abc-etüde: Der Marktschreier (kata-strophisch)

Die Wörter, die Ludwig Zeidler für Christianes abc-Etüden eingefallen sind, sind wunderbar schräg, also genau das, was eine Kata-strophen-Dichterin und Schnipselbildlegerin  wie ich braucht. Einen ersten Anlauf habe ich heute gemacht. Erst legte ich die Bilder aus einer frisch zerschnittenem Collage-Arbeit, dann schrieb ich die Kata-Strophen. Diezu verwendenden Wörter

Gastrogauner
psychedelisch
bersten.

 

Der Marktschreier

 

Tretet näher, kommt heran

Dass ich zeig euch, was ich kann!

Hier seht ihr, was sonst hinnieden

Nur sehr wenigen beschieden

 

Denn in diesem Suppentopf

Der gleicht einem Totenkopf

Filtre ich aus frischen Pflanzen

Psychedelische Substanzen

 

Wer von diesem Trank gekostet

Und mir damit zugeprostet

Fühlt sogleich, dass er genesen

Fühlt, wie sich ein starkes Wesen

 

In dem müden Corpus rührt.

Kommt nur näher, nicht geziert!

Komm du bleicher dünner Mann

Schau dir deine Zukunft an!

 

Willst du, dass dein Schwanz wird länger?

Möchtst singen wie ein Opernsänger?

Wünschst du neue Manneskraft?

Willst du den Busen frisch gestrafft??

 

Komm trink, sei du gleich von den Ersten

Du wirst von neuer Tatkraft bersten

Komm traue dich, sei kurz entschlossen

Denn wer von meinem Trank genossen

 

Hats nie bereut. Bereut hat nur

Wer nicht getrunken und auf stur

Geschaltet hat, der blieb halt dumm

Und klein, verächtlich, blöd und stumm.

 

Doch wer sich traut, der wird sofort

Mit automatischem Transport

Ins Himmelreich hinaufgehoben

Statt unten bist du dann stets oben.

 

***

 

Hört nicht auf ihn, so schreit das Kind,

seid ihr denn wirklich dumm und blind?

Seht ihr nicht, dass der Mann betrügt

Und euch aufs albernste belügt?

 

Ein Gastrogauner ist der Mann

Ich seh’s ihm an der Nase an!

Mit süßen Worten tut er werben

Um euch am Ende zu verderben!

 

***

 

Das Kind spricht weise, ei der Daus!

Mir scheint, das Kind, das kennt sich aus.

Wer leichte Lösungen verspricht

Ist selbst auf Herrschaft meist erpicht.

 

 

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Archivbild der Woche, 5.10.2019: erblühte Lilie

In diesem Jahr ist die Lilie in meinem Garten noch eine Knospe (hier), aber 2019 – so sah ich eben, als ich für Heides Blog-Aktion ins Fotoarchiv hinabstieg – war sie schon am 5. 10. voll erblüht. Die tägliche Zeichnung beweist es:

Auf dem Foto sind Sonnentaler gelandet, was ich besonders hübsch fand. Ohne diese Extra-Zierde ist sie aber auch sehr ansehnlich.

Momentan regnet es ziemlich viel und es kühler geworden. Ich bin gespannt, wann sie sich in diesem Jahr öffnen wird.

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Alltägliches Zeichnen mit „herbstzeitlos“ (Juricka), 5: Granatapfelbaum

Juzicka vom Amorak-Blog hat für den Oktober eine Aktion gestartet, die sie „herbstzeitlos“ nennt. Alles „Herbstliche“ ist erlaubt. Ich möchte mich da mit einer Variante anschließen: Etwas vom Oktober, was mir am Tage Eindruck machte, will ich zeichnerisch festhalten. So bringe ich zwei meiner Rubriken in einer zusammen: Jurickas „herbstzeitlos“ und mein „alltägliches Zeichnen“.

Wenn man von meinem Schreibtischsessel aus hinter sich blickt, sieht man den Wipfel des Granatapfelbaums, der sich eine Etage darunter vor meinem Atelier verwurzelt hat. So sah ich ihn gestern gegen Mittag.

Heute wollte ich eine Zeichnung von einem Granatapfel zwischen den Zweigen machen, setzte mich dafür vors Atelier. Doch kaum hatte ich den ersten Strich getan, begann es zu regnen. Also beendete ich die Skizze am Schreibtisch. Mit den Farben wars auch sone Sache: ich wollte die neuen Aquarellstifte ausprobieren, kam aber nicht damit klar. Das Papier wellte sich. Also machte ich mit meinem bisherigen Gerät weiter: Buntstifte, Graphitstift, Filzstifte.

Fast wie Weihnachts-Dekor! 😉

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Alltägliches Zeichnen mit „herbstzeitlos“ (Juricka): Himmel und Meer

Juzicka vom Amorak-Blog hat für den Oktober eine Aktion gestartet, die sie „herbstzeitlos“ nennt. Alles „Herbstliche“ ist erlaubt. Ich möchte mich da mit einer Variante anschließen: Was immer mir beim morgendlichen Rundgang auffällt, will ich festhalten und möglichst auch zeichnen. So bringe ich zwei meiner Rubriken in einer zusammen: Jurickas „herbstzeitlos“ und mein „alltägliches Zeichnen“.

So hatte ich es mir gedacht, aber ich kann es nicht durchhalten. Ich werde zwar etwas von dem, was mir am Tage Eindruck machte, zeichnen, aber es kann nicht immer aus dem Garten und am Morgen sein. Heute ist es eine Skizze vom Meer mit den Wolkenbergen darüber, um den Eindruck vom Vortag festzuhalten. Ich benutzte schwarzen Kugelschreiber, Buntstifte, blauen Filzstift und Graphitstift auf Zeichenkarton.

 

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Impulswerkstatt, Mosaikstück „Feld“: Gelbes Feld

„Gelbes Feld“ nannte ich ein Bild, das ich 2008 malte und noch immer wertschätze. Im Sinn hatte ich eines der merkwürdig leeren Felder, die sich manchmal in der griechischen Landschaft auftun. Dort können sich keine Bäume verwurzeln, weil unter der verdorrten Grasdecke antike steinerne Bauten lagern. Hier und da liegt ein behauener Stein herum, vielleicht wurde auch eine alte Gebäudestruktur ausgegraben.

Das Bild ist mit Pigmenten und Kleister auf Leinwand gemalt. Dies ist mein zweiter Beitrag zu Myriades Impulswerkstatt, Mosaikstück „Feld“.

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Lieblingswetter

Heute habe ich eine Runde am Hafen von Kalamata und am Meer an der weiten Bucht gemacht und in Bildern geschwelgt. Ich habe viele Lieblingswetter, aber wenn der Wind Lichtgefunkel über das stille Wasser des Hafenbeckens treibt, wenn die Takelage der Boote singt und klirrt… dann ist das für mich das schönste aller Lieblingswetter.

Ein paar deutsche Flaggen sah ich auch, sie sahen ein bisschen fremd aus in dem vorherrschenden Blau und Weiß. Aus welchem Teil des vereinten bunten Deutschland sie stammen, brauche ich nicht zu wissen. Mein Wunsch zum Tag der Einheit ist derselbe wie der, den Hoffmann von Fallersleben am 21. August 1841 aussprach: Mögen Einigkeit und Recht und Freiheit in den deutschen Landen blühen!

Am Hafen wars schön, am Meer dann noch mal ein bisschen schöner, denn für mich kommt nichts über einen frischen Wind und den Kontrast zwischen dunklen Wetterwolken und dem gleißenden Meer. Zwei vergessene sommerliche Sesselchen haben sich tief und unverrückbar in den Kiesstrand eingegraben und lassen sich von den Wellen bespülen.

Drüben auf dem ersten Finger der Peloponnes geht ein Schauer nieder, durchstrahlt von der Sonne. So gesehen am 3. Oktober 2025 gegen vier Uhr Sommerzeit.

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Alltägliches Zeichnen mit „herbstzeitlos“ (Juricka), (3): Lilienknospen im Herbstlaub en

Juzicka vom Amorak-Blog hat für den Oktober eine Aktion gestartet, die sie „herbstzeitlos“ nennt. Alles „Herbstliche“ ist erlaubt. Ich möchte mich da mit einer Variante anschließen: Was immer mir beim morgendlichen Rundgang auffällt, will ich festhalten und möglichst auch zeichnen. So bringe ich zwei meiner Rubriken in einer zusammen: Jurickas „herbstzeitlos“ und mein „alltägliches Zeichnen“.

Die Knospen der Lilien, die nach dem Regen aus dem Boden sprossen, sind noch ganz unscheinbar. Aber ist das etwa ein Grund, sie und das heruntergefallene Laub vom Granatapfelbaum nicht zu zeichnen? Ich habe es jedenfallst redlich versucht.

Für die Zeichnung nahm ich das gestrige Foto zur Hilfe.

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Der Herbst kommt auf leisen Sohlen

Die ganze Nacht über und bis zum Mittag regnete es sanft. Lin und Fritzi haben es sich auf den Sesseln bequem gemacht, die anderen Katzen müssen leider draußen bleiben, wo es einige Unterstände und Häuschen gibt.

Mehr Sessel als die zwei haben wir eh nicht. Der Tag bleibt trübe. Im Garten entdecke ich zwei Lilien, die sich durch den Regen ermuntert sahen, aus der Erde hervorzukommen. Ich weiß, dass es Lilien sind, weil sich hier vor einigen Jahren eine angesiedelt hat und seithier jedes Jahr wieder erscheint. Dieses Jahr hat sie eine zweite mitgebracht.

Wenn sie aufblühen, werde ich sie wieder zeichnen, wie jedes Jahr.

Am Wegrand sprießen die Meerzwiebeln mit ihren schier endlosen, hohlen und blattlosen lila Stängeln aus dem Boden, und peu a peu gehen die Sternenblüten auf.

Gegen Abend zeigt sich der berühmte Silberstreif am Horizont. Heute ist er eher golden und wird schnell breiter.

Wunderbar, wenn der Herbst auf leisen Sohlen kommt, die Luft mit Wohlgerüchen und die Erde mit Feuchtigkeit füllt. Anders als im Norden beginnt nun ein neues sich Regen und Wachsen, das sich in der trockenen Erde vorbereitet hat. Frühling im Herbst.

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Impulswerkstatt und „Kunst hilft“: Mosaikstück „Feld“

Gestern erhielt ich Nachricht von meiner Freundin Ingrid aus Koroni. Sie ist hier in Griechenland in vielerlei Weise engagiert, unter anderem in der Flüchtlingshilfe. Ich habe im Januar 2016 einen ihrer Berichte gepostet (hier), als sich die Lage auf der Insel Lesbos zuspitzte. Vorgestern nun besuchte sie ein Flüchtlingslager bei Korinth, um gespendete Dinge hinzubringen und sich über die dortigen Zustände zu informieren (den ganzen Bericht hänge ich für Interessierte unten an).

Auf den Fotos sprang mir ein Wort ins Auge: field! Warum wohl? Na, weil du, liebe Myriade, Feld als „Mosaikstück“ für die laufende Episode der Impulswerkstatt gewählt hast und ich drüber nachdachte. Kein „auf dem Feld der Ehre gefallen“ und kein „wir ziehen ins Feld“, kein „feldgrau“ und auch nicht „Feldzug“, „Feldwebel“ oder „Feldpost“ wollte ich assoziieren, und für die Feldlerche fehlt mir, seit ich meine Heimat an der Ostsee verließ, wo sie mich besonders im Juni mit ihrem sich in den Himmel schraubenden Gesang und Gejubel beglückte, jegliche neue Erfahrung. Natürlich gäbe es noch viele viele weitere Assoziationen, wie Vier-Felder-Wirtschaft oder „drei Felder vorrücken“ undzig andere. Allein in meinem Blog habe ich zehn weitere gefunden. Es wird also eine Fortsetzung geben …

Heute aber dieses „field“, ein Feld bei Korinth, noch weitgehend unbeackert und unbepflanzt, aber vielleicht reimt sich dieses in besserer Art auf Held. Held der Arbeit, der kleinen Erfolge im Überlebenskampf.

Und so erkundigte ich mich, was es mit diesem Feld auf sich habe.

Ingrid schreibt: Im Aufbau begriffen ist ein Gemeinschaftsgarten * der von Kindern mitgestaltet wird * Das Land dafür wurde von Freunden überlassen * 
Wir konnten sehen wie ein Gemüsegarten angelegt und eingezäunt wurde * In einem kleinen * bemalten Container werden Werkzeuge und Materialien aufgehoben * einige Sitzgelegenheiten gibt es auch schon * Die Stadt Korinth hat 2 Wassertanks zur Verfügung gestellt * 
Überall arbeiten Volontärinnen und Volontäre * geflüchtete Menschen und andere Freiwillige aus Korinth zusammen * 

Obstbäumchen fehlen noch, erfuhr ich. Zum Glück gibt es noch etwas unverplantes Geld aus der letzten Aktion „Kunst hilft“, und so kann ich 100 E für etwa zehn nicht zu kleine Bäumchen überweisen. Falls sich noch jemand beteiligen will: Ingrid verwaltet ein Spendenkonto bei der

Santander Bank: IBAN DE12500333002711033100 (korrigiert!), BIC SCFBDE33xxx, Kontoinhaber Ingrid und Hermann Spieker, Verwendungszweck Spende Flüchtlingslager Korinth, Bäumchen.

Die Fotos und Nachrichten machten mich froh. Dass Helfen Freude macht – den Helfern nicht weniger als den Geholfenen – hat sich wieder mal bestätigt.

Ingrids Bericht:

Hallo * Kalimera *
Gestern brachten Christiane und ich als Mitglieder unserer kleinen Hilfsgruppe in und um Koroni * gemeinsam mit unserer Vertrauensperson Justyna Idzik * Sachspenden wie z. B. Decken * Kleidung * Pflegemittel * Spielzeug …. in das Flüchtlingslager in Korinth * All diese Dinge und auch Nahrungsmittel werden weiterhin dringend benötigt * Vor allem warme Herrenkleidung und Schuhe * Ausdrücklich sollen wir den herzlichen Dank der Empfänger weitergeben *
Wir knüpften zudem Kontakt zu der NGO            Vassilika Moon in Korinth * die partnerschaftlich mit
Aletheia RCS, One Bridge to Idomeni und MVI zusammenarbeitet *
Überzeugen konnten wir uns von einer gut strukturierten Leitung mit Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit *
Ihr vielfältiges Begegnunszentrum in einem großen Haus befindet sich in der Nähe des Lagers und wird von großen und kleinen Flüchtlingen aus verschiedenen Nationen rege genutzt *
Zusammen mit dem Projektleiter schauten wir uns alle Projekte an * Dazu gehören:  Begegnungszentrum mit vielen Betätigungsmöglichkeiten * eine kleine SprachSchule und Bibliothek * das Lagerhaus für Sachspenden mit Ausgabestelle * Räumlichkeiten für ärztliche Behandlung und Beratungsgespräche *
Im Aufbau begriffen ist ein Gemeinschaftsgarten * der von Kindern mitgestaltet wird * Das Land dafür wurde von Freunden überlassen *
Wir konnten sehen wie ein Gemüsegarten angelegt und eingezäunt wurde * In einem kleinen * bemalten Container werden Werkzeuge und Materialien aufgehoben * einige Sitzgelegenheiten gibt es auch schon * Die Stadt Korinth hat 2 Wassertanks zur Verfügung gestellt *
Überall arbeiten Volontärinnen und Volontäre * geflüchtete Menschen und andere Freiwillige aus Korinth zusammen *
Bisher ist das weitere Grundstück unbearbeitet * unbepflanzt und nicht beschattet * In der Planung ist die Verbesserung der Erde * Mutterboden * Pflanzung verschiedener Obstbäume und Kletterpflanzen am Zaun entlang * Dafür fehlt dem Projekt das Geld *
Wir möchten sehr gerne zur Begrünung und Bereicherung des Gartens * einer Oase in der Stadt * einer weiteren Begegnungsstätte für Klein&Groß beitragen * Aber uns fehlt auch der schnöde Mamon *
So wenden wir uns an euch um etwas finanzielle Unterstützung *
Sollte jemand bereit sein für den Garten oder für dringend notwendige Hilfsgüter zu spenden * teilen wir gerne auf Anfrage eine Kontonummer mit * Tel. 00306973379542
Wir werden zukünftig mit Justyna * als auch mit Vassilika Moon zusammenarbeiten *
Kleine Sendungen bitte an Justyna:
Kontakte:
Justyna Idzik
Odos Solomou 11,
20100 Galataki
00306907700717
justynadudziak@gmail.com
Größere Sendungen
an
Vassilika Moon zum Sachspendenmagazin
z. B. Zusammenstellen einer Palette für die Spedition über Ingrid
Gruß von Ingrid
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Alltägliches Zeichnen mit „herbstzeitlos“ (Juricka): (2) Bücherstapel

Die ganze Nacht über hat es gewittert, und auch jetzt regnet es noch. Also war ich noch gar nicht draußen im Garten. Das erste, was ich heute sah, war auch das letzte der vergangenen Nacht: der Bücherstapel auf dem Schreibtisch. Ich zeichnete ihn in der Nacht beim Schein der Tischlampe, mit Kugelschreiber auf Zeichenkarton.

Die Zeichnung gefiel mir recht gut, doch hatte ich wieder Lust auf Farbe, und so nahm ich meine Buntstifte, um zu kollorieren.

Dann dachte ich an die Schreibtisch-Serie,  die ich im September begann, und nahm den dicken schwarzen Filzstift, um damit die Konturen und Kontraste zu verstärken. Um zwei Uhr nachts war ich fertig.

Die dritte Variante passt nun zur Serie, die weiterhin auf eine Geschichte über das stille nächtliche Leben der Dinge wartet. Welche nur?

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