Der verhexte Stallknecht mit neuen Zuschauern (Collage)

Heute gibts mehr Spielkram zum Thema Zeit-Raum-Collagen. Honni soit qui mal y pense.

Du kennst inzwischen den „Verhexten Stallknecht“ von Hans Baldung Grien zur Genüge. Dann wird es dir sicher nicht schwer fallen, die Veränderungen zu sehen, die ich vorgenommen habe? Anklicken, dann siehst du besser.

 

Für die Collage benutzt habe ich das Original, das ich der Seite der Karlsruher Kunsthalle entnahm, und ein Zeichenblatt mit grimassierenden Köpfen von Leonardo da Vinci, das ich früher mal kopiert habe. Nun schauen VIER davon in Baldungs Pferdestall bzw kommentieren das Geschehen. Welche Köpfe sind es?

Auch hab ich dem Pferd von Baldung meins zur Seite gestellt – damit es nicht so allein ist.

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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32 Antworten zu Der verhexte Stallknecht mit neuen Zuschauern (Collage)

  1. c.schanzenbach schreibt:

    Den verhexten Stallknecht habe ich dieses Jahr im Rahmen der beeindruckenden Hans-Baldung-Grien-Ausstellung in Karlsruhe gesehen. Interessant und schön finde ich dein Pferd, das dem Grien-Pferd Gesellschaft leistet.

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  2. Gisela Benseler schreibt:

    Schaurig-schön! Entsteht hier eine neue Krimiserie?

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  3. kopfundgestalt schreibt:

    Man sieht, Baldung war um einiges ausladender als di bei den Köpfen.
    Du hast etwa bei dem zentralen Kopf die kinnpartie zurückgenommen, vermutlich weil es dir unnatürlich erschien.
    Selbst Baldus Pferdehintern ist m.e. nicht expressive genug, vielleicht dürfte er das nicht.?!

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  4. kopfundgestalt schreibt:

    Der Kopf müsste tiefer liegen und kleiner sein, auch das…sorry

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      • gkazakou schreibt:

        ich hatte versuchsweise den schreienden Mann von Leonado in den Stallknecht reinkopiert und entsprechend verzerrt. das ging ganz gut, blieb aber unbefriedigend. Der Stallknecht von Baldung hat trotz der Verkürzung was Nettes, Biedermännisch-Gutmütiges an sich, was mir gefällt.

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      • gkazakou schreibt:

        Ich würde ja so gerne mal wissen, ob jemand bemerkt, wo die vierte Person von Leonardos Skizze abgeblieben ist. Siehst du sie?

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    • gkazakou schreibt:

      Solch extrem perspektivische Figuren zu zeichnen, ist eine Herausforderung – damals noch recht neu und unerhört. Der Hans war ein Mutiger, ich seh es auch an den anderen Bildern der Ausstellung. Dass er mit der perspektivischen Verzerrung nicht zum Äußersten gegangen ist, kann ich gut nachvollziehen und hat wohl weniger mit fehlendem Mut, und mehr mit ästhischen Erfordernissen zu tun. Mein Pferd ist ja noch unkorrekter, wenn man so will (größerer Kopf, kleinerer Hintern) .

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  5. Ulli schreibt:

    Hihi, eine kleine Übung im richtigen Schauen, nach dem Motto: finde den Fehler – habe ich als Kind total gerne gespielt!
    Also du hast in das an sich leere Fenster die drei rechten Köpfe eingefügt, du hast das Gesicht des Stallknechts eine der Fratzen verliehen, du hast den mittleren Kopf neben die Pferde gesetzt …
    Du machst Sachen 🙂

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  6. Random Randomsen schreibt:

    Sehr schön finde ich die Variante mit den zwei Pferden. 🙂
    Allerdings hat auch die erste Version einiges für sich, mit diesen relativ sparsamen Einfügungen. Und das Gesicht der Hexe. 😀 Da ist wahrlich Zauberei im Spiel. 😉

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  7. chris schreibt:

    Na, wurde bei euch heute auch gestreikt ? 🙂
    Ich sah gerade die Demonstration in Athen.

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    • gkazakou schreibt:

      In Athen streiken die Verkehrsbetriebe. Die sind staatlich, da kann man ja gemütlich streiken, ohne Gefahr zu laufen, entlassen zu werden. Nicht mal inen Lohnabzug riskit man. Dass die Milllionen, die täglich damit zur Arbeit fahren müssen, viel Geld und Zeit verlieren, interessiert diese privilegierten Staatsbediensteten nicht. Schöne Solidarität. Und man weiß nicht mal, warum sie nun wieder streiken, Zum Lachen ist das überhaupt nicht. Denn das Streikrecht wurde schwer erkämpft, ist eine ultimative Waffe und sollte nicht missbrauht werden. Die betroffenen Bürger sind wütend, weil sie nicht zur Arbeit können, und bei nächster Gelegenheit wird das Streikrecht „reformiert“ und alle werden sagen, „endlich“.
      Auch die staatlichen Medien streiken – vermutlich, weil sie das Chaos nicht zeigen wollen, das ihre Kollegen anrichten. Private Angestellte und Arbeiter streiken so gut wie nie, können es sich nicht leisten.

      Liken

  8. Verwandlerin schreibt:

    Puh, erinnert mich irgendwie an Hieronymus Bosch …

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  9. Ule Rolff schreibt:

    Dein Spielkram macht Spaß! Und sehr umsichtig finde ich, dass du dem Pferd einen Gefährten gönnst. Schließlich sind Pferde Herdentiere.

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  10. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Hat die Hexe nun etwa das Gesicht des einen? Ich kann es einfach nicht richtig erkennen, liebe Gerda. Das Pferd hat von Dir ein Pferdchen bekoimmen und ich glaube, beide fühlen sich wohl miteinander.

    Gefällt 1 Person

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