Dienstags-Drabble: schuppiges Auferstehungs-Lied

Diestags-Drabble. Die von Heide vorgegebenen Wörter sind diesmal

Schuppen – beieinander – aussehen. Der Text soll genau 100 Wörter umfassen.

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Auf meinem Schreibtisch liegen die unterschiedlichsten Fundsachen beieinander: ein gebleichter Knochen und ein gewundenes Stück Holz, das aussieht wie eine Schlange, leisten den Schuppen eines Palmstamms Gesellschaft, daneben fault eine Quitte vor sich hin.

Ich zeichne und singe:

Schuppen schuppig hoch aufragen

Knochen bleich schon lang verwittert

Schlange schlängelt stets verschlagen

Quitte quitt quittiert verbittert.

 

Siehst du sie, die Helden samt

Ihren Schatten, den gemalten?

Wer hat sie dazu verdammt

Dass sie mit dem Leben zahlten?

 

Knochen kriecht zurück ins Tier

Schlange, Schuppe wird zum Baum

Quitte quiekt eins zwei drei vier

schon quillt heller Quittenflaum.

 

Wunderlicher Frühlingstraum

Welten AUM.

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Insekten nach Fotos (10): Sonnenspringer (tägliches Zeichnen)

Diese mir unbekannte Spinne sah ich heute in Gerhards Blog KopfundGestalt. Ich fand sie faszinierend und beschloss, sie meiner Sammlung nach Fotos gezeichneter Insekten hinzuzufügen. Ihr Name: Sonnenspringer oder auch Heliophanus cupreus

Es ist das erste im März gezeichnete Insekt und soll nicht das letzte bleiben. Worauf die Springerin gelandet ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Es sieht nach einem Tischtuch aus.

Die Sonnenspringerin im Skizzenbuch.

Die bisher gezeichneten Insekten in der Übersicht:

 

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Restaurierung zweier Zeichnungen und ein neues Ausmalbild (tägliches Zeichnen)

Heute habe ich mich daran gemacht, einige der großformatigen Kohlezeichnungen mit Klebeband, die durch die Verrußung des Ateliers arg gelitten hatten, zu restaurieren.

Zum Glück sind es ja meine eigenen Arbeiten, also muss ich mich nicht sklavisch an das Original halten, sondern darf sie auch nach gusto verändern.

Jetzt stecken sie hinter einer Scheibe aus Plexiglas, was ich zwar nicht besonders mag, zumal sie wieder verschmutzt aussehen, doch bleiben sie so geschützt. Eine ganze Reihe von Zeichnungen dieser Reihe (50×70 cm) wartet auf ähnliche Behandlung.

Zu meiner Erholung zeichnete ich dann mit Kugelschreiber ein weiteres „Ausmalbild“ in mein Skizzenbuch. Ich fand es interessant, den Linien zuzuschauen, wie sie eine illusorische Welt erschaffen.

Diese zweidimensionale Welt wird durch Einfärbung einiger Flächen in Hintergrund und Gegenstand unterschieden. Manches tritt plastisch hervor, anderes wird zum Loch.

Eine weitere Differenzierung der „Gegenstände“ erfolgt durch unterschiedliche Einfärbung. Selbstverständlich ist diese hier nur eine von vielen Möglichkeiten, das Liniengewirr in eine dreidimensional wirkende Scheinwelt zu verwandeln.

Zeichnen hat schon was von Magie an sich.

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Ausmalbilder (tägliches Zeichnen)

Mich hat grad eine neue Manie erwischt, ich weiß gar nicht, was ich davon halten soll. Angefangen hat es mit Wellenbildern, von denen ich bereits einige zeigte. Da packte mich die Faszination durch die reine Linie. Gestern und heute machte ich „Ausmalbilder“: lineare Gebilde, die ich mit Butstift ausmalte. Ich will gar nichts weiter dazu sagen, zeige sie einfach mal.

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Tagebuch der Lustbarkeiten: die Treppe vom Meer ins Dorf hinauf

Von der Küste kommend, wo die Pizzeria noch gegen die Winterstürme verbarrikadiert ist,

steige ich die Treppe zu „unserem“ Dorf Paliohora hinauf. Die Treppe haben „unsere“ Albaner vor ca 20 Jahren gebaut, wodurch das Dorf von dieser Seite her zugänglich  wurde.

Unterhalb werden sichtbar ein Garten, ein Felsen mit einem hübschen Lokal, in dem ich, als es noch das Cafe einer Freundin war, Aufstellungen gemacht habe, und das Meer.

Das Gemäuer neben der Treppe ist alt und feucht und mit einem moosigen Pelz  überzogen.

Moos, Flechten und Kleinblüher bilden reizende kleine Inseln auf dem Stein.

Die Flechten habe ich erst durch andere Blogger zu beachten gelernt.

Die Treppe endet im Dorf, das um diese Jahreszeit fast unbewohnt ist. Ein Zitronenbaum zeigt erste Knospen und Blüten, ein gepfropftes Orangenbäumchen trägt reichlich Früchte.

Einige Neubauten sind auf freien Flächen entstanden, um im Sommer Gäste aufzunehmen. Schön sind die wenigsten. Dazwischen gibt es zum Glück noch reichlich Platz für vielerlei Pflanzen und, natürlich, auch für Ölbäume.

 

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Archivbild der Woche: 9/3/2016, Wald und Boote

Sonntags stöbere ich gern im Archiv, um ein Bild für Heides Blogaktion herauszufischen. Dieses Tieftauchen in die jüngere Vergangenheit – von der Zeit vor 2015 habe ich keine Fotos – bringt mich in Kontakt mit Gedanken, die mich früher beschäftigt haben, die dann aber keine direkte Fortsetzung fanden.

Heute stieß ich auf eine Zeichnung, die ich mit Kohle auf billigem Papier „vom laufenden Meter“ und in dem extremen Format von 60 x 180 cm anfertigte. Damals entstand eine ganze Reihe solcher Zeichnungen, die ich ganz vergessen habe.

Am Anfang dieses Bildes steht ein vages Thema: Wald und Boote. Beim Zeichnen kristallisiert sich allmählich ein Gedanke heraus: „Die Bäume haben ihr Holz geopfert, und aus dem lichten Mangrovenwald stoßen spitze Formen in Richtung Meer: Boote.“

15.12.13, Fortsetzung 3

Bildausschnitt: Übergang vom Wald zu den Booten

Ich freue mich, diesen Gedankenanstoß heute bekommen zu haben.

Da das Foto der Kohlezeichnung wegen des extremen Formats und billigen Papiers sehr schlecht ist, habe ich die Restfarben des Fotos verstärkt, und so erkennt man hoffentlich den Gedanken: Wald opfert sich, damit Boote gebaut werden und in See stechen können.  Auf der einen Seite: Schutz und Wärme – auf der anderen Seite Ungebundenheit und Freiheit.

Der Originaleintrag findet sich hier.

 

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8sammeln. Frühling, Zeichnen, Frauentag mit Salbenkochen

Jeden 8. des Monats lädt Susanne zu einer achtsamen Blogaktion ein, Es gilt, an diesem Tag acht Ereignissen, Beobachtungen, Gedanken seine besondere Aufmerksamkeit zu schenken (hier der link).

1) Ich weiche von der üblichen vormittäglichen Spaziergangsroute ab, um dem Frühling auf Nebenpfaden noch näher zu kommen. Und werde mit einem über und über blühenden Baum belohnt. Ein wilder Apfelbaum?


2) Die roten Anemonen sind jetzt überall zu sehen. „Blutspritzer des Adonis“ sind es, wenn man dem Mythos folgt: der schöne Adonis, Geliebter der Aphrodite, wird von einem wilden Eber getötet, und Aphrodite klagt: O süßer Frühling … im Grab! Es ist ein uraltes moiroloi (Klagelied), das bis heute zu Ostern erklingt. Natürlich ist der Text nun ein anderer, denn heute ist es Maria, die den toten Sohn in den Armen hält und beklagt: o süßer Frühling….

3) Sehr schön finde ich die Symbiose der roten Anemone mit der Meerzwiebel. Die blüht im Herbst mit hohen weißen Blütenständen. Ihre großen Zwiebeln hängt man zu Neujahr über die Haustür, denn das verspricht ein langes Leben. Diese räumliche Nähe einer März- und einer Oktoberblüherin fällt mir heute besonders auf. Das Foto mit dem Meerzwiebel-Blütenstand habe ich im Oktober 2022 aufgenommen.

Auf dem Pfad finde ich eine große Meerzwiebel ohne Würzelchen, das Grün abgestutzt. Ich nehme sie mit heim und pflanze sie in den Garten. Vielleicht kann sie sich erholen?

4) Insekten gibts auch, wenngleich nicht sehr viele. Eine kleine Wildbiene versuche ich zu fotografieren, aber sie taucht blitzschnell in die Blütenkelche des Sauerklees ein, und wenn sie rauskommt, ist sie auch schon weg, unterwegs zur nächsten Blüte. Keine Chance für ein ordentliches Foto.

 

5)  Nach Tisch zeichne ich ein bisschen. Ich fand kürzlich ein reines Linienbild im Archiv  und habe seit gestern Lust, noch ein bisschen in dieser Art zu zeichnen. Absichtlich baue ich ein paar Störungen in die Muster ein und spüre nach, was das mit mir macht.

Ich komme zu dem Schluss, dass die Störungen mich stören. Also weg damit, und ein ungestörtes Wellenbild zeichnen!

6) Gleich fahre ich zu einem Treffen, um den Frauentag zu feiern. Sicher werden dort etliche Freundinnen und Bekannte sein – für mich eine Gelegenheit, meine Vorbereitungen zu einem Atelierfest, das ich zum Frühlingsbeginn ausrichten will, durchzuchecken. In meinem Kleinstblock notiere ich, was ich heute abend erfragen will.

7) Jetzt  wird es Zeit aufzubrechen. Den Schreibtisch vorher noch ein bisschen aufzuräumen, ist vielleicht kein Fehler.

8) In Sophias Yogaraum ist alles vorgebreitet. Gleich wird Christina uns in die Geheimnisse der Herstellung von Heil- und Schönheitssalben einführen, dann wird sie uns zu all den ausgestellten Produkten etwas sagen. Sie weiß alles über alte Samen und Heilkräuter, über das Aussäen, Pflanzen und Ernten, wie es schon vor Urzeiten auf die Menschen gekommen ist, und teilt ihr Wissen großzügig und kostenlos mit jedem, der sich dafür interessiert. Heute kommen etwa 20 Menschen (nicht nur Frauen), die meisten kenne ich.

Auf dem 7. Bild mit der Kapuzinerkresse sieht man übrigens einen pythagoreischen Becher, dessen Funktionsweise Christina uns auch vorführt. …

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Spiegeleien und Fastereien

Spiegeleien klingt ja fast wie Spiegeleier, und tatsächlich war es heute zeitweise so heiß, dass man hätte Spiegeleier braten können. Am Hafen aber wehte ein sehr leises Lüftchen und fächelte mir Kühlung zu, während ich die Zeichenkunst im Hafenbecken bewunderte.

In der Taverne war noch kein Sonnenschutz ausgespannt, und so schwitzte ich in meiner dunklen noch halbwegs winterlichen Kleidung. Doch das fastengerechte Essen war köstlich: Als ersten Gang gab es dicke Bohnen und einen Salat aus vergorenem Weißkohl mit Spuren anderer Zutaten (Kapern, Paprika, Oliven und mehr), im Hauptgang für mich dann Tintenfisch gegart mit Spinat und Tomaten, für meinen Mann Spaghetti mit Oktapus. Dazu Brot und sehr willkommenes kühles Wasser in einer großen Karaffe.

Die Spiegelungen in der Wasserkaraffe konnten es mit denen im Hafenbecken durchaus aufnehmen.

 

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Malerei-Musik-Kooperation Gerda-Babsi (2): Hoffnung

Babsi hat eine neue Aufnahme mit Bildern gemacht, die ich ihr schickte. Ich freue mich sehr, sie hier präsentieren zu können: Antje (Babsi) Schnabel: Handpan, Gerda Kazakou: Malerei.

Sie nennt dieses Video „hope“ – Hoffnung. Wer die Musik ohne die Bilder genießen möchte, hier der link

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Hier gehts lang zu Babsis Eintrag: https://kunstschaffende.wordpress.com/2025/03/06/die-welt-der-kunst-im-verbund/

 

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In der Zeichenschule (32): Maske, Ziegenschädel und mehr

Auch heute ging ich in die Zeichenschule, setzte mich vor ein Regal mit allerlei Krimskrams und machte mich daran, es möglichst exakt abzuzeichnen. Drei Stunden zeichnete ich. Es war eine ziemliche Herausforderung und Geduldsprobe, all diese Gegenstände wiederzugeben.

Das eigentlich Interessante war für mich die antike Maske mit den verwelkten Blumen und dem Ziegenschädel, darüber die Uhr. Das hat viel symbolischen Gehalt.

Das Motiv als Foto:

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