aus dem Discounter

Ich zitiere: „Schokopudding aus dem Discounter kostet beispielsweise nur 19 Cent – und das mit Sahnehäubchen! Wie kann das gehen?“

Ja, wie?

„Das erste, was schon einmal nicht im Schokopudding verwendet wird, ist Schokolade.“

Aha, bingo!

„Wassermilch… und Zucker. Pro Becher …30 g, das entspricht …10 Stück Würfelzucker.“

Na, besten Dank!

„Pflanzenfett und Monoglyceride“ für den Glanz, „Gelatine…aus Schweineknochen“, „eine Messerspitze Kakao“, „Der Geschmack nach Schokolade entsteht durch Aromen“. „Und das Sahnehäubchen? Sahne und Stabilisator, die mit Gas versetzt werden.“

Der „Stern“ bezieht sich auf die ZDF-Mediathek. Witzige Info findest du auch hier.


Dies ist ein Beitrag zu Christianes abc-etüden, mit einer Wortspende der „Entengruppe“.  Die in den Text einzubauenden Wörter sind: Schokoladenpudding – eklig – verbiegen. 300 Wörter darf der Text umfassen (dieser hat 299).

So bereiten Sie einen ausgezeichneten Schokoladenpudding!

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Besuch in der „Eule“

Das „Kουκουβαγιάκι“ (Koukouvagiaκι, dt „kleine Eule“) entdeckte ich im Februar, ich erwähnte es als „hübsches Lädchen“ mit einer reizenden Besitzerin namens Maria. Erst gestern kam ich wieder vorbei, denn Maria ist bei dem Tierfreunde-Event „Party des Südens“ involviert. Dies ist der Eingang zu ihrem Laden (Plakat unten). Auf dem Schild gleich unter der Eule liest du Marias Geschäftsidee: Grandma had it, Mama threw it, I bought it back,  auf deutsch: Großmama besaß es, Mama warf es weg, ich kaufte es zurück.

Die wunderlichsten Dinge findest du in dem Laden, der aus einem Erdgeschoss und einer Empore besteht. Von oben schaut man auf den Kronleuchter und die Auslagen darunter.

Natürlich gibt es eine Menge Kleider, Blusen, Stickereien, die einst modern, dann aus der Mode gefallen und heute wieder sehr gefragt sind. Und Spiegel gibt es.

Wieviele Spiegel es sind, bemerkte ich erst bei der Durchsicht der Fotos, als ich mal meine Beine, dann wieder meinen Oberkörper oder mich in voller Größe abgebildet fand.

Was noch?

Werkzeuge aus alten Zeiten,

Figuren aus anderen Breiten

Bilder und Bücher,

Schmucksachen und Tücher

Puppen, Gitarren

Wiegen, Schubkarren

Statuetten und Säulen

und verdammt viele Eulen.

 

Ich widerstand der Versuchung, eine weitere Eule unserer Sammlung hinzuzufügen. Aber eine Eulentasche will mir Maria bringen – sie habe eine ganz besondere. Na, da bin ich aber gespannt. Mein Eulenbeutel ist nämlich ziemlich hin, und eine Neuerwerbung wäre angebracht.

Zum Schluss noch ein kleines Rätsel: Was ist das?

Die Auflösung findest du weiter oben. 🙂

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Johanna war bei uns zu Besuch.

Ihr meditativ-fotografischer Rückblick bringt mir noch einmal einige der schönsten Momente des Oktober in Erinnerung.

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„Kunst hilft“ … auch dem Tierschutzverein

Der Tierschutzverein von Kalamata macht gute Arbeit, aber das Geld reicht vorne und hinten nicht, um all die heimatlosen Katzen und Hunde zu sterilisieren, zu entwurmen, zu ernähren, zu behausen, zu operieren, zu impfen … oder was sonst noch so anfällt. Um die Kasse ein wenig aufzubessern und die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Probleme der Tiere zu lenken, findet unter dem Titel „Party des Südens“ gerade mal wieder ein Basar statt. Freunde des Vereins helfen mit Sachspenden, die für geringes Geld angeboten werden: Kleidung, Bücher, Krimskrams, Schuhe … und veganes Essen, gekocht von Dimitra, mit anderen lokalen Leckereien angeboten von Freundin Nena.

Zu meiner Freude entdeckte ich ein neues Bild des sehr geschätzten Spray-Maler Skitsofrenis, von dem ich schon oft berichtet habe.

Der Text auf seinem Bild trifft es genau: „Wenn wir uns gegenseitig helfen, wird sich vieles ändern. Steh mir zur Seite, und wir werden fliegen.“

Ich spendierte 5 Bilder. Das Aquarell mit der Katzenbegegnung fand schon einen Abnehmer.

Die anderen warten im Abendlicht auf Käufer. Ob sie im Gewühl der Auslagen überhaupt gesehen werden?

Heute brachte ich noch zwei Katzenzeichnungen (Feder, Tinte) vorbei.

Morgen ist ein weiterer Tag Basar, ein Montag zwar, aber Nationalfeiertag, und so ist viel Volk nach Kalamata gekommen. Vielleicht macht der eine und die andere ja einen Bummel durch die Gasse unterhalb der Kathedrale und lässt etwas Geld da, im Tausch gegen ein Bild … oder etwas anderes, was immer sein/ihr Interesse erweckt.

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Namenstag in Koroni

In Griechenland wird der Namenstag mehr als der Geburtstag geehrt. Der Witz dabei ist, dass bei häufigen Namen gleich halbe Dörfer feiern: Maria, Konstantin, Eleni, Nikolaos, Katerina … und heute eben Dimitris (Hl. Demetrius) sind solche Gelegenheiten. Eingeladen waren wir von Dimitris Maniatakis, der in Koroni eine Familienstiftung gegründet (das Maniatakion) und zusammen mit seiner charmanten, aus Ägypten stammenden Frau Eleni zu einem Kultur-Hotspot ausgebaut hat.

Ich habe dort schon mehrfach ausgestellt (zB hier), auch andere Veranstaltungen besucht (zB hier oder hier) und von dem reizenden Hafenstädtchen mit dem italienischen Flair schon oft berichtet.

Das Maniatakion wurde gründlich umgestaltet, seit ich zuletzt dort war. Aus dem früheren großen Ausstellungsraum mit weißen Wänden wurde eine Bibliothek.

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So sah der Raum bei meiner Ausstellung mit Schnipselkunst und Workshop im September 2015 aus. Und heute?

Ein kleinerer Nebenraum mit Durchgang zum oberen Stock – dem Wohnbereich der Familie – wurde zu einem Leseraum umgestaltet. Dem Geschmack des Hausherrn, der keine Leseratte ist, ist wohl zu verdanken, dass der Studierraum eher einer gemütlichen Bar gleicht.

Die bildende Kunst wurde zwar aus diesem Raum vertrieben, ist aber nicht heimatlos geworden, denn im angrenzenden Gebäude wurde ein neuer Galerieraum geschaffen, teils durch Ausgrabung der alten Fundamente. Vom ebenerdigen Hauptraum geht es in die Tiefe dieser „Katakomben“.

Spannend, aber schwierig für eine Ausstellung! Ich werde einen Termin im kommenden Jahr festmachen, der mir genug Zeit lässt, um mir ein Konzept zu überlegen. 

Die Namenstags-Feier war eine Gelegenheit, alle Freunde des Maniatakion zu einem Essen einzuladen, das in den Räumen des „Kangelarios“ (Kanzler) ausgerichtet wurde. Ich zählte etwa 80 Köpfe an den langen Tischen. Die Gastgeberin hielt eine muntere Rede, in der die anwesenden Dimitris der Reihe nach aufgerufen wurden, und auch ein deutscher Maler, der seinen Geburtstag feierte, durfte ein Kuchenlicht ausblasen und mit Sekt anstoßen.

Vom Stimmengewirr und Klappern der Teller und Bestecke halb betäubt (das Elend der Hörgeräte!) und natürlich übersättigt, machte ich mich auf, um am Hafen ein wenig zu bummeln, bevor wir die Rückfahrt in die Mani antraten.

Da drüben, auf der anderen Seite, wohnen wir!

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Kunst hilft: Beim Verein der Eltern von Menschen mit Behinderungen*

Heute waren wir verabredet mit der Gründerin und Vorsitzenden des Elternvereins von behinderten Kindern*. Wir trafen uns vor dem Zentrum für Rehabilitation, das zum Krankenhaus von Kalamata gehört und in dem der Verein einen Büroraum unterhält. Die Betreuten des Vereins* können hier zweimal wöchentlich unter Anleitung künstlerisch arbeiten.

(*Anmerkung: Im Griechischen benutzt man das Kürzel AmeA («Άτομα με Αναπηρία») für Menschen, die unter Einschränkungen der verschiedensten Art leiden können. Es kann sich um angeborene oder später im Leben durch Krankheit oder Unfall erworbene körperliche oder geistig-seelische „Behinderungen“ handeln. Es gibt auch die Bezeichnung „Menschen mit besonderen Fähigkeiten“, der mir besser gefällt, aber die Notwendigkeit, sie zu unterstützen, nicht deutlich macht. Ich werde, um das Wort „Βehinderung“ zu vermeiden, dαs Κürzel AmeA benutzen) 

Ich konnte nur einige wenige der an den Wänden hängenden und in Materialräumen lagernden Werke aufnehmen. Der Verein bietet solche Arbeiten auf Basaren zu Weihnachten und Ostern an, um die Kosten zu decken.

Um die jungen Männer und Frauen AmeA nicht zu stören, besprachen wir uns draußen vor dem Hauptgebäude. Und erfuhren einiges über den Verein: Mitglieder sind nur Eltern von AmeA, insgesamt 70. Der Einzugsbereich ist ganz Messinien. Die Mitglieder bezahlen einen Jahresbeitrag von 30 E, der Verein ist ansonsten auf Spenden und Einnahmen aus Verkäufen angewiesen. Der Verein verfügt über einen Kleinbus, mit dem die AmeA aus den teilweise abgelegenen Dörfern ins Zentrum oder zu sonstigen Veranstaltungen gebracht werden. Der Bus steht momentan in einer Werkstatt,

es fehlte das Geld, um die Reparatur zu bezahlen (2. von links die Vorsitzende des Vereins, Mutter eines jungen Mannes mit autistischer Störung, der, wie ich erfuhr, sehr gerne malt und nun seinerseits eine Ausstellung bei Sophia machen möchte).

Nun, unsere Spende deckt zum Glück nicht nur die Kosten der Reparatur, sondern es bleibt auch noch etwas über für besonders bedürftige Familien, in denen die pflegenden Personen kein Einkommen haben.

Zum Abschluss bekamen wir Keramikherzen geschenkt, die von den jungen Leuten hergestellt wurden. Alles klar zur Fotosession?

Und noch ein zweites Foto, damit alle drauf sind:

Zweite und fünfte von links sind die Mütter des Vereins. Oben: ganz links Sophia, Bäckerin von traditionellen Backwaren und Yogalehrerin, unten ganz links Christina, Bäuerin und Expertin für alte Samen und natürliche Landwirtschaft, rechts von mir Wasso, Schauspielerin und  Herstellerin von Schmuck, den sie auf Basaren verkauft.

Ich freue mich sehr, dass unsere Bilder-gegen-Spende-Aktion nun diesen tapferen, von schweren täglichen Sorgen gedrückten Frauen ein wenig Luft gibt. Fortsetzungen in verschiedene Richtungen sind möglich. Wer weiß, was sich da noch ergibt! Es gibt so viel zu tun.

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Am Springbrunnen Paneurhythmie tanzen

Einmal in der Woche treffen wir – ein paar Frauen – uns bei Sonnenuntergang an den Springbrunnen des Eisenbahnmuseumsparks, tanzen eine Runde unter den Bäumen und gehen unserer Wege. Doch bevor wir gehen, halten wir einen Spaziergänger an, um ein Erinnerungsfoto zu machen.

Gestern machte ich zum Abschied auch ein Foto der Springbrunnen.

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Mauerwerk bewundern (Backstein)

Am Hafen von Kalamata steht ein riesiges kaputtes Fabrikgebäude, die Fenster leer, im Erdgeschoss ein Holzlager und allerlei Undefinierbares. Die irgendwann man begonnene Renovierung wurde längst aufgegeben.

Als ich heute die Gasse daneben entlangmarschierte, freute ich mich an den leuchtenden Farbflächen, mit denen der graue Zement teilweise bedeckt ist. Weiße Felder zeigen den vergeblichen Kampf gegen Sprayer an. Sie schreien geradezu nach neuen Eintragungen!

Daneben kam ein Stück altes Mauerwerk zum Vorschein. Solche alte Mauerkunst fasziniert mich. Ich liebe alles daran: die Farben, das unregelmäßige Muster, die raue Oberfläche, die kleinen Unebenheiten und Überraschungen, ich sehe die Maurer vor mir und denke darüber nach, woraus der Backstein eigentlich besteht und wie er hergestellt wurde.

Im internet finde ich dazu dann auch eine Antwort: Die Geschichte des Backsteins

 

 

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Doppeldrabble: Ich gestehe (zwei Romane als Klappentext und kata-strophisch)

Zum heutigen Drabble mit den Wörtern „gestehen – Gesundheit – alleinig“, die Heide vom Blog Puzzleblume vorgab, fiel mir nichts Gescheites ein, und so ging ich googeln. Ich fand zwei Romane berühmter Autoren, die die Titel tragen: „Ich gestehe“ und „Ich gestehe alles“.

O wei! Kitsch as Kitsch can.

Man nehme:

Einen gut aussehenden erfolgreichen verheirateten Mann, eine leidenschaftliche Geliebte, Eifersucht, Intrigen …und eine Katastrophe. Fertig ist ein Welterfolg.

Mit hundert Wörtern kann man leicht zwei solcher Romane bedrabbeln.

Zunächst die Prosa-Version in 100 Wörtern:

Konsalik: „Ich gestehe

Bei der Feier ihrer Promotion lernt Gisèle den erfolgreichen Chirurgen Gaston kennen. Sie wird Narkoseärztin in seiner Klinik und verliebt sich in den talentierten Mann. … Bald fürchtet sie, nicht seine alleinige Geliebte zu sein. Ihre Eifersucht führt zur Kastastrophe …

Simmel: „Ich gestehe alles“

James Elroy Chandler, erfolgreicher Autor vieler Hollywood-Filme, arbeitet an einem neuen Drehbuch. Das Einvernehmen mit dem Produktionschef wird von Intriganten gestört, seine Ehe droht zu zerbrechen, die Beziehung zur exzentrischen Geliebten nimmt bedrohliche Züge an. Da erhält Chandler eine Hiobsbotschaft, seine Gesundheit betreffend. Er hat nur noch ein Jahr zu leben …

 

Und nun die kata-strophische Reim-Version, ebenfalls in 100 Wörtern.

 

Konsalik: „Ich gestehe

Gisele ist Fachkraft, bildhübsch ist sie auch

Verliebt sich in den Klinikchef, so wills der Brauch.

Doch ihre Schwester, dieses blöde Stück,

versucht beim selben Klinikchef ihr Glück.

Wenn nicht alleinige Geliebte, denkt Gisele

Dann mach ich der Idyll’ ein Ende, aber schnell!

Verflixt und zugenäht!

Wer wohl gesteht?

 

Simmel: „Ich gestehe alles“

James Elroy schreibt für Hollywood die Texte

In Deutschland schreibt er einen Text fürs nexte

Grandiose Filmwerk, doch o-weh

Schon sind die Intriganten in der Neh.

Die Eh zerbricht, und die Geliebte zickt

Nun spielt auch die Gesundheit noch verrückt.

Auch er gesteht

beredt.

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