Der schreckliche Adventskalender: 22. Tag

DER ZWEIUNDZWANZIGSTE DEZEMBER

Leider muss ich nun doch noch mal ein Türchen dieses Kalenders  öffnen. Dabei wollte ich das so schwierig errungene vorweihnachtlichen Wohlgefühl nicht gefährden. Aber aktuelle Nachrichten über die zunehmende berufliche Vernichtung von Kritikern der Corona-Politik wollen ans Tageslicht. Zwei heutige Meldungen:

Prof. Dr. Alexander Kekulé, seit 20 Jahren Direktor des Instituts für medizinische Mikrobiologie am Universitätsklinikum in Halle, wurde vorläufig von seinen Pflichten entbunden. Die nächsten Schritte sind dann in der Regel Disziplinarverfahren und endgültige Entlassung. Seine letzte Twitter-Nachricht vom 21.12. spricht sich gegen ein Weihnachts-Lockdown aus und schlägt eine Impfpause vor. Zur Begründung: https://twitter.com/AlexanderKekule.  Seine Buchveröffentlichung zum Thema und seine Auftritte in der Öffentlichkeit weisen ihn nicht gerade als einen „Radikalen“ aus.  Im Gegenteil,  er ist ein Befürworter von Impfungen, Lockdowns, Masken, Tests… Aber  er nennt die Versprechungen, die den Geimpften gegeben wurden, gefährlich und ist gegen die G2-Politik. Das Virus lasse sich nicht wegimpfen, Geimpfte seien leichtsinniger und trieben daher die Epidemie an.    Anscheinend ist jemand, der die heutige Politik nicht als völlig alternativlos ansieht, bereits zum Abschuss freigegeben.

Boris Reitschuster, einer der letzten unabhängigen Journalisten mit einer sehr großen Leserschaft, wurde aus formalen Günden aus der Bundespressekonferenz ausgeschlossen. Er hat die Regierungssprecher mit seinen Nachfragen wohl zu oft in die Enge getrieben.

Das Infame ist, dass ihre berufliche Strangulierung nicht mit ihrer kritischen Haltung zu Coronapolitik-Maßnahmen begründet wird. Woher denn auch!  Jeder darf seine Ansichten frei äußern, sofern sie nicht gegen bestehende Gesetze verstoßen. EINE ZENSUR FINDET NICHT STATT! Es werden sich schon andere Gründe finden lassen. Man wird sie wegen irgendwelcher Formalien, wegen einer Dienstverfehlung vielleicht oder weil Kollegen schlecht über sie reden, drankriegen. Man wird sie durch Insinuierungen, dann auch durch Klagekosten und wirtschaftliche Vernichtung zur Strecke bringen. Sie sollen zu Un-Personen des Öffentlichen Lebens werden, eine Abschreckung für alle ordentlichen Bürger. Trau dich ja nicht, gegen den Strom zu schwimmen! Du siehst ja, was aus solchen Wichtigtuern wird!

Wenn jemand tatsächlich für seinen Beruf nicht tauglich ist, muss es selbstverständlich juristische Möglichkeiten geben, ihn zu entfernen. ZB Wirtschaftsminister, Gesundheitsminister … es gibt da eine Menge Anwärter.  Aber die bleiben gewöhnlich ungeschoren. Wenn aber, wie der SPIEGEL mutmaßt, ein Professor womöglich ein Praktikum im Vorjahr wegen der bestehenden Einschränkungen nicht ordentlich abgehalten hat, muss man ihn entlassen.

Ich bin allerdings sicher, dass Stimmen wie die von Reitschuster und vielleicht auch von Kekulé nicht zum Schweigen zu bringen sind. Und das ist die frohe Botschaft.

ps. Ich möchte gern noch eine dritte Meldung von heute anfügen, diesmal aus der Schweiz: https://corona-transition.org/solothurner-innendepartement-entzieht-naturheilpraktiker-berufsbewilligung. Solche Meldungen sind nun schon fast allltäglich.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
Dieser Beitrag wurde unter Ökonomie, Erweiterung des Debattenraums, Erziehung, Leben, Politik, Projekt Adventskalender abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

11 Antworten zu Der schreckliche Adventskalender: 22. Tag

  1. elsbeth weymann schreibt:

    Stimmen dieser Art mehren sich. Hierzu passt dieser Offene Brief , mit SEHR vielen Unterschriften, voller Name, damit offenes Gesicht.!
    https://www.frisches-flensburg.de/aerzte-stehen-auf-offener-brief-an-die-regierung/.
    All das macht mir Hoffnung.!
    Herzlich !!!
    Elsbeth

    Gefällt 4 Personen

  2. Mittlerweile haben sie ihn scheinbar schon entlassen, oder er hat gekündigt. ;-( Man muss sich diese Uni einfach mal näher ansehen, dann kann man vermuten wer dort „das Sagen“ hat. Sicher nicht die, welche die Uni leiten (sollen). LG Michael

    Gefällt mir

  3. Elke H. Speidel schreibt:

    Die Kultusminister:innen könnten meinethalben auch abdanken, allesamt, lieber gestern als heute. Und das hätte mit Corona nur am Rande zu tun, es wäre nur einer der vielen Gründe. Aber leider … nun ja.

    Gefällt 1 Person

  4. nandalya schreibt:

    Es sind noch wesentlich mehr Fälle, in denen Kritiker des weltweiten Corona-Narrativs diskreditiert, denunziert oder sogar gekündigt worden sind. Professor Dr. Sönnichsen aus Österreich zählt ebenfalls dazu.

    Im Fall Kekulé bekommt ein Systemling nun selbst die Medizin, die er sonst anderen verabreicht hat.

    Gefällt 2 Personen

    • gkazakou schreibt:

      Ja,das ist richtig. Beides. Viele wenig bekannte Menschen haben einen viel höheren Preis bezahlt. Wegen Kekulé fragte ich mich tatsächlich, ob er meine Sympathie verdient hat. Ein „Systemling“ ist er, ja. Aber es geht um die Freiheit der Meinungsäußerung. wenn es selbst solche wie ihn erwischt, sieht es finster aus ….

      Gefällt 2 Personen

  5. Gisela Benseler schreibt:

    Über den offenen Brief freue ich mich besonders. Aufklärung ist wichtig.

    Gefällt 1 Person

  6. Johanna schreibt:

    Danke Gerda, es ist wichtig diesen Tatsachen ins Gesicht zu blicken!

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..