Gestern war ich zum Modellzeichnen in der Zeichenschule. Ich fand das Modell nicht sehr inspirierend, aber immerhin machte ich zwei ganz ordentliche Zeichnungen.
15 Minuten wurde die Pose gehalten.
Für diese Pose hatte ich 20 Minuten zur Verfügung
Gestern war ich zum Modellzeichnen in der Zeichenschule. Ich fand das Modell nicht sehr inspirierend, aber immerhin machte ich zwei ganz ordentliche Zeichnungen.
15 Minuten wurde die Pose gehalten.
Für diese Pose hatte ich 20 Minuten zur Verfügung
Ich bin ein armer Malerknecht
Machs meiner Kundschaft selten recht.
Verbindungen die hab ich nicht
Drum bin ich halt ein armer Wicht.
Und weil als Maler ich so darbe
Hab ich geschwärzt mit schwarzer Farbe
Die Leinwand und darauf gemalt
Paar Nackte, das macht sich bezahlt.
Ich wollt ja lieber alles weiß
Und heiter lassen, doch der Preis
Für weiße Bilder ist gesunken
Mein Makler hat schon abgewunken.
Nun hoff ich, kann ich was erreichen
Ich hörte, dass bei reichen Scheichen
Die Art von Bildern hoch willkommen
Am meisten bei den überfrommen.
Man sieht nur im Dunkeln
Die Lichtgestalten funkeln.
Noch ein Dienstags-Drabble für Heides Puzzelblumenblog! Die zu verwendenden Wörter sind Verbindungen – geschwärzt – erreichen.
Für den Text aus 100 Wörtern hat Heide (Puzzleblume) diesmal die Wörter
Verbindung – geschwärzt – erreichen vorgegeben.
Ich dachte, ich könnte für dich was erreichen
Hab ja Verbindungen, die meistens was nützen.
Das Vorzimmer hat ich erreicht, und in Kürze
Würd ich ihn sehen, den Boss, und ein entschiedenes Wort
Einlegen für dich, meine Süße, und er würde gewiss
Dem Abteilungsleiter befehlen, dass du deine Stelle
Bei uns kannst behalten, auch wenn du ja leider
Nur selten erscheinst. Dann aber hieß es,
da sei nichts zu machen, anscheinend hat jemand
uns angeschwärzt, es gibt ja die Neider,
die, anstatt die Kollegen zu schützen,
sie lieber beim Boss noch verpetzen.
Und nun gib ein Küsschen
Deinem guten Kollegen.
Als ich heute im Atelier saß, bekam ich Lust, mal wieder zu zeichnen. Aber bald stellte ich fest, dass meine neue Ordnung noch nicht sehr funktional ist. Wo sind die Zeichenblöcke? Wo ist ein Kugelschreiber? Warum schreibt der nicht? Ach, der ist nicht schwarz? Warum sind die Buntstifte nicht angespitzt? Kohle? … Ich stellte einen der Ziegenschädel und eine Vase auf den runden schwarzen Tisch und zeichnete einfach los mit den Stiften, die mir unter die Finger kamen.
Geht doch!
Gestern kam ich nicht dazu, im Archiv zu stöbern. Doch möchte ich den Sonntag als Tag fürs Archivbild (ein Projekt von Heide, Puzzleblume-Blog) beibehalten, also schaute ich heute nach Bildern vom zweiten Dritten. Da stieß ich auf den Artemis-Tempel von Bravron, den wir damals besuchten, um dort den Mythos der Iphigenie aufzustellen. Iphigenie (älteste Tochter der Klythaimnestra und des Agamemnon) wurde bekanntlich wie ein Opfertier getötet, damit die Flotte nach Troja aufbrechen konnte, um eine andere Frau (Helena, Ehefrau des Agamemnon-Bruders Menelaos) aus Troja zurückzuholen. Das Grab der Iphigenia befindet sich dem Mythos nach in Bravron.

Grab der Iphigenie in Vravron
In dem damaligen Post spreche ich über die Verkrüppelung der Frau, Herzstück aller religiösen Dogmen, und über die Göttin Artemis (hier). Und schreibe:
„In Sparta stand ein hölzernes Bild der Artemis Orthia: Artemis die aufrecht Stehende. Ορθός (orthos) heißt : aufrecht, richtig, recht (vergl. Orthographie, Orthodoxie).
Diese ORTHIA verkörpert, so meine ich, die Aufrichtekraft der Frau. Ihr Rückgrat wurde, wenn sie, schon als Kind verheiratet, rechtlos, demütig, ein Gegenstand des Mannes war, angepasst, gebeugt. War sie nicht gefügig, wurde sie verstoßen, ins Kloster gesperrt, als Hexe verbrannt, oder im Sand vergraben und gesteinigt.
Und doch ist sie unzerstörbar. Das ist Artemis in ihr. In allen Frauen. In uns allen.
Die aufrechte Haltung – gepaart mit Fürsorge, Milde, Freundlichkeit gegenüber den Kleinen und den Tieren -, das ist es, was Artemis in uns bewirkt, wenn wir sie und uns selbst in ihr ehren.“
Besonders freue ich mich, dass dieser Archivfund sich so schön mit meinem heute am Meer aufgerichteten Stab verbindet. Sich aufrichten, aufrecht stehen, aufrecht leben: das ist ein Hauptthema für uns alle, egal ob Mann oder Frau.
In der dritten Raunacht, am 28. Dezember 2024, zog ich eine Tarotkarte als Begleiterin für den Monat März. Es waren die „Vier der Stäbe“.
Stäbe werden mit Frühlingszeit und dem Element Feuer assoziiert. Das passt richtig gut! Wasser hatte ich im Januar, Erde im Februar, jetzt also das Feuer. Und Feuer bedeutet Mut, Enthusiasmus, Tatkraft, Initiative, neues Wachstum. Klingt gut, finde ich.
Die Vier der Stäbe versprechen den erfolgreichen Abschluss eines wichtigen Projekts und fröhliches Feiern mit Freunden.
Nun benutze ich die Tarot-Karten ja nicht als Profezeiung, sondern als Aufforderung und Lernaufgabe für den entsprechenden Monat. Im Februar habe ich das Ass der Münzen verstanden als Aufforderung, mein Atelier neu zu gestalten. Nun bin ich damit fertig, und logischer Weise steht nun an, dass ich ein Atelierfest mache, von dem ich schon lange träume. Ich weiß natürlich, dass das wieder mit einer Menge Stress verbunden sein wird – und den will ich eigentlich nicht. Oder kann ich ein Fest organisieren, dessen Vorbereitung mich nicht stresst,sondern mir Freude bereitet?
Die neurografische Zeichnung, die ich gleich nach dem Ziehen der Karte im Dezember machte, ist sehr kindlich. Als Kind habe ich keine Feste organisiert, sondern die Mama organisierte sie, oder ich wurde von anderen Kindern eingeladen. Das war ideal.

Jetzt aber muss ich wohl selbst ran. Und habe ein wenig Angst davor. Ich machte daher heute eine neurografische Zeichnung, um mich selbst zu ermutigen und zu stärken. Zugleich überlegte ich, wer oder was helfen könnte, damit das Fest gelingt.
In die Mitte der Zeichnung setzte ich das „Atelier“, darüber mich. Dann gibt es noch Kreise fürs „Fest“, für „Workshop“, „Malen, Zeichnen, Atelier benutzen“, „Freunde“, „Besucher“, „Garten“. Ins Zentrum des „Atelier“-Kreises habe ich das Dreieck gesetzt, das in der Tarotkarte ein rotes Turmdach ist. Ich habe es in den Farben des Feuers (Freude, Begeisterung) eingefärbt. Die Vier Stäbe habe ich senkrecht als schwarze Schlangenlinien gezeichnet, an denen sich das Grün hochrankt. Sie sollen dem Ganzen als Stützen dienen. Übers Bild versprenkelt sind rote Blüten, ähnlich den jetzt überall im Grünen blühenden roten Anemonen. Es entstand auch ein rotes Herz im Kreis der „Freunde“. Darüber freue ich mich besonders, denn ohne die Freunde wird es nix mit dem Fest.