Tagebuch der Lustbarkeiten: Lavendel ist der Favorit

In meinem Garten ist Lavendel der Favorit der Bienen. Sie umschwirren in erfreulicher Zahl die Blütenstände, so dass es sogar mir gelang, einige im Beweisbild festzuhalten.

Das bedeutet nun nicht, dass die anderen Blüher verschmäht würden. Sie bekommen auch den einen und anderen Besuch.

Bei den verregneten Aprikosenblüten konnte ich keine Bienen entdecken, leider.

Das Innenleben der nun erblühten weißen Garteniris ist zwar sehr sehenswert, scheint aber für Bienen ohne Interesse zu sein.

 

 

 

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Zeigt her eure Tassen: Massenware Pötte

Wegen der von Juzicka-Jess (Amorak) ins Leben gerufenen Blogparade „Zeigt her eure Tassen“ wimmelt es grad in Bloghausen von hübschen und/oder originellen Tassen und Bechern. Warum nicht auch mal der hässlichen Massenware einen Platz einräumen? Diese fand ich in der Autobahn-Raststätte, wo wir vorgestern auf dem Weg von Athen in die Mani Halt machten. Wer, um Himmels willen, wird im arkadischen Bergland einen chinesischen Pott mit der Aufschrift „Best Dad ever“ oder „Thank you Mom“ erstehen? Und für wen? Für das Kind, damit es täglich an seine Liebespflicht zu Mom and Dad erinnert wird? Für sich selbst? Für die alt gewordenen Erzeuger?

Offenbar niemand. Oder standen die Becher anfangs doppelreihig und haben sich nun gelichtet?

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In der Zeichenschule 36: Stillleben und Modell, in Kohle und Buntstiften

Heute, nach fast einem Monat, schaffte ich es in die Zeichenschule und nahme gleich an zwei Terminen teil. Während des ersten Termins zeichnet man Gipsköpfe, Stillleben oder was sonst man gerade im Sinn hat. Ich nahm mir eine etwas verrückte Ecke mit allerhand bunten Gegenständen vor: Flasche, Krüge, Signalkegel, Bälle, Telefon, Schale mit Kohleabfällen – und das alles noch mal gespiegelt.

Ich begann mit einer klassischen Kohlezeichnung, doch am Ende bekam ich Lust auf Farbe und überging die Zeichnung mit Buntstiften.

Dann kam das Modell,und ich machte drei große Zeichnungen,wofür jeweils 30 Minuten Zeit war. Die beiden ersten Zeichnungen machte ich in Kohle…

die dritte mit Buntstiften in zwei Rottönen. Erstmals habe ich eine großformatige freie Buntstiftzeichnung gemacht und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Übersicht über meine bisherigen Zeichnungen dieses Modells, von Januar 2025 bis heute (zum größer Sehen anklicken):

 

 

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: vom Kleinsten

Gerhard (KopfundGestalt) beeindruckt immer wieder mit Fotos und Geschichten von Kleinstinsekten, so auch heute wieder mit der Briggs Fleckenflügeligen Staublaus.

Als ein (für mich namenloser) Winzling auf der Kante meines Computers spazierengeht,

will ich es Gerhard gleichtun, Ich schnappe mir mein Handy, um ihn zu knipsen. Das gelingt auch – doch beim Zweitfoto schwirrt er schon davon.

Besser gehts mit dem Handy nicht. Und so wird er wohl namenlos bleiben.

 

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Zeigt her eure Tassen, 9. Eulenbecher 2

Juzicka-Jess (Amorak) hat diese Blogparade gestartet, um jeden Tag eine Tasse ins rechte Licht zu rücken. Start war 01. April, weiter gehts bis zum 30. April.

Vor der Abreise Richtung Mani betrachtete ich mir noch die Menagerie auf dem Couchtisch, um Abschied zu nehmen: Gefilzter Schwan, Karusselpferdchen, Eulenkissen, hochbeinige Eule …. und ein Eulenbecher, noch warm vom Frühstückskaffee.

Ich stellte ihn im August  vergangenen Jahres vor, als er bei uns einzog – Geschenk einer Freundin. Hier  ist auch nachzulesen, wie es dazu kam.

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Dienstags-Drabble: Geheimschrift der Toten

Das heutige Drabble ist nach Worten zu schreiben, die Heide (Puzzleblume) einem für mich sehr besonderen Büchlein entnommen hat, „Die Gefahren des Lesens“ von Petra Gust-Kazakos. Manche von euch erinnern sich vielleicht an ihren schönen Literatur- und Reise-Blog Philea΄s Blog, der vor vier Jahren geschlossen werden musste.

2025-04-03 Drabble-Einladg. Petra Gust-Kazakos Buch 'Gefahren des Lesens' bearb

Die Wörter sind: Geheimschrift + kennenlernen + endlich.

 

 

Vermögt ihr, Verstorbene, uns eure Gedanken zu schicken?

Eine Geheimschrift vielleicht, in der ihr uns sagt,

was uns erwartet, was wir dann endlich erblicken

und kennenlernen, wonach wir vergebens gefragt?

Wie ist eure Sprache, und wie sind die Zeichen

Die ihr uns, den Lebenden, sendet, von dort?

Sinds Blumen? Sinds Wolken? Oder die bleichen

Gesichter der Menschen, die vernommen das Wort?

Ich fand einst im Staube zehn Schlänglein, erstarrten,

was brachte sie um? Was wars für ein Gift?

Und aus ihren Leibern, den wundervoll zarten

Da formte sich mir eine heilige Schrift.

Darin kann ich lesen

Was wird und gewesen.

 

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Zeigt her eure Tassen 8: Und sie trank aus einem goldenen Becherlein

Juzicka-Jess (Amorak) hat diese Blogparade gestartet, um jeden Tag eine Tasse ins rechte Licht zu rücken. Start war 01. April, weiter gehts bis zum 30. April.

Ich habe keine Ahnung, ob man aus dieser Tasse jemals trank oder ob sie eher als Weihegabe geschaffen wurde. Sie ist aus puren Gold (!) und wirkt etwas fragil, was nicht wundert angesichts ihres hohen Alters: Etwa 5000 Jahre hat sie auf dem Buckel.

Die Tasse ist ein Teil des Goldschatzes von Mykene (Peloponnes).

Fotografiert habe ich sie gestern beim Besuch des Archäologischen Nationalmuseums von Athen.

Wenn dir diese nicht zusagt: es gibt noch ein paar weitere zur Auswahl.

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Tagebuch der Lustbarkeiten: in den Sammlungen des Archäologischen Nationalmuseums rumschlendern

Das Wetter ist vom gestrigen Superwetter auf Ekelwetter umgeschlagen: grau, windig, kalt und nass. Weiter nördlich soll es in den Bergen sogar noch mal geschneit haben. April eben.

Ich hatte mich mit einer Freundin im Nationalen Archäologischen Museum verabredet, und als wir da ankamen, stellte sich heraus, dass außer uns noch ein paar Hundertschaften das Gleiche gedacht hatten. So viele Menschen habe ich in diesem eher von den Touristenrouten abgelegenen, aber renomierten Museum noch nie gesehen. Vor allem waren viele Schulklassen und Eltern mit Kleinkindern unterwegs.

Etwas enttäuscht war ich, dass das Ausstellungskonzept, das zwischenzeitlich richtig spannend war, nun wieder ins alte Geleise zurückgekehrt ist: Münzen über Münzen, Vase an Vase, Statue neben Statue… Viel, sehr viel, allzu viel für meinen Geschmack. Denn wie kann man sich da noch konzentrieren und etwas hinzulernen?

Denn bekannt ist das alles ja irgendwie. Die rotschwarzen, die weiß-roten Vasen, die Amphoren mit den runden Griffen, mit den verzierten Henkeln, die Darstellungen der Geschichten, die sich erst die Griechen und dann ganz Europa und schließlich die ganze Welt erzählte von Zeus, der in Schwanengestalt die Leda schwängerte, von Aphrodite, die aus dem Schaum des Göttervaters geboren wurde, von Theseus, der mithilfe von Ariadne den Minotaurus bezwang und sie dann verriet…

Nun gut, nicht jeder kennt heute diese Mythen, ich aber bin mit ihnen aufgewachsen. Und sehe sie wieder und wieder dargestellt.

Wenn ich mich aber auf das eine und andere konzentriere, staune ich doch immer wieder. Nehmen wir zB diese Hochzeitsvase:

Es ist eine in einer Reihe mit vielen ähnlichen. Offenbar war es im 5. vorchristlichen Jahrhundert Sitte, den Neuvermählten solch eine Vase (oder ist es eine Leuchte?) zu schenken. Und nun schau dir die „Nebenzeichnung“ im Ständer einmal genauer an.

Wie tief und lebendig ist dieser Blick der beiden Liebenden, auch jetzt, dreitausend Jahre nach dem „schönsten Moment“ – festgehalten mit wenigen Linien.

Zweitausend Jahre älter als das Hochzeitspaar sind die nächsten Figürchen – und zugleich viel moderner. Denn merkwürdig geht es in der Kunstgeschichte zu: erst wurde die „klassische“ griechische Kunst während der Renaissance wieder entdeckt und belebt, und als man sich an ihr abgearbeitet hatte, wandte man sich den noch viel älteren Ausdrucksformen zu, darunter eben auch den kykladischen Statuetten.

Die viel jüngere Vasenmalerei hat aber auch ihren Beitrag zur Moderne geleistet, und zwar nicht nur durch die Inhalte, zB Minotaurus, der Picasso zu so vielen seiner Zeichnungen und Gemälde inspiriert hat.

Wenn wir nun noch einmal zweitausend Jahre zurück ins dritte vorchristliche Jahrtausend nach Mykene (Peloponnes) abtauchen, treffen wir auf die vortrefflichsten Arbeiten aus purem Gold: Masken, Gehänge, Münzen, Becher… oder auch diese Waage, auf der die Seele nach dem Tode gewogen wird.

Mit der goldenen Waage sind viele goldene Gewichte ausgestellt – mit verschiedenen Mustern. Welches Muster würde dir denn fürs Wägen deiner Seele gefallen?

Dass man sich Gedanken machen sollte, was es mit dem Tod und der Seele auf sich hat, vergisst man vielleicht angesichts der nun aufgedeckten und kunstvoll arrangierten Skelette unserer Vorvorderen.

Der eine starb jung, der andere alt, der eine hatte gute Zähne, dem anderen fehlten sie … na und? Sie sind beide seit sehr langem tot. Und doch erschrecken wir ein wenig. Was das kleine Mädchen wohl denkt und fühlt, wenn es den Schädel eines toten alten Mannes so plötzlich vor sich sieht?

Der kleine Junge auf dem rasenden Pferd – wüsste er eine Antwort auf die unausgesprochene Frage des kleinen Mädchens?

Dass am Ende, angesichts unserer Vergänglichkeit, damals wie heute, nur die Liebe zählt? Und dass die Liebe eine sehr sehr schöne, schwierige und…ernste Angelegenheit ist? (Aphrodite reitet auf dem Schwan)

 

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Zeigt her eure Tassen 7: Der SOS-Kinderdorf-Becher als Buntstiftzeichnung.

Juzicka-Jess (Amorak) hat diese Blogparade gestartet, um jeden Tag eine Tasse ins rechte Licht zu rücken. Start war 01. April, weiter gehts bis zum 30. April.

Den heutige Becher zeigte ich schon als als Foto (hier), inzwischen habe ich ihn auch in mein Skizzenbuch gezeichnet. Ich stellte ihn dafür auf das spiegelnde Glas, das den grünen Filzbelag des Schreibtisches bedeckt.

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Archivbild der Woche: 6.4.2020. Raffaels Todestag und meine Collagen

Das Projekt von Heide (Puzzleblume) gefällt mir: Jeden Sonntag gilt es, ins Archiv hinabzusteigen und zu schauen, was mich an einem Tag wie heute beschäftigte. Vor fünf Jahren, am 6.4.2020, gedachte ich des 500. Todestages eines begnadeten Malers: Raffael. Er starb am 6. April 1520, da war er erst 37 Jahre alt, hinterließ aber ein gewaltiges Werk, und „ganz Europa weinte um ihn“.

Aus diesem Anlass fertigte ich vor fünf Jahren eine Reihe von Collagen, indem ich in eigene Gemälde, Zeichnungen und Fotos die Sixtinische Madonna einfügte.  Mit leichtem Schritt trägt sie das Kind durch Krieg und Gefahren – eine Hoffnungsträgerin bis heute.

„Madonna“ von Raffael und „Meinem Großvater gewidmet, der ein Fischer war“, Bildausschnitt)

Die starke Wirkung dieser Madonna erweist sich auch, wenn sie winzig ins Bild gesetzt wird. („Orientalische Fassade“, Gemälde auf Leinwand, Raffaels „Madonna“ und Dürers „Melancolia“, von mir gezeichnet und digital bearbeitet)

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Als lichtvolle Gestalt steigt sie herab ins Irdische, wo die „Eremitin“ (von mir gestaltete Tarotkarte) sie erwartet.

 

Den damaligen Eintrag mit allen Bildern kannst du hier sehen.

 

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