Heute habe ich nicht gezeichnet. Das ist insofern eine Meldung wert, als ich von Oktober 2017 bis heute so gut wie täglich gezeichnet habe. Vorausgegangen war ein großes HALT! Mein Atelier war überschwemmt und die Arbeiten des Jahres weitgehend unbrauchbar geworden.
Eines der letzten Bilder vor der Katastrophe war die abstrakte Bewegungsstudie oben: Kohle und Pigmente mit Kleister auf Pappe. Ich habe eben Detailsfotos dieser Arbeit herausgesucht und sie mir angeschaut. Welche Dynamik, welcher Mut!
Als ich mich wieder traute, entstand als erstes eine zarte Farbzeichnung- Kohle und Ölkreise auf Pappe. Eine Öffnung? Eine neue Melodie?
Die Melodie fand keine unmittelbare Fortsetzung. Vielmehr tat ich nun, was ich seit meinen Anfangsjahren nicht mehr getan hatte: nach der Natur zeichnen. Es entstanden zarteste Bleistift- und Federzeichnungen. Das war im Oktober 2017.
Seither habe ich viele verschiedene Stilarten, Medien und Motive durchprobiert, immer vor der Natur zeichnend, zuletzt verstärkt zurückgehend ins Architektonische. Hier noch mal meine letzte Zeichnung zum Vergleich.
Wohin die Reise gehen wird? Ich weiß es nicht.


















































