Mit meinem Schlaf ist es grad nicht so weit her, aber was macht das schon, wenn die großen Himmelskörper über einen hinwegrollen, um dann in spektakulären Farben hinter dem Meereshorizont zu verschwinden.
Grad wächst ja der Mond wieder zum vollen Rund an – zwei Augustmonde, das ist ein seltenes Geschenk. Hier sieht man ihn in der Nacht vom 26. auf den 27. August um 1.23 Uhr über dem Messenischen Golf, die Lichterkette der Stadt Kalamata überstrahlend. Das fahle Licht eines beliebten Strandcafes links bildet einen interessanten Kontrast.
In der folgenden Nacht, fast zur gleichen Zeit (um 1.26 Uhr) steht der Mond noch viel höher. Wie du vielleicht nicht weißt, hinkt er täglich ca eine Stunde hinter dem Vortag her. Mich überraschte und erfreute der senkrechte Lichtstrahl, der den Mond mit dem hohen Himmel und der Spiegelung verbindet und eine helle Parallele zum dunklen Strommast bildet. Er ist ein Effekt der Apparats, mit dem bloßen Auge war er nicht zu sehen. Auch der blaue Punkt im Dunklen ist ein fotografischer Effekt.
Kurz vor 3 (2.55 Uhr) ist der gestrige Mond dann so weit, seine Reise jenseits des Horizonts fortzusetzen. Die Sternbilder treten nun heller aus dem Samt der Nacht hervor.
In wenigen Stunden – gegen 7 Uhr Sommerzeit – wird schon unser anderes Hauptgestirn, die Sonne, über den Rand des Taygetosgebirges steigen und die See, die eben noch dem Mond als Spiegel diente, in durchscheinend helles Blau tauchen. Und weiter drehen sich die Gestirne, nun unsichtbar, und unsere Erde, nun sichtbar, mit ihnen.





















































