Einen sehr schönen Sonntagsausflug machten wir heute: unser Ziel war der antike Friedhof am Rande der Athener Altstadt, der Kerameikos. Es ist ein großes Gelände, das wunderbarer Weise nicht von der Stadt überwuchert wurde. Mein Mann, in Athen geboren und aufgewachsen, war noch nie drin gewesen – typisch eigentlich. Die Einheimischen kennen oft die Highlights ihrer Heimat nur vom Hörensagen. Heute aber wollte er diese Wissenslücke schließen, und ich war Feuer und Flamme, denn ich liebe diesen stillen Ort sehr.
Immer freue ich mich auch auf die kleine Tierwelt, die sich in den Ruinen des Kerameiko angesiedelt hat. Da sind vor allem die Landschildkröten. Dieser Bursche hatte es eilig, zu seiner Angebeteten zu kommen.
Sie war wenig interessiert, und so lief er neben ihr und um sie herum, besah sie von vorne und von hinten, klopfte kräftig an, bestieg sie auch. Sie floh, fauchte und verkroch sich in ihren Panzer. Er aber ließ nicht locker. Was weiter daraus wurde, weiß ich nicht.
Auch Elstern bevölkern dieses Biostop.
Sieht diese nicht aus wie ein Wappenvogel, aufgemalt auf die alten Steine?
Über das schöne Museum habe ich schon früher berichtet (hier oder hier), die neuen Fotos und Einsichten zeige ich vielleicht ein anderes Mal.

Mitnehmen aber möchte ich euch zu unserem nächsten Ziel: dem Museum für islamische Kunst. Das wird renoviert und ist geschlossen, aber im 5. Stock gibts eine Terrasse, von wo man einen weiten Rundblick hat und ein paar einfache Speisen bestellen kann.
Spaß machte mir eine Schar Spatzen, die sich dort in luftiger Höhe angesiedelt haben. Ja, ja, kriegst was ab von meiner Tortilla, kleiner Spatz!
Auch elegante Ringeltauben ließen sich blicken und spazierten über die Balustrade, um zu schauen, ob sich etwas Essbares finde.
Über allem die Akropolis und der blaue attische Himmel. Welch ein schöner Tag!



















Liebe Myriade, durch deinen heutigen Eintrag erinnerst du mich mal wieder daran, dass ich die 
