Anstatt zu wüten dass ich nicht ans Meer kann und auch der Stadtwald gesperrt ist, habe ich mich entschlossen, das Hier und Jetzt so gut es geht zu genießen. Hund Tito bleibt zwar immer vor den geschlossenen Toren des Waldes stehen und guckt mich irritiert an, warum ich da nicht durchgehe, aber dann lässt er sich doch überreden weiterzugehen.
Seinet- und meinetwegen habe ich das gesamte Umfeld meiner Wohnung abgewandert und einige Spaziergänge entdeckt, die mir, mit der gehörigen Technik der Ausblendung, das Gefühl geben, in einer Landschaft zu lustwandeln, die sich frei bis zum Horizont ausdehnt. Also gehe ich – bei Regen, bei Sonnenschein, bei Sturm. Dabei sage ich mir, wenn mich die Sehnsucht packt: dahinten, hinter dem Hügel liegt das Meer.
Das Gelände ist offen zugänglich, und, soviel ich weiß, von den Vorbesitzern der Gemeinde übertragen worden. Vielfältiger Baumbewuchs und wild wuchernder Raps, Hafer, Weizen und eine Unmenge von Winzpflanzen machen es abwechslungsreich, egal wie das Wetter ist. Ab und zu trifft man einen anderen Hundeausführer.

Zypressenalleen hegen das ehemalige Grundstück ein. Sogar Olivenbäume gibt es, nicht so eindrucksvolle wie in der mani, aber schön sind auch diese mit ihrem silberngrünen Laub.

Täglich schaue ich den Feigenblättern beim Wachsen zu. Schon öffnen sich die grünen Hände.
Nachts geht es durch ein stark beleuchtetes Pinienwäldchen, immer dem Ruf des Käuzchens nach. So komme ich über die Tage und Nächte.
