In der Zeichenschule (31): Modell

Gestern war ich zum Modellzeichnen in der Zeichenschule. Ich fand das Modell nicht sehr inspirierend, aber immerhin machte ich zwei ganz ordentliche Zeichnungen.

15 Minuten wurde die Pose gehalten.

Für diese Pose hatte ich 20 Minuten zur Verfügung

 

Veröffentlicht unter Kunst, Meine Kunst, Zeichnung | Verschlagwortet mit , , | 8 Kommentare

Tagebuch der Lustbarkeiten: Malerei-Musik-Kooperation Gerda-Babsi

Seit etwa sechs Monaten spielt Babsi ein Instrument, von dem ich zuvor nie etwas gehört hatte: die Handpan (hier). Am 4. März postete sie ein Video, in dem sie ihre Fotografie und Malerei mit dem Spiel dieses Instruments unterlegte (hier). Ich war fasziniert und fragte an, ob sie Lust habe, auch eines meiner Bilder mit ihrer Musik zu interpretieren und ihm dadurch eine weitere Dimension zu geben. Das Bild, das ich ihr schickte, steht auf dem Kaminsims, und seine Farben gleichen dem des verbrennenden Holzes. Ich nenne es „Abstieg in die Totenwelt“.

Hier nun das Video mit der meditativen Musik auf der Handpan, die Babsi dazu gemacht hat.

Ich freue mich sehr über diese Kooperation, liebe Babsi, die wir sicher noch ausweiten werden. Schon habe ich dir drei weitere Bilder geschickt. Mal sehen, was du davon „bespielen“ wirst.

 

 

Veröffentlicht unter Collage, Kunst, Leben, Malerei, Meine Kunst, Musik, Mythologie, Psyche, Tagebuch der Lustbarkeiten | Verschlagwortet mit , , , , , | 9 Kommentare

Impulswerkstatt: Mole nach Sonnenuntergang

Diese Mole für heute.

Eine Illustration des Mosaikstücks Mole in Myriades Impulswerkstatt.

Veröffentlicht unter Allgemein, Fotografie, Impulswerkstatt, Zwischen Himmel und Meer | Verschlagwortet mit , , , , | 7 Kommentare

Dienstags-Drabble No 2: Malerschicksal (kata-strophisch)

Ich bin ein armer Malerknecht

Machs meiner Kundschaft selten recht.

Verbindungen die hab ich nicht

Drum bin ich halt ein armer Wicht.

 

Und weil als Maler ich so darbe

Hab ich geschwärzt mit schwarzer Farbe

Die Leinwand und darauf gemalt

Paar Nackte, das macht sich bezahlt.

 

Ich wollt ja lieber alles weiß

Und heiter lassen, doch der Preis

Für weiße Bilder ist gesunken

Mein Makler hat schon abgewunken.

 

Nun hoff ich, kann ich was erreichen

Ich hörte, dass bei reichen Scheichen

Die Art von Bildern hoch willkommen

Am meisten bei den überfrommen.

 

Man sieht nur im Dunkeln

Die Lichtgestalten funkeln.

 

Noch ein Dienstags-Drabble für Heides Puzzelblumenblog! Die zu verwendenden Wörter sind Verbindungen – geschwärzt – erreichen.

Veröffentlicht unter Allgemein, die schöne Welt des Scheins, Drabble, elektronische Spielereien, Katastrophe, Kunst, Legearbeiten, Meine Kunst | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 7 Kommentare

Heides Dienstags-Drabble: Gute Kollegen-schlechte Kollegen (in gebundener Rede)

Für den Text aus 100 Wörtern hat Heide (Puzzleblume) diesmal die Wörter
Verbindung – geschwärzt – erreichen vorgegeben.

Ich dachte, ich könnte für dich was erreichen

Hab ja Verbindungen, die meistens was nützen.

Das Vorzimmer hat ich erreicht, und in Kürze

Würd ich ihn sehen, den Boss, und ein entschiedenes Wort

 Einlegen für dich, meine Süße, und er würde gewiss

Dem Abteilungsleiter befehlen, dass du deine Stelle

Bei uns kannst behalten, auch wenn du ja leider

Nur selten erscheinst. Dann aber hieß es,

da sei nichts zu machen, anscheinend hat jemand

uns angeschwärzt, es gibt ja die Neider,

die, anstatt die Kollegen zu schützen,

sie lieber beim Boss noch verpetzen.

Und nun gib ein Küsschen

Deinem guten Kollegen.

Veröffentlicht unter Drabble, Legearbeiten, Meine Kunst, Politik | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 11 Kommentare

Tägliches Zeichnen: Ziegenschädel und Vase

Als ich heute im Atelier saß, bekam ich Lust, mal wieder zu zeichnen. Aber bald stellte ich fest, dass meine neue Ordnung noch nicht sehr funktional ist.  Wo sind die Zeichenblöcke? Wo ist ein Kugelschreiber? Warum schreibt der nicht? Ach, der ist nicht schwarz? Warum sind die Buntstifte nicht angespitzt? Kohle? …  Ich stellte einen der Ziegenschädel und eine Vase auf den runden schwarzen Tisch und zeichnete einfach los mit den Stiften, die mir unter die Finger kamen.

Geht doch!

Veröffentlicht unter Meine Kunst, Zeichnung | Verschlagwortet mit , , , , , | 2 Kommentare

Archivbild der Woche. 2.3.2018: Artemis Orthia in uns

Gestern kam ich nicht dazu, im Archiv zu stöbern. Doch möchte ich den Sonntag als Tag fürs Archivbild (ein Projekt von Heide, Puzzleblume-Blog) beibehalten, also schaute ich heute nach Bildern vom zweiten Dritten. Da stieß ich auf den Artemis-Tempel von Bravron, den wir damals besuchten, um dort den Mythos der Iphigenie aufzustellen. Iphigenie (älteste Tochter der Klythaimnestra und des Agamemnon) wurde bekanntlich wie ein Opfertier getötet, damit die Flotte nach Troja aufbrechen konnte, um eine andere Frau (Helena, Ehefrau des Agamemnon-Bruders Menelaos) aus Troja zurückzuholen. Das Grab der Iphigenia befindet sich dem Mythos nach in Bravron.

Iphigenie, Grab Vravron

Grab der Iphigenie in Vravron

 

In dem damaligen Post spreche ich über die Verkrüppelung der Frau, Herzstück aller religiösen Dogmen, und über die Göttin Artemis (hier). Und schreibe:

„In Sparta stand ein hölzernes Bild der Artemis Orthia: Artemis die aufrecht Stehende. Ορθός (orthos) heißt : aufrecht, richtig, recht (vergl. Orthographie, Orthodoxie).

Diese ORTHIA verkörpert, so meine ich, die Aufrichtekraft der Frau. Ihr Rückgrat wurde, wenn sie, schon als Kind verheiratet, rechtlos, demütig, ein Gegenstand des Mannes war, angepasst, gebeugt. War sie nicht gefügig, wurde sie verstoßen, ins Kloster gesperrt, als Hexe verbrannt, oder im Sand vergraben und gesteinigt.

Und doch ist sie unzerstörbar. Das ist Artemis in ihr. In allen Frauen. In uns allen.

Die aufrechte Haltung – gepaart mit Fürsorge, Milde, Freundlichkeit gegenüber den Kleinen und den Tieren -, das ist es, was Artemis in uns bewirkt, wenn wir sie und uns selbst in ihr ehren.“

Besonders freue ich mich, dass dieser Archivfund sich so schön mit meinem heute am Meer aufgerichteten Stab verbindet. Sich aufrichten, aufrecht stehen, aufrecht leben: das ist ein Hauptthema für uns alle, egal ob Mann oder Frau.


 

Veröffentlicht unter alte Kulturen, Erziehung, Fotografie, Kunst, Mythologie, Natur, Psyche, Tiere | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 5 Kommentare

Tagebuch der Lustbarkeiten: Reiner Montag ohne Wind

Am „Reinen Montag“ – Ende des Karneval – lässt man eigentlich Drachen steigen, und genau das hatten wir auch heute vor.

Doch wenn das Meer so still dem Mittag entgegenträumt, hat es wenig Sinn, den Drachen aus dem Lager zu holen, seinen Schwanz zu richten und auf Wind zu hoffen. Also ließen wir ihn zu Haus und schauten nur mal am Meer vorbei, was die anderen Drachensteiger so trieben.

Die kleineren Jungs versuchten es vergeblich, ihre modernen Fluggeräte, die mehr Flugzeugen als dem herkömmlichen sechseckigen „αιτος“ (Adler, so heißen die Drachen hier) gleichen, in die Luft zu bekommen. Immerhin hatte ein Papa Erfolg.

Am Strand pflanzte ich einen langen Stab auf, den ich gefunden hatte, um die Senkrechte im Waagrechten zum Ausdruck zu bringen.

Im Minimarket kauften wir eine Langana (flaches ungesäuertes Brot, das speziell für diesen Tag gebacken wird), fuhren heim und deckten den Tisch im Hof mit guten Dingen, die zu Beginn des Fastenmonats erlaubt sind: grüner Salat, Rote Beete, Fischlein mit Zwiebeln, rosa Fischrogencreme, Langana, dazu tranken wir ein Glas guten Weißwein, umringt von fünf  Katzen.

 

 

Veröffentlicht unter alte Kulturen, Feiern, Fotografie, Leben, Natur, Tagebuch der Lustbarkeiten, Zwischen Himmel und Meer | Verschlagwortet mit , , , , , | 5 Kommentare

Sei mir willkommen, März! Vier der Stäbe als Monats-Begleiter

In der dritten Raunacht, am 28. Dezember 2024, zog ich eine Tarotkarte als Begleiterin für den Monat März. Es waren die „Vier der Stäbe“.

Stäbe werden mit Frühlingszeit und dem Element Feuer assoziiert. Das passt richtig gut! Wasser hatte ich im Januar, Erde im Februar, jetzt also das Feuer. Und Feuer bedeutet Mut, Enthusiasmus, Tatkraft, Initiative, neues Wachstum. Klingt gut, finde ich.

Die Vier der Stäbe versprechen den erfolgreichen Abschluss eines wichtigen Projekts und fröhliches Feiern mit Freunden.

Nun benutze ich die Tarot-Karten ja nicht als Profezeiung, sondern als Aufforderung und Lernaufgabe für den entsprechenden Monat. Im Februar habe ich das Ass der Münzen verstanden als Aufforderung, mein Atelier neu zu gestalten. Nun bin ich damit fertig, und logischer Weise steht nun an, dass ich ein Atelierfest mache, von dem ich schon lange träume. Ich weiß natürlich, dass das wieder mit einer Menge Stress verbunden sein wird – und den will ich eigentlich nicht. Oder kann ich ein Fest organisieren, dessen Vorbereitung mich nicht stresst,sondern mir Freude bereitet?

Die neurografische Zeichnung, die ich gleich nach dem Ziehen der Karte im Dezember machte, ist sehr kindlich. Als Kind habe ich keine Feste organisiert, sondern die Mama organisierte sie, oder ich wurde von anderen Kindern eingeladen. Das war ideal.

https://gerdakazakou.com/wp-content/uploads/2024/12/img_0466-1_edited.jpg

Jetzt aber muss ich wohl selbst ran. Und habe ein wenig Angst davor. Ich machte daher heute eine neurografische Zeichnung, um mich selbst zu ermutigen und zu stärken. Zugleich überlegte ich, wer oder was helfen könnte, damit das Fest gelingt.

In die Mitte der Zeichnung setzte ich das „Atelier“, darüber mich. Dann gibt es noch Kreise fürs „Fest“, für „Workshop“, „Malen, Zeichnen, Atelier benutzen“, „Freunde“, „Besucher“, „Garten“. Ins Zentrum des „Atelier“-Kreises habe ich das Dreieck gesetzt, das in der Tarotkarte ein rotes Turmdach ist. Ich habe es in den Farben des Feuers (Freude, Begeisterung) eingefärbt. Die Vier Stäbe habe ich senkrecht als schwarze Schlangenlinien gezeichnet, an denen sich das Grün hochrankt. Sie sollen dem Ganzen als Stützen dienen. Übers Bild versprenkelt sind rote Blüten, ähnlich den jetzt überall im Grünen blühenden roten Anemonen. Es entstand auch ein rotes Herz im Kreis der „Freunde“. Darüber freue ich mich besonders, denn ohne die Freunde wird es nix mit dem Fest.

 

 

 

Veröffentlicht unter Allgemein, Feiern, Kunst, Leben, neurografisches Zeichnen, Psyche, Tarotkarten-Legebilder, Träumen | Verschlagwortet mit , , , , , , | 6 Kommentare

Tagebuch der Lustbarkeiten: frühlingshaftes Farbspektrum

Drinnen und draußen ist meine Welt bunter geworden. Im frisch gestrichenen, sauberen, aufgeräumten Atelier habe ich neue Sitzkissen und die gewaschenen Flokati ausgelegt.

Draußen herrschen das vorfrühlingshafte Weiß und Gelb im Grün vor.

Die weißen Asphodelen sind nun überall am Aufblühen.

Auch viele andere Farben haben sich inzwischen zu Wort gemeldet: das Rot der Anemonen, das Blau des Ehrenpreis, das helle Violett einer Zistrose, eines Knabenkrauts und anderer kleinen Blüher mischt sich ins frühlinghafte Farbspektrum-.

In unserer Taverne stand ein Sträußchen wilder Iris auf dem Tisch. Und so pflückte auch ich ein Sträußchen und stellte es auf den Tisch im Atelier.

Veröffentlicht unter Allgemein, Fotografie, Leben, Natur, Umwelt | Verschlagwortet mit , , , , , , | 30 Kommentare