Abschied vom Februar (Filmabend mit Tito)

Tito fragt an, warum ich den Abschied vom Februar nicht mit einem Film über ihn und seine Abenteuer krönen wolle.  Ich will ja, sag ich ihm, aber ich habe nur wenige Bilder von dir, nicht genug für einen abendfüllenden Film. Dann zeig die wenigen, meint er. Du darfst auch ein paar von deinen Blumenbildern reinschmuggeln.

Nun, ich kann ihm keinen Gefallen abschlagen. Also suchte ich Fotos im Querformat und bastelte einen Film daraus.  Der läuft nun im Kino „Diana“. Bitte Platz nehmen.

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Gleich geht die Vorstellung los (tägliche Zeichnung, Dia-Show)

Nun sind wir im Kinosaal drin. Nur vier Menschen sitzen  in dem Saal, der zwar nicht besonders groß ist, aber für die heutigen Verhältnisse schon fast zu groß. Er füllt sich nicht mehr.

Sehr gern hätte ich die leere Leinwand mit einem Video bestückt, doch leider reichen dafür meine Fotoshop-Kenntnisse nicht aus. Aber eine Kostprobe kann ich euch als Diashow zeigen. Die Leinwand zeigt übrigens dieselbe Szene, die ich gestern im Vorraum des Kinos zeichnete, nun aber digital bearbeitet und farbig variiert.  Die männliche Figur, die rechts im Bild nach einem Sitzplatz sucht, ist zugleich auf der Leinwand zu sehen – im Gespräch mit dem Kinobetreiber.  So verwirrt sich noch einmal die Grenze zwischen Realität und Illusion. Der Zuschauer wird zum Akteur.

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Im Kintopp (tägliche Zeichnung)

Gestern waren wir nach langer Zeit mal wieder in dem kleinen Kino „Diana“. Das Ambiente gefällt mir sehr, erinnert mich an die Anfänge des Kinos. Retro-Gefühle. Ich machte ein paar Fotos vom Vorraum ,it der bar und der Popkorn-Maschine.

Die rechte Seite mit den Film-Plakaten, vor denen ein Paar sitzt, reizte mich zu einer gesonderten Bearbeitung.

Und hier nun noch das ganze Bild mit farbigen Einschüben.

Dies ist nun die siebte architektonische Skizze. Sie unterscheidet sich von den anderen dadurch, dass ich den Raum nicht direkt nach dem Foto gezeichnet, sondern die Raumperspektive nach Gutdünken neu zusammengesetzt habe. Dadurch wollte ich das Illusionär-Kulissenhafte der Kinowelt betonen, das ich sehr mag, seit ich es als Kind im „Lichtspieltheater“ meiner Heimatstadt kennenlernte.

Hier siehst du die 7 bisher entstandenen architektonischen Skizzen von Athen als Übersicht.

 

 

 

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abc-etüde mit Schilkröten-Idylle

Zwei Schildkröten, durch Düfte und Lüfte des Frühlings aus dem Winterschlaf gelockt, liefen mir beim Spazierengehen über den Weg. Der Schwarze mit der Nummer 11 schien mir ein rechter Schabernack, wie er die Schildkrötendame anstupste und mit Klick und Klack zum Liebesspiel zu animieren suchte. Und so reimte ich für sie ein Etüdchen zusammen, das wie gewünscht die Wörter Schabernack, breit und erheben enthält. Die Wörter hat diesmal René von https://berlinautor.wordpress.com/ gespendet. Danke, Christiane, dass du uns diesen Etüdenspaß so zuverlässig betreust!

„Was willstu, schwarzer Schabernack?
Glaubst du mit deinem Klick und Klack
Mit Stoßen und mit Rumparlieren
Ne Schildkrötdame zu verführen?
Ein armer schwarzer Strolch wie du
lässt Damen besser ganz in Ruh.“

„Ach so, du willst nicht? Besser so
Mit deinem breiten Panzerpo
Mit deiner alten Rumpelnas
Die vorne mal, mal hinten saß
Was soll ein Kavalier wie ich
Sich mühn und jammern gar um dich!

Mir sind die jungen Weiber recht
Die zieren sich zwar auch nicht schlecht,
doch wenn sie sich dann doch ergeben
und ihren hübschen Po erheben
dann bin ich Strolch, wie du mich nennst
weit besser als was du so kennst!“

Die Dame hörts mit halbem Ohr
Wie kam der Wicht ihr albern vor!
Kannt sie der Liebe schöne Seiten
doch länger als der Strolch, beiweitem.
Kam nur der Rechte durch das Gras,
dann hätte sie schon ihren Spaß.

Dem schwarze Elfer blieb die Flucht
Die mancher Abgewiesne sucht,
wenn die, die er erobern wollte
sich ungerührt vondannen trollte.
Ich schau euch nach mit heiterm Blick
Und wünsch euch beiden Liebesglück.

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Athen-Collage aus 5 Zeichnungen

Wenn man durch eine Stadt wandert, entfalten sich die Bilder wie in der Musik oder beim Lesen nacheinander. Doch die Eindrücke haften, schieben sich übereinander.

Heute Nacht habe ich dasselbe mit fünf meiner Athen-Skizzen gemacht. Ein paar der Collage-Schritte seht ihr hier.

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Das nicht-neoklassische Athen (tägliche Zeichnung)

Athen zu Beginn des 19. Jahrhunderts: ein paar Ruinen in einem fast leeren Raum. (Gesehen in der Ausstellung „Athen von Ost nach West“, Benaki-Museum)

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es keine Stadt dort, wo ab 1834, als Athen zur Hauptstadt des neuen griechischen Staates ernannt wurde, langsam etwas Neues entstand. Die Ideen für das Neue Athen waren romantisch-deutsch geprägt. Der unter dem bayrischen König Otto I (Regierungszeit 1832-1862) vorherrschende neo-klassizistische Stil wurde nach Kräften vom bayrischen Kronrat und unzähligen deutschen Beratern, Architekten, Handwerkern realisiert. Im Prinzip entsprach er auch den Vorstellungen der griechischen Diaspora, die Ottos Träume guthieß und nach bestem Vermögen unterstützte und finanzierte, und zwar auch später, als Otto selbst schon im erzwungenen bayrischen Exil lebte, abgelöst durch Georg I. Und so entstand eine gut durchdachte Stadt mit imposanten Großgebäuden, die bis heute der Innenstadt ihr Gepräge geben. Die nicht minder prächtigen Bürgerhäuser sind leider inzwischen weitgehend verschwunden und einem Konglomerat von undefinierbaren Baustilen gewichen.

Die wachsende Bevölkerung vor Ort hatte nämlich anderes zu tun, als sich um architektonische Konzepte zu kümmern. Sie baute, wie sie konnte und oft genug ohne die nötigen Genehmigungen. In den fast 200 Jahren seit ihrem Wiedererstehen wurde Athen, wenn man das gesamte Einzugsgebiet der ausfransenden, über alle Vorgebirge hinkriechenden Stadt berücksichtigt, zu einem Moloch mit etwa sechs Millionen Menschen, die „irgendwie“ behaust werden mussten bzw sich meistens ihre Behausung nach eigenem Gutdünken selbst bauten. Die Infrastruktur — Straßen, Leitungssysteme, Bürgersteige, Plätze – lief dem Häuserbauen in der Regel hinterher und blieb oft genug ganz auf der Strecke.

Heute zeichnete ich eine recht beliebige Ansicht von diesem „nicht-klassizistischen“ Athen, aufgenommen nahe dem ehemaligen städtischen  Gaswerk – nicht weit entfernt von der ersten Skizze dieser Art (s.u.).

Ist es Zufall, dass zwar Autos, aber keine Menschen auf dem Bild zu sehen sind? Nicht wirklich. Ich sehe die Menschen hier tatsächlich als Schemen, die Autos aber als höchst real an.

Und wieder möchte ich alle inzwischen entstandenen architektonischen Skizzen von Athen im Überblick zeigen:

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Februar heißt: Mandelbaumblüte (Fotografien)

Jedes Jahr im Februar blühen die Mandelbäume und verströmen Zärtlichkeit und Duft. Hohe Zeit, ein paar Fotos zu zeigen, solange sie noch blühen.

Februar 2018

Februar 2019

Februar 2020

 

 

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Vor der Universität Athen: Raum-Zeit-Collagen

Hab mal wieder collagiert. Dafür nahm ich meine letzte Zeichnung (Neoklassisches Athen) und Ausschnitte aus Fotos, die ich vor einer Woche bei der Ausstellung „Athen – von Ost nach West“ im Benaki-Museum, Bas. Sofia-Allee machte.  Die farbigen Figuren stammen aus dem Bild eines europäischen Reisenden um 1810 (den Namen habe ich mir leider nicht notiert). Die kleinen Figuren schnitt ich aus der Lithographie von M.P. Vrettos, um 1840. Die Fotografen der Fotos (Touristen und Kinder des Volkes), beide um 1890, sind unbekannt.

No 1: Menschen aus drei Epochen bevölkern den weitläufigen Vorplatz der Universität: Die farbige Gruppe im Vordergrund lebte Anfang des 19. Jahrhunderts, Griechenland gehörte noch zum Osmanischen Reich.  Athen war ein Dorf mit türkischen, albanischen und anderen Bewohnern und einigen imposanten Ruinen. Keines der abgebildeten Gebäude stand dort. Vermutlich grasten dort Schafe auf freiem Feld. – Die Schwarz-Weiß-Figürchen und Pferde links vor der Uni und ganz rechts vor der Akademie lebten in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Universität war inzwischen gebaut, sonst nix. Freies Feld. Bauland. – Dann gibt es da noch eine jetzt lebende Zeugin im Vordergrund, die das alles beobachtet und dokumentiert.

No. 2: Wir sind im Jahr 1890:  Touristen posieren vor der Akademie und dem neumodischen Bürogebäude (rechter Ausschnitt meiner Zeichnung). Die Akademie gibt es nun auch wirklich, nicht aber den würfelförmige Bürokasten, denn der wurde erst in den 70ern des 20. Jahrhunderts erbaut.  NB: Viele Reisende kamen damals mit der florierenden „Thomas Cook“, die ein Büro in Athen aufgemacht hatte. Im vergangenen Jahr machte die Firma zu. Pleite.

No. 3: Auch gegen 1890: Kinder des Volkes drängen aus dem Untergrund herauf. die „soziale Frage“ beginnt die Gemüter zu bewegen. Was wollen diese frechen Gören auf dem eleganten Platz, den die Herrschenden für sich und ihre Kinder geschaffen haben?

Machen wirs passender (meine Zeichnung digital verändert):

No. 4. Schließlich habe ich die beiden so unterschiedlichen Menschengruppen, die Ende 19. Jahrhundert in Athen fotografiert wurden, gemeinsam auf dem heutigen Platz der Universität aufmarschieren lassen. Es wird eng. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts kann beginnen.

 

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Neoklassisches Athen: Universität und Akademie (tägliche Zeichnung)

Die Universität (links im Bild) war eines der ersten neoklassischen Gebäude, die unter der Herrschaft des Bayernkönigs Otto I in Athen gebaut wurden. Architekt war der Däne Christian Hansen, eröffnet wurde sie 1841. Der Bau der alten Akademie (Zentrum), ein Entwurf von Theofil Hansen, dauerte von 1859-1885, also ganze 26 Jahre. Finanziert wurde der Bau von einem Auslandsgriechen (Simon Sinas), die Bauaufsicht führte Ernst Ziller, der u.a. auch den Palast von Schliemann (siehe „Garten der Musen“) realisierte.  Das mächtige würfelförmige Bürogebäude im Hintergrund des Platzes ist vermutlich während der Militärdiktatur entstanden (Genaueres konnte ich nicht herausfinden).

In der gerade laufenden Ausstellung zur Stadtentwicklung (im Benaki-Museum Bas. Sofias) sah ich eine  Lithographie der Universität und eine Fotografie der Akademie im Bau.

Wie sehr sich trotz anscheinender Ähnlichkeit meine heutige Zeichnung von der des Lithographen Vrettos des 19. Jahrhunderts unterscheidet, erkennt man besser im Detail. Hier zwei Abschnitte meiner Zeichnung mit Menschen. Bitte anklicken.

Und eine „moderne“ Bearbeitung meiner Zeichnung:

Nun sind es schon 5 architektonische Skizzen, die ich nach Fotos meines Athen-Bummels anfertigte. Hier als Zusammenschau.

 

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Treppe in Anafiotika mit Akropolis (tägliche Zeichnung)

Fast schon ein wenig peinlich-touristisch, diese Anafiotika-Skizze. Aber was tun: so sieht diese Siedlung, die Inselleute aus Anafi Mitte des 19. Jahrhunderts am Hang der Akropolis bauten, nun mal aus: schön geweißte krumme Treppen, von blühenden Büschen überrankte alte Gemäuer, winzige Häuschen, engste Gassen. Und darüber der Akropolisberg. Die Archäologen wollten die Siedlung immer mal wieder abreißen, etliche Häuser verschwanden tatsächlich – aber warum nur? Es ist eine der hübschesten Gegenden von ganz Athen. Jeder muss sie lieben. Auch Ulli war bei ihrem Besuch im Februar 2018 ganz verzaubert. Ich glaube sie hat auch Fotos gepostet.

Nun sind schon vier „architektonische Skizzen“ von meinem letzten Athen-Bummel entstanden. Für alle habe ich eigene Fotos als Vorlage benutzt.

 

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