Montag ist Fototermin: Zwei Fische im Aquarium

Was, so dachte ich, haben diese Fische verbrochen? Die Schönheit wurde ihnen zum Verhängnis: eingesperrt in ein hell erleuchtetes, enges und fast kahles Aquarium schwimmen sie hin und her, hin und her, hin und her, hin und her. Ich sah es und meine Seele wurde schwer.

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Cafe im „Garten der Musen“, Athen (tägliche Zeichnung)

Heute machte ich eine dritte architektonische Zeichnung nach Fotos von meinem Athen-Spaziergang. Wir befinden uns im „Garten der Musen“ neben dem palastartigen Gebäude (rechts, nicht im Bild), das sich Schliemann 1881 hinstellte, um einen angemessenen Wohnsitz für sich und seine Frau zu haben. Heute beherbergt es das Münzmuseum.

Wieder gibt es eine einsame dunkle Figur, die aber diesmal mit dem Schatten fast verschmilzt. Linkerhand diskutieren Studenten unter einem großen Sonnenschirm rund um ein Tischchen mit Getränken. Bis auf einen intensiven Sonnenfleck liegt der Hof im Schatten, ebenso der Hauptteil der Fassade. Die beleuchteten Teile treten umso heller hervor. Der Himmelsausschnitt, eigentlich strahlend blau, erscheint als hellgraues Gitter.

Hier mit gesteigerten Kontrasten.

… und als nächtliche Szene.

Und noch mal die drei „architektonischen Zeichnungen“ im Überblick.

 

 

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Cafeteria mit Kellner (Tägliche Zeichung)

Die Cafeteria im Benaki-Museum für moderne Kunst, Peiraios-Straße, Athen. An der Fensterfront, die den Raum erhellt, steht ein Kellner, schaut hinaus. Doch draußen ist nichts als ein weiterer gleichgültiger Vorraum, auch behindern Jalousien den Blick. „The waiter“ – denke ich. Es klingt wie: der Wartende.

Cafeteria mit Kellner, 2020-22-02,

Gestern zeigte ich eine ähnlich klaustrophobische Szene, aber auf der Straße. Hohe Häuserfronten rechts und links, im Hintergrund eine quer stehende Häuserzeile, der Himmel schwarz. Darin eine schreitende Figur.

Straße mit Schreitender, 2020-21-02

Von beiden Zeichnungen machte ich auch Bearbeitungen, zB diese:

Cafeteria mit Kellner, 2020-22-02, bearbeitet

Straße mit Schreitender, 2020-21-02 (bearbeitet)

 

 

 

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Straßenskizze (tägliche Zeichnung)

Eine kleine Straße im Stadtteil Kerameikos, Athen, bei dunklem Himmel. 2020-02-21

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Athen – tausend Gesichter, immer im Umbruch, immer dieselbe (Fotografien)

Ich war in dieser Woche mehrmals in Athen unterwegs, auch in diversen Ausstellungen. Die Bilderflut ist kaum zu beherrschen.

Heute, in den paar Sträßchen, die ich von der Metrostation Kerameikos zum hochmodernen Klinkerbau des Benaki-Museums für moderne Kunst an der Piräusstraße wanderte, war der Eindruck des Umbruchs beherrschend. Dieser Stadtbezirk war im Aufwind, als vor acht Jahren die Finanzkrise über das Land herfiel. Einiges konnte sich hinüberretten, einiges zerfiel noch mehr, Neues entstand nicht mehr.  Aber wie gern gehe ich in diesen chaotischen Straßen mit den antiken Namen! Das letzte Bild zeigt einen Teil der eindrucksvollen Wand des Benaki-Museums.

Vorgestern war ich im Stadtzentrum mit seinen prächtigen repräsentativen Bauten der Gründerzeit (ab 1830). Wie anders die Atmosphäre hier – und doch unverkennbar dieselbe Stadt, dasselbe Licht. Unter anderem ging ich in den „Garten der Musen“ des Iliou Melathron-Gebäudes,  in dem auch das Münzmuseum untergebracht ist. Wie oft bin ich daran vorbeigegangen, ohne dass mir auffiel, dass die schmiedeeisernen Umzäunungen über und über mit Swastika-Symbolen geschmückt sind. Ja, geschmückt, nicht beschmiert. Sie gehören zu der ursprünglichen Gestaltung des Baukomplexes (Neo-Renaissance, 1881 eingeweiht).  Heinrich Schliemann hat ihn sich von seinem Freund Ernst Ziller als Familienwohnsitz entwerfen lassen. „Die Hakenkreuzsymbole am Zaun sind Vorbildern in Troja nachempfunden, die Schliemann dort ausgrub und als Feuerquirl interpretierte“, weiß Wikipedia zu berichten.

Ich wanderte dann noch ein wenig am Hang des Lykabettos-Berges hin, denn von dort sieht man die allgegenwärtige Akropolis und …. weit weit in der Ferne glänzt das Meer.

Zuvor war ich in einer Ausstellung des zentralen Benaki-Museums in der Königin-Sophia-Allee nahe dem Verfassungsplatz. Auch da ging es um die Geschichte der Stadt Athen und wie man in ihr wohnte. Die ersten Bilder vom Beginn des 19. Jahrhunderts sind noch gemalt oder in Kupfer gestochen, meist von nordeuropäischen Reisenden und mit einer starken Neigung zur orientalischen Idylle.

Ca 50 Jahre später stand schon die Fotografie zur Verfügung. Man sieht, die Bekleidung hat sich verändert: die türkische Lebensweise ist der griechischen gewichen. Denn der neugriechische Staat wurde in der Zwischenzeit aus der Taufe gehoben.

Mehr Bilder möchte ich euch heute nicht zumuten. Von dieser und den anderen Ausstellungen werde ich ein andermal berichten.

 

 

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Engel und Gemälde (Collagen, Größenvergleich)

Viele weitere Collagen mit dem Dürer-Engel habe ich ausprobiert. Schließlich kam ich auf die Idee, den Engel nicht in, sondern neben oder vor einige meiner früheren Gemälde zu setzen. Würden meine Bilder unter dem prüfenden Blick des Engels standhalten? Wie würden sich die zu verschiedenen Zeiten, mit unterschiedlichen Medien und Absichten erstellten Bilder vertragen? Die Zeichnung des Engels habe zu dem Zweck etwas bearbeitet.

Dabei fiel mir auf, wie verschieden die Bilder je nach den zwischen beiden herrschenden Größenverhältnissen wirken. Also machte ich noch mal zwei Paare, um den Effekt zu verdeutlichen. Der Engel dient als Maßstab für die Größe der Bilder. Bitte anklicken.

An diesen Beispielen erkennt man deutlich, wie irreführend die meisten Abbildungen sind, wenn keine Maßstäbe mitgegeben werden. Du möchtest nun vielleicht wissen, wie groß meine Bilder „in Wirklichkeit“ sind? Ich schätze aus der Erinnerung: Die „Arabische Fassade“ ist 110 x 100 cm, das Hafenbild  70 x 50 cm groß. Das heißt, dass die beiden rechten Abbildungen den ungefähr richtigen Eindruck geben.

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Collagen mit Melancolia (Raum-Zeit-Collagen)

Für mein heutiges PingPong 077 habe ich eine Variante der Melancolia gewählt, bei der ihr Hauptcharakterzug – die Melancholie – durch die Anwesenheit des Pferdes und die Farbgebung gemildert ist.

Bei den jetzt gezeigten Collagen herrscht das Moment der Melancholie vor.  Der traurige Engel meditiert mit dem Zirkel in der Hand über die Architektur der heutigen Mammut-Städte. Als Hintergründe habe ich eigene Gemälde benutzt.

Raum-Zeit-Collagen nenne ich sie, weil sie weit auseinander liegende Epochen in eins fassen: Die Original-„Melancolia“ ist von Messgeräten begleitet,  die zu Dürers Zeiten gerade erfunden bzw zu höchster mechanischer Vollkommenheit entwickelt worden waren.  Damit wurden die Paläste, Bürgerhäuser und Kirchen der Renaissance-Menschen aufs Feinste berechnet und erbaut. Dies stelle ich nun zusammen mit Verhältnissen in modernen Mammutstädten: Smog und Kunstlicht, Häuser, die, kaum gebaut, schon wieder zerbrechen, windschiefe Favellas und Hochhaus-Massierungen.

Die letzte Collage nenne ich „Heimkehr“.

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Ping Pong 077

077 PING

ULLI AN GERDA → SO VIELES GILT ES ZU BEHÜTEN …

 

PONG 078

GERDA AN ULLI → … BIS ES GILT, ES FREIZUGEBEN

(Die Foto-Stills habe ich vom Video einer Installation gemacht, die ich vor ein paar Jahren in Exarchia (Athen) sah. Leider habe ich den Namen des Künstlers vergessen.)

PING 078

GERDA AN ULLI → WENN DU DAS TRAURIGE GRÜBELN LÄSST …..

(Zeichnungen nach Baldung (Verhexter Stallknecht) und Dürer (Melancolia), auf Akryll und eingeklebten Papieren auf Leinwand, farblich verändert. 2020-02-19)

 

Hier geht es zu allen bisherigen PingPongs → https://cafeweltenall.wordpress.com/galerien/ping-pong/.

DIE IDEE→ https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/05/ping-pong-001-2019/

 

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Tägliche Zeichnung: Melancolia (Bildausschnitt, Kopie)

Die Putte aus diesem großartigen Kupferstich Dürers zeichnete ich ja vor ein paar Tagen. Dass sie dem Vorbild nicht besonders ähnlich wurde, war nicht weiter schlimm. Doch die große Frauenfigur mit den Flügeln – durfte ich mich an die heranwagen?

Ich machte mich ans Werk, obgleich ich wenig Hoffnung hatte, diese wunderbare Figur wiedergeben zu können. Jedenfalls habe ich es einmal versucht. Vielleicht muss ich noch dranbleiben, es öfter versuchen. Es lohnt sich allemal, von dem großen Meister zu lernen.

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Der verhexte Stallknecht mit neuen Zuschauern (Collage)

Heute gibts mehr Spielkram zum Thema Zeit-Raum-Collagen. Honni soit qui mal y pense.

Du kennst inzwischen den „Verhexten Stallknecht“ von Hans Baldung Grien zur Genüge. Dann wird es dir sicher nicht schwer fallen, die Veränderungen zu sehen, die ich vorgenommen habe? Anklicken, dann siehst du besser.

 

Für die Collage benutzt habe ich das Original, das ich der Seite der Karlsruher Kunsthalle entnahm, und ein Zeichenblatt mit grimassierenden Köpfen von Leonardo da Vinci, das ich früher mal kopiert habe. Nun schauen VIER davon in Baldungs Pferdestall bzw kommentieren das Geschehen. Welche Köpfe sind es?

Auch hab ich dem Pferd von Baldung meins zur Seite gestellt – damit es nicht so allein ist.

 

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