Rund um Weihnachten mit Juricka: Hafen und Meer

Der zweite Weihnachtstag war wieder blendend schön:

Das Meer um 13.31 Uhr

Der Segelhafen mit Spielplatz und aufgebockten Booten, um 14.02 Uhr

Und vor dem dunklen Berg, 14.04 Uhr

Die Hafenausfahrt, um 14.05 Uhr

„Berlin“ aufgebockt

Das Meer um 16.31 Uhr

und um 16.32

oder doch lieber um 16.36 Uhr?

 

Herangezoomt:

und zum Abschied um 16.39 Uhr

Dies ist ein Beitrag zu „rund um Weihnachten“

Veröffentlicht unter Allgemein, Farben, Fotografie, Natur, Vom Meere, Zwischen Himmel und Meer | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | 1 Kommentar

Rund um Weihnachten mit Juricka. Weihnachtswetterbericht

Pause hin und her: Ich muss doch von den Wetterphänomenen berichten, die uns hier „rund um Weihnachten“ einige schöne Überraschungen bescherten. In der heiligen Nacht blitzte und donnerte es erst gewaltig, dann entleerte sich der Himmel auf die Erde, dass es nur so prasselte. Ich dachte, es wäre halt starker Regen. Doch anderntags stellte sich heraus, dass es Hagel war, der als große und kleinere weiße Flächen auch unter dem nun strahlenden Himmel und Sonnenlicht noch recht erstaunlich war, zumal hier ja „nie“ Schnee fällt.

Die Hagelkörner wirkten nicht sehr hart, und ich sah auch keinerlei Schäden an den Pflanzungen.

In der Sandovabucht herrschten fantastische Farben. Die Wellen hatten neuen Sand herbeigeschafft, der noch frisch und rein von Fußspuren war.

Der Sandova-Bach, der meist trocken ist, führt Wasser, das sich durch einen kleinen See und eine Rinne hindurch den Weg ins Meer bahnt.

Am Sockel des felsigen Kaps bildeten die anschwellenden Wellen des Meeres schäumende Strudel.

Die überschwemmte Straße spiegelte den Himmel mit den Wolken.

Ein perfekter Weihnachtsmorgen!

 

Veröffentlicht unter Allgemein, Farben, Fotografie, Leben, Zwischen Himmel und Meer | Verschlagwortet mit , , , , , , | 9 Kommentare

Rund um Weihnachten mit Juricka: Besuch und Pause

Rund um Weihnachten heißt auch: Besuch hat sich angesagt, Besuch ist eingetroffen, und der Tagesrhythmus ist entsprechend verändert. Mit dem Bloggen wird es gerade nicht viel. Aber ein paar Fotos von unserem heutigen Spaziergang mag ich doch zeigen. Zu schön war der Tag!

Nun wünsche ich hier allen Mitlesenden schöne Weihnachtstage und melde mich für ein paar Tage ab. Alles Gute Euch Lieben!

 

 

Veröffentlicht unter Allgemein, Farben, Fotografie, Leben, Natur, Psyche | Verschlagwortet mit , , , , , | 15 Kommentare

Rund um Weihnachten mit Juricka: Oh! les beaux jours!

FRANCE – 1963: Madeleine Renaud (1900-1994) in „Oh! les beaux jours“ by Samuel Beckett. Paris, theatre of the Odeon, october 1963. (Photo by Roger Viollet via Getty Images/Roger Viollet via Getty Images)

Mir will grad Becketts „Oh! les beaux jours“ nicht aus dem Kopf gehen, das ich 1963 am Heiligabend in Paris sah. Es war einer der highlights meines Lebens – und zugleich, wenn man so will, ein Tiefpunkt. Der von mir heiß geliebte Jean-Louis Barrault spielte die Rolle des Willie, und die großartige Madelaine Renaud verkörperte die Winnie. Die Regie führte Roger Blin. Die Aufführung fand in dem festlichen Rokkoko-Anbiente des l’Odeon statt. Dass ich eine Karte ergatterte, lag am Termin: an Heiligabend wollten die Menschen sich dieses Stück wohl nicht antun. Ich aber, 21 Jahre jung und mutterseelenallein in Paris, genoss gerade diese absurde Situation aus vollem Herzen.

Mein tiefes Misstrauen gegen den Weihnachtskult der „Heilen Welt“ trieb mich damals von zu Hause weg und ins Theater, und gerade zu diesem Stück von Beckett, zu diesem genial inszenierten Endspiel einer Ehe, in der alles wunderbar und comme il faut verlief. Winnie, erst halb, dann bis auf den redenden Kopf ganz im Sand versunken, hat in einem schwarzen Sack und um sich die Dinge ihrer Exzellenz versammelt: Sonnenschirm, Zahnbürste und was man sonst noch als Frau so braucht, dazu auch, für alle Fälle, einen Revolver. Sie redet und versinkt immer tiefer im Wüstensand, während ihr Mann Willie unsichtbar hinter einem Sandhügel liegt und schweigt. Nur am Ende kriecht er hervor, murmelt den Namen der geliebten Frau und küsst sie auf die ersterbenden Lippen. O glückliche Tage!

Ja, das schien mir ein großartiges Abbild der Condition humaine zu sein:

  • ein goldglänzendes Theater mit festlich gekleidetem erlesenem Publikum und den besten damals lebenden Schauspielern
  • eine Frau auf der Bühne, die ihren Schnickschnack vorzeigt und pausenlos redend sich selbst vorspielt, glücklich zu sein, bemüht, im Mann ein entsprechendes Echo hervorzurufen, um sich lebendig zu fühlen. Dabei versinkt sie immer tiefer im Sand der Banalität.
  • ein Mann, stumm, in sich selbst verkrochen, der seine Gefühle nicht äußern kann,
  • und rundum nichts als Wüste.

Man muss wohl sehr jung sein, um aus solchen lebensechten Dramen Genuss zu ziehen.

Nun aber zurück zu heute! Möge echte lebendige Kommunikation die Horror-Vorstellung der „Glücklichen Tage“ ad absurdum führen und uns allen wahrhaft glückliche Tage bescheren!

Dazu ein Weihnachts-Dekor aus einem Schaufenster.

Dies ist ein Eintrag zu Jurickas Challenge Rund um Weihnachten.

 

Veröffentlicht unter Autobiografisches, Dichtung, die schöne Welt des Scheins, Erziehung, events, Farben, Feiern, Fotografie, Leben, Psyche, Willi | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 9 Kommentare

Rund um Weihnachten: Wintersonnenwende (sonntäglicher Abstieg ins Archiv)

Rund um Weihnachten:

Heute stieg ich ins Archiv, um zu schauen, was ich in anderen Jahren an einem Tag wie diesem getan habe. Es ist ja ein besonderer Tag: Wintersonnenwende.

Mit einem Foto vom Meer ehrte ich den Tag im vorigen Jahr:

2022, als Dora der Jahresgenius war, postete ich eine Collage aus Foto und Legebild. Unser Kamin als Sonnwendfeuer.

https://gerdakazakou.com/wp-content/uploads/2022/12/img_1518-a.jpg

2020 feierte ich zusammen mit Freundinnen an einem echten Sonnwendfeuer.

131984368_1118901045207344_3218688905290108073_n

Der Blick von da oben auf den verlöschenden Tag war gigantisch.

2019 zeichnete ich die herzförmige Astgabelung eines Olivenbaums.

IMG_1218b.jpg

Kugelschreiberzeichnung, Filter und Farbe digital hinzugesetzt

Außerdem zeigte ich im Rahmen des Projekts „PingPong“ mit Ulli Gau ein Selbstportrait, als Antwort auf Ullis Satz SPIEGLEIN, SPIEGLEIN AN DER WAND …(hier)

…HAST MICH GESEHN UND NICHT ERKANNT.

und schickte ihr den Halbsatz: MÄNNER UND FRAUEN KOMMEN AUS DEM MORGENLAND UND FRAGEN UNS, WO ….

Am 21. Dezember 2017 fand ich einen nassen aufgequollenen Frosch am Meeresstrand.

Eine junge Freundin, die mich begleitete, hockte sich neben ihn, um ihn aufzumuntern.

Am 21.12. 2015 fand ich, von Athen kommend, einen Korb Lotusfrüchte vor unserer Tür. Willkommen im Paradies!

Lotus 1

Und in diesem Jahr? Wir begaben uns in „unsere“ Taverne, um lecker zu speisen und den Katzen zuzuschauen, nicht anders als im Jahr 2021, als sich hinter dem Türchen des „fröhlichen Adventskalenders“ ein fremdes Kätzchen mit zwei verschiedenfarbigen Augen verbarg.

Der „fröhliche Adventskalender“ 2021 :

https://gerdakazakou.com/wp-content/uploads/2021/11/img_1422ga-e1638035765388.jpg 

Der „schreckliche Adventskalender 2021“ blieb geschlossen und öffnete sich erst wieder am Folgetag (hier)

Veröffentlicht unter Adventskalender, Allgemein, alte Kulturen, Farben, Feiern, Fotografie, Leben, Legearbeiten, Meine Kunst, Natur, Tiere, Zeichnung, Zwischen Himmel und Meer | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , | 7 Kommentare

„Rund um Weihnachten“ mit Juricka: Granatapfelgold

Rund um Weihnachten gibt es in der hiesigen Natur so viel Gold zu bewundern, dass das Dekorieren mit goldenen Kunststernen etc überflüssig ist. Das dachte ich, als ich heute morgen aus dem Fenster hinaus ins graue Wetter schaute und mir der goldene Granatapfelbaum entgegenleuchtete.

So viel Gold! Sag selbst, ob es da noch vielerlei Schmuck braucht!

Veröffentlicht unter Farben, Fotografie, Natur | Verschlagwortet mit , , , , | 8 Kommentare

Rund um Weihnachten: Katzenkinder


Rund um Weihnachten gibt es natürlich auch hier in Kalamata etliches Lichterspektakel. Doch ist das schöner als zwei zärtliche Katzenkinder? Die finde ich weit weihnachtlicher als elektrische Beleuchtung und musikalische Beschallung. Ich fotografierte sie vorm Atelier, wo sich die Katzen sofort einstellen, wenn ich mich da hinsetze. Sie lieben die Gesellschaft des Menschen, auch wenn sie sich nicht anfassen lassen.

 

Veröffentlicht unter Allgemein, Farben, Fotografie, Leben, Psyche, Tiere | Verschlagwortet mit , , , , , | 10 Kommentare

„Rund um Weihnachten“ mit Juricka: Bilderbuch angucken

Rund um Weihnachten ist es besonders angenehm, Bilderbücher anzuschauen. Zum Beispiel das Buch vom „Blauen Reiter“. Wenn dann, wie heute, ein schmaler Sonnenstreifen drauffällt, ist es besonders schön. Dazu ein heißer Kaffee.


Man kann das Buch aufschlagen, wo man will: immer werden einem die lebhaftesten Farben entgegenleuchten. Ich machte den Test und öffnete es irgendwo.

Ha, Gabriele Münter (1877-1962), die damals mit dem Russen Wassili Kandinsky (1866-1944) zusammenlebte! Und wen hat sie da gemalt? Den Russen Alexej Jawlensky (1865-1941) und die Deutsch-Russin Marianne von Werefkin (1860-1938), an einem Sommertag des Jahres 1908, als noch niemand an den großen Krieg dachte, der Europa verwüsten würde und dessen Schatten nun erneut auf unsere Länder fällt.   ,

Wie froh sie waren, damals, und wie strahlend und unbeschwert ihre Farben! Es ist die russische Farbenfreude, die damals die deutsche Malerei erfasste und die wunderbare Welt des „Blauen Reiters“ hervorbrachte – ein Name, den Kandinsky und Franz Marc (1880-1916) für ihre gemeinsam organisierte Ausstellung in München 1911-12 erfanden.

„Vorbei, verjährt, doch nimmer vergessen, ich reise. Alles, was lange währt, ist leise.“

Veröffentlicht unter Allgemein, ausstellungen, Farben, Fotografie, Geschichte, Katastrophe, Krieg, Kunst, Leben, Natur, Psyche | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | 5 Kommentare

Tägliches Zeichen: Männliches Modell (2)

Heute abend fuhr ich wieder nach Kalamata zum Zeichnen nach Modell.

Zwei Anläufe machte ich, beidemit Kohle auf A2-Zeichenpappe:

Die langen Gliedmaßen zu zeichnen, war eine Herausforderung. Interessanter finde ich das Gesicht, das bei solchen skizzenhaften Gesamtansichten allerdings nicht detailliert ausgeführt werden sollte.

 

 

 

Veröffentlicht unter Allgemein, gemeinsam zeichnen, Kunst, Leben, Meine Kunst, Zeichnung | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar

„Rund um Weihnachten“ mit Juricka: Tonbäcker*innen („Kunst hilft“)

Rund um Weihnachten wird gebacken. Es muss nicht unbedingt etwas Essbares dabei herauskommen. In der Keramik-Werkstatt der „Freunde von Menschen mit Behinderungen“  war man eifrig dabei, aus flach ausgerolltem Ton Figuren auszustechen. Dafür benutzte man einfache Folien und eine Art Mikadostab. Die verzierten Figuren – Tannenbaum, Nikolaus-Stiefel, Engel und mehr – wurden mit einem Stempel versehen und vorsichtig auf ein Brett gelegt, um sie später zu glasieren und zu brennen. Jeder Teilnehmer wird dann seins mit nach Hause nehmen.

Den acht Teilnehmern standen sechs Helfer zur Seite. Da war für mich nichts zu tun als zuzuschauen.

Ein Teil der Gruppe zog später weiter zum Malen. Ich fotografierte sie von Weitem vor dem Weihnachtsbaum mit dem Engel, die den Platz im Zentrum detr Altstadt Kalamatas zieren.

 

Veröffentlicht unter Allgemein, Behindertenprojekt, Fotografie, Leben | Verschlagwortet mit , , , , , , | 6 Kommentare