Gingernillis 1: Weihnachtsmann

Juzicka-Jess (Amorak) hat eine neue Challange ausgerufen. Diesmal geht es um Krimskrams, oder genauer: jeden Tag im Mai ein unscheinbares Ding zu zeigen, das sich im Haushalt herumtreibt. Wir kennen sie alle: irgendwie irgendwann wurden sie angeschwemmt, aufgehoben, weggelegt, und nun sind sie da. Wegwerfen geht irgendwie nicht, brauchen tut man sie auch nicht.

Ich bin versucht, auch diesmal mitzumachen, da ich diese kleinen überflüssigen und meistens kitschigen Dinge gerne ehre. Wie manche von euch vielleicht erinnern, habe ich eine ganze Serie gezeichnet und sogar einen Kalender draus gemacht. Ich nannte die Serie: „Kleine Dinge ans Licht heben. Daraus werde ich in dieser Runde schöpfen und natürlich auch Neues präsentieren.

Heute zum Start und Ersten Mai ein Weihnachtsmann, der am Schlüsselbord hängt. Wielange schon? Wer hat ihn gebracht? Vergessen.

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In der Zeichenschule 38: drei mal Modell

Heute ging ich zum Zeichnen mit Modell. Drei Kohlezeichnungen entstanden in jeweils einer halben Stunde. Es ist immer dieselbe Position, aber ich probierte verschiedene Zeichenstile aus.

Im Laufe der letzten Monaten hatte ich insgesamt sieben mal Gelegenheit, dieses Modell zu zeichnen. Dabei entstanden vierzehn großformatige Kohle- und zwei Buntstiftzeichnungen.

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Der April und die Königin der Stäbe

Die Vornahme für den April 2025, wie ich sie mir in der Raunacht am 29. Dezember beantwortete:

„Mein Selbstbewusstsein als Frau stärken…

Im April also werde ich an meinem Selbstbewusstsein arbeiten: Kenne und anerkenne deine Kräfte! Denke dich nicht klein! …

Was die schwarze Katze betrifft, so sagt sie mir vielleicht, dass ich auch meine intuitiven Erkenntniskräfte, die in den Tiefenschichten des kollektiven Unbewussten wurzeln, schätzen und nähren darf.“

 

Damals, in der Rauhnacht, eignete ich mir diese Karte durch eine neurografische Zeichnung an. Dabei entdeckte ich, zu Recht oder zu Unrecht, eine Ähnlichkeit mit der Venus von Willendorf, was meinem Selbstbewusstsein gut tat.

28. Dezember 2024

Wie aber entwickelte sich die Erfahrung mit dieser Karte weiter? Am 13. April hatte ich den Eindruck: nicht besonders. „Ich brauche einen Durchbruch!“ formulierte ich und zeichnete die Karte erneut.

Kraftvoll, aber eingeschnürt das Ganze, empfand ich. Das Wort „Durchbruch“ kam mir plötzlich suspekt vor. Ich schrieb eine Liste von Assoziationen und merkte: Nicht nur positiv konnotierte ich diesen Begriff, sondern er war vor allem angstbesetzt. Denn er hallte mir aus dem Krieg, in dem ich geboren wurde, entgegen: Hatte meine Mutter nicht nachts am Volksempfänger gesessen und angstvoll gelauscht, ob der so oft versprochene und beschworene „Durchbruch“ gelungen sei? Fiel mein Vater nicht im Kessel von Stalingrad?

Angsterfüllt waren auch andere Assoziationen: das Kellerfenster zerbricht, die Wasser des plötzlich tauenden Schnees überfluten den Keller und die dürftigen Vorräte. … Mauern, Schutzwälle werden durchbrochen, und der „Feind“ kommt durch die Lücken herein und metzelt alles nieder. Es wurde eine lange Liste negativer und positiver Gefühle, an der ich mich dann neurografisch abarbeitete. Dabei stellte ich u.a. fest, dass die Zeichnung, die für mich ein in die Vergangenenheit (nach links) blickendes weibliches Profil darstellte, sich aus einem Punkt heraus spiralförmig entwickelte, und dieser Punkt, genannt „selbst“, saß im „Kleinhirn“, dem ältesten Teil des Hirns also, der noch kaum vom Bewusstsein durchdrungen ist. In ihm hocken die vorbewussten Informationen über Gefahren und glücklichen Ausgang.

Ein leichter, fröhlicher „Durchbruch“ gelang mir erst, als ich mich von meinem Inneren (meinen vorbewussten Prägungen) weg- und nach außen, also der Natur zuwandte. Draußen herrschte ein kräftiger Frühlingstag, und es galt, Zwiebeln zu setzen. Schon bald würden sie mit ihren Keimen das Erdreich durchbrechen und beginnen, unter Sonnenschein und Regen zu wachsen und zu spießen.

Ich freute mich sehr über diese Zeichnung. Sie brachte mich inEinklang mit dem Natürgeschehen. Und wie gings weiter? Am 24. 4. machte ich eine weitere von der „Königin der Stäbe“ geleitete neurografische Zeichnung, um mir den Übergang von der reproduktiven Phase der Weiblichkeit zur Altersphase mit ihren besonderen Anforderungen zu verdeutlichen.

Und schließlich fasste ich die Erfahrungen dieses Monats, geleitet durch die fünf chinesischen Elemente,  in einem neurografischen Baum zusammen. Grün (Holz) symbolisiert den Beginn, Zeugung und Kindheit,  Rot (Feuer) die Jugend und den frühen Sommer mit ihrer feurigen Kraft, Goldgelb (Erde) die Mitte des Sommers und das Reifen, Grau (Metall) den Herbst, in dem sich die Lebenskräfte langsam zurückziehen, Blau (Wasser) das Loslassen oder Bewahren, je nachdem. Die nicht eingefärbten Teile zeigen das Potential, das noch gelebt sein will.

Ich hoffe, dieser Durchgang hat ein wenig von meinem inneren Prozess, der in diesem Monat unter dem Zeichen der „Königin der Stäbe“ stand, verdeutlichen können. Aber natürlich sind die Zeichnungen und Worte nicht mehr als eine kleine Anregung.

 

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Zeigt her eure Tassen 30: Tasse mit Selfie und eine Übersicht

Dreißig Tage – dreißig Tassen. Das war wirklich ein Challange. Doch wenngleich ich gar nicht viele Tassen besitze, habe ich immer noch Zeichnungen mit Tassen in Reserve.

Heute steht eine schlichte weiße Tasse neben dem Arm meines Mannes. Davor habe ich einen runden Rasierspiegel platziert, um den Raum, den Arm, die Tasse und ein Selfie zu zeichnen.

So voll, wie es aussieht, ist es nicht, denn der Raum ist groß und die Rückwand mit dem Bücherregal etwa sieben Meter von meinem Platz entfernt. Doch die gewählte Perspektive vernichtet den Zwischenraum.

So, das wars mit den Tassen. Herzlichen Dank, Juzicka-Jess (Amorak), für deine Anregung! Hat Spaß gemacht!

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In der Zeichenschule 37: drei im Gespräch und ein Pferd

Nach drei Wochen Osterpause öffnete die Werkstatt wieder fürs gemeinsame Zeichnen.

Der gewählte Blickwinkel auf drei Köpfe „im Gespräch“ und ein Pferd als heimlicher Lauscher ist ziemlich abenteuerlich, aber genau solche Sachen reizen mich. Nach drei Stunden ist die Zeichnung so weit gediehen:

Zum Schluss fotografierte ich das Motiv mitsamt der Zeichnung durchs große Fenster der Werkstatt.

 

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Dienstags-Drabble: ein Lob auf Eos‘ Fingerspitzen

Dienstag ist Drabble-Zeit. Genau 100 Wörter, davon drei vorgegebene, soll der Text enthalten. Die von Heide (Puzzleblume) vorgegebenen Wörter sind diesmal

nehmen – Dose – rosig

Ich hab die Aufgabe wie meist mit dem Reimen verbunden, das diesmal ganz und gar nicht kata-strophisch, stattdessen vergnügt-holperig daherkommt. Eos ist, falls du es nicht weißt, die Göttin der Morgenröte. Viel Spaß!

Drei Dosen Rosenrot gab Eos ins morgendliche Weiß

Und rührte es um auf des Gottes Apollon Geheiß

Ins rosige Farbengemisch stippte sie ihre Fingerspitzen

Und vermied es auch nicht, ein wenig davon zu verspritzen

 

Ein Spritzer färbte die Schäfchenwolken rosa und gold

Ein Tröpfchen traf deine Nasenspitze ganz ungewollt

Die Blümchen die nahmen die Farbe mit Wollust hin

Und erblühten nun rosa mit einem Tüpfelchen Lila drin

 

Das Lila das kam von dem himmlischen Blau

Der Himmel war nämlich nun auch nicht mehr grau.

Ich sah es am Wegrand funkeln und blitzen –

Das Rosa, das fiel von der Eos‘ Fingerspitzen.

 

 

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Große Feder fortgesetzt (alltägliches Zeichnen, Perspektive)

Gestern zeigte ich eine „große Feder“ in den Ausmaßen 60 x 120 cm, in Kohle auf Leinwand. Daran habe ich inzwischen etwas weitergezeichnet.

Links der vorige, rechts der jetzige Zustand der Zeichnung

 

Wählt man den richtigen Abstand zwischen Feder und Zeichnung, kommen beide zur Deckung, obgleich die Leinwand ja „in Wirklichkeit“ viermal so hoch wie die Feder ist. Dass ist die Magie der Perspektive, die ich auch im heutigen „Tassen-Format“ schon demonstrierte.

Weiß jemand, welcher Vogel die Feder verloren hat?

Fortsetzung folgt.

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Zeigt her eure Tassen 29: Eulenbecher perspektivisch

Dies ist nun die vorletzte Tasse, die ich im Rahmen der von Amorak angeregten Blogparade „Zeigt her eure Tassen“ zeigen werde. Langsam verschwindet das Thema im Zeitenstrom. Siehst du es noch? Zuerst erscheint eine Treppe in der Öse des Riegels unseres Eisengitters, mit dem wir unsere Haustür sichern, und die Tasse steht winzig auf einem runden verrosteten Gartentischchen. Im zweiten Foto erscheint die Tasse, ein winziges Abbild, in der Öse.

 

 

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Große Feder (tägliches Zeichnen)

Heute will ich eine Feder studieren, indem ich sie auf einer großen Leinwand 60 x 120 cm mit Kohle zeichne. So weit kam ich bis zum Mittagessen.

Fasziniert bin ich durch die Koordination von Form und Zeichnung. Jeder der feinen vom Kiel abgehenden Äste trägt einen winzigen Teil des Gesamtmusters, das sich quer zur Wachstumsrichtung der Feder aufbaut. Wenn ich nun bedenke, dass diese Feder wiederum Teil einer anderen Form mit einem schönen sinnvollen Muster war, wird mir fast schwindlig im Kopf. Was ist die Natur doch für eine Meisterin!

 

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Zeigt her eure Tassen 28: Eulentasse mit Holzboot

Heute als 28. Tasse dieser von Amorak angeregten Blogparade „Zeigt her eure Tassen“ wieder eine gezeichnete. Wieder ist es eine Eulentasse, die zusammen mit der kostbaren Keramikschale auftritt. Doch dieses Mal ist ein bisschen Nostalgie in Form eines aufgetakelten Holzbootes dazugekommen.

Gezeichnet mit Kugelschreiber auf A4-Schreibmaschinenpapier.

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