Tagebuch der Lustbarkeiten: Rückweg von der Post

Den Hinweg zur Post und das, was dort geschah, lasse ich mal weg, denn es war nicht unbedingt lustbar. Dann aber schlug ich den Rückweg über den Stadtwald ein, nahm meine Hörgeräte aus den Ohren, um den Verkehrslärm auszuschalten, und überließ mich dem Wald, der in schönstem Frühlingsgrün leuchtete.

Viele Blumenarten gibt es noch nicht, im Grunde nur eine Art: unzählige kleine goldgelbe Sonnen.

Die Wohngegend, die sich an den Wald anschließt, ist nicht unschön, hat aber auch nicht viel zu bieten außer hohen Wohnhäusern, gelegentlich noch vorhandenen einstöckigen Häuschen mit Vorgärten, ein paar Schulen, verkehrsberuhigte Straßen mit Straßenbäumen und Pflaster, das sich durch die vielen Autos, die sich darüber bewegen, inzwischen ziemlich aufgelöst hat. Ein typisches Nachbarschafts-Kirchlein fotografierte ich, um es euch zu zeigen …

und einen Kinderspielplatz, der im Dreieck zwischen zwei verkehrsberuhigten Straßen angelegt wurde. Er ist ziemlich groß, und ich fotografierte nur die Hälfte, denn in dem einen Teil schaukelte ein Papa sein Kind und auf einer Bank saßen zwei Schüler, um sich in Ruhe zu unterhalten, der andere Teil aber war leer, nachdem drei Schülerinnen sich entfernt hatten. Im Vordergrund: Kunstrasen.

Was noch? Ein Zitronenbaum an der Straße, so hoch, dass niemand seine Früchte abgepflückt hat.

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Tagebuch der Lustbarkeiten: auf dem Weg zum Bäcker

Um zu unserem Bäcker zu gelangen, der die duftenden mit Sauerteig angesetzten Brotlaiber backt, muss ich einen Pfad steil hinab steigen, ein Sträßchen und ein Flüsschen überqueren und an der anderen Seite wieder hinaufgehen. Unterwegs freute ich mich an einer neuem Pflasterung des Bürgersteigs. Bürgersteige sind hier eher rar, und wenn es sie gibt, werden sie meistens mit Straßenbäumen bepflanzt. Manche Anlieger pflegen das Stück Straße vor ihrer Haustüre und erweitern so ihren Wohnbereich. Diese hier haben einige reizende Marmor-Intarsien gelegt – Ornamente, Pflanzen und…

Auch die andere Seite der Straße bot einen erfreulichen Anblick: ein Streifen unbebauter Fläche ist in einen hübschen Trockengarten mit Kräutern und Sukkulenten verwandelt worden.

Ich vermute, die Menschen in dem Häuschen, vor dem die weißen Wäschestücke hängen, haben sich diesen Vorgarten angelegt.

Der Bäcker und sein Gehilfe aus Bangladesch waren grad dabei, die Weihnachsdeko abzubauen. Freundlich rückte er die Leiter beiseite und zerschnitt auf mein Verlangen einen großen Brotlaib ein zwei Hälften. Ein ganzes Brot können wir unmöglich verspeisen. Ich ließ mir auch eine Lauch-Pita eintüten, noch warm vom Ofen. Nach Abschiedsgruß und Nachfrage, wie es dem Herrn Gemahl geht, wechselte ich auf die andere Straßenseite, um im dortigen Kleinmarkt Orangen, Kartoffeln, Zwiebeln, Tomaten zu kaufen.

Zu Hause gabs Linsensuppe, dazu Tomatensalat, Brot und die Hälfte der Pita. Und hinterher Kaffee, denn gleich kommen zwei Frauen, die ein Thema aufstellen möchten, und ich muss fit sein.

 

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Transparenz (8) Sterben ist wie teilweises Verschwinden (Nachtzirkus)

Der zauberhafte Roman „Nachtzirkus“*, den Bruni mir nicht nur empfahl, sondern auch schenkte und schickte, hat mich zu vielen Legebildern angeregt. In einer Szene wird der Zauberer transparent und droht, ganz zu verschwinden. Ich kopiere mal die entsprechende Passage hierher.

Der Nachtzirkus, Kapitel „Kondolenzpost“ S 78

Sie tritt in den von der hellen Nachmittagssonne durchfluteten Raum. „Was hat das zu bedeuten?“, fragt sie mit der Karte in der ausgestreckten Hand.  

Die Gestalt am Fenster dreht sich um. Dort, wo das Licht auf sie fällt, ist sie fast unsichtbar. Ein Teil der Schulter scheint zu fehlen, der Oberkopf verschwindet in einem Geflimmer von Staubkörnern. Der Rest des Körpers ist transparent, wie das Spiegelbild in einer Glasscheibe.

Drei eingefärbte Varianten des Legebildes, durch die der teilweise transparente Zauberer besser sichtbar wird:

Das Licht macht Teile des Körpers ganz unsichtbar, andere werden transparent, wie das Spiegelbild in einer Glasscheibe – so beschreibt Erin Morgenstern den Zustand des Zauberers …. Auf dem Foto sind es zwei Frauen, in der Ateliertür gespiegelt, von Innen nach Draußen fotografiert.

Foto: Nachtrag zu Vielschichtigkeit.

Teilweises Verschwinden

Die Schnipsel, die ich für das obige Legebild verwendete, stammen von Jürgen Küster aka Buchalov. Es sind ganz besondere Schnipsel, denn sie fielen an, als er Bilder aus Bögen schnitt, die ein verstorbener Freund und Atelierkollege, Peter Maschke, ihm hinterlassen hatte. Im Gegensatz zu den Schnipseln, mit denen ich gewöhnlich arbeite, handelt es sich bei Jürgens Material also um Verschnitt, um Übriggebliebenes, „Negatives“, wie es anfällt, wenn das „Eigentliche“, das Positive, das Werk, das Leben selbst herausgeschnitten wurde. Es ist das, was bleibt und entsorgt wird wie das Usambaraveilchen, von dem Mitzi Irsaj in ihrer schönen Erzählung „Frau Wolf zieht ein“ schreibt. Wie Mitzi das Veilchen, so ließ ich die Schnittreste eines Verstorbenen bei mir einziehen, auf dass sie weiterwirken und von einem vergangenen Leben in neuer Gestalt zeugen können. (Wie Jürgens Schnipsel zu mir kamen: hier).

Aus den Schnipseln, die teilweise beschriftet waren, las ich folgende polaren Begriffe heraus. Schatten –  Licht, sichtbar – unsichtbar, verborgen, bekleidet (vergl.Pasiphae und der Stier, Minotaurus)

Diese Begriffe leiteten mich auch, als ich die obige Kondolenz-Szene des „Nachtzirkus“ illustrierte.  „Es reizte mich“ schrieb ich damals, „die Schnipsel (…) in ihrer negativen Form (…) zur Wirkung zu bringen. Ich fand, das sei die rechte Art, das stückchenweise Transparentwerden und Verschwinden des Zauberers zu illustrieren.“

Was halten wir in der Hand, wenn dort, wo das Lebendige war, völlige Transparenz herrscht? Einen Hut, einen Spazierstock, ein Jackett und vielleicht auch ein Usambaraveilchen…


*Ich zitiere aus dem Buch „Der Nachtzirkus“ von Erin Morgenstern, in der deutschen Übersetzung von Brigitte Jakobeit erschienen 2012 bei Ullstein.

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Ein Buch irgendwo aufschlagen, lesen und drüber nachdenken

Ich nehme an, ich bin nicht die einzige hier, die dieser Lustbarkeit frönt, wenn sie nichts Dringenderes zu tun hat: ein Buch aus dem Regal ziehen, es irgendwo aufschlagen und zu lesen beginnen.

Heute erwischte ich das Büchlein „Ich hasse die moderne Kunst“ von John Anthony Thwaites, 1960 im Ullstein-Verlag verlegt und so arg zerlesen, dass es sich in der Mitte geteilt hat. Das Buch ist eine Einführung in die moderne Kunst für diejenigen, die sie „hassen“, oder besser: für die, sie sie weder kennen noch kennenlernen wollen. Das waren im damaligen Deutschland, wo Thwaites (britischer Kunstkritiker,1909-1981) als Mitarbeiter des britischen Konsulats seit 1946 lebte, so ziemlich alle. Denn „moderne Kunst“ hatte seit 1933 auf dem Kunstindex der Nazis gestanden.

Auf dem Vorsatzblatt steht eine handschriftliche Widmung: Pour toi, mon amie, alors, nous verrons Paris! Gisela und darunter Anne. Meine Erinnerung gibt dazu nichts her, wenngleich auch ich damals nach Paris unterwegs war. Ob ich das Büchlein in einem der Buchkästen an der Seine fand?  

Dort, wo sich das Buch geteilt hat – S. 56 – beginnt „Teil II Expressive Kunst, I Expressionismus“, und zwar mit einer Erinnerung von Paul Gauguin.

Gauguin betrat seinen Wohnraum, in dem nicht wie gewohnt die Lampe brannte. Hatte seine Freundin ihn verlassen? Seine diesbezügliche Furcht war unbegründet – aber er bemerkte grässliche Angst in den Augen der jungen Frau, als er einen Streichholz entzündete. Sah sie in ihm einen Dämon? Einen tupaupas, „die ihr Dasein in unseren schlaflosen Nächten haben„? Gauguin fügt hinzu: „Wie konnte ich wissen, ob das, was sie fürchtete, nicht tatsächlich wirklich war?“

Ja, wie konnte er das wissen? Sind „Dämonen“, die ihr Dasein in unseren schlaflosen Nächten haben und an die die Tahitianer glauben (weswegen sie im Dunkeln immer ein Lämpchen brennen lassen)…,  sind diese Dämonen „tatsächlich wirklich“ oder nur im Traum und Aberglauben wirklich und wirksam?

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Glauben und Aberglauben? fragt Maren von „ich lache mich gesund“ in ihrem Eintrag vom 11.1.2024 (hier). Ich zitiere:

Vor einiger Zeit schrieb ich mal was von „dämonischen Kräften“, von denen diese Welt befreit werden müsse. Und jemand kommentierte, dass der Glaube, dass es Dämonen gebe, schlimmer „Aberglaube“ sei. Seitdem fragte ich mich, wo der Unterschied zwischen „Glauben“ und „Aberglauben“ ist. Ob es überhaupt einen Unterschied gibt.
Denn, was „glauben“ die Menschen? Das, wovon ihnen gesagt wurde, dass sie daran „glauben“ dürfen / müssen.

Religionen, also das, wo es im Wesentlichen nur um „Glauben“ geht, basieren auf meist sehr alten Mythen und Legenden. Unsere „Erbinformation“, unsere DNA, besteht aus einer Doppelhelix (Spirale). Und so ähnlich ist es auch mit diesen „ererbten“ Informationen der alten Mythen. Wie in einer Spirale wiederholten sich mythologische Vorstellungen….

Das Bild der jungen Tahitianerin begeistert heute auch deutsche Betrachter, die sicher nicht verstehen, wieso dies mal „entartete Kunst“ war (vergl. hier). Und doch war sie es, denn ein anderer „Glauben“ und andere „Dämonen“ als heute hatten die deutschen Menschen im Griff. Es gab ja eine Zeit, und sie liegt gar nicht so weit zurück, als sehr viele Menschen nicht nur glaubten, dass arisches Blut von andersrassischem Blut getrennt werden müsse, sondern als sie zur fürchterlichen Tat schritten, um diesem Glauben Wirklichkeit zu verschaffen. Und wer sagt mir, dass es nicht gerade solche Dämonen waren, die die junge dunkelhäutige Frau heraufdämmern sah?

Manao Tupapau, Gemälde von Paul Gauguin (1892)

Aber so weit brauchte sie eigentlich gar nicht in die Zukunft zu schauen, denn ihr eigenes Heimatland war 1880 endgültig unter die französische Kolonialverwaltung gefallen…. (Wiki: hier) Auch vorher schon war der Traum vom „glücklichen Wilden“ eher ein Traum der sogenannten „zivilisierten Welt“, mit verheerenden Folgen:  „Die Europäer hatten zwei Dinge im Gepäck, die die Einheimischen nicht hatten: Schusswaffen und europäische Krankheiten. Gegen beides waren sie wehrlos.“ (Quelle)

Eine dritte (bzw erste) Waffe war die christliche Missionierung. Und so lese ich: „Auch der Maler Paul Gauguin trug maßgeblich dazu bei, dass die Südsee zum Mythos wurde. Als Gauguin endlich die Mittel hatte, selbst dorthin zu fahren, war er allerdings tief enttäuscht. Statt der unverdorbenen Wilden traf er Mitte des 19. Jahrhunderts fast nur noch missionierte Tahitianer an. Die Bilder, die er schuf, entsprechen nicht der Realität, die er vorfand, sondern seinen Wunsch- und Traumbildern.“ (ebenda)

Was seinen eigenen Beitrag betraf: Eine der „tatsächlichen Wirklichkeiten“ war, dass Gauguin bei seinen jungen „wilden“ Geliebten die sexuelle Befriedigung suchte, die sein von Drogen, Alkohol und Syphilis schwer geschlagener Leib sich in Frankreich nicht mehr holen konnte. So trug er selbst aktiv bei zur Zerstörung des Paradieses, das er erträumte. 

 

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: ein Tag mit Erstleistungen und Wiederholungen

Ich will einfach mal von meinem heutigen Tag ein bisschen plaudern.

Am Vormittag wollte ich mir die drei Bilder zurückholen, die ich beim letzten Athen-Aufenthalt in eine Gruppenausstellung getan hatte. Ich hätte auch an einer zweiten Ausstellung teilnehmen können, hatte dazu aber keine Lust. Nicht zweimal dasselbe, bitte! Das war die erste Erstleistung: Entschlossen Nein zu sagen.

Die Bilder befanden sich bei Aphrodite, die die Ausstellung organisiert hatte (die Dame mit dem Mikorfon, neben zwei meiner Bilder). Sie wohnt in einen östlichen Vorort Athens. Um mich nicht zu verfahren, benutzte ich erstmals die App von Google. Eine freundliche Stimme sagte mir an, wann ich wo abbiegen solle etc, aber leider höre ich trotz Hörgerät schlecht und musste das Handy in einer Hand nahe am Ohr, die andere Hand am Steuer, die Strecke bewältigen. Was mir gelang.

Aphrodite hatte Besuch von einer weiteren Maler-Kollegin, die ich nicht kannte. Zusammen tranken wir einen honig-gesüßten Tee und unterhielten uns über jetzt und früher. Ich kannte Aphrodites Mann Giorgos Sardis, bevor sie ihn kannte. Er war der Initiator der Künstlergruppe Art Way, und als er plötzlich starb, setzte sie seine Arbeit entschlossen fort. Ein großes Bild, das offenbar von ihm stammte, mit einem weiblichen Relief – ähnlich den Galionsfiguren an Schiffen – weckte meine Aufmerksamkeit. Ich sah es erstmals und fotografierte es.

Zurück benutzte ich die Autobahn, da brauchte ich keine Google-Anweisungen. Unterwegs hielt ich bei einem neuen gut sortierten Minimarket und kaufte dort erstmals ein, unter anderem den köstliche Rotwein, den ich jetzt trinke. 

Wieder daheim, kochte ich den großen Blumenkohl, den ich im Mani-Baktze hatte heranwachsen lassen und den ich erntete, als wir gestern von dort nach Athen aufbrachen. Es ist der erste selbst gezogene Blumenkohl! Bzw er war es, denn wir haben ihn zusammen mit Spiegeleiern und Pommes vertilgt.

Dann zog ich wieder los, parkte das Auto etwas abenteuerlich auf einem Gehweg (erstmals! – aber bitte nicht schimpfen, den Weg kann eh niemand benutzen) und nahm die Metro ins Stadtzentrum.

Am Monastiraki wechselte ich in das grell bemalte Elektriko, das eigentlich dasselbe wie die Metro ist, aber älter. Wie so oft rätselte ich darüber, warum sich die Metro so sauber und gutbürgerlich, der Elektriko aber chaotisch und proletarisch anfühlt.

In Petralona unterhalb der Akropolis stieg ich aus, eine Freundin zu besuchen. Ihr Mann öffnete die Tür, denn sie war noch im Bad. Als sie herauskam, mit feuchtem lockigem Haar, strahlte sie mich an. Ich freute mich! Denn sie konnte wieder lachen und sah so schön aus. Eine Reihe Zähne, die sie hatte aufgeben müssen, waren durch neue ersetzt worden. Nichts hebt doch das Selbstbewusstsein mehr, als ein intaktes Gebiss zu haben!

Als ich auf dem Rückweg erneut am Monastiraki umstieg, steckte ich die Nase aus der Station und sah die üblichen Menschenmassen auf der Suche nach Vergnügungen über den Platz treiben. (Dies ist ein älteres Foto. Im Hintergrund sieht man die alte Moschee, die ein Keramikmuseum wurde, das aber seit einiger Zeit geschlossen ist.)

Einen Moment dachte ich daran, mich ins Gewühl zu stürzen, aber dann befiel mich eine große Müdigkeit (nicht zum ersten Mal). Wozu sollte das gut sein? Und so ließ ich mich von der Rolltreppe zwei Stockwerke in den Untergrund transportieren, um heimzufahren.

Als ich aus der Metro kam, sah ich den neuen Sichelmond am Himmel stehen. Und freute mich, wie immer, wenn ich ihn zum ersten Mal sehe – auch wenn das jeden Monat einmal geschieht.

Die Freude des Beginnens, des Erstmaligen – wodurch erklärt sich die?

Manches aber wird erst durch die Wiederholung süß.

 

 

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Impulswerkstatt: Eulenschnitzerei (Holz 2)

Wie ich schon schrieb, ist Holz nicht nur zum Verbrennen gut. Viel mehr lässt sich damit anfangen. Man kann zum Beispiel Eulen draus schnitzen.

Unter all den Eulen, die sich bei uns auf Tischen und Regalen rumtreiben, sind nur wenige aus Holz, die anderen sind aus Stein, Metallen, Glas, Stoff, Papier, Keramik, Bast, Federn, Fell, Muscheln und ich weiß nicht was noch. Das stellte ich fest, als ich vorhin, weil ich nichts besseres zu tun hatte, die Eulen besichtigte. Die erste, die mich aus runden Augen im flachen Gesicht anstarrte, war eine naive Eule, gefertigt aus einer Art Dreikantklotz. Wie groß sie ist, siehst du im Vergleich mit meiner Hand. Leider weiß ich nicht, wer dieses Kunstwerk schuf, das meine besondere Sympathie hat, weil es mich zum Lachen bringt.

Von den Seiten und von hinten betrachtet …

Bei der folgenden Eule weiß ich hingegen den Namen des Künstlers, denn er steht auf der Rückseite. Es ist eine feine Intarsienarbeit von Günther Müller aus Eppingen-Kleingartach.

Manche der anonymen Künstler haben sich schwierig zu schnitzende Varianten des gängigen Motivs einfallen lassen…

andere mühen sich erfolgreich an Hohlkörpereulen ab, durch deren gegitterten Leib man gelegentlich auch Jungeulen erblicken kann – was mich etwas stutzig macht. Denn bringen Eulen ihre Jungen lebend zur Welt? Diese hier scheint mir einer chinesischen Großfabrik entsprungen zu sein.

Bemalte und unbemalte Dickbaucheulen, die der Athener Eule nachempfunden sind, gibt es gleich mehrere (bitte beachte auch die kleine Kapuzeneule links im Bild!)…

wobei manche dicke Bücher unter dem Flügel tragen.

In Analogie zu den Hunden, wo es Pudel, Bernhardiner, Dackel, Zwergpincher und noch so manche andere Rasse gibt, haben die Eulenschnitzer sich bemüht, die Zahl der Eulenrassen zu vermehren.

und, wenn ich die bei uns versammelten Exemplare betrachte, finde ich: es ist ihnen nicht übel gelungen.

Manche der neuen Züchtungen dürften wieder vom Markt verschwinden. Der klassischen Bücherständereule hingegen sage ich ewiges Leben voraus.

Dies ist ein Beitrag zuDies ist ein Beitrag zu Myriades „Impulswerkstatt“, Mosaikstein Holz.

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Impulswerkstatt: Wärmequellen (Bild 3 und Mosaikstück 2 „Holz“)

Wieviel wärmer ist es doch in der Mani als hier im nördlichen Vorort von Athen, wo wir voerhin ankamen! Als mein Mann aus dem Auto stieg, um seine Tageszeitung zu kaufen, hörte ich ihn jammern: Kalt! Verdammt kalt ist es! Von den angekündigten Schneefällen war zwar nichts zu merken, aber auf den umliegenden Bergen lag ein Hauch Schnee, und die klare Atmosphäre ließ sie sehr nah erscheinen. 

Die Wohnung hatte 8 Grad. Jetzt, zwei Stunden später, sind es immer noch nur 10.5 Grad; und ich sitze im dicken Wintermantel, den ich fast nie trage, am Computer …

Was aber hat das mit deinem Foto zu tun, liebe Myriade? Nun, mir scheint, das großäugige Ding auf Bild 3 ist eine Kaffeemaschine. Nein? Dann hat der Text tatsächlich nichts mit dem Foto zu tun.

Nichts gegen Kaffeemaschinen! Ich benutze täglich eine. Doch wieviel sinnlicher ist das Bereiten des griechischen Kaffees im kleinen Messing-Briki! Wie wohltuend wärmen das Feuer des kleinen Gaskochers und das sich erhitzende Wasser die verklamten Hände, und wie verheißungsvoll duftet der Kaffee!

Das dachte ich vorhin und suchte mir die Zutaten zusammen. Wie aber bereitet man einen richtig guten griechischen Kaffee? Nun, als erstes braucht man ein spezielles nach oben sich verengendes Töpfchen aus Metall, einen Gaskocher und natürlich einen geeigneten Kaffee. Ich bevorzuge „den mit dem Papagei“ (unbezahlte Werbung) aus dem einfachen Grund, weil der alte Herr Loumides einmal in einem Video vorführte, wie man den Kaffee richtig zubereitet. Dieser „alte Herr Loumides“ war freilich nicht der erste Herr Loumides, denn die Firma begann schon 1920 in Piräus damit, frisch gebrauten Kaffee von einem Karren aus anzubieten. Die Firma bestand damals aus drei hoffnungsvollen Loumides-Brüdern und hat sich seither zu internationaler Größe ausgewachsen.

Hier ein Foto aus den Anfängen der Firmengeschichte (abfotografiert von deren Website).

Das richtige Zubereiten des Kaffees ist eine Philosophie, die dem japanischen Tee-Zeremoniell nacheifert. Wie muss man den Kaffee aufbewahren? (in der Originalpackung und nicht im Kühlschrank, auch nicht im Weckglas, sondern im Schrank), wie rührt man die Wasser-Kaffee-Zucker-Mischung richtig um? (lieber nicht mit dem Löffel, sondern mit einem Spezial-Umrührgerät), wie muss das Wasser beschaffen sein (Zimmertemperatur, nicht verchlort), wieviel Kaffeepulver soll man nehmen (zwei Maßeinheiten a 7,5 gr pro kleiner Tasse), wieviel Zucker (sketo=ohne, metrio=mittelsüß, vary glyko=schwer süß)? Soll man den Kaffee einmal oder zweimal oder gar dreimal hochkommen lassen? Wie schenkt man richtig ein, damit sich schöner Schaum bildet? O ja, die meisten Kaffeekocher sind ahnungslose Banausen! Ich selbst bin auch nur eine So-und-So-Kaffeekocherin, und das Kaffeesatzlesen, der sich ans Kaffeetrinken anzuschließen hätte, habe ich nie wirklich erlernen können.

Während ich dies hier schreibe, ist der Kaffee längst getrunken, die Raumtemperatur ist auf famose 11 Grad gestiegen und meine Gedanken wandern zu einer anderen Wärmequelle. Gestern abend noch flackerte das Feuer im Kamin, dort unten in der Mani. Ab und an legten wir ein Stück Holz nach, von dem wir genug haben: Schnittabfälle von der Olivenernte und Schwemmholz. Es gibt an kalten Abenden nichts Schöneres als das lebendige Feuer eines Kamins, finde ich. Jetzt hätte ich gern eines. Aber hier in Athen haben wir keinen Kamin, und ich finde das auch ok. Denn in einer dicht bevölkerten Großstadt kann der Rauch der Kamine ganz schön lästig werden, zumal wenn nicht nur Holz, sondern noch viele andere brennbaren Abfälle ins Feuer wandern.  

Holz ist natürlich nicht nur zum Verbrennen gut … aber davon dann ein anderes Mal.

Dies ist ein Beitrag zu Myriades „Impulswerkstatt“.

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Transparenz/Diaphania (7) Über Beipackzettel

Nach der Entdeckung der Strahlen, die unseren Corpus transparent machen (siehe gestrigen Eintrag  zu Röntgen), ging es mit der Medizin mächtig aufwärts, mit der Transparenz im Geschäftsgebaren jedoch eher abwärts. Zumindest ist es das, was ich frech behauptet habe.

Aber ist das gerecht? Sind die Arzneimittelhersteller heute nicht gesetzlich zu höchster Transparenz verpflichtet? Warum sonst sind die Beipackzettel der Medikamente heute meterlang? Da steht ja schwarz auf weiß, was du von dem Medikament erwarten, aber auch, was du dir einbrocken kannst, wenn du es nimmst. Und am Ende steht der freundliche Rat: „Frage deinen Arzt“ oder „Frage den Arzt deines Vertrauens“.

 „Deinen Arzt“. Lang lang ists her, dass ich einen solchen „meinen Arzt“ hatte. Eigentlich hatte ihn meine Mutter, denn er war der Hausarzt, der uns alle seit unserer Geburt kannte und der wusste, ob der Husten behandlungsbedürftig war. Er wusste auch mit den Tieren Bescheid. Gibt es solche Allgemeinärzte noch? Ich weiß es nicht. Mir scheint, die Ärzteschaft hat sich in tausend Einzelkompetenzen aufgespalten, und einen „Onkel Doktor“, wie wir ihn noch kannten, gibt es nicht mehr. Natürlich lasse ich mich gern eines anderen belehren. 

Wenn kein Doktor greifbar ist, geht man schon mal ohne dessen Ratschlag in die Apotheke und lässt sich dort ein Medikament aushändigen, das womöglich gegen den Husten hilft. Oder gegen Blähungen. Oder gegen Sehstörungen, Kopfschmerzen, Rheuma, was weiß ich. Man trägt dann das Medikament nach Hause und liest den Beipackzettel, denn den soll man „sorgfältig lesen“. Der Text ist allerdings sehr lang, und damit er in die Packung passt, müssen die Buchstaben sehr klein sein. Eine Lupe wäre da am Platze. Wenn es einem gelungen ist, den ganzen Text zu entziffern, fragt man sich ängstlich: Soll ich das Zeug tatsächlich nehmen? Weiß ich denn, ob ich gegen A…. allergisch bin? oder ob sich mein anderes Medikament mit diesem verträgt? Falls nicht, soll ich gleich „meinen Arzt aufsuchen“. Aber da waren wir doch schon mal…

Genug des Gemosers. Optimismus ist angesagt. Und so greife ich noch einmal ins Archiv und ziehe eine frühere abc-Etüde heraus, die sich um die Worte „Geheimkünstler“, „suggerieren“ und „sperrig“ rankt ( „Lob der Chemie“)

Lob der Chemie.

Auf dem Beipackzettel steht

Was mit dieser Pille geht:

 

Du hast dir Kilos angefressen?

Die darfst du heute schon vergessen.

Auch wenn du isst was auf dem Tisch

Bleibst du doch schlank und jugendfrisch

 

Hast du Ärger mit dem Mann

Weil er was Männliches nicht kann

Gib ihm die Pille nur geschwind

Schon morgen kriegst du dann ein Kind.

 

Gib dem Kinde, wenn es plärrig

Trotzig oder allzu sperrig

Andres will als du und ich

Eine Pille vorsorglich.

 

Kommst du leicht schon aus der Puste

Eine Treppe – huste huste

Die Pille hilft, ja, rauche nur

Vom Husten bleibt dir keine Spur.

 

Wir möchten dir auch suggerieren:

Du brauchst die Pille zum Studieren

Fürs Hirn, fürs Herz und untenrum

Denn ohne Pille bleibst du dumm.

 

 O ja, Chemie mit ihrer Kraft

Hat jede Krankheit abgeschafft.

Hab vor dem Tode keine Bange!

Vertrau nur ihr, so lebst du lange.

 

Auch wenn du frisst und säufst und rauchst

Und täglich dein Stück Torte brauchst

Wenn du statt draußen zu spazieren

Noch ein Likörchen willst goutieren

 

Du bleibst doch knackig und gesund

Es reicht, dass du durch deinen Schlund

Alltäglich diese Pillen schickst:

Und dich mit der Chemie beglückst.

 

Geheimkünstler sind nicht am Werke

Die Transparenz ist unsre Stärke

Wir sagen dir, was in der Pille

Und wie sie alles Übel kille.

 

Auf dem Beipackzettel steht

Was mit dieser Pille geht.

Wenn du genau hinschaust, siehst du, dass diese Wesen transparent sind. Du siehst die gerauchten Zigaretten im Brustkorb des Mannes, die entzündete Schilddruse und was im Unterleib der Frau vorgeht, und im zentralen Stück kannst du auch einen Blick auf die Vorgänge der Zeugung werfen. Da gibt es nichts Dunkles und Geheimnisvolles mehr um das werdende Leben, denn alles ist transparent, wie es der moderne Mensch verlangen kann.

 

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Tagerbuch der Lustbarkkeiten: Siesta und Selfis mit Fritzi

Heute ist es den ganzen Tag schon regnerisch und kühl. Was gibt es da besseres, als ein Sofa zum ausruhen und eine Katze, die einem den Bauch wärmt. Lesen ließ Fritzi mich nicht, sie verlangte, beachtet zu werden.

Als ich dans Handy im Selfi-Modus auf sie richtete, sah sie sich und war beeindruckt.

Dann verlor sie das Interesse an ihrem Konterfei. Ich durfte aber noch zwei gemeinsame Selfis machen. Dann war Schluss, denn sie musste sich putzen. Sie ist eben eine feine junge Dame und nicht so ein alter Strubbelkopp wie ich.

 

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Transparenz/Diaphania (6) Röntgen und die X-Strahlen

„Bei so manchem würde man sich heute größere Transparenz wünschen, aber die X-Rays für politischen Filz sind leider noch nicht erfunden worden.“  So schrieb ich im November 2021 in einem Beitrag zu Wortmanns ABC-Projekt, Buchstabe X.

Der Würzburger Physik-Professor Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte die Strahlung am 8. November 1895 zufällig (eigentlich war er ganz anderen Phänomenen auf der Spur). Er schlug den Namen X-Strahlen vor, und in den meisten Sprachen heißen sie weiterhin so (X-Ray, Rayon X, Raggi X). Auf Griechisch heißen sie ganz anschaulich ακτινογραφίες, also Strahlungszeichnungen.

Eine Sendung des Deutschlandsfunks von Irene Meichsner vom 28.12.2015 trägt den Titel

Röntgen-Strahlen. Der Entdecker der Transparenz bleibt ein Rätsel

Seltsame Strahlen hatte er gefunden, mit denen sich Materie durchleuchten ließ. Damit revolutionierte er die Medizin.

Ich zitiere aus dem o.a. Artikel:

 „Wie die gewöhnlichen Lichtstrahlen durch Glas gehen, so gehen die neu entdeckten Strahlen durch Holz- und auch Weichteile des menschlichen Körpers. Am überraschendsten ist die Abbildung von einer menschlichen Hand. Das Bild enthält die Knochen der Hand, um deren Finger die Ringe frei zu schweben scheinen.“

Hier ein Foto des zerbissenen Vorderbeins von Hund Tito.

Selbstverständlich kenne auch ich nun Teile meines Innenlebens in Form solcher Bilder, die man gegen das Licht halten muss, um sie zu lesen. Es ist und bleibt ein merkwürdiges Gefühl zu sehen, wie das umhüllende Fleisch zu einem Schatten wird und das Gerippe, das einst von mir übrig bleiben wird, in kalter Präzision erscheint. Und ich frage mich:

Ist das, was da zum Vorschein kommt, das Wesentliche? Nein, natürlich nicht, ist meine Antwort. Es ist das tragende Gerüst, das nach dem Tod am längsten Bestand hat, aber das Ganze des Lebens ist es eben nicht. Es ist der toteste Teil.

Röntgen selbst scheint mit seiner bahnbrechenden Entdeckung nicht besonders glücklich gewesen zu sein. Sie war ihm womöglich unheimlich. Jedenfalls lese ich in dem o.a. Artikel:

Am 28. Dezember 1895 brachte Röntgen einen vorläufigen Bericht mit dem Titel „Ueber eine neue Art von Strahlen“ in die Setzerei, um ihn am Neujahrstag an knapp hundert Kollegen in ganz Europa zu verschicken. Röntgen wurde als „Wohltäter der Menschheit“ gefeiert. Allenthalben begannen Ärzte, ihre Patienten zu durchleuchten – während sich Röntgen in Schweigen hüllte. Nur einen Vortrag hat er im Januar 1896 in Würzburg noch gehalten, danach lehnte er alle öffentlichen Auftritte ab. Röntgen äußerte sich auch nicht, als die ersten Berichte über Strahlenschäden kursierten. Als ihm 1901 der erste Physiknobelpreis zuerkannt wurde, weigerte er sich, eine Dankesrede zu halten. So blieb Röntgen, der 1923 in München im Alter von 77 Jahren starb, vielen ein Rätsel.
„Nie hat er über die Geschichte oder die Hintergründe seiner Entdeckung berichtet. Aufzeichnungen und Laborbücher, die es mit Sicherheit gegeben hat, hat er zusammen mit vielen Briefen und anderem Material im Alter verbrannt oder nach seinem Tode von den Testamentsvollstreckern verbrennen lassen.“
 

Vielleicht hatte Röntgen aber auch nur ethische Grundsätze, die er gegen die Profiteure  der neuen Entdeckung verteidigen wollte.  So lese ich hier, dass Röntgen ein Angebot der AEG zur wirtschaftlichen Nutzung höflich ablehnte. „Er begründete seine Entscheidung damit, dass er der Meinung war, seine Erfindungen und Entdeckungen sollten der Allgemeinheit gehören und nicht durch Patente oder Lizenzverträge einzelnen Unternehmen vorbehalten bleiben. Röntgen verzichtete bewusst auf finanzielle Vorteile aus seiner Erfindung, um seiner Überzeugung treu zu bleiben, dass wissenschaftliche Entdeckungen der Gesellschaft als Ganzes zugutekommen sollten. Diese Haltung spiegelt die damalige Tradition deutscher Professoren wider, die ihre Forschungsergebnisse oft der Allgemeinheit widmeten, anstatt sie kommerziell zu nutzen.“

Als ich das las, konnte ich es kaum glauben. So viel Ethik? Und doch:

„Das deutsche Patentgesetz spiegelt die Überzeugung wider, dass medizinische Behandlungen nicht kommerzialisiert werden sollten. Aus Gründen der sozialen Ethik und der Gesundheitspolitik ist es nicht gestattet, Patente für Verfahren in den Bereichen Chirurgie, Therapie und Diagnostik zu erteilen. Dies stellt sicher, dass Ärzte in ihrer Entscheidung für medizinische Behandlungsmethoden unabhängig bleiben, um immer im besten Interesse ihrer Patienten handeln zu können….“ (ebd)

Wenn ich diese Einstellung mit der heutigen, zB im Falle der sog. Impfstoffe gegen Covid vergleiche, kann ich nur sagen: Wissenschaftlich ging es seit Röntgen aufwärts, ethisch aber steil bergab, denn Patentierung, Vermarktung und Intrasparenz der Verwendung nahmen rapide zu. Medizinische Forschung ist heute zum großen Business geworden, und wir Menschen wurden zu Laborratten im Namen des Profits.

 

 

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