Tägliche Zeichnung: Melancolia (Bildausschnitt, Kopie)

Die Putte aus diesem großartigen Kupferstich Dürers zeichnete ich ja vor ein paar Tagen. Dass sie dem Vorbild nicht besonders ähnlich wurde, war nicht weiter schlimm. Doch die große Frauenfigur mit den Flügeln – durfte ich mich an die heranwagen?

Ich machte mich ans Werk, obgleich ich wenig Hoffnung hatte, diese wunderbare Figur wiedergeben zu können. Jedenfalls habe ich es einmal versucht. Vielleicht muss ich noch dranbleiben, es öfter versuchen. Es lohnt sich allemal, von dem großen Meister zu lernen.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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15 Antworten zu Tägliche Zeichnung: Melancolia (Bildausschnitt, Kopie)

  1. felsenquell schreibt:

    Ich wollte schon immer mal wissen, wie Flügel aus einer menschlichen Gestalt wachsen. Hast Du das beim Kopieren verstanden?

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  2. Gisela Benseler schreibt:

    Das hast Du wunderbar gezeichnet, Gerda, von Dürers Original kaum zu unterscheiden, bzw. gar nicht, wie mir scheint. Doch wunderschön? Der Gesichtsausdruck ist doch düster, trotz der schönen Flügel, trotz der schönen Gestalt. Und das macht traurig, also: melancholisch.

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  3. Mitzi Irsaj schreibt:

    Ich muss gestehen, dass ich das Original gar nicht kenne. Aber das hier, gefällt mir sehr gut!

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  4. Ule Rolff schreibt:

    Deine melancholische Frauenfigur finde ich gerade in der Abweichung von Dürer sehr interessant, liebe Gerda:
    Bei Dürer finde ich sie für eine Inkarnation der Melancholie viel zu strahlend wach (wenn auch grimmig schauend)in ihrem Blick. Nach meinem Gefühl drückt sich Melancholie meist in matterem, teilnahmsloseren Gesichtsausdruck aus. Obwohl deine Absicht nach einer Kopie verlangte, hast du der Frau eher einen mattereb, melancholischeren Blick gegeben, also eher eine Interpretation gezeichnet.
    Dennoch bist du natürlich bewundernswert nah dran an der Vorlage. Du hast meine Bewunderung, du Könnerin!

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    • gkazakou schreibt:

      danke für dein genaues Schauen, Ule. Der Engel ist müd geworden – ähnlich dem Panter, von dem Rilke schreibt. „sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält“. Es ist richtig, dass ich eine möglichst genaue Kopie von Dürer anfertigen wollte, aber unsere Zeit hat #Spuren hinterlassen, auch bei mir, und so konnte ich es eben nicht.

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  5. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Für einen erstern Versuch ist der Engel doch wundervoll geworden, liebe Gerda.
    Die Unterschiede zu Dürer sehe ich, aber ich bin übereugt davon, daß Du es noch genauer treffen wirst. Das Gesicht des Engels im Original ist jünger, etwas heller, ernst und müde, matt vom nutzlosen Fliegen vielleicht… Gut ist Dein Vergleich mit Rilkes Panther.

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