Kleine Dinge ans Licht heben (6) Buddha

Eine kleine billige Buddha-Statue führt ein durchaus achtenswertes Leben auf meinem Blumen-Fensterbrett. Woher sie stammt? Ich kann mich nicht entsinnen. Woraus sie ist? Unbekannt. Irgend eine Gips-Plastik-Mischung vermutlich, massenhafte Herstellung in einer der düsteren asiatischen Werkstätten.
Heute zeichnete ich sie. Um die zu ehren, die sie fertigten, aber auch den, der da in diesem billigen Ding irgendwie ja doch auch vorhanden ist. Irgendwie hindurchscheint. Mit dem Wesen des Buddha kann ich mich auf diese Weise vielleicht ein wenig verbinden und es für mich ans Licht heben.

Ich habe die Zeichnung zweimal fotografiert

a) auf dem Balkon bei Tageslicht (Original und Bearbeitung):

und b) unter der Schreibtischlampe (Original und farbverstärkt):

 

 

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Kleine Dinge ans Licht heben (5): Zeitmesser

Heute fand ich beim Kramen eine alte Armbanduhr mit goldener Fassung, winzigem Rädchen für den Handaufzug, schwarzem Indikationsblatt mit goldenen Markierungen für die Stunden und schwarzem fein gestepptem Lederarmband mit goldener Dornschließe – völlig intakt …….. In Takt? Nein, sie war um 4 Minuten nach 12 stehen geblieben, der Sekundenzeiger war noch ein paar Schritte weitergelaufen ….  ticketacketicketacke und Schluss.

Die Uhr hatte mir früher als Chronometer (gr. Zeitmesser) gedient, damals, als ich noch unterrichtete und ab und zu verstohlen auf die Uhr schaute, um zu ermessen, wie viel Zeit noch blieb. Ich legte sie ab, sobald ich sie nicht mehr brauchte. Heute hob ich sie ans Licht, um sie zu zeichnen.

Hier nun noch eine goldene Variante:

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Tägliche Zeichnung; „starke Bindung“ (Foto Gerhard, KopfundGestalt)

Gerhards Foto von einer Pflanze, deren Zentrum von einer starken Kraft zusammengehalten zu sein scheint, während die „Äste“ sich verzweigen und mit entsprechend großer Kraft nach außen streben … hat mich ziemlich beeindruckt. Ich fand es symbolisch für den Zusammenhalt, aber auch das Einengende von Verwandtschafts-Systemen. Heute holte ich es hervor, um es ein wenig besser zu verstehen.

Ich habe dann ziemlich viel herumexperimentiert, um die von mir empfundene Symbolik herauszustellen und zu variieren:

in der ersten Reihe: Farbverstärkung, Entfärbung, Neonlicht-Filter

in der zweiten Reihe: die ausgeschnittene Form vor bearbeiteten Gemälden (Fotocollage)

Zum Vergrößern bitte anklicken.

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Kleine Dinge ans Licht heben (4) Komboloi mit Delphinanhänger

Da hab ich mich aber gefreut, als das Komboloi mit dem kleinen Delphin-Anhänger wieder auftauchte! Ich hatte den Delphin vermisst. Er hing immer am Rückspiegel meines Autos, als Talisman, den mir mein Sohn anlässlich meines ersten Autos schenkte. Seither wanderte er mit. Als ich vor einem Jahr einen Unfall mit Totalschaden baute, nahm ich ihn ab und steckte ich ihn mir in die Jackentasche, bevor der Wagen zum Verschreddern ging.

Wo steckte er nur? Ich hatte ein neues Auto, aber der Delphin war weg. Heute fand ich ihn in einer Krimskramsdose. Und zeichnete ihn. Morgen werde ich ihn an seinen Platz im Auto hängen. Damit er mich erfreut und beschützt.

Komboloi mit Delphinanhänger, Kugelschreiber-Zeichnung 11-11-2019

mit Spot

mit Spielanleitung

Originalzeichnung mit Fotocollage der bearbeiteten Zeichnung

 

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Montags ist Fototermin: Mittagessen auf dem Balkon

Heute gabs die zweite Hälfte vom gestrigen Pastitio, das mein Mann sehr köstlich zu bereiten versteht. Ein wenig schaute die Sonne heraus – lange genug, um das Mittagessen doppelt zu genießen.

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Die Schlafwandler: weitere Bildvorschläge zu Pong 062

Heute spielte ich noch ein wenig mit dem Thema „Schlafwandler“, denn es beschäftigt mich. Vielleicht kennst du die Trilogie von Hermann Broch: „Die Schafwandler“, die ab 1930 veröffentlicht wurde? War mal einer meiner Lieblings-Autoren. Oder das neuere Buch von Christofer Clark „Die Schlafwandler: Wie Europa in den ersten Weltkrieg zog“ (deutsch 2013)?

Das schlafwandlerische Gehen und Tänzeln ist ja an sich durchaus liebenswert, wenn auch etwas gefährlich, doch wenn es die politische Sphäre beherrscht, ist das Schlimmste zu befürchten. Da rennen dann wir Menschen mit weit aufgerissenen Augen, dennoch nichts sehend, wie die Lemminge auf den Abgrund zu. Manchmal meinen wir, in der Ferne ein helles Licht erstrahlen zu sehen, nach dem sich unser Herz sehnt. Wir folgen einer Vision von Reich und Macht und Herrlichkeit, die uns erlösen wird aus der Dumpfheit und Mühsal des Alltags. Manchmal ist es auch nur der Herdentrieb, der uns mit sich reißt.

Hier zunächst das ganze Bild, von dem ich den Ausschnitt rechts obere 2/3  für den gestrigen Pong 062 wählte. Mit schlafwandlerischer Sicherheit folgen sie ihrem inneren Sehnen, hinauf zu den Sternen, ohne der Gassen zu achten. Versteckte Uhren ticken.

Hier ein paar weitere Varianten. Da gibt es nun zwei Typen von Schlafwandlern: die, die ihrem Stern folgen, und die anderen.


 

 

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Ping Pong 061

PING 061

ULLI AN GERDA → JEDES JAHR WEICHEN DIE …

PONG 061

GERDA AN ULLI → …. ÜBERTÜNCHUNGEN EIN WENIG MEHR, BLÄTTERN AB.

„… die Übertünchungen weichen, blättern ab“. Gemälde mit collagierten Papieren, digital bearbeitet.

 

PING 062

GERDA AN ULLI → SCHLAFWANDERISCH TÄNZELN WIR …..

„Schlafwandlerisch tänzeln sie ….“, Legefiguren auf Gemälde mit collagierten Papieren (Ausschnitt)

Bei ihrem letzten veröffentlichten PingPong stellte Ulli eine Idee vor und zeigte Entwürfe für Postkarten → https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/10/23/ping-pong-058-heute-mit-einer-idee/.

Hier gehts zu allen bisherigen PingPongs → https://cafeweltenall.wordpress.com/galerien/ping-pong/.

DIE IDEE→ https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/05/ping-pong-001-2019/

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Menschen-Skizze: Nach der „Anima“-Ausstellung

Gestern nach der Ausstelllung, in der Kafeteria des Museums, hatte ich Lust zu skizzieren. Heimlich zeichnete ich drei Leute, die offenbar ebenfalls in der Ausstellung gewesen waren und nun bei einem guten Essen und angeregter Unterhaltung wieder zu Kräften kommen wollten.

Selbstverständlich lässt sich aus einer einfachen Kugelschreiber-Skizze digital auch eine Art Gemälde zaubern.

Nach der Ausstellung – drei Personen im Gespräch

Doch da sich das Gespräch womöglich (wie die gestrige Ausstellung) um „Anima“ drehte, wären auch andere Varianten naheliegend. Zum Beispiel diese:

„Anima“ im Männergespräch (nach der Ausstellung)

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Kleine Dinge ans Licht heben (3) zweimal eine Muschel

Eine reizende kleine Muschel habe ich heute gleich zweimal „ans Licht gehoben“ und gezeichnet. Bearbeitet habe ich die Zeichnungen natürlich auch.

erste Zeichnung

Zweite Zeichnung

Bearbeitungen:

 

 

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Athen – immer im Umbau. Am Beispiel eines Sträßchens (Fotografien)

Heute, vom Museum Benaki in der Piräus-Straße Richtung Metro-Station Kerameikos wandernd und noch angeregt von den visuellen Eindrücken der Ausstellung, fiel mir wieder einmal auf, wie widerspruchsvoll und in ständigem Wandel begriffen diese Stadt ist. Ein paar Fotos machte ich, die ersten drei noch in der stark befahrenen Piräusstraße, dann in einem stillen Sträßchen. Besonders die Graffitis und verfallenden Klebebilder zogen mich an. Auf dem 10. Foto  reichen sich Antike – Michelangelo (10. Foto: Leda mit dem Schwan) – Moderne die Händchen. Auf dem 7. Foto der Aufschrei „βασανιζ…“ (ich werde gequält, ich quäle mich), den eine gequälte Seele an vielen Wänden Athens hinterlassen hat. Auf dem ersten Foto dunkel eines der zig Athener Theater (Peiraios 131), dahinter hell eine renovierte Brandmauer mit drei überlebensgroßen Eulen….

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